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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Xeshra
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    Bezüglich Rassismus, der klassische Rassismus haben wir im Forum nicht, lediglich der verallgemeinerte Rassismus:
    https://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-themen/rassismus/begriff/
    Dabei gilt folgendes zu beachten:
    «Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen.»
    Sofern es jedoch primär nützt und nicht schadet, dann ist es kein echter Rassismus. Man kann natürlich mit genug Aufweichung fast alles irgendwo reindrücken da es endlos viele Graustufen gibt, dazu braucht es gewisse Abgrenzungen und Sensibilität eines Umstandes.

    Das Problem was wir hier kulturell haben ist einfach, nebst einem hohen Grundanspruch, dass wir fast immer in einer bestimmten Kaste oder Schublade denken. "Die Oberen" kommunizieren kaum mit "den Unteren", der Handwerker kaum mit dem "Schmarotzer", die Manager oder Politiker sind sowieso fast nur unter sich. Das war vor langer Zeit noch anders aber hat sich in jüngerer Zeit gewaltig auseinander gelebt. Das ist potentiell kritisch denn es ist die Vorstufe der Dekadenz. In Osteuropa ist dieses Verhalten nach wie vor nur schwach oder gar nicht ausgeprägt. Auch in Ländern wie Kenia ist reich und arm oft Tür an Tür, Bank zu Bank, nebeneinander angesiedelt während bei uns das fast immer abgetrennte Gruppierungen sind. In Osteuropa kann eine Frau auch mit hübschem Rock schnell viele Fleischvögel hacken, mit einem damenhaften Lächeln, während bei uns die identisch aussehende Dame nur bei der Hochzeit anzutreffen wäre. Im Alltag wäre die Fleischvogel-Hackerin bei uns wuchtig und mit Metzgergewand, alles andere wäre ausserhalb unserer legitimen Schublade.

    Ich wäre in Osteuropa, Afrika und Indien einfach nur ein alternativer Kerl mit Nepalmode. Bei uns bin ich jedoch ein Drogenjunkie oder Goa-Tänzer. Bei uns braucht es immer irgendwie eine Plakete, eine Art Identifikation womit man sich jemandem als das was man ist zu erkennen gibt. Sobald jemand geistig frei ist und das nicht für nötig befindet, dann wird er oft zum Esel. Das ist gar nicht unbedingt alternativ aber es ist zu freiheitlich. Sobald man hier jemanden in eine Schublade getan hat dann wird er gar gezwungen genau das zu tun was für diese Schublade vorgesehen ist, meistens noch leistungsorientiert. Dieser Prozess mag zwar dediziert die Leistung und Quantität des zu erschaffenden erhöhen, es zerstört aber sowohl Freiheit als auch Flexibilität.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.05.2019
    10.05.2019 #121
  2. Xeshra
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    Ach ja, das mit Lusche hat für mich bedenkliche Züge weil zwar finde ich es richtig dass die Weiblichkeit der örtlichen Frau nicht genug präsent ist, es daher gefördert werden sollte. Allerdings ist die Angehensweise, es mit einer Art "zwingendem Artefakt des eigenen Schönheitsideals" zu bewerkstelligen eine typisch westlich-materialistische Angehensweise und hat mit der Mentalität der Damen, weder bei uns noch im Osten, wenig bis nichts zu tun. Weil bei uns sind die Damen mehrheitlich unserem Schubladendenken unterstellt, haben oft zu gehorchen sofern sie beruflich überzeugen wollen; Berlin ist da ziemlich die Ausnahme. Im Osten hingegen sind die Damen mehrheitlich sehr frei, sind ausserhalb einer Schublade, weil sie werden direkt an ihrer Tätigkeit bewertet, nicht am Aussehen. Sofern die zarte Dame mit dem Röcklein einen Gigot hackt dann ist sie Metzgerin, auch wenn sie bei uns in jeder Kirche die gute Fee mimen könnte. Bei uns muss man eigentlich nicht unbedingt viel tun, sofern ich ein knalloranges Bauarbeitergewand anhabe und dazu einen Bürstenschnitt, noch etwas breitbeinig laufe, dann bin ich Bauarbeiter, das obwohl ich noch rein gar nichts getan habe. Ich kann auch die Junkie-Plakette haben, dann bin ich Junkie obwohl ich noch nie harte Drogen genommen hatte. Viele der Manager im Anzug nehmen hingegen Heroin, bloss, die verdächtigt kaum einer. Wir müssen wirklich aufpassen dass nicht Oberflächlichkeit und Schein Einzug hält.

