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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Es liegt bestimmt in deiner Absicht, deinen Unmut über ein bestimmtes Verhaltensmuster bei Männern kund zu tun. .... Ich kann mir nicht helfen, irgendwie sagt der Kommentar mehr über die Verfasserin aus, als über ... die Männer... hm.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.2017
    21.01.2017 #16
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  2. BellaDonna
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    Ich glaube, Violett meint Menschen , die immer auf der Suche sind nach dem "Hier bin ich übervorteilt worden" und nahezu unglücklich sind, wenn sie es nicht finden.
    Menschen, die in einem edlen Restaurant durchaus ihre Partnerin einladen, um dann während des Genusses eines Filets der Begleitung vorrechnen, wieviel man gespart hätte, wenn man es zu Hause gekocht hätte.
    Die einen Abschlag des Genusses hinnehmen, wenn sie ein paar Cent sparen können. Es ist eher eine Art Askese. Ohne den Wert gegenzurechnen und zu suchen, ob man nörgeln kann, kann nicht genossen werden. Kann es das überhaupt mit einem solchen mentalen Geiz?
    Mit Morpheus schlichtem Denken über "versorgt werden wollende Frauen" hat das nichts zu tun.
     
    21.01.2017 #17
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  3. Im Falle von violett: sie macht ihm die Wäsche, sie macht essen, wenn er das gegen rechnen würde, fände sie das geizig .... äh ????? ... Aber Mathe war noch nie mein Lieblingsfach. Oder ist das Physik: Actio ... Reactio ...? Oder Philosophie: Wer war erst da, das Ei oder das Huhn? ....
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.2017
    21.01.2017 #18
  4. Heike
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    Es ist doch irgendwie auch schlicht so, daß man bei jemandem, der wiederholt darüber spricht, er möge es nicht, wenn der andere peinlich genau aufrechne, den Eindruck hat, die Sorge habe jemand, der seinerseits peinlich genau aufrechnet.
    Ich nehme an, Violett würde, wenn sie einem Mann die Wäsche macht und für ihn kocht, nicht bevorzugen, er rechne gar nicht auf und liefere gar keine oder wenig Gegenleistung, sondern es scheint so zu sein, daß er für sie natürlich Gegenleistung erbringen soll, sie da stark aufrechnet und er eben, wie auch immer sie das vergleichen mag, mehr Gegenleistung erbringen soll, auf keinen Fall weniger.
    Ist ja ok, wenn man da aufrechnet. Aber muß es dann den üblichen Weg nehmen, daß Aufrechnen durch den anderen als geizig und schlecht, Aufrechnen durch einen selbst als angemessene Besorgtheit und richtig aufgefaßt wird?
     
    21.01.2017 #19
  5. fafner
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    Viel Geld auszugeben bedeutet doch nicht automatisch eine Erhöhung des Genusses?

    Offenbar gehöre ich auch zu den Geizigen. Ein Teller mit Filet kann hier leicht 60 SFr. Kosten. Mit Apero, Vorspeise, Dessert, Wein landest Du mindestens beim doppelten, in "edlen" Restaurants dann mindestens noch mal das Doppelte.

    ​Ich könnte nicht wirklich mit einer Frau zusammenleben, die sich da nicht die geringsten Gedanken drüber machte. Oder machen müßte. Bei so einem Updating hätte ich echt Mühe.

    Das heißt jetzt aber nicht, daß man - aus was für Gründen auch immer - sich so etwas nicht gelegentlich mal gönnen kann. Und DANN darüber laut zu rechnen, das ist natürlich blöde. Vielleicht meinte sie das.

    Auch hier muß ich feststellen, ich gehöre zu den "Rechnern". Mir wäre ein Vorwurf, ich würde mich nicht in genügendem Maße (finanziell) beteiligen, unerträglich. Also achte ich darauf, daß es mindestens ausgeglichen ist und keinesfalls zu meinem Vorteil. Natürlich rechne ich das nicht laut vor, sondern allein für mich.

