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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. checkerbert
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    Frage zum Persönlichkeitstest

    Lieber Herr Ernst,

    ganz allgemein hab ich das Gefühl, dass ich beim Persönlichkeitstest an der ein oder andern Stelle falsch abgebogen sein muss, anders kann ich mir manche Werte nicht erklären.
    Was ich aber überhaupt nicht verstehe ist, wie ich überdurchschnittlich intro- UND extrovertiert sein kann. Über eine Erklärung hierzu würde ich mich sehr freuen.
     
    30.01.2018 #1
  2. Markus Ernst
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    Lieber checkerbert,
    ganz allgemein handelt es sich bei unserem Verfahren um ein wissenschaftlich fundiertes Instrument, welches diejenigen Aspekte Ihrer Persönlichkeit erheben soll, die für eine Beziehung besondere Relevanz haben. Die Ergebnisse dienen dann als Grundlage für unser Matching.

    Immer wieder haben Mitglieder das Gefühl, das Ergebnis sei “falsch“ oder bilde sie in Teilen nicht ab. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Vor dem Hintergrund, dass bestimmte Aspekte der Persönlichkeit nicht nur durch eine einzelne Frage/Aussage erhoben werden, kann es nicht daran liegen, dass eine Aussage falsch getätigt bzw. versehentlich der Haken an der falschen Stelle gesetzt wurde. Immer wieder wird berichtet, dass der Fragebogen in einer emotionalen Ausnahmesituation beantwortet wurde (nach Scheidung, Trennung, Verlust des Partners usw.). In diesem Fall kann es durchaus sein, dass es zu einer gewissen Antworttendenz kommt, die letztlich zu einem Ergebnis führt, das nach Verarbeitung der Situation etwas anders ausfallen würde. In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, den Fragebogen erneut zu bearbeiten. Häufiger kommt es aus meiner Erfahrung aber vor, dass die Selbstsicht auf die eigene Persönlichkeit einfach eine andere ist – hier kann es hilfreich sein, Freunde und Bekannte nach ihrer Einschätzung zu fragen und dadurch neue Erkenntnisse über die eigene Person zu erhalten.

    Zu Ihrer konkreten Frage: Es erscheint zunächst widersprüchlich, sowohl extrovertiert als auch introvertiert zu sein. In der Tat finden sich Menschen oft in der “Balance” zwischen zwei Ausprägungs-Polen wieder. Sie könnten zum Beispiel jemand sein, der gerne und vielleicht auch häufig unter anderen Menschen ist, aber dadurch bald ermüdet und ebenso viel Zeit für sich alleine braucht. Oder Sie haben zum Beispiel gerne Ruhe und Zeit für sich, erzählen nur selten intime Details über ihr Leben, verhalten sich aber unter anderen Menschen relativ gesellig, kontaktfreudig und reden auch mal viel, übernehmen vielleicht sogar öfter die Führung in einer Gruppe.

    Konnte ich Ihre Frage beantworten?

    Herzliche Grüße aus Hamburg,
    Markus Ernst
     
    31.01.2018 #2
  3. checkerbert
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    Danke Herr Ernst,

    ansatzweise ja. Was würde nun jemanden mit 80/80 in beiden Werten von jemandem mit 120/120 unterscheiden? Wenn die Intro- und Extroversionswerte nicht voneinander abhängen, dann sollten beide Kombinationen möglich sein.

    Was ich im ersten Moment auch nicht bedacht habe ist, dass noch Fehlerbalken dazu kommen, und sich die Werte so weiter voneinander entfernen können. Die wären sicherlich auch interessant.
     
    01.02.2018 #3
  4. Marlene
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    Ich habe das mal zu konventionell/unkonventionell gefragt. Die mir einsichtige Antwort war: im unteren Bereich lebt man es mehr so und ist sich dessen nicht bewusst, im oberen Bereich lebt man es bewusst und reflektiert.
    Könnte für introvertiert/extrovertiert durchaus auch zutreffen. Was mir nicht so einsichtig ist, wie man durch diese Fragen, die ja ein Darüber-Nachdenken hervorholen, auf ein Sich-Nicht-Bewußtsein dessen kommt.?
    Das ist wohl ein Geheimnis.
     
    06.02.2018 #4
  5. checkerbert
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    Das leuchtet mir nicht ein, dann hinge die Interpretation des Werts ja davon ab, wie hoch der Wert im Gegenpol ist oder seh ich das falsch.
    Im einen Fall wäre es ein Maß dafür, wie bewusst man die Eigenschaft lebt, ohne etwas über die Ausprägung zu sagen und im andern Fall genau umgekehrt. Aber mit einem Wert kann ich doch nur eins von beidem messen.
     
    09.02.2018 #5
  6. Marlene
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    Ah ja, ich glaube, ich habe Dich mißverstanden.? Ich ging jetzt von einem Vergleich zwischen zwei Profilen aus, z.B. in dem einen Profil liegen die Werte im unteren Bereich, in dem anderen im oberen. Also, da hat einer 80/80 und der andere 120/120 und worin jetzt da der Unterschied liegt.
    Du beziehst Dich jetzt wohl auf die Werte in einem Profil? Dann sind das einfach die Anteile, ob mehr in die Richtung oder in die andere. Aber so ganz verstehe ich Dich nicht, was meinst Du mit Folgendem:
    Wenn etwas bewusst gelebt wird, hat es doch eine Ausprägung. Und es kann eine Ausprägung haben, ohne es bewusst zu leben.
     
    12.02.2018 #6