    Von daher, Ja eine Osteuropäerin wirkt allgemein weiblicher aber das hat rein gar nichts mit Strumpfhosen zu tun. Wenn man sich dermassen festlegt, dann möchte man irgendwie einmal mehr jemanden oder etwas in eine Schublade drängen, das hat für mich eine ethisch bedenkliche Haltung welche nicht der Haltung einer geistig freien Osteuropäerin entspringt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.05.2019
    10.05.2019 #122
  3. Xeshra
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    Die Vorerklärung hilft um das hier zu verstehen. Elitär sein ist ja kein absoluter Begriff wenn der richtige Anzug oder Hemd, nur schon deine empfundene Wirkung, dich als einigermassen wohlhabend abstempeln kann, weil du dann automatisch in eine passende Schublade reinkommst. Das Papier, der Fakt, interessiert hier niemand: Vielleicht kommt es später mal raus aber dann sei es halt so... dann zerbricht vielleicht was.

    Du kannst dir ja denken in welche Schublade man mich reinsteckt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.05.2019
    10.05.2019 #123
  4. Datinglusche
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    Wenn das die allgemeine Realität wäre, geehrter @Xeshra, so wären wir doch alle nicht hier! o_O
     
    10.05.2019 #124
    creolo gefällt das.
  5. LC85
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    Du tickst doch wohl nicht richtig! Willst du damit sagen, dass wir Belästigungen und Stalking hinnehmen sollen, weil die anderen Länder schlechter dran sind? o_O
    Geht's noch? Du kannst doch gar nicht einschätzen, wie schlimm schon "allein" eine Belästigung ist.

    Ach ja, wirklich? Nenn mir bitte ein paar Beispiele für solche "harten Strafen".
    Eine Geldstrafe ist das Einzige, was diese Täter kriegen. Da muss schon sehr viel passieren, damit z. B. ein Stalker ins Gefängnis kommt.

    Ansonsten gebe ich dir recht, was die Verhältnismässigkeit der Strafen bei uns angeht - ein Schwarzfahrer oder Steuerhinterzieher kommt schneller ins Gefängnis, als gewalttätiger Straftäter.
     
    10.05.2019 #125
    Anthara, himbeermond und Obeserver gefällt das.
  6. Xeshra
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    Da hatte mal jemand nur die Brüste einer Frau unerlaubt angefasst, da bekam er 5k EUR Geldstrafe und eine gebrochene Nase. Ein anderer hatte im vollen Tempo eine junge Frau welche gerade von ihrer Lehrstelle nach Hause gelaufen war auf dem Fussgängerstreifen aufs Korn genommen, das noch ohne Führerschein: Die Frau war mausetot und die Strafe war nicht höher als fürs "Brüste anfassen".

    Die Leute haben danach noch kommentiert "Ja sie soll gefälligst gucken wenn sie über den Streifen geht, nicht Vortritt erzwingen". Das vor dem Hintergrund dass der Autofahrer nicht einmal gebremst hat und zu schnell unterwegs war: Das heilige Auto darf einfach alles, es ist sogar die einzige Waffe welche fast ungestraft töten darf.

    Es gibt zwar Ausnahmen. Damals als 2 Raser sich mitten in Berlin ein Wettrennen geliefert haben, dabei Leute töteten, die wurden tatsächlich lebenslänglich hinter Gitter gebracht. Allerdings ist das eine ungeheuer bösartige Tat, einfach mal nur für den Fahrspass Menschenleben aufs Spiel zu setzen, diesen Umstand einfach fürs eigene Vergnügen zu ignorieren.

    Allgemein, Straftaten werden sehr unterschiedlich bewertet. Oft ist es rätselhaft wieso etwas nicht härter bestraft wird, andererseits können schon kleine Delikte ziemlich hart bestraft werden. Man kann teils ungestraft geschützte Bäume fällen, die Natur verwüsten, Lebensgrundlagen vernichten, Grund und Boden ruinieren, aber die Strafe fürs "Betatschen" ist härter. Ja ich denke, vielleicht werden wir das ganze gar nicht überleben in den nächsten 5000 Jahren wenn es mit Umweltzerstörung so weitergeht, aber wenigstens konnten wir verhindern dass mit den Brüsten schlimmes passierte, ein echter Erfolg.

