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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. fafner

    fafner

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    fafnersche Vermutung

    "Die Selbsteinschätzung eines Langzeitsingles bezüglich seiner Augenhöhe, welche das Mindestmaß für den Wunschpartner bestimmt, bildet mit der Fremdeinschätzung des Wunschpartners eine signifikante Diskrepanz."
     
    04.06.2015 #1
  2. Pit Brett

    Pit Brett

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    Eine interpretationsfähige und interpretationsbedürftige Vermutung ... Die Selbsteinschätzung des Langzeitsingles ist das, was er sein «Niveau» nennt, sehe ich das richtig? Und mit Augenhöhe meint er einen Partner auf gleichem Niveau? Den findet er aber nicht, weil ein niveauhabender Kandidat als niveauhalber insuffizient und damit inkompatibel eingeschätzt wird. So etwa? Meinst Du das?
     
    04.06.2015 #2
  3. authentisch_gelöscht

    authentisch_gelöscht

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    fafner, gehst du davon aus, dass es verschiedene "Augenhöhen" gibt? Dass es irgendeine objektive Rangordnung von Menschen gibt? Du scheinst nur eine falsche Einschätzung davon als Problem zu sehen. Ich finde, Menschen kann man und frau nicht bewerten oder gegeneinander abwägen.
     
    04.06.2015 #3
  4. lisalustig

    lisalustig

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    Gleiche "Augenhöhe" heißt ja noch lange nicht, dass man sich auch verliebt. Da liegt dann wohl das eigentliche Problem. Manchmal hat man einfach nur Pech.... Da hilft nur - Weitersuchen!
     
    04.06.2015 #4
  5. Victor

    Victor

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    Fafner

    Darf ich mal fragen, ob Deine Partnerin deutliches Übergewicht, Depressionen, Minderwertigkeitskomplexe, Magersucht oder irgendwelche chronische Krankheiten hat? Ich möchte mal wissen, ob Deine Augenhöhe irgendwie anders ist als meine.
     
    05.06.2015 #5
    Mentalista gefällt das.
  6. Die Vermutung ist so nicht ganz logisch: "Die Selbsteinschätzung ... ist ... diskrepant zur Augenhöhe des Partners". Das ist eine Tatsachenbeschreibung. Für eine Vermutung fehlt noch eine These, wie zum Beispiel: "Die eigene gewünschte Augenhöhe wächst, mit steigender Augenhöhe potentieller Partner, da man nicht verletzt werden will."

    Also mir fehlt die Vermutung bei deiner "Vermutung".
     
    05.06.2015 #6
  7. authentisch_gelöscht

    authentisch_gelöscht

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    @t.b.d: Du missverstehst mich. Ich sage nur, dass es keine objektive Rangordnung gibt. Ich finde, ob es passt oder nicht, ist eine höchst subjektive Einschätzung, in völlig verschiedenartigen Bereichen, die jeder unterschiedlich gewichtet, und sie sollte nichts mit einer Wertung des Menschen zu tun haben. Wie fafner die subjektive Einschätzung der Passung aus Sicht der einen Person mit der subjektiven Einschätzung anderer Menschen vergleichen will, ist mir schleierhaft. Das ginge doch nur, wenn es irgendeine objektive Skala gäbe.

    Ausserdem habe ich ja genau das Problem, dass ich keinen beliebigen Partner will, aber nur Männer, die ich irgendwie beliebig ausgewählt fände, mich näher kennen lernen wollen (siehe Nachbarthread). Manchmal droht meine Zuversicht, dass ich DEN Partner finden werde, verloren zu gehen, weshalb ich mich dann frage, ob ich nicht besser aufgeben und meine Liebe als Nächstenliebe anderen Menschen zukommen lassen sollte.
     
    05.06.2015 #7
  8. IMHO

    IMHO

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    Ich war in dieser Diskussion jetzt nicht von Anfang involviert, aber meint ihr nicht, dass genau ein solcher Thread uns allen das Dilemma vor Augen führt, an dem nicht gerade selten das Kennenlernen bzw. auswählen möglicher Partner scheitert?

    Nichts für ungut, es kann über alles diskutiert werden. Für mich ist das allerdings auch ein Zeichen, das wir zum Teil derart "verkopft" an die Sache herangehen, dass die in der Regel von fast allen Beteiligten gewünschte Lockerheit beim Kennenlernen auf der Strecke bleibt.
     
