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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Xeshra
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    Um die Frau und Kind mache ich mir sogar noch mehr Sorgen weil sie waren ja intensiv emotional gebunden. Natürlich ist es in diesem Sinne egoistisch aber soweit denkt ein Kranker nicht, beziehungsweise er kann sich nicht dagegen wehren, deswegen kann man das einem Kranken nicht zurechnen. Bei jemandem der allerdings gesund ist liegt die Sache anders, der könnte das vernünftig einschätzen und schlimmes verhindern beziehungsweise auch ohne Egoismus handeln. Wie gesagt ist das alles in der Liebesfähigkeit wenig relevant weil Egoismus ist ein legitimes Attribut. Das wird ja sogar von Aussen kultiviert indem man besser, schneller, weiter, höher, reicher, schöner, der bessere Lover, mehr Ellbogen... kurzum der bessere Mensch, sein soll. Auch ich bin da nicht mehr gut genug, macht nichts, ich sage da "gleichfalls" und bin dann besser nur noch für mich selbst. Sofern jemand etwas aus Mitleid tut dann sehe ich es als das einzige involvierte Leid an und freue mich wenn es jemand für sich behalten darf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08.05.2019
    08.05.2019 #46
  2. HrMahlzahn
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    Eigentlich hast du völlig recht. Ich kenne auch jemanden, dem so etwas passiert ist. Auf der anderen Seite sind Selbstmörder meist sehr sensible Menschen, die keinem etwas zuleide tun möchten. Ein Widerspruch in sich. Für diese Menschen muß das Lebens an sich so schmerzhaft sein ( Ja, Leben kann viel stärker weh tun, als jeder körperliche Schmerz), dass sich die Gedangenwelt so sehr verengt, dass gar nicht mehr wahrnimmt, dass da noch andere Menschen sind, denen man durch seinen Tod, der die Erlösung von aller Pein ist, unsägliche Schmerzen zufügt.
     
    08.05.2019 #47
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  3. Xeshra
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    Das hat nichts mit spüren zu tun, das ist tätlich nachweisbar, kann ich rein statistisch nachweisen. Nein, ich habe keine Emotionen abgespalten, ansonsten würde niemand mehr etwas von mir hören. Ich habe noch nie Wischiwaschi gemacht, wenn ich etwas ausführe dann wirds fatal.
    Es muss nicht zu meinem Vorteil sein weil was fange ich mit Menschen an die mich deswegen benachteiligen? Das bringt doch nichts, die können dann besser laut lachend sich unter ihresgleichen begeben, dort über oberflächliche Dinge bis zum nächsten Tag ablachen und bei jeder Kritik sich mehrheitlich im Mauseloch verkriechen. Wenn das wirklich sozial macht dann bitte sehr, es ist ja jeder aus ihrer Sicht frei.

    Es gibt ja viele Tipps und Tricks auf Websiten wo mitgeteilt wird wie man besser, d.h. vorteilhafter, ankommt und änliches, z.B. "Immer Jupihu und schubiduh" sagen, aber was fange ich damit konkret an? Ich möchte auch die Tiefen des Menschen erleben, mitsamt Freud und Schmerz, einfach alles was dazugehört. Sofern es Schmerz hat dann hat es nunmal auch Schmerz, das gehört auch dazu. Gerade diese Schwächen machen einen Menschen liebenswert, nicht die scheinbar vollkommen souveränen "Schubiduh-Jupihu" Lachenden, die sind doch totlangweilig für jeden anspruchsvollen Menschen, das ist ja sofort ausgelutscht. Fordert höchstens einen Regenwurm der nur bei Regen hervorkommt da er in schlechten Zeiten sich im Loch verkriecht, sich danach einen anderen Wurm angelt.

    Ich denke auch, ab und zu Streit ist gar nicht schlimm noch unförderlich. Zuerst streitet man sich einfach bis man sich mit Schmerz aber auch Herz wiedergefunden hat in diesem ganzen Strudel der konfliktbehafteten Gefühle. Wenn es überwunden wurde kann es gut sein dass man umso mehr liebt, eine absolute Wahrheit gibt es nicht.