    Gut, die Frau welche die Berggorillas liebte, die wurde ziemlich sicher von Wilderern getötet, sie war denen einfach im Wege. Diese Frau wusste wenigstens noch für was es sich zu kämpfen lohnt... dafür gab sie ihr Leben und der Täter wurde natürlich nie bestraft. Wer sind die Täter... ist es nur dieser Wilderer oder ist es mehr als das? Das darf nun jeder selber rausfinden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.05.2019
    10.05.2019 #126
  7. fafner
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    Was ein Glück! :) Und Du bist Teil dieses Luxus...
    ... wärest Du schon lange nicht mehr am Leben. Also sei mal nicht so gehässig zu der Gesellschaft, die Dich hegt und pflegt. :D
     
    10.05.2019 #127
    Obeserver und mone7 gefällt das.
  8. LC85
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    Das finde ich sehr angemessen. Gebrochene Nase ist sein Pech, die hätte er von mir auch bekommen.
    Vielleicht ist es bei dir ja anders, aber ich möchte nicht begrabscht werden!

    Zum Rest: wie gesagt, ja, die Strafen sind bei uns manchmal schon sehr fragwürdig. Dann versuche doch bitte was zu ändern, leite deine ganze Energie in solche Projekte, wie Umweltschutz usw. anstatt nur hier rumzujammern. Zeit hättest du ja genug
     
    10.05.2019 #128
  9. Xeshra
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    Guck, würde eine fremde Frau mir an den Popo langen (illegale Brüste habe ich ja keine) dann würde ich sicher ihre Hand packen und sie vielleicht anfauchen, aber ich werde ihr bestimmt nicht gleich voller Karacho ins Gesicht schlagen, wo kämen wir da hin bei solchen Agressionen. Einige Leute sind einfach aufdringlich oder übergriffig, denen muss man einfach Grenzen zeigen, dann klappt es schon. Alles andere sät nur gesellschaftliches Unbehagen, der Schaden ist grösser als der Nutzen. Mich hat auch schon eine angetrunkene Frau einfach so blöd mich an den Popo gefasst und mir aufdringliche Sachen gesagt, da habe ich ihre Hand entfernt, war ausgewichen und habe sie böse angeschaut. Gütig und vernünftig sein ist immer noch das Beste um miteinander auszukommen. Ich verhalte mich ja oft weiblicher oder sanfter als viele der Frauen, da ist es doch kein Wunder wenn viele Männer die Weiblichkeit vermissen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.05.2019
    10.05.2019 #129
  10. Datinglusche
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    Nicht 'Luschelchen', sondern 'Vollusche', geehrte @Synergie, 'Vollusche'!
     
    10.05.2019 #130
  11. Xeshra
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    Ohne Liebe ist das Leben für mich kein Luxus, einfach nur leben d.h. ich nehme mich da aus.
    Der Tod ist nicht das Schlimmste, sondern nie richtig gelebt und geliebt zu haben.
    Ich konnte noch nie etwas richtig aufnehmen, komme sowieso fast nie an Kontakte. Leider muss ich es nun teilweise ganz unterbinden denn ich bemerke einen Punkt wo es meine Mindestwürde unterschreitet, das bedeutet ich muss auf Distanz gehen und es so hinnehmen wie es ist, nur für mich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.05.2019
    10.05.2019 #131
  12. Datinglusche
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    @Xeshra
    Mal so ne Frage, geehrter @Xeshra: In welchen konkreten sozialen/ehrenamtlichen Projekten engagierst Du Dich?
     
    11.05.2019 #132
  13. @Xeshra vielleicht wäre das was für Dich und Du triffst dort auf Gleichgesinnte
    Nebenrolle Natur Zürich
    https://www.nnff.ch
    Gibt wohl einige Events
     
    11.05.2019 #133
  14. Xeshra
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    Ich höre ja oft, "ich sei anstrengend", also es gibt für mich 2 Sorten "anstrengender" Menschen. Die einen halten sich für "kompliziert", dabei sind sie nicht kompliziert sondern nur geistig begrenzt, da fast nichts geht, fast überall ein geistiges Hindernis ihnen im Wege steht; diese Menschen treffe ich massenweise an, ihre Loyalität ist häufig tief weil sie suchen gerne den geringsten Widerstand. Oft meinen wir dass diese Menschen viel tun, da sie häufig Meister darin sind sich eine Rolle zu geben, sich damit aufzuplustern und allen damit als sehr kompetent zu erscheinen. Häufig verursachen sie mit dem was sie tun sogar mehr Unheil als Heil, auch wenn es als intensiv schaffend verkauft wird und gesellschaftliche Anerkennung findet.