    05.06.2015 #8
  9. authentisch_gelöscht

    authentisch_gelöscht

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    @t.b.d.: Ich bleibe meiner Meinung, dass ein Vergleich von sogenannten "Augenhöhen" eine Wertung enthält, weil darin ganz unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten irgendwie in eine gemeinsame Messskala eingeordnet werden müssen. Wie kannst du das tun, ohne zu bewerten? Ich würde nie und nimmer auf diese Weise von Augenhöhe sprechen. Wenn fafner sagt "bezüglich seiner Augenhöhe", dann behauptet er damit implizit, dass es eine solche auch objektiv gibt. Und das nervt mich.


    @IMHO: Das hat gar nichts mit der Lockerheit bei einem Date zu tun. Ich bin inzwischen sehr locker. Manchmal frage ich mich im Gegenteil, ob ich nicht zu locker bin...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.06.2015
    05.06.2015 #9
  10. authentisch_gelöscht

    authentisch_gelöscht

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    Ich hatte ja ursprünglich fafner eine Frage gestellt. Wenn der darauf nicht antwortet, kann ich auch nichts dafür.
     
    05.06.2015 #10
  11. Ich hab ne andere These: wenn man darüber diskutiert, ob es verschiedene Persönlichkeiten unter den Menschen gibt, sind sich alle schnell einig und man sagt: ja die gibt es. Das Thema der unterschiedlichen Persönlichkeiten wird aber in Liebesdingen nie angerissen, in Diskussionen darüber spricht man immer verallgemeinernd. Und daraus ergeben sich Konsequenzen: wo die einen sagen, wow du gehst ja viel zu unlocker an die Sache, ist das für den anderen vielleicht genau so wie er das will.
     
    05.06.2015 #11
  12. [QUaOTE=IMHO;n183378]Ich war in dieser Diskussion jetzt nicht von Anfang involviert, aber meint ihr nicht, dass genau ein solcher Thread uns allen das Dilemma vor Augen führt, an dem nicht gerade selten das Kennenlernen bzw. auswählen möglicher Partner scheitert?

    Nichts für ungut, es kann über alles diskutiert werden. Für mich ist das allerdings auch ein Zeichen, das wir zum Teil derart "verkopft" an die Sache herangehen, dass die in der Regel von fast allen Beteiligten gewünschte Lockerheit beim Kennenlernen auf der Strecke bleibt.

    [/QUOTE]

    Du hast es meiner Meinung nach auf den Punkt gebracht. Verkopft.! Ich habe ich mich bei meinem letzten ersten Date dabei ertappt, dass mein Kopf eben nicht mehr frei war. Im Vorfeld sind mir tausend Gedanken durch den Kopf gegangen. Auf jedes Wort achten, was sich dahinter verbergen könnte? Welche Signale sendet er? Ich war dermaßen verkrampft, das Ganze berechtigter Weise nach hinten los ging. Davor war ich vielleicht blauäugig unterwegs. Darf man auch nach 20 jähriger Ehe, bewegend auf neuem Terrain sein. Man zieht seine Lehren, aber ich war authentisch. Durch deinen Beitrag, wird mir das, was ich noch nicht greifen konnte, bewusst. Wir sind zu kritisch, meine Person nicht ausgeschlossen. Wir richten manches zu Grunde. Auch in dieser Hinsicht, schließe ich meine Person nicht aus. Ich danke dir für deinen Beitrag! Irgendwie sehe ich jetzt klarer. Dennoch möchte ich das Forum nicht missen. Merci!
     
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.2015
    05.06.2015 #12
  13. fafner

    fafner

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    Ich hab gestern eine ganze Weile überlegt, ob ich es abschicken soll, da mancher es als Provokation empfinden wird. Die Sache will mir aber nicht aus dem Kopf. Manch einer wird mich einfach für den lucky guy halten und sich selbst vom Schicksal vernachlässigt. Wir spielen hier aber kein Lotto. Ich bin fest davon überzeugt, dass es jeder selbst in der Hand hat. Erst recht nach dem knapp halben Jahr, in dem ich mitgelesen habe.

    Niveau und Augenhöhe sind hier m.E. synonym.

    Ich gebe zu, dass das ganze nicht allein auf meinem Mist gewachsen ist. Heike - wo steckt die eigentlich? - hat sich da auch schon mal zu ausgelassen.