    Dabei muß es die Partnerin nicht in gleichem Maß machen. Wäre vielleicht sogar kontraproduktiv. Es genügt ja völlig, wenn einer das so handhabt. :)

    Ich denke, eine Voraussetzung, um überhaupt mit Geld umgehen zu können, ist, rechnen zu können, und das auch zu tun.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21.01.2017
    21.01.2017 #20
  6. Pat65
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    Aber sicher muss man rechnen. Ein Partner, der es als geizig ansieht, nicht dauernd luxeriös eingeladen zu werden, geht gar nicht.
    In meinem Sprachgebrauch ist Geiz anders: Ich bin in der Stadt und da ist diese Meeega-Eisdiele. Wir haben Eis im Gefrierfach zu Hause, aber ich möchte trotzdem genau jetzt einen Eisbecher mit allem und danach einen Espresso auf dem Balkon eben dieser Eisdiele.
    Wenn mein Partner mich dann kopfschüttelnd ansieht und mir sagt, dass wir ja nun auch Eis zu Hause haben und da könne man auch schön Eis essen, dann ist er geizig und wäre nicht der richtige für mich...
     
    21.01.2017 #21
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  7. Pat65
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    In diesem Zusammenhang geht es auch nicht darum, wer bezahlt. Es ist eine Lebenseinstellung. Auch wenn ich einen Geizigen einladen würde, würde dieser Spruch kommen. Er würde sich mir überlegen fühlen, weil ich so dumm bin, das Geld für dieses Eis auszugeben. So richtig viel Spaß hätte ich dann an meinem Eis nicht mehr.
     
    21.01.2017 #22
  8. Mentalista
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    Deine Art zu schreiben, sagt einiges über dich aus.
     
    21.01.2017 #23
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  9. billig
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    Geht es hier im Grunde eher um Pragmatismus vs. Fantasie? Die Überlegung, dass das Eis aus der eigenen Gefriertrue günstiger ist, finde ich per se nicht geizig. Wieso kann man es nicht aushalten, wenn dies angesprochen wird? Das ist mir noch etwas unklar, weshalb diesbezüglich so wenig Toleranz geübt wird. Vielleicht ist das ja wirklich Einstellungssache, aber welche Einstellung ist hier die bessere?
    Man könnte ja auch überlegen, das eigene Eis mit Waffeln, feiner Soße und Streuseln zu garnieren und sich mit einem frisch aufgebrühten Espresso auf den eigenen Balkon setzen. Wenn man die Mittel hat, es sich zu Hause gut gehen zu lassen, weshalb diese nicht nutzen? Hat das was mit dem Balken "Häuslichkeit" auf sich, ob man unbedingt in die Stadt will, weil einem das eigene Heim nicht ästhetisch ist? Sind die einen Ansprüche geiziger als die anderen? Weshalb?

    Ich dachte geizig ist, wenn man bspw. abgelaufene Lebensmittel essen muss, weil man (obwohl Geld dafür da wäre) nix Neues kauft, weil das Gekaufte noch nicht leer ist. Oder wenn man hungert, weil nicht genug Essen gekauft wird, um Geld zu sparen, obwohl man nicht arm ist. Oder wenn man im Winter friert, weil man die Heizung nicht anschalten darf, weil das Geld kostet. Ich dachte, Geiz wäre ein Sparen von Geld, obwohl es sinnvoll wäre, es auszugeben, weil man durch das Sparen, erhebliche Einschränkungen erleidet. Und das nicht nötig wäre, weil genug Geld vorhanden ist. Dazu hätte ich allerdings nicht gezählt, wie oft jemand bereit ist, teuer auszugehen.
    Wenn jemand sagt, er genieße es, ab und zu - nicht oft - Geldscheine zu verbrennen und das sei eine Lebenseinstellung, würde ich mich nicht geizig fühlen, wenn ich ihm sage, dass er das mit meinem Geld aber nicht machen darf. Und Geld dafür auszugeben, damit ich meine Arschbacken auf fremde Sitzpolster drücken darf, macht für mich nur dann Sinn, wenn die fremden Sitzpolster komfortabler sind als die eigenen oder es einen anderen real messbaren Unterschied gibt.
    Und wenn der Partner fett wäre, wäre ich auch mit Eis essen nicht einverstanden und schon gar nicht damit, dass es immer das teuerste Eis sein muss. Dann würde ich stattdessen wohl gemeinsamen Sport vorschlagen. Schon klar, dass das die Stimmung vermiesen würde. Aber für mich muss eine Idee auch einen Sinn ergeben, damit ich mich an ihrer Realisierung beteilige.
    Dieses postfaktische Gedöns macht mir weder Spaß noch leuchtet mir irgendwie ein, so zu handeln.
     