    Die anderen komplizierten Menschen die sind wirklich kompliziert, aber geistig sehr frei, was viel Freiheit im Tun und Streben bieten könnte, selbst wenn sie loyal sind da sie nach Idealen streben, bereit und fähig sind gegen einen Widerstand anzukämpfen. Das Wichtige ist nur dass man sie als komplett eigenständige Menschen akzeptiert und sie bei nichts was sie tun, auch wenn sie nichts tun, verurteilt. Es ist nicht so das nichts gleich nichts ist, oft sind wir nur unfähig zu erkennen was etwas ist. Besser ist dann einmal mehr sich nicht von den eigenen Welt und Wertvorstellungen begrenzen zu lassen, ansonsten sehe ich da schlechte Karten. Bestimmte komplizierte Menschen haben zwar viel Potential, sie werden sich aber nie in eine Rolle mit Plakete drängen lassen, da sie sich nicht damit als Mensch identifizieren.

    Das Hauptproblem was ich sehe ist einfach, dass die allermeisten Leute ein tiefes Toleranzniveau haben. Sobald irgendetwas eine Anstrengung überschreitet dann machts in ihrem Hirn "klick", der Sicherheitsschutzschalter kommt, danach schalten sie auf Ignoranz um ihren Geist zu schützen. Das was sie bis kurz davor wahrgenommen haben ist dann teilweise nur noch "wirr" weil es hat die Toleranzgrenze schon bereits überschritten, erforderte höhere geistige Agilität als zur Verfügung stand.

    Wenn man nicht denken kann muss man gar nicht denken, man kann auch einfach nur machen. Wenn man aber versucht zu denken, dazu unfähig ist, dann ist es besser einfach nur das Herz sprechen zu lassen und nicht verstehen wollen, denn Verständnis ist nicht notwendig für die Liebe, ein weit verbreiteter Irrtum; wirklich notwendig ist nur das Herz. Wenn jemand meint er könne gut denken, das nicht schafft, dann wird er feindseelig weil er wird so nie verstehen können. Gut aufs Herz hören, der Intuition vertrauen, ist viel wichtiger. Es gibt sowieso viele Ebenen des Verständnis, darauf gehe ich jetzt nicht ein. Worte sind nur eine Ebene davon.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.05.2019
    11.05.2019 #134
  15. Xeshra
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    Ich habe noch fast keines gefunden das nicht entweder Bigotterie, Selbstbeweihräucherung, oder sogar hintergründig profitorientiert ist. Wennschon dann sind nur einzelne Menschen selbstlos oder idealistisch, kaum eine gesamte Organisation. Selber machen kann ich wenig weil ich habe noch nie Menschen um mich scharren können. Es geht meistens ums "gut wirken", nicht ums "gut sein", das sind 2 völlig verschiedene Dinge. Gewisse Dinge sind zu gross für einen einzelnen Menschen.

    Biovision finde ich sicherlich eines der besten Stiftungen weil sie in eine kritische Kerbe reinschlagen wo politische und wirtschaftliche Aktivität erforderlich ist.

    Ich werde mich daher momentan für den Erhalt des traditionellen Handwerkes einsetzen im Bereich Nahrung. https://www.slowfood.ch/de/slow-food Mich mit lokalen Produzenten vernetzen und ihre Projekte unterstützen. Ich werde Ende Monat natürlich wieder zur Slow Food Messe gehen. Natürlich läuft auch dort vieles schief, es wird vieles durch Giganten verwässert, aber da muss man durch, sich für den Erhalt des guten alten Handwerkes und alten Kulturpflanzen einsetzen, das gehört für mich auch zum kulturellen Erbe der Menschheit und ist ein wichtiges Engagement. Man kann schon in der Kirche wöchentlich jodeln gehen wenn man sich damit besser fühlt, wems gefällt, mir wirklich egal. Besser ist für mich man ist aktiv tätig und unterstützt die Diversität an allen Ecken und Enden. Sei es Nahrung, Kulturpflanzen, Menschen, Natur oder sonstwas...
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.05.2019
    11.05.2019 #135