    Das was jede Liebe sofort vernichtet, ziemlich schlagartig, ist erst die Ignoranz, alles andere nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08.05.2019
    08.05.2019 #48
  4. Ok ... dann ist mein Verdacht, dass deine Intention hier, Wissen zu erhalten, mit implizieren der Darstellung deiner Verhältnisse, völlig falsch ist. Denn dem zitierten Satz entsprechend, entnehme ich hingegen eine völlige Absicht deiner Aussagen hier. Dafür, habe ich weder Zeit noch Interesse, mich weiterhin damit zu beschäftigen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.05.2019
    08.05.2019 #49
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  5. Xeshra
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    Da geb ich dir gerne Recht, es ist sicher nicht unabsichtlich sondern es sollte etwas in uns bewegen. Liebe ist nicht Wissen, es ist im Kern oft völlig unerklärlich. Klar kann sie sachlich sein, aber diese Liebe hat mich noch nie interessiert.

    Ich bin niemand der wankelt und zwischen Bänken umherwackelt, ich weiss was ich liebe, d.h. bei dem wo sie endet. Woher es genau kommt ist unerklärlich, das ist einfach Ich. Ich kann nicht diesen ganzen Prozess generieren oder vollständig erklären. Ich kann lediglich versuchen mir unförderliche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, passendes Milieu schaffen, beziehungsweise es aufzusuchen.

    Damit ich das machen kann möchte ich möglichst detailiert diese Welten wahrnehmen, welche ehrlich gesagt oft ein Hohn sind, dennoch ist es hilfreich in diesem Bewältigungsprozess wo ich Hinkelsteine wegräumen sollte.

    Menschen kommen selten persönlich auf mich zu, es ist ihnen zu anstrengend, sie sind zu kraft und saftlos, deswegen hilft so ein Forum als relativ sichere "Sandbox", ähnlich einer virtuellen Umgebung. Wahrscheinlich hat das Dienen an der unausgegrenzten Gesellschaft sie deutlich ausgelutscht: Das muss man tun, das liebe Geld und die vielen "besseren" Menschen undso...
     
    Zuletzt bearbeitet: 08.05.2019
    08.05.2019 #50
  6. fafner
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    Die kennt man ja auch gar nicht. Und selbst wenn... was würde das denn ändern? Mehr Nachsicht hervorrufen? Warum eigentlich? :oops:
     
    08.05.2019 #51
    Synergie, fleurdelis* und Obeserver gefällt das.
  7. Guter Punkt.
    Ich denke, @Xeshra geht es noch viel zu gut...Sonst würde er etwas ändern.
    Oftmals, erst wenn man so richtig in der Sch*** sitzt, wacht man auf und handelt oder sucht Hilfe.
    Daher - Geldhahn zu - wäre wünschenswert - nicht aus Boshaftigkeit, sondern damit er mal selbst Verantwortung übernimmt.
    dies natürlich basierend auf dem, was ich hier so lese...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.05.2019
    08.05.2019 #52
  8. Traumichnich
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    Provokativ gefragt : Soll also der einzelne weiter für ihn unerträgliche Qualen leiden, damit es seiner Umwelt besser geht ? :eek:

    Ehrlich gesagt geht mir diese Einstellung, dieses Tabuisieren des Suizids, ziemlich auf den Senkel ! Wie Du schon schriebst sind Menschen, die darüber nachdenken, in der Regel sehr sensibel. Sie wissen also um die (Aus-) Wirkungen ihres Vorhabens und werden sich ausgiebig Gedanken darüber gemacht haben, bevor sie zu diesem - letzten - Mittel greifen.

    Warum wird es ihnen dann so schwer gemacht, ein "akzeptable" Methode (schnell, schmerzlos, sicher) zu finden, die auch solche "Kollateralschäden" zu vermeiden hülfe ?

    Diese Menschen sind über jedes Gesprächsangebot doch längst hinaus ! Warum kann/will die Gesellschaft das nicht einfach akzeptieren ?!
     
