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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Julianna

    Julianna

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    Erwartungen und Ansprüche

    Auf der Liebe lasten heute hohe Erwartungen: „Viele Menschen hoffen, dass die Partnerschaft sie für alle anderen Defizite entschädigt“, erklärt Paartherapeut Dietmar Stiemerling. Wer von seinem Job angeödet und mit sich selbst unzufrieden ist, will häufig alle Selbstbestätigung und Anregung aus der Liebesbeziehung schöpfen – „das überfordert die Partnerschaft und lässt sie unter der Last der Forderungen zerbrechen.“

    Ebenso verbreitet sind zu hohe Ansprüche an die Qualität des Partners. „Vor allem narzisstische Persönlichkeiten schrauben ihre Erwartungen unrealistisch hoch.“ Normalerweise finden Menschen zueinander, die einander in Bezug auf das Aussehen, den gesellschaftlichen Status und die Ausbildung ebenbürtig sind – oder die unterschiedliche Qualitäten mitbringen, die einander ausgleichen: Geld gegen Schönheit, Status gegen Temperament.

    Narzisstische Persönlichkeiten überschätzen die eigenen Qualitäten aber oft ganz erheblich – und wundern sich dann, wenn ihr zu kurz gekommener Partner das durchschaut und geht. Tatsächlich gibt es von den übermäßig selbstverliebten Menschen inzwischen viele: Der grassierende Ich-Kult bläst das Ego zu grotesken Formen auf.


    Stress ist ein Beziehungskiller: Wer gestresst ist, ist dünnhäutiger und reizbarer als üblich – da kommt es schnell zum Streit. Hinzu kommt, dass das Paar zu wenig Zeit und Muße füreinander hat. Und: Wer gestresst ist, hat weniger Lust auf Sex. „All das zusammengenommen kann eine Abwärtsspirale in Gang setzen, in der die Liebe auf der Strecke bleibt“, erklärt Paartherapeut Dietmar Stiemerling. Und das passiert immer häufiger. Vor allem die Arbeitswelt verlangt den Menschen mehr ab als noch vor einigen Jahren. „Wo früher zwei angestellt waren, muss jetzt einer allein mit der Arbeit fertig werden“, sagt der Psychoanalytiker. Hinzu kommt die Sorge um den Arbeitsplatz.

    In jeder Beziehung gibt es Höhen und Tiefen. Schreibt man der Liebe vor allem die Aufgabe zu, als nie versiegender Glücksspender zu fungieren, kommen in den Durststrecken schnell Unmut und Trennungsgedanken auf. „Die Bereitschaft zurückzustecken und auch schwierige Zeiten miteinander durchzustehen, ist heute weniger stark als früher“, erklärt Paartherapeut Dietmar Stiemerling. Das können Phasen sein, in denen der Partner beruflich sehr eingespannt ist, aber auch, wenn Kinder die Beziehung auf den Kopf stellen und Zeit und Zuwendung einfordern. Männer empfinden die Zeit nach der Geburt eines Kindes häufig besonders frustrierend: Die Frau widmet sich ganz dem Baby oder hat keine Lust mehr auf Sex. „Das ist der häufigste Auslöser für Männer fremdzugehen“, weiß der Paartherapeut.

    Schleicht sich Unzufriedenheit in die Beziehung, gilt es, die Frage zu stellen, ob sie dem Partner angelastet werden kann, ob sie in der momentanen Situation wurzelt, die vorübergehend ist oder an der man aktiv etwas ändern kann – oder ob sie sogar in der eigenen Person begründet liegt. Im letzteren Fall wird man sein Glück auf Dauer vermutlich auch nicht in der nächsten Beziehung finden.

    Tödlich für eine Beziehung sind auch mangelnde Streitkultur und fatale Kommunikationsmuster. „Es ist eine Schande, dass Kinder das nicht in der Schule lernen“, erklärt Paartherapeut Dietmar Stiemerling. Entscheidend ist es, die Kränkung aus dem Streit herauszunehmen. Das funktioniert, indem man Ich-Botschaften sendet: „Ich fühle mich einsam, wenn du wenig Zeit mit mir verbringst“ statt „Du hast nie mehr Zeit für mich“. Wichtig ist es auch, bei Kritik nicht sofort zum Gegenschlag auszuholen und eins draufzusetzen – so kann ein Streit nur eskalieren und kein konstruktives Ergebnis bringen. „Die meisten empfinden eine Kritik als Abwertung ihrer Person, nicht eines bestimmten Verhaltens“, weiß der Psychologe. Ein schmollender Rückzug nach dem Streit verschärft die Lage noch.