    21.01.2017 #24
  10. Heisenberg
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    Wie man hier sieht definiert Geiz jeder ganz subjektiv und dahingehend gestaltet es sich auch sehr schwer auf den Eröffnungspost zu antworten.
    Deine Definition von dieser unschönen Eigenschaft würd ich fast unterschreiben, bis auf den Punkt mit den abgelaufenen Lebensmitteln - das hat für mich mit einer Grundeinstellung zu tun. Ich selbst esse oft Abgelaufenes, aber nicht weil ich zu geizig bin etwas Neues zu kaufen, sondern schlicht und ergreifend weil ich mein Konsumverhalten nicht im Griff habe. Es ist mir einfach zu wider Lebensmittel die mit gewaltigen ökologischen und ökonomischen Aufwänden produziert werden in den Müll zu schaufeln, weil ich nicht abschätzen kann wie vollgepackt mein Kühlschrank sein darf.

    Banaler Geiz definiert sich meiner Meinung nach klar durch selbst verweigerte Bedürfnisbefriedigung. Ich gehe zum Beispiel gerade in den Supermarkt und "arbeite" sukzessive meine Einkaufsliste ab, beim Passieren der Gemüsetheke springt mir eine Packung Paprika ins Auge und ich bekomm so richtig Lust darauf. Just in dem Moment als ich mir die Packung in den Einkaufswagen legen will, sehe ich dass dieses herrliche Gemüse um ganze 30 Cent teurer ist als letzte Woche noch! - ich bin schrecklich verärgert und verzichte lieber auf diese paprikale Geschmacksexplosion als diese Preisgestaltungs - Willkür zu akzeptieren.
    Tiefgreifender wird der Geiz für mich, wenn ich bewusst zum billigeren Produkt greife, wohlwissentlich dass ich damit Massentierhaltung, Pharmaindustrie, gewaltige Transportstrecken, und unvorstellbares Tierleid fördere - obwohl mir auch das regionale Bio Produkt kein Loch ins Budget reißen würde.

    Was will ich damit nun sagen?
    Es obliegt jedem selbst zu definieren wo Großzügigkeit endet und Geiz beginnt.
    Wenn bei der Partnersuche gezielt Geizkrägen aussortiert werden, ist das für mich also noch lang nicht gleichzusetzen mit der Suche nach dem Sugardaddy.
    Wenn du m0rph3us das mit Geldaffinität und dem Wunsch ausgehalten zu werden gleichsetzt, dann hast du ja für dich entschieden und brauchst diese Damen nicht zu kontaktieren. Bei 5-6 Erwähnungen bleiben immer noch 346 - 347 andere Profile für dich übrig ;-)
     
    21.01.2017 #25
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  11. Jett Rink
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    Das war auch mein erster Gedanke. ;)


    Sicherlich nicht in jedem Fall. Es ist natürlich wie so oft im Leben eine Sache der Einstellung. Ich für meinen Teil gebe mein Geld sehr gerne aus. Ich habe mir letzten Sommer zu meinem Geburtstag nur Geld schenken lassen und meinen Gästen Filet/ Rumpsteak vom Wagyū-Rind gegrillt und serviert. In diesem Fall hatte der Genuß seinen Preis, welchen ich gerne bereit war zu zahlen. Es war ein wirklich rundum gelungener Abend, an den ich gerne zurück denke. Was sicherlich nicht nur am Essen lag, aber auch zum Teil. ;)
     
    21.01.2017 #26
  12. lisalustig
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    Das hast Du sehr gut formuliert. So sehe ich das auch.
     
    21.01.2017 #27
  13. Heike
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    Ich halt mal kurz fest, daß wir bislang zweierlei Geize haben:
    1. "Er/Sie schenkt mir weniger, als ich haben möchte. Also ist er/sie geizig."
    2. "Er/Sie gönnt sich weniger als, wie ich finde, man sich gönnen sollte. Also ist er/sie geizig."

    Welchen Geiz findet ihr schlimmer?
     
    21.01.2017 #28
  14. t.b.d.
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    Ein richtiger Geizkragen macht den Kühlschrank von hinten auf damit das Licht nicht angeht.
     
    21.01.2017 #29
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  15. silvi69
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    Das solltest Du glatt mal probieren. Vielleicht revidierst Du dann Deine Meinung dazu?
     
    21.01.2017 #30