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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. sugar
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    "Langweilig" ist so ein entlehnter Begriff aus der Jugendsprache. Ich hätte für dein verqueres Geschwurbel ganz andere Wörter.
     
    22.04.2017 #466
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  2. Als junger Kerl hatte ich mal eine Anzeige aufgegeben: Suche ungewöhnlichen Job bei ungewöhnlicher Bezahlung.


    Das übertraf meine Erwartungen. Ein Auszug der Highlights:


    - Leichenüberführungsfahrten von und zur iberischen Halbinsel


    - ein Treffen in Westberlin mit der Stasi


    - und einer suchte einen Liebhaber für seine Frau.


    Das Leben ist bunt.
     
    22.04.2017 #467
  3. Maron
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    22.04.2017 #468
  4. Heike
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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.04.2017
    22.04.2017 #469
  5. Maron
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    doch, im psychiatrischen Bereich der Behandlung natürlich schon - denn dieses Hilfeleistung ist durch die Person des Helfers gegeben. Jedenfalls hat er selber seinen Arbeitstag so beschrieben, dass er das schon so tun darf.


    wenn er dort nur lernt ein Medikament zu verschreiben wäre es anders - er hat ein Gespräch geführt und kennt die beruflichen Grundlagen dafür nicht. Seine Kollegen wissen nichts davon von dem was er hier von sich gibt, also werden sie ihm nicht darauf ansprechen.
     
    22.04.2017 #470
  6. Heike
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    In speziellen Bereichen, ja, aber eben nicht für Ärzte als solche.


    Die Arztsache wird hier doch völlig überstrapaziert. Der Threadstarter ist seinen Selbstaussagen zufolge Medizinstudent, kein angehender Psychotherapeut.


    Jeder, der Verantwortung für den Threadverlauf übernehmen mag, sollte doch inzwischen mitbekommen haben, wozu die ständigen Auslassungen über etwaige berufliche Inkompetenz führt.
     
    22.04.2017 #471
  7. Überzeugend! Mich stört's auch nicht, wenn der Pfarrer das Gemüt eines Anlagebetrügers hat. Ich nehme ihn ja nur als Pfarrer in Anspruch.
     
    22.04.2017 #472
  8. Maron
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    Ich bin so glücklich darüber, dass hier so viele die Stärke haben pointierte Aussagen mit so coolem Humor zu servieren.


    Das ist wirklich schön.
     
    22.04.2017 #473
  9. Synergie
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    Auch wenn ich deinen anderen Beiträgen hier bisher voll und ganz zustimme, Heike, so greift mir dieser Punkt etwas zu kurz.


    Ja, ein Arzt hat keine Verpflichtung zu gesundheitsbewusstem Verhalten - egal ob Geist oder Körper betreffend.


    Aber z.B. in der psychoanalytischen Ausbildung sind eine gewisse Anzahl ernsthaft geführter Selbst-Analyse-Stunden verpflichtend - wenn ich noch richtig informiert bin.


    Und ich bin der Meinung, dass ein Arzt Einsicht in den möglichen Nutzen verschiedener Therapieformen haben sollte. Ob er sie für sich in Anspruch nehmen will, ist davon in gewissem Maße unangetastet. Aber wenn eben dieses Nutzen-Wissen besteht UND (!) Einsicht in die eigene Lage vorhanden ist (was ich bei manunited bezweifle - wobei ich ihn nicht pathologisieren will, aber er steckt nunmal in seiner Blase fest), sollte insbesondere auch ein Arzt nicht davor zurückschrecken Gebrauch zu machen von möglichen Wegen zur Heilung.


    Abgesehen von oben geschriebenen sagt mir mein Bauchgefühl, dass bestimmte Berufsgruppen eine Vorbildfunktion haben.


    Einem adipösen Fitnesstrainer (sofern keine Krankheit zu Grunde liegt - was man selten direkt sieht) würde ich schlicht nicht vertrauen.


    Oder ein PETA-Mitglied, dass im Discounter sein Fleisch kauft, könnte ich bei Demonstrationen gegen Pelzhandel nicht wirklich ernst nehmen.


    Ebenso wird es den Patienten eines Pneumologen, der selbst raucht, schwer fallen ihm seine Raucherentwöhnungsratschläge im Sinne deren Gesundheit als authentisch oder wohl begründet abzunehmen.


    Wenn z.B. ein (angehender) Arzt sich in völlig unangemessenen Über-Generalisierungen ergeht, habe ich Zweifel, ob dieser Mensch in der Lage ist, wissenschaftliche Literatur angemessen zu interpretieren und davon sein Handeln leiten zu lassen.


