Information ausblenden
Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Ufin
    Beiträge:
    17
    Likes:
    16

    Freundschaft - Partnerschaft. Was ist der Unterschied?

    Ich habe in den letzten Monaten viele weibliche Individuen kennengelernt. Hier und anderswo. Bisher hat das alles zu nichts geführt, aber irgendwo wirft es jedes Mal ein bisschen mehr Licht ins Dunkel. Wer man eigentlich ist und was man so vom Leben erwartet. Meist unterhält man sich dann trotzdem noch im Anschluss etwas über Werte und Vorstellungen. Und momentan kommt mir selbst immer häufiger die Frage in den Sinn, wo Freundschaft aufhört und Partnerschaft anfängt. Was ist da der Unterschied?

    Für eine Beziehung wünscht man sich jemanden, mit dem man gemeinsam durchs Leben gehen kann. Freuden und Leid teilen. Spaß haben. Wenn man einfach mal ohne dreimal nachdenken zu müssen, erzählen kann wie es einem gerade geht. Ohne die Angst, dafür verurteilt zu werden. Wenn man sich gegenseitig motiviert. Urlaub plant. Solche Dinge. Wenn man Hobbies teilt und gemeinsam ausleben kann. Optimal bringen beide Seiten noch etwas ein, was das Gegenüber noch nicht kannte.
    So, was unterscheidet das jetzt von einem richtig guten Freund? Nichts in meinen Augen. Also muss da noch mehr sein. Sex? Ja, das auch. Das treibe ich für gewöhnlich nicht mit meinem besten Freund. Aber ist das der einzige Faktor, der hier reinspielt und den Unterschied Freundschaft - Partnerschaft ausmacht? Ich denke nicht. Oder ich hoffe es...
    Ich meine es gibt auch F+, das hat ja auch nicht zwingend was mit Partnerschaft zu tun.

    Was also macht hier das letzte Bisschen, was fehlt, aus? Ich kann mir aktuell keinen Reim daraus machen. Ich will mich nicht mit "wenn es halt passt" zufrieden geben, da ich bisher noch bei keinem potentiellen Partner ein besonderes Gefühl hatte, dass es mehr oder weniger "passen" könnte. Es gab und gibt da bisher immer nur so ziemlich die gleichen Faktoren, weshalb ich mich dazu entscheide, es mit einer Person nach dem ersten Schreiben, Telefonat, oder Date weiterzuversuchen. Und das sind halt eben solche, nach denen ich mir auch meine normalen Freunde aussuchen würde: Interessen, Wohnort, Ziele, Humor, Zukunftspläne. Das klingt alles sehr "kalt" und so fühlt es sich irgendwie auch immer an. Und da stellt sich mir jetzt auch die Frage, ob ich etwas übersehe. Oder ob ich mich einfach noch nie in meinem Leben so wirklich verliebt habe.

    Ist es für euch ganz klar, wo sich die beiden Dinge voneinander abheben?
     
    28.10.2019 #1
    Erigeneia gefällt das.
  2. apfelstrudel
    Beiträge:
    1.764
    Likes:
    1.558
    ja schwierig...
    ich denke es ist das gefühl der geborgenheit. und natürlichauch das körperliche. könntest du dir vorstellen, dass du deinem besten freund über die haut streichelst? hat noch lange nichts mit sex zu tun. jemandem etwas gutes tun zu wollen... uneingennützig. bei einem freund, einer freundin ist das, wenn man ihm das auto tankt oder ein bier zahlt.... oder so. bei einer partnerin ist das was anderes.
    ja ich denke, dass es zu einem gewissen teil berührungen sind, die den unterschied ausmachen. und sich ein gegenseitig eingestehen, emotional voneinander abhängig zu sein.
    ja es ist schon ein kleiner unterschied... und ein riesiger.
     
    28.10.2019 #2
    Baudolino, MJ85, <*|||><| und 2 anderen gefällt das.
  3. Brida66
    Beiträge:
    40
    Likes:
    54
    ich habe freunde, aber keinen mit dem ich das leben teilen würde. keinen mit dem ich am wochenende kuschelnd im bett liegenbleiben würde, keinen mit dem ich mich grauhaarig und tatterig auf der veranda sehe. ich vertrau meiner besten freundin blind und doch gibts da dinge, die ich mit ihr physisch und psychisch nicht teile. zudem haben im leben praktisch alle freunde irgendwann einen partner, das fünfte rad am wagen mag ich dann doch nicht sein. so gesehen, gibts bei mir auch keine freunde, die das alles mit mir leben würden:rolleyes:
    so richtig tiefes vertrauen geben und erhalten und mein leben mit allem was dazu gehört mit jemandem teilen, das alles kann ich mir nur mit einem partner vorstellen. ich glaube, die liebe macht den unterschied. ich liebe meine freunde anders als meine kinder und diese wiederum anders als ich (m)einen partner geliebt habe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29.10.2019
    29.10.2019 #3
  4. AnnaConda
    Beiträge:
    1.409
    Likes:
    1.905
    Der Unterschied ist doch, dass man sich liebt. Und Sex. Oder stehe ich gerade auf dem Schlauch, was du meinst?

