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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Katinka1968
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    Handicap

    Hallo zusammen

    Ich möchte hier mal die Frage stellen ob Frauen mit dem Umstand, dass ihr Partner ein Handicap haben könnte tatsächlich besser umgehen können als umgekehrt? Denn spätestens wenn ich dem Mann hier mitteile, dass ich ein Handicap habe, wird der Kontakt verabschiedet......... Ok, dann war er es auch nicht wert aber trotzdem meine Frage....
     
    08.06.2017 #1
  2. Miwamo
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    Hallo Katinka1968, ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, ob deine Frage möglicherweise nur an die Frauen gerichtet ist...?
    Und ich finde sie ganz allgemein sehr schwierig zu beantworten, es kommt doch darauf an, was für ein Handicap und wie stark wirkt sich das auf das (gemeinsame) Leben aus. Ich würde es für mich nicht ausschließen, mich in eine Frau mit Handicap zu verlieben, aber je nach Art der Einschränkung müsste ich mir wohl auch erst mal bewusst machen, was das bedeutet.
     
    08.06.2017 #2
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  3. Traumichnich
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    Miwamo und ich sind selten einer Meinung, aber diesmal kann ich mich ihm nur vollinhaltlich anschließen !
     
    08.06.2017 #3
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  4. Miwamo
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    Da muss ich aber widersprechen! Ich bin ganz oft deiner Meinung.
     
    08.06.2017 #4
  5. Traumichnich
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    Huch ... !?! ;)
     
    08.06.2017 #5
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  6. Um welche "Qualität" Handicap geht es denn?
     
    08.06.2017 #6
  7. Katinka1968
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    Hallo Miwamo
    Ich weiss, dass meine Frage nicht generell beantwortet werden kann. Deiner Antwort zufolge, schliesst Du es aber nicht grundsätzlich aus und würdest Dich doch sicher genauer nach der Art des Handicaps erkundigen. Sind wir doch mal alle ehrlich, es könnte jeden treffen.... Deine Überlegungen finde ich ehrlich und auch mehr als gerechtfertigt.
    Aber sich einfach verabschieden finde ich etwas sehr billig. Meine Frage entstand nur daraus, kannst es auch Frust nennen:)
     
    08.06.2017 #7
  8. Katinka1968
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    Hallo Hafensänger
    Ich denke, es geht vielen so und so gesehen betrifft dies verschiedene Handicaps. Ich z.B. bin ausser Haus mit einem Rollstuhl unterwegs....
     
    08.06.2017 #8
  9. Synergie
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    Hallo Katinka,

    hinsichtlich Handicap und Beziehungsanbahnung weiß ich nichts.

    Aber in meinem Hinterkopf habe ich Studien dazu, dass wenn in einer bereits bestehenden Partnerschaft ein Teil erkrankt, bedeutsam häufiger die Männer das Weite suchen und Ihre Partnerin im Stich lassen, als dass Frauen ihren erkankten Mann verlassen.

    Absolute Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf. Auch nicht mehr in welchem Land die Studie durchgeführt wurde.

    Leider kann ich mir gut vorstellen, dass sich das ähnlich auf die Beziehungsanbahnung übertragen lässt.
    Aber selbst wenn, was bringt es dir?
    Würdest du homosexuell werden, wenn es sich rausstellt, dass Frauen weniger wahrscheinlich sind ein Problem damit zu haben, dass der/die Partner/in ein Handicap hat? Wenn nicht, dann nutzt dir der Vergleich schlicht und ergreifend überhaupt nichts und bringt evtl nur Frust.
     
    Zuletzt bearbeitet: 08.06.2017
    08.06.2017 #9
  10. Hallo Katinka1968!
    Willkommen im Forum! Ich kann deine Frage nicht beantworten, aber ich frage mich:
    Willst du wirklich diese Frage stellen oder geht es dir eher um etwas Anderes, eventuell Hilfreicheres oder um Mitgefühl oder gar ums gemeinsame Lästern? Ich kann mir ehrlich gesagt weder vorstellen, dass einer der Foristen beim Bundesamt für Statistik arbeitet, noch dass diese Frage in genau dieser Form schon erforscht wurde. Frau könnte noch weiter fragen: Gibt es auch Altersunterschiede oder Schichtunterschiede oder Bildungsunterschiede oder welche der politischen Gesinnung oder der sich selbst zugeschriebenen Attraktivität etc. von denen, die das nicht grundsätzlich ablehnen, im Vergleich zu denen, die sich das nicht vorstellen können oder wollen? Weshalb denkst du, die Unterscheidung läuft entlang der Geschlechterdifferenz?

    Ich denke, es könnte sinnvoll sein, wenn du dir überlegen würdest, was dein Handicap für einen Partner bedeuten würde. Was bedeutet es für dich, was für eine Beziehung? Welche Einschränkungen bedeutet es? Bei welchem Lebensstil, welchen Wünschen an gemeinsame Interessen und Hobbies würde es besonders stören oder belasten? Was könnte es vielleicht auch für positive Auswirkungen haben?
    Dann kannst du dir überlegen, wo du gezielt nach einem Partner suchen könntest.