    Von daher geht mit einem jedenBerufsbild durchaus eine gewisse Erwartungshaltung der Gesellschaft einher.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.04.2017
    22.04.2017 #474
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  10. Heike
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    Ja, früher galte Mediziner als Halbgötter in weiß. Inzwischen sollte klar geworden sein, daß sie spezialisierte Dienstleister sind. Auch wenn das in bestimmten Fernsehformaten noch immer anders dargestellt wird. Ich persönlich zumindest erwarte von einem Orthopäden nicht mehr als von einem Bankbeamten, daß er ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn hat und im Reinen mit dem Ausleben seiner Sexualität ist. Der Bankbeamte sollte, wenn er mich berät, einen Sinn zur Einschätzung meiner Risikobereitschaft bei Anlagen haben und das in seinen Empfehlungen berücksichtigen können. Ob er dann privat mit weithaus höherem Risikobewußtsein agiert, ist dafür nicht weiter relevant.


    Psychoanalyse ist nicht Medizin generell. Und rudimentäre Kenntnis von unterschiedlichen Therapieformen für sehr unterschiedliche Wehwehchen setzen auch nicht überdurchschnittliche Selbsterkenntnis voraus.


    Im Einschätzungen genereller Kompetenzen für wissenschaftliches Arbeiten kann man hier spekulieren. Aber da würde ich beim Mediziner nicht strengere Kriterien anlegen als beim Maschinenbauer oder so. Von denen treiben sich viele hier herum und leisten sich so manchen logischen Schnitzer. Da kann man doch einfach die Schnitzer aufweisen ohne hinzuzufügen, daß sich das für einen Maschinenbauer, Mediziner oder sonstigen nicht gehört.
     
    22.04.2017 #475
  11. Synergie
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    Wobei ich mich selbst relativieren muss denn, o.g. ist wohl nicht mehr entscheidend für die Qualität der Leistung des Arztes, weil es ja zu so ziemlich jedem Thema Handlungsleitfäden gibt, die von anderen Gremien auf aktueller wissenschaftlicher Basis erstellt werden. In einem solchen Gremium sollte ein Pauschalisierer aber keinesfalls sitzen.
     
    22.04.2017 #476
  12. Synergie
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    Das mag für dich zutreffen und ich stimme dir zu, dass das Privatverhalten in keinem Zusammenhang stehen muss mit den im beruflichen Kontext geäußerten Ratschlägen. Aber ich bezweifle dass die Allgemeinbevölkerung sich 1) die Mühe macht und 2) in jeder Lebenslage zu den von dir angesprochenen Differenzierungen in der Lage ist.


    Jeder ist in bestimmten Bereichen kognitiv faul und erlaubt sich Abkürzungen (wenn der Bänker, der sich in der Materie auskennt (! [vermutete Annahme]), spekuliert, kann es ja nicht soooo riskant sein).


    Auch ging es nicht um die Kompetenz zum wissenschaftlichen Arbeiten. Das Handeln der Ärzte wird von wissenschaftlichen Erkenntnissen geleitet. Selbst erarbeiten müssen sie diese nicht. Man weiß viel weniger, als man sich überhaupt bewusst machen will. Von daher sind sehr viele Methoden/Ansätze stetigem Wandel unterzogen. Und bei diesem Wandel muss ein Arzt schritthalten können, um seinen Patienten, nach aktuellem Wissensstand, die beste Versorgung zukommen zu lassen. Und er muss differenzieren können, ob z.B. eine Frau eine gewisse Diagnostik benötigt, je nachdem wie promiskuitiv sie lebt. Da ist es kontraproduktiv alle Frauen über einen Kamm zu scheren.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.04.2017
    22.04.2017 #477
  13. Heike
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    Nein, das sicherlich nicht. Das sieht man ja an der kleinen Untergruppe hier, den Foristen. :)


    Aber was folgt daraus für Manus Problem?
     
    22.04.2017 #478
  14. Synergie
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    Zu dem Problem von manunited äußere ich mich nicht mehr. Und wenn ich jetzt hier sagen würde, dass dazu alles gesagt wurde, würde ich mich nur zum 4. oder 5. Mal wiederholen. ;-)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 22.04.2017
    22.04.2017 #479
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  15. Heike
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    :)


    Die Arztthematik hat womöglich auch weniger mit Manus Problem zu tun als mit den Problemen der Kommentatoren.


    Neben der Bordellthematik gäbe es damit aber immerhin schon ein zweites mögliches Sachthema: Müssen Ärzte irgendwie bessere Menschen sein? oder so.
     
    22.04.2017 #480