    Ich gehe noch auf andere Beiträge ein. Wenn es dann nicht klarer wird, dann frag bitte noch mal. Grundsätzlich geht es um die Selbst- und Fremdeinschätzung der eigenen "Augenhöhe" und dass es bei manchen Menschen da permanent zu so erheblichen Abweichungen kommt, die eine Partnerschaft nahezu unmöglich machen.

    Ja.

    Es gibt auf jeden Fall eine subjektive. Und die allein reicht.

    Nichts anderes macht man doch bei der PS.

    Hat sie nicht.

    Aber offenbar ist unsere Wahrnehmung, wie häufig die von Dir genannten "Fehler" auftreten, völlig verschieden. Nach meiner Beobachtung macht das keine 10% aus. Bleiben also 90% Frauen, aus denen ich eine finden kann. Bei Dir scheint das genau umgekehrt. Also ja, in dem Punkt haben wir wohl unterschiedliche Augenhöhe.

    Nein. Die Selbsteinschätzung ist diskrepant zur Fremdeinschätzung. Und zwar der eigenen Augenhöhe. Victor hat ja ein schönes Beispiel gebracht. Er hält sich selbst nicht für übergewichtig, depressiv, minderwertig, magersüchtig oder krank, sieht genau das aber bei den Frauen für so weit verbreitet, dass keine für ihn zur Auswahl steht.

    Das ist ein interessanter Einwand. Da muss ich noch mal drüber nachdenken. :)

    Ich denke mal, die Männer, welche Dich kennenlernen wollen, fänden es sehr geringschätzig von Dir, wenn sie wüssten, dass Du sie als "beliebig" einsortierst. Und zumindest einer weiss es ja jetzt. :)

    Also auch hier sehe ich eine sehr sehr unterschiedliche Wahrnehmung der Augenhöhe. Du selbst hältst Dich ja gewiss nicht für beliebig.

    Einschätzung, Wertung, das ist hier dasselbe. Der grösste Teil vom Forum handelt davon. Aber hast Du schon mal gelesen, dass jemand schreibt, es habe bei ihm/ihr für sie/ihn nicht ganz ausgereicht? :) Mir fällt eigentlich nur eine Teilnehmerin ein, welche das immer sehr diplomatisch und neutral ausdrückt. Gewiss fallen auch nicht alle Leute unter meine Vermutung. Aber schon sehr viele, denn sie ist ja aus dem entstanden, was ich hier so lese.
     
    05.06.2015 #13
  14. authentisch_gelöscht

    authentisch_gelöscht

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    Ich sagte nicht, die Männer seien beliebig. Ich sagte, wenn ich sie auswählen würde, dann wäre diese Auswahl beliebig. Weil - obwohl ich sie grundsätzlich liebenswürdig finde - etwas fehlt, das mich sehr anzieht, etwas, das diesen Mann für mich zum richtigen macht. Das hat aber nichts mit irgendeiner Rangordnung zu tun.
     
    06.06.2015 #14
  15. Howlith

    Howlith

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    Mit "Rangordnung" verbindet man ja sofort eine vertikale Sortierung. Ein oben und ein unten. Und damit oft genug auch ein "gut" und ein "schlecht".

    Nehmen wir doch mal die Variable Körpergröße. Das ist in meinen Augen eine sehr objektive - weil reproduzierbar messbare - Größe. Und man kann Menschen damit in eine "objektive Rangordnung" einsortieren. Bei PS offensichtlich eine durchaus effektive Filtergröße. Schwierig wirds doch erst, wenn mit "oben und unten" ein "besser oder schlechter" assoziiert wird.

    (Frauen scheinen ja größere Männer zu bevorzugen. Sie schauen beim Küssen lieber aufwärts in die behaarten Nasenlöcher ihres Partners als herab auf dessen beginnende Glatze.)

    Die Körpergröße als objektive Größe hat also auch ihre (nachvollziehbar) subjektiven Seiten ...

    Statt der Körpergröße können wir auch gerne über Rangordnungen bei Bildung oder Einkommen reden.

    Statt von "vertikalen Rangordnungen" würde ich lieber von - mehr so horizontalen - Gruppierungen sprechen. Mehr so nebeneinander statt über- und untereinander. Dann lassen sich vielleicht auch leichter Schnittmengen erkennen.
     
    06.06.2015 #15