    Wichtig auch: Wer viel zu kritteln hat, sollte noch mehr loben. Untersuchungen des Sozialpsychologen Hans-Werner Bierhoff haben gezeigt, dass zwischen positiver Rückmeldung und Kritik ein Verhältnis von eins zu fünf herrschen sollte, damit sich Partner in einer Beziehung wohlfühlen. „Meistens ist das eher umgekehrt,“ sagt der Dietmar Stiemerling.

    Nach Jahrtausenden als unangefochtenes Oberhaupt der Familie ist die Position der Männer in den letzten Jahrzehnten wackelig geworden: Die Emanzipation der Frau und auch diverse wissenschaftliche Bücher haben die Rolle des Mannes in seiner Partner- und Männlichkeitsfunktion erheblich demontiert. Männer gelten inzwischen als das schwache Geschlecht.

    Früher gab es einen klaren Deal: Der Familienvater ernährt Frau und Kinder, wird gebraucht und deshalb geliebt oder zumindest respektiert. Dieses Tauschgeschäft funktioniert nicht mehr. „Tatsächlich wollen viele Männer die Bürde des Ernährers nicht mehr tragen“, sagt Paartherapeut Dietmar Siemerling. Das bedeutet eine neue Freiheit für die Männer. Gleichzeitig ist vielen aber nach wie vor unklar, wie sie eine moderne Partnerschaft führen können, in der sie weiterhin geliebt und gebraucht werden. „Ein Teil der Männer versinkt deshalb in weinerliches Selbstmitleid“, erklärt der Psychologe. Andere überkompensieren ihre Unsicherheit und treten besonders forsch und aggressiv auf. Beide Verhaltensweisen wirken auf potenzielle Partnerinnen wenig attraktiv. Der Knoten löst sich erst, wenn Männer sich auf ein neues Rollenmodell einlassen, und erfahren, dass sie auch gebraucht werden, ohne den Versorger zu spielen, und dass Männlichkeit nichts mit machohaftem Auftreten zu tun hat.

    Viele Männer und Frauen lassen sich heute nur zögerlich auf enge Paarbeziehungen ein. „Ein Grund dafür ist, dass es immer mehr Einzelkinder gibt“, berichtet Paartherapeut Dietmar Siemerling. Wer als einziges Kind aufwachse, erfahre häufig die gebündelte Liebe und Aufmerksamkeit seiner Eltern. „Eine solche Konstellation kann zu emotionaler Enge führen, die bewirkt, dass diese Kinder einen besonderen Freiheitsdrang und Wunsch nach Unabhängigkeit verspüren“, sagt der Paartherapeut. Die emotionale Nähe einer verbindlichen Partnerschaft erscheint ihnen dann bedrohlich. Hinzu kommt, dass ein Dasein als Augapfel der Eltern das Ego schüren und eine hohe Erwartungshaltung fördern kann – beides erschwert eine gleichberechtigte und ausgewogene Partnerschaft.

    Viele Menschen schleppen fatale Erfahrungen und Verhaltensweisen aus der Vergangenheit mit, die ihre Partnerwahl negativ beeinflussen. „Untersuchungen zufolge sind rund 27 Prozent der Deutschen neurotisch auffällig“, sagt Paartherapeut Dietmar Stiemerling. Sie suchen sich keinen Partner, der zu ihnen passt, sondern einen, mit dem sie die alten Erfahrungen bewältigen können. Die Folge: Das Beziehungsfundament ist von Anfang an marode.

    Mangelndes Selbstwertgefühl: Unsichere Menschen haben zwei typische Strategien, sich über die Partnerschaft aufzuwerten. Die einen suchen sich einen überlegenen Partner. Idee ist, sich die Identität des anderen auszuborgen, sich mit ihm zu schmücken. Problematisch wird das, wenn der Schwächere entdeckt, dass der Partner doch gar nicht so großartig ist wie gedacht. Oder aber, es schleichen sich Neid und Eifersucht auf den Partner ein, die die Beziehung vergiften.
    Ebenso problematisch ist es, sich einen unterlegenen Partner zu suchen, um sich selbst besser zu fühlen. Hier tauchen Probleme auf, wenn der andere auf Dauer nicht klein und schwach bleibt und seiner Rolle als „Beziehung-Underdog“ entwächst. Oder der schwache bleibt schwach, wird immer lebensuntüchtiger und schließlich zur Last.