    Ich habe das ja erlebt, bin mit meinem besten Freund zusammen jetzt. Er war bis vor einem Jahr der Mann meiner Freundin. Die Trennung hatte mit mir aber nichts zu tun, meine Freundin hat sich neu verliebt, das nur fürs Protokoll.

    Wir waren schon immer, also seit so 7 Jahren, ein Topteam, haben viele ähnliche Interessen, jeder einen Hund usw. Da haben wir früher oft darüber gelacht.

    Und dann kam halt der Moment, wo plötzlich alles anders war. Und ja klar, diese tiefe Freundschaft bleibt ja, aber dazugekommen ist die körperliche Anziehung, der Sex und Liebe. Wir lachen da selbst manchmal drüber, was Gefühle alles so ändern. Ich habe da halt den direkten Vergleich von Freundschaft und Partnerschaft mit dem gleichen Mann und kann sagen, es ist emotional komplett anders. Eigentlich hat die Liebe alles verändert, bis auf die Tatsache, dass man so gut zusammenpasst wie vorher. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 29.10.2019
    29.10.2019 #4
  5. WolkeVier
    Beiträge:
    7.477
    Likes:
    9.241
    Ja, wobei man ja andere Menschen - auch Freunde - durchaus auch liebt.
    Ich glaube, in einer Liebesbeziehung ist üblicherweise alles intensiver: die Liebe, die Nähe, das Zusammensein, die Gespräche, die körperliche Zuwendung, die Loyalität, ... Leider dann oft auch der Streit usw.
    Einen weiteren Unterschied sehe ich in der (gewünschten) Exklusivität dieser Intensität. :)
     
    29.10.2019 #5
    apfelstrudel, Baudolino, Bee246 und 3 anderen gefällt das.
  6. AnnaConda
    Beiträge:
    1.409
    Likes:
    1.905
    Ja, genau so.

    Auf ähnlicher Ebene wie meinen Partner liebe ich persönlich nur noch mein Kind. Auch meinen Bruder liebe ich nicht annähernd so. Also schon irgendwie, aber du sagst es, die Intensität ist anders. Das ist so schwer zu beschreiben. Schon allein, dass das Herz so klopft, wenn man sich sieht. Habe ich bei sonst niemandem. :)
     
    29.10.2019 #6
    fleurdelis und WolkeVier gefällt das.
  7. WolkeVier
    Beiträge:
    7.477
    Likes:
    9.241
    Bis es sich irgendwann dreht und dein Herzchen mehr hüpft, wenn dein Hund dich begrüßt ... ;)
    Boah, klingt das negativ, sorry! Nicht dass du denkst, ich gehe automatisch davon aus, und selbstverständlich wünsche ich dir das nicht.
    Aber der Gedanke zeigt einen weiteren Punkt auf, bei der eine Partnerschaft intensiver sein kann: Beziehungsarbeit. Und es stellt sich dann die Frage, wie man die Intensität in den positiven Bereichen erhalten kann. Also natürlich nur für die, die das wollen, nicht für die, für die das Negative auch unbedingt dazugehört.
     
    29.10.2019 #7
  8. AnnaConda
    Beiträge:
    1.409
    Likes:
    1.905
    Das weiß ich doch, dass das sooo wie jetzt vermutlich nicht für immer bleibt. :) Oder doch.. Ganz bestimmt.. :DWer weiß. ;)

    Aber es ging dem TE glaub ich eher um den Anfang einer Beziehung.

    Der Hund, ja der freut sich genauso, wenn ich heimkomme. :D
     
    29.10.2019 #8
    WolkeVier gefällt das.
  9. magena
    Beiträge:
    81
    Likes:
    130
    FreundInnen hat man in der Regel nicht nur eineN.
    Bei FreundInnen ist man nicht eifersüchtig, wenn sie auch noch andere FreundInnen hat und mit denen genauso viele Zeit verbringt und tolle Erlebnisse hat, wie mit einem selbst.
    Bei Freundschaften schaut mann/frau eher was gerade für beide passt und sucht weniger den Kompromisse.
    Die Intensität von Freundschaften kann sich über die Zeit verändern, ohne das es verunsichert oder Angst macht.
    Bei Freundschaften plant mann/frau weniger in die Zukunft, das jetzt steht mehr im Vordergrund.
     