    Bei solchen Themen finde ich es auch besonders wichtig, wie man selbst damit umgeht. Hast du dich damit versöhnt, dass du dieses Handicap hast oder stört es dich auch selbst? Hast du alles getan, um es so wenig Einfluss auf dein Leben haben zu lassen wie möglich? Zieht dich das Thema herunter oder bist du trotzdem selbstbewusst und lebst ein gutes Leben?

    Wie und wann du das Thema ansprichst, könnte auch bedeutsam sein, ob ein Mann davon abgeschreckt wird: Wenn man es in ein Gespräch einfliessen lässt, wo es auf natürliche Weise zum Thema wird, dann ist das sicher weniger belastend, als wenn man es zu einem grossen Ding hochstilisiert oder gar Wut äussert darüber, dass einen deswegen niemand will. Hilfreich ist sicher auch, wenn klar wird, dass du dein Leben selbst im Griff hast und/oder dir die allenfalls nötige Unterstützung von Aussen gut organisiert hast und nicht jemanden suchst, der dich mit deinem Handicap unterstützt...

    Viel Glück!
     
    08.06.2017 #10
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  11. Loirinha
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    Hallo. Ich selbst bin an Multipler Sklerose erkrankt (seit ca 10 Jahren). Bisher hat es tatsächlich niemanden abgeschreckt, aber ich muss sagen, ich habe mit meinem Verlauf auch (bisher) Glück und es wirkt sich keineswegs auf mein Leben aus.
    Meine Freundin hat ebenfalls MS, allerdings mit weniger Glück. Für längere Strecken ist sie auf den Rollstuhl angewiesen, trotzdem hatte sie tatsächlich bisher nie Probleme Männer kennen zu lernen.

    Ich muss ehrlich sagen, dass es für mich persönlich wohl auf die Ausprägung ankommt. Klar, auch stark beeinträchtige Menschen haben ein Recht auf Glück in der Liebe, aber ich stelle es mir bei gravierenden Einschränkungen schwierig vor - wissend, dass es mich auch treffen könnte!
     
    08.06.2017 #11
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  12. Hat man wirklich ein Recht auf Liebe (egal ob mit Beeinträchtigung oder ohne zusätzliche Schwierigkeiten)?
     
    09.06.2017 #12
  13. Manchmal wäre es wünschenswert, wenn die Leute lesen was geschrieben steht: Loirinha hat geschrieben: ein Recht auf Glück in der Liebe .... das sind denke ich 2 Paar Stiefel. Und Recht auf Glück in der Liebe zu haben steht doch jedem zu, oder möchtest du das in Frage stellen? ...... Du stellst hier wieder mal eine sehr esoterisch angehauchte Frage in den Raum.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 09.06.2017
    09.06.2017 #13
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  14. fafner
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    Und darüber hinaus kann man auch der Meinung sein, daß Liebe zu erfahren quasi ein Menschenrecht ist.
    Läßt sich nur nicht einklagen...
     
    09.06.2017 #14
    Ekirlu gefällt das.
  15. @fleurdelis: Ja, ich möchte das Recht auf Liebe ebenso wie das Recht auf Glück in der Liebe in Frage stellen. Was meint man denn genau mit "Recht"?

    Ich denke, jeder Mensch braucht Liebe, um glücklich zu sein, und jeder Mensch wünscht sie sich sehnlichst, wenn er sie nicht hat.

    Von einem Recht zu sprechen, finde ich aber problematisch. Denn dann ist es doch bloss eine leere Formel, um so zu tun, als ob man solidarisch wäre. Wer sollte denn diese Liebe geben müssen? Wer sollte sie fühlen müssen? Gibt es eine Pflicht zu lieben? Dazu würde ich sagen, dass Eltern verplichtet wären, ihre Kinder so gut wie möglich zu lieben, aber nicht einmal in diesem Fall kann man es erzwingen. Was, wenn man als Mutter oder Vater die Liebe zum Kind einfach nicht fühlen kann, obwohl man das unbedingt will? Was, wenn man das Kind zwar liebt, aber das Kind dies nicht spüren kann?

    Wenn man von Recht auf Liebe oder Glück in der Liebe redet, dann macht es am Ehesten Sinn, dass es darum geht, sich selbst zu lieben oder lieben zu lernen.

    Sagt man, man habe ein Recht auf Liebe oder auf Glück in der Liebe - ohne doch zu wissen, an wen sich diese Forderung richten sollte - dann finde ich das auch nicht wirklich hilfreich. Denn auf den Eindruck, ein Recht, das man hat, würde verletzt, erfolgt in der Regel nicht unbedingt ein eigenes liebevolles Verhalten gegenüber anderen, sondern eher etwas Wütendes, Empörtes, Anklagendes. Und das, so denke ich, wirkt eher abschreckend und ist der Liebe hinderlich.

    Ich wünsche aber allen Menschen so viel Liebe wie möglich, und auch das Glück darin, sowohl als geliebte wie auch als liebende Menschen!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 09.06.2017
    09.06.2017 #15
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