    Helfersyndrom: Menschen mit einer Helferhaltung haben die Erfahrung gemacht, nur geliebt zu werden, wenn sie aufopferungsvoll sind und ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund stellen. Auf Dauer geraten sie dabei selbst in eine Mangelsituation, die sich in gärender Wut auf den verhätschelten Partner bemerkbar macht.

    Wahl eines abweisenden Partners: „Solche Konstellationen sind weiter verbreitet, als man denkt“, sagt Dietmar Stiemerling. Anstatt schreiend fortzulaufen, fühlen sich viele Menschen gerade dann angezogen, wenn ihnen jemand kühl, desinteressiert und lieblos begegnet. Psychologischer Hintergrund ist die Hoffnung, alte Wunden zu heilen, die beispielsweise aus einer problematischen Beziehung zu den Eltern herrühren. Es leuchtet ein, dass diese Hoffnung sich nur selten erfüllt.

    Protestwahl: Wer – bewusst oder unbewusst – einen Partner wählt, nur um den Eltern eines auszuwischen oder sich von ihnen abzugrenzen, erweist sich selbst einen Bärendienst. Der Partner wird als Verbündeter gegen die Eltern instrumentalisiert, der Reiz des Anderen verflüchtigt sich nach einiger Zeit. „Viele stellen dann mit Schrecken fest, dass sie die elterlichen Ideale stärker teilen, als gedacht“, sagt der Paartherapeut. Das chaotische Bohemienleben ihres Künstlerfreunds fällt der letztlich doch sicherheitsverwöhnten Bürgertochter zunehmend auf die Nerven, der seriöse Bänker ist mit seiner abenteuerlustigen Tänzerin letztlich überfordert.

    Solche neurotischen Beziehungsmuster zu durchbrechen ist nicht leicht: „Gelernte Muster sind hartnäckig und nur schwer zu verändern“, sagt der Paartherapeut. Oft sind sie den Betroffenen gar nicht bewusst, oder ihnen ist nicht klar, welche Funktion sie haben. Auf dem Buchmarkt findet sich inzwischen eine Fülle von Ehe- und Partnerschaftsratgebern, die Menschen in Beziehungsnöten Hilfe aus der Misere versprechen. Handelt es sich bei den Betroffenen um Menschen in chronisch gestörten Zweierbeziehungen, kann oft nur der Gang zu einem Eheberater oder Psychotherapeuten helfen.


    https://www.focus.de/gesundheit/ges...en-das-drama-der-streithaehne_aid_267928.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.01.2018
    17.01.2018 #1
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  2. Julianna

    Julianna

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    Beide schaden sich selbst: Der zuviel verspricht und der zuviel erwartet.
    Gotthold Ephraim Lessing

    Fordere viel von dir selbst, und erwarte wenig von anderen. So wird dir viel Ärger erspart bleiben.
    Konfuzius

    Selig sind die, die nichts erwarten, denn sie werden nie enttäuscht werden. Alexander Pope

    Gespannte Erwartung wird selten befriedigt.

    Johann Wolfgang von Goethe

    Es liegt in der menschlichen Natur, immer mehr von sich und von anderen zu fordern, je mehr man empfangen hat.

    Johann Wolfgang von Goethe

    Die größten Enttäuschungen haben ihren Ursprung in zu großen Erwartungen.
    Ernst Ferstl

    Wenn wir unsere Erwartungen verringern, werden wir Zufriedenheit erfahren.
    Dalai Lama
     
    17.01.2018 #2
  3. Synergie

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    Selbstwerterhaltung nenne ich das, was hier soeben geschieht. Sehr gesund.
     
    17.01.2018 #3
  4. Julianna

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    Es wäre schön, wenn du aufhörst, dein Problem zu meinem zu machen... was auch immer dieses sein mag o_O
     
    17.01.2018 #4
  5. Mentalista

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    Gute Bericht, danke. Ich hoffe, dass Herr Markus Ernst diesen Bericht auch liest, bzw. eigentlich als Fachkraft kennen müsste. Denn diese Wahrheiten erklären auch viel nicht nachvollziehrndes Verhalten von Suchenden in SB, männlich oder weiblich, was ich in einem eigenen Beitrag unter Expertenrat ansatzweise angesprochen habe und was seitens eines Experten negiert wurde.
     