    29.10.2019 #9
    Baudolino und <*|||><| gefällt das.
  10. WolkeVier
    Beiträge:
    7.477
    Likes:
    9.241
    Hast Recht, bleiben wir mal näher beim Thema.
    Wenn ich den Gedanken mit der Intensität weiterverfolge, scheint es so, dass du @Ufin in der Frage eher keinen Unterschied zwischen Freundschaft und Partnerschaft wahrnimmst. Noch nie? Oder gab es jetzt diesen Unterschied bei deinen Dates nicht, war also vielleicht nicht die richtige dabei?
    Im ersten Fall wäre die Frage, ob du einfach bei allen Beziehungen so intensiv bist, dass sich das nicht so einfach steigern lässt oder ob du vielleicht nicht zu so besonders intensiven Gefühlen neigst. Diese Aussage lässt eher den zweiten Fall vermuten:
    Dann ist die Frage, wie man helfen kann. (Falls das überhaupt gewünscht ist!)
    Nehmen wir an, du fühlst nicht so intensiv. Würdest du das ändern wollen, wohl wissend, dass alles zwei Seiten hat? Oder tendierst du dann eher dazu, eine entsprechende Partnerin zu finden, der das gut passt? Willst du da überhaupt tiefer einsteigen oder reicht es dir, die Unterschiede zu sehen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 29.10.2019
    29.10.2019 #10
    Magneto73 gefällt das.
  11. fleurdelis
    Beiträge:
    605
    Likes:
    862
    Waren das Frauen? .... Oder was anderes?

    Du benennst weibliche Individuen .... in deinem ganzen Post kommt nicht einmal das Wort "Frau" vor. Kein Wort über die Personifizierung einer Frau. .... Ich finde das mega merkwürdig.
     
    29.10.2019 #11
  12. AnnaConda
    Beiträge:
    1.409
    Likes:
    1.905
    Das stimmt. *kopfkratz*
     
    29.10.2019 #12
  13. Pit Brett
    Beiträge:
    2.690
    Likes:
    1.459
    @Ufin: Neben der Entpersönlichung der «weiblichen Individuen», die auch mich stört, fällt mir auf: Deine Frage liest sich wie die Suche nach einem Rezept zur Beziehungsoptimierung. Als ob Du dächtest, es ginge darum, aus einer Freundschaft mehr herauszuholen und was dieses Mehr sein könnte. Es ist nicht mehr, es ist anders. @AnnaConda hat das doch gut beschrieben.
    Eine Antwort bleibe ich schuldig, denn ich weiß nicht, wie ich mich ausdrücken soll. Da bleibt's beim Zitat eines Altvorderen:
    Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29.10.2019
    29.10.2019 #13
  14. Dancing
    Beiträge:
    469
    Likes:
    475
    Nanu, weshalb diese distanzierte Betrachtung, hört sich für mich jetzt etwas abwertend an, aber vielleicht mißverstehe ich ja auch, was Du aussagen möchtest?

    Ein Freund sollte jemand sein, der zu Dir steht, egal wie es Dir geht, er wird Dir aber auch einen Spiegel vor Augen halten und Dich auf Deine Fehler hinweisen. Ein Freund teilt vielleicht Deine Hobbies, nicht aber Deine Gefühle. Er sollte Dir zuhören und mit anpacken, wo er helfen kann.
    Ein Partner wird Dir Deine Fehler nicht vorhalten, er nimmt Dich, wie Du bist, liebt Dich vielleicht sogar gerade wegen Deiner Fehler, einfach weil Du nicht perfekt bist. Er ist, wie ein Freund für Dich da, gibt Dir darüber hinaus aber auch noch Halt, hat ein offenes Ohr für Dich und Du kannst Dich bei ihm anlehnen, wenn Dir danach ist. Er ist gewissermaßen Dein "Fels in der Brandung", wenn Du nicht mehr weiter weißt. Es spielen hier Emotionen mit, eine Zuneigung zueinander, die auf Liebe, Nähe und Vertrauen aufbaut.
    Genau aus diesem Grund bricht für einige erst einmal eine Welt zusammen, wenn der Partner, die Partnerin, plötzlich geht und aus dem eigenen Leben verschwindet.
     
    29.10.2019 #14
  15. fleurdelis
    Beiträge:
    605
    Likes:
    862
    Der Umkehrschluss: aus einer Freundschaft, aus der "mehr" wird, ist einfacher und viel schöner, als andersrum, es viel schwieriger ist, aus einem "mehr", einfach "nur" eine Freundschaft werden zu lassen.
     
    29.10.2019 #15
    Wildflower und <*|||><| gefällt das.