    08.05.2019 #53
    chava und Anthara gefällt das.
  9. Ich möchte nicht wissen, wie viele depressive Menschen so ein Angebot wahrnehmen würden / bereits wahrgenommen hätten, aufgrund der scheinbar ausweglosen Situation.
    Menschen, die inzwischen zurück ins Leben gefunden haben und ein erfülltes Leben führen.
     
    08.05.2019 #54
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  10. Traumichnich
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    Das gilt umgekehrt genau so für all diejenigen, die es im 1. Versuch nicht geschafft haben (und es früher oder später erneut versuchen) und/oder bleibende Schäden davon zurückbehalten haben - von dem Stigma mal ganz zu schweigen.

    Mal abgesehen davon, daß eben deshalb nur die Wenigsten darüber reden und es "einfach irgendwie" versuchen ...
     
    08.05.2019 #55
  11. Ich bin fälschlicherweise von einer Abwehrhaltung ausgegangen. Unbewusst kann diese dennoch die Motivation für sein Verhalten sein, oder auch nicht. Mir fiel es etwas schwer, in diesem Aufwand, mit Bewusstheit seine teils gehässigen Kommentare zu hinterlassen, als Intention zu nehmen. Vielleicht bin ich da auch zu naiv ... aber seine letzten Kommentare haben mir den Aufschluss gegeben, dass er nicht nur droht, sondern auch mit voller Absicht ... und das war das, was mir im Puzzle gefehlt hat ... hier agiert. Das bedeutet: er verteilt hier mit Absicht seinen giftigen Müll.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.05.2019
    08.05.2019 #56
  12. Ja, es gibt wohl beide/mehrere "Gruppen".
    Diejenigen, die es zurückschaffen und welche, die möglicherweise dauerhaft leiden. Welche Gruppe nun grösser ist - keine Ahnung.
    Nur, zugunsten welcher Gruppe möchte man entscheiden?
    Der Tod ist endgültig und unumkehrbar (s. Todesstrafe).
     
    08.05.2019 #57
  13. Synergie
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    Wo wird denn hier gerade Suizid tabuisiert?

    Quatsch!
    In erster Linie sehen sie sich in einer - im wahrsten Sinne des Wortes - ausweglosen Lage und erkennen alternative Optionen nicht (als solche an).

    Weil eben nicht jeder Suizidversuch wohl überlegt ist.

    Und weil sich eine Gesellschaft dazu verpflichtet sieht, sich darum zu bemühen, dass es ihren Mitgliedern gut geht und nicht, dass sie sich bei auch nur kleinen psychischen Husten von der Welt verabschieden, weil es so schön leicht zugänglich, schmerzlos und schnell ist.

    Nicht jeder, der seinem Leben ein Ende setzt (/en will) leidet seit Jahren Höllenqualen und ist austherapiert.
    Manches sind Trotz- oder Rachetaten, anderes akute Verzweiflungstaten, oder Folgen von Substanzmissbrauch, oder hormonelle Dysbalancen oder Ungleichgewichte in Nervenbotenstoffen. Es ist eine weite Bandbreite an Motiven, Beweggründen, Lebensgeschichten, die zu einem ähnlichen Verhalten führen.

    Und ab welchem Alter würdest du dem Menschen die Entscheidungsfreiheit - ein solches "enttabuisiertes" Angebot anzunehmen - darüber zusprechen?

    Sollten wir damit so verfahren, wie mit Schwangerschaftsabbrüchen? Also verpflichtendes "Aufklärungsgespräch" und dann zwangsweise mind 3 Tage, aber nicht mehr als 10 Wochen, Bedenkzeit?
     
    Zuletzt bearbeitet: 08.05.2019
    08.05.2019 #58
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  14. Traumichnich
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    Man ... ?
     
    08.05.2019 #59
  15. Na ob man eine, wie Du sagst, "akzeptable" Methode (schnell, schmerzlos, sicher) zulässt.
    Wäre zu Ungunsten derer, die dies aus Verzweiflung tun, jedoch wieder ins Leben zurückgefunden hätten.
     
    08.05.2019 #60