    18.01.2018 #5
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  6. fleurdelis*

    fleurdelis*

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    "Erwartungen und Ansprüche"

    .... da hatte ich eine andere Erwartung an den Text, aber nicht die Beschreibung:

    .... Der Titel verrät nicht das, was der Inhalt bietet. Wozu sich mit neurotischen Verhaltens-/Beziehungsmustern beschäftigen? ... Erschließt sich mir nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2018
    18.01.2018 #6
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  7. fafner

    fafner

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    Weil sie so weit verbreitet sind. Und um sich mal selbst zu beobachten, was man davon mit sich rumträgt.
    Tja dann... :)

    Γνῶθι σεαυτόν ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2018
    18.01.2018 #7
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  8. Julianna

    Julianna

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    Das hatte ich nicht gelesen. Schaue selten in den Expertenrat rein.
    Es ist wahrscheinlich einfacher, solche Dinge zu leugnen (bei sich selbst). Selbsterkenntnis ist nunmal oft auch schmerzlich. Wer gesteht sich schon gerne etwas ein? Auf lange Sicht lohnt es sich aber, an sich selbst zu arbeiten.
     
    18.01.2018 #8
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  9. Julianna

    Julianna

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    Ja manchmal werden unsere Erwartungen enttäuscht. :D :)
     
    18.01.2018 #9
  10. 199MKt8gf

    199MKt8gf

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    "Das Gefühl von Abenteuer ist für unsere Lebenskontinuität ungeheuer wichtig, damit wir das Tragische, das Gefühl von etwas Tragischem und Verluste überwinden können, wenn wir unseren Weg gehen."

    Anaïs Nin


    "Wenn wir unsere Fähigkeit verfeinerten, echte Beziehungen zu unseren Nächsten herzustellen, wenn wir die Leute in unserer unmittelbaren Umgebung wirklich wahrnähmen und verstünden, könnten wir auch die Menschen in weiter Ferne verstehen, anstatt mit ihnen Krieg zu führen."

    Anaïs Nin
     
    18.01.2018 #10
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  11. Synergie

    Synergie

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    Ich habe meine Meinung dazu geäußert, dass ich seine Ansprüche sehr hoch finde, und glaube, dass es schwierig sein wird, jemanden zu finden, der dem gerecht werden kann. Dass ich mich lustig gemacht habe, habe ich jetzt nicht mer so in Erinnerung, aber der Eindruck sei dir ungenommen. Ich hatte eher den Eindruck, dass man miteinander gelacht hat (s. @Trial 's Parodien).

    Was ich jedoch definitiv nicht getan habe, und worum es in der Diskussion ging, ist seine Ansprüche in Bezug dazu zusetzten, was er zu bieten hat.

    Ich bin ganz bei dir, wenn man sagt, dass Ansprüche zu hoch und/oder zu spezifisch sind, so dass die Kriterien so eng gesteckt sind, dass sich praktisch keiner mehr finden lässt, der dem gerecht wird.

    Jedoch bin ich nicht deiner Meinung zu sagen, dass man hohe Ansprüche damit aufwiegen kann, dass man selbst viel zu bieten hat. Oder, dass man seine Ansprüche gefälligst runterzuschrauben hat, wenn man nicht das bietet, was z.B. die Popkultur oder der aktuelle Zeitgeist für erstrebenswert hält.
    Bei dir klingt es danach, dass jeder schön in seiner eigenen Liga angeln soll. Ich halte die "Grenzen" vermutlich für durchlässiger als du.

    Meinen ersten Post hierin meinte ich bierernst und war nicht als Angriff gedacht.
    Egal, wie oft du die rethorische Frage wiederholst ob und was ich gegen dich habe oder, was mein Problem mit dir sei, die Antwort wird keine andere, denn ich habe mit dir oder mir in Bezug auf dich gar kein Problem.

    Ich kann dir auch gern diesen Post
    erklären.
    Und zwar hast du dich in dem anderen Thread gewunden wie ein Aal, um zu erklären, warum du nicht inhaltlich auf Gegenargumente zu deiner Aussage reagierst, sondern stattdessen persönliche Animositäten unterstellst. Unter anderem, begründet mit dem Mangel an Zeit (neben einigem anderen). Dir wurde also in dem anderen Strang mangelnde inhaltliche Auseinandersetzung mit einem Thema unterstellt. Dies kratzte vermutlich an deinem Selbstkonzept. Daher musste dieser Strang her, um jenes wieder gerade zu rücken und v.a. dir selbst, aber auch allen anderen, zu beweisen, dass du dich sehr wohl inhaltlich auseinandersetzten kannst/willst - trotz des überbordenden Zeitmangels.
    Diese proaktive Restaurierung des eigenen Selbstkonzeptes halte ich in der Tat für psychisch gesundes Verhalten. Wie es auf andere wirken mag, ist ja nicht dein Bier.

    Meine 5 ct für heute Abend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2018
    18.01.2018 #11
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  12. Traumichnich

    Traumichnich

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    Was erwartest Du aus der Quelle (Focus) ?!? :rolleyes:
     
    18.01.2018 #12
  13. Julianna

    Julianna

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    Genau! Und hierin hast du mein Argumentation überhaupt nicht verstanden. Das du nicht verstehst, worum es mir ging, habe ich z.B. an deinem Post gemerkt, der mir ein Argument von einem anderen USER in den Mund legen wollte! DAS ist aber nicht mein Argument. Und weit entfernt von meiner ursprünglichen Aussage.

    Den Eindruck hatte ich nicht. Eher, dass du dich als Schutzbefohlene empfindet, die jenen zu Hilfe eilt, die sich in ihren horenten Ansprüchen auf der ewigen Suche nach einem geeigenten Partner befinden, der sie doch endlich so erkennen möge, wie sie sich selbst sehen. Klug, gebildet, gutaussehend, humorvoll, freundlich, gütig und verständnissvoll muss er/sie sein. MINIUMUM. Dann kommen ja noch weitere hinzu [hier Liste ergänzen].
    Ich kritisiere, dass jene lieber beim Gegenüber nach Defiziten suchen (um ihn/sie wieder auszusortieren), statt die eigenen Defizite zu betrachten.
    Hier geht es nicht um das "Aufwiegen" von was biete ich, was bietet der andere. DENN DAS WOLLTEST DU MIR UNTERSTELLEN. Es geht um die Selbsterkenntnis. Sich zu fragen, wie es denn eigentlich sein kann, dass man (über sehr lange Zeit) keinen geeigneten Partner findet?
    Da hält sich jemand für gutmütig und hilfbereit und wüscht sich das auch von einem potenziellen Partner. Vielleicht hat diese Person aber gar nichts "Gutmütiges" an sich und leidet an Einbildung - vielleicht mehr noch: versucht unbewusst eigene Defizite zu kompensiere?
    Ich war selbst online und besonders in Erinnerung ist mir geblieben, dass sich manche Herren da als "sehr attraktiv" beschreiben, und dabei nicht mal dem Durchschitt entsprechen. Deine Argumentation dazu: Wenn er sich nunmal so empfindet, dann sollte man ihn gewähren lassen. Meine Argumentation: ich halte einen Abgleich mit der Realität für gesund. Denn daraus ergibt sich Potenzial, eine Partnerin oder einen Partner zu finden, der einem entspricht und dem eine glückliche Partnerschaft möglich ist.
    Es mag (wie schon erwähnt worden) Ausnahmen geben. Wenn jeder sich selbst für die Aussnahme von der Regel hält, und dem verzerrten Bild seiner Persönlichkeit zu viel Raum gibt, dann wird man einander nicht mehr begegnen, denn dann stehen ganz andere Befindlichkeiten im Vordergrund.


    Nimm ein Koordinatensystem und schreibe an die x-Achse "meine Ansprüche an mich selbst" und an die y-Achse "meine Ansprüche an den anderen" und du wirst dort eine Proportionalität wiederfinden. Was "biete ich" , was soll der andere "mir bieten"? In der Spitze der x- und y-Werte kann es sehr einsam werden.
    Nun bleibt es jedem selbst überlassen, ob man sich mit der Einsamkeit zufrieden gibt, oder eigene Eitelkeiten überwindet zugunsten einer Zweierbeziehung. Und HIERIN nehme ich KEINE Wertung vor. Die Entscheidung triff jeder für sich selbst.
    Wenn der Nerd keine Freundin findet, ja nicht mal ansatzweise weiß, wie denn überhaupt so eine Partnerschaft funktioniert, dann kann er sich öffnen, um neue Erfahrungen zusammeln (mit einer Frau, die nicht alle seine Ansprüche erfüllt), oder er kann in seiner Einsamkeit verweilen und sehnlichst darauf hoffen, dass er zu der Ausnahme gehört - zu jenen, die alle ihre Ansprüche an den Partner erfüllt sehen wollen. Und meine Argumentation dazu war wie folgt: Meistens "reapriert" die Zeit ein solches Phänomen. Denn da, wo die Sehnsucht nach einer Partnerschaft groß genug wird, tritt manchmal eine neue Kompromissbereitschaft auf den Plan.
    Dazu gehört auch die Frage nach dem "WOLLEN".
    Jeder möchte gerne gewollt werden - vom anderen - und zwar bitteschön bedingungslos. Wir suchen nach dem WOLLEN auf der Seite des anderen, besitzen aber selbst nicht genügend "WOLLEN" für den anderen. Und hierfür kann es unterschiedlichste Gründe geben. Ein paar werden z.B. in dem Artikel angerissen.

    Ich verstehe deine Argumentation, halte sie jedoch für falsch. Es ist, als würde man sich selbst "schönreden", dass dort ein Markt besteht, der von Nachfrage und Angebot reguliert wird. Sich dagegenzustellen und sturr zu behaupten dem wäre nicht so, halte ich für naiv. Vielleicht ist es auch ein guter Selbstschutz.


    Zwei Dinge dazu
    a) Ich fühle mich nicht angegriffen. Ich denke, ich kann differenzieren, ob ich meinen Selbstwert von einem USER hier im Forum abhängig machen sollte, oder ob das vielleicht ziemlich idiotisch wäre.:rolleyes:
    b) Ich schrieb "mach dein Problem nicht zu meinem". Worin genau ließt du in diesen Zeilen, dass ich es so empfinde, dass du ein Problem mit mir hast?

    Daher hier eine Erläuterung dazu (vielleicht hilft es ja):
    Du hast mehrfach behauptet, ich würde deine Argumentation nicht verstehen, nicht auf diese eingehen und/oder mich ihr verweigern. Umschreibst diese Empfanger-Sender-Problematik mit solchen Umschreibungen wie "du windest dich wie ein Aal". Erstaunlich ist daran, dass auf meiner Seite genau derselbe Eindruck in Bezug auf dich entstanden ist. Ich hatte nicht das Gefühl, du wärest bereit, dich meiner Argumentation zu öffnen. Oder eine Sichtweise gelten zu lassen. Ich habe mich nicht wie ein Aal gewunden, sondern das Sender-Empfänger-Problem erkannt und konnte es akzeptieren. Während du hingegen darauf rumreiten wolltest und mir dieses "Problem" auch noch andichten. Also mach das Probelm, dass du damit hast, dass hier keine Meta-Kommunikation stattfindet, nicht zu meinem! Ich habe es schon vor 5 Posts akzeptiert. Falls du immernoch ein Problem damit hast, dann darfst du es behalten.


    Projektion?
    Ich verzichte an dieser Stelle darauf, ein paar von deinen "Satzkonstrukten" dazu zu zitieren. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Und ich habe auch kein Interesse daran, solcherlei Diskussionen zu führen. Wer hat wem igrendwas unterstellt? Wer hat wen irgendwie möglicherweise beleidigt ? Wer hat sich warum von was weshalb persönlich tangiert gefühlt? :rolleyes:

    Ich kann dir nur sagen, dass mich nichts persönlich tangiert hat. Wieso auch? Es ist deine Sichtweise, eine Art Fern-Analyse. Ich kann solche Dinge sehr gut differenzieren.

    Mehr hatte ich den Eindruck - da ich deine Aufzählung (Pragmatismus usw) erwähnte, dass du dies persönlicher genommen hast, als es gemeint war. Deswegen meine Vermutung der Projektion. Ob dem so ist, oder nicht - ist aber total Wurscht.
    Unterm Strich bleibe ich bei meiner Aussage, dass ich es ermüdent finde, auf solche Weise etwas zu diskutieren.

    Deine 5 Cent darfst du behalten :D
    Oder schenke sie jemanden, der dringend Almosen benötigt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2018
    18.01.2018 #13
  14. WolkeVier

    WolkeVier

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    19.01.2018 #14
  15. Julianna

    Julianna

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    @WolkeVier
    Was möchest du?

    Das ich meine Aussage erneut erkläre?

    Steht alles oben.

    Wenn du es nicht verstehen möchtest und dich lieber an "Wörtern" aufhängen, dann mach es so. Who cares :)
     
    19.01.2018 #15
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