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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Miwamo

    Miwamo

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    Harmonie - Langeweile oder Segen?

    Diese Frage ist hier auch schon im einen oder anderen Thread gestreift worden. Wieviel Harmonie braucht eine Beziehung? Wieviel Streit schadet ihr? "Reibung erzeugt Wärme" heißt es oft. Und "Streit gehört dazu". Manche meinen sogar, Streit sei wichtig.
    Ich sehe das anders. Streit ist nicht immer vermeidbar, aber konstruktiv finde ich ihn nie. Bestenfalls erzeugt er mit seinen Emotionen eine neue Lebendigkeit, die sich ja dann auch oft im (zurecht) so gepriesenen Versöhnungssex manifestiert. Diese können wir aber auch mit anderen, positiveren Verhaltensweisen erzeugen.
    Ich würde sehr gerne den disharmonischen Umgang hier im Forum mal als Testfeld nehmen. Hier wird ja viel gestritten, geschimpft, beleidigt und verurteilt. (Versöhnungen sind leider selten.) Ich habe den Eindruck, dass im Windschatten dieser Querelen so mancher wirklich sehr gute Beitrag auf der Strecke bleibt und so manche wirklich spannende Diskussion behindert wird. Was würde wohl passieren, wenn wir damit aufhören würden? Oder wird es dann zu langweilig, zu leblos?
     
    27.05.2017 #1
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  2. fafner

    fafner

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    Dann müßten wir alle miteinander Versöhnungssex haben und das möchte ich eigentlich nicht. o_O
     
    27.05.2017 #2
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  3. Böses böses Forum .... :D
     
    27.05.2017 #3
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  4. Miwamo

    Miwamo

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    "Blumenwiese, Blumenwiese!"
     
    27.05.2017 #4
  5. Naja, Versöhnungs-SEX wollte ich jetzt aber auch nicht...du denn?
     
    27.05.2017 #5
  6. ... jetzt nicht unbedingt hier im Forum ... ;)
     
    27.05.2017 #6
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  7. ja, ansonsten finde ich das auch sehr gut...können aber nur wenige...leider :)

    Wenn ich darüber nachdenke, konnten das genau die, die auch sonst streiten konnten. Es wurde eben direkt nach dem Streit wieder "Körperkontakt" hergestellt und nicht geschmollt und mit eisernem Gesicht auf stumm geschaltet für gefühlte Ewigkeiten (oder sogar geschlagen, wenn man selbst diesen Körperkontakt einleiten wollte..war auch mal einer dazwischen).
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.05.2017
    27.05.2017 #7
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  8. Also mit jemandem der mal geschlagen hat, wäre der Ofen eh für immer aus. Direkte Gewalt in Form von schlagen habe ich nicht erlebt, aber deutliche Grenzverletzungen, Drohungen und übergriffiges Handeln. Das empfinde ich aber nicht mehr als Streit. Aggressivität in so einem Falle wäre für mich kein Grund für eine Versöhnung. War es auch nicht. .... Mir ging es so, dass ich danach wieder streiten lernen musste .... :)
     
    27.05.2017 #8
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  9. Das sehe ich auch so, in dem Fall ist eine Entschuldigung/Wiedergutmachen oder sonst was von seiner Seite anzustreben. Ich war immer zu weich. Mit "schlagen" meinte ich zB. ungehemmtes Wegstossen mit dem Ellenbogen in den Magen oder ein einzelner Schlag mit der flachen Hand. Das ist sehr verletzend. Man nimmt als Frau immer sehr schnell die Schuld auf sich. Daran muss man arbeiten.
    Was meinst du mit "wieder neu lernen"? Weil du dann Angst hattest?
     
    27.05.2017 #9
  10. Philippa

    Philippa

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    Ich fühle mich äusserst wohl in meiner sehr harmonischen Beziehung und bin froh, dass wir nicht streiten. Ich empfinde meine Partnerschaft deswegen nicht als langweilig, allerdings sind wir auch erst ein halbes Jahr zusammen.

    Mir ist aber wichtig, dass ich die Harmonie als echt empfinde. Wenn die Harmonie das Ziel wäre und Ehrlichkeit unmöglich respektive Offenheit und der Versuch, eigene Bedürfnisse zu befriedigen, der Harmonie untergeordnet würden, dann würde ich mich nicht mehr wohl fühlen, dann fände ich das nicht mehr wirklich harmonisch. Dann hätte ich lieber offenen Streit als unterschwellige Unzufriedenheit oder das Unterdrücken von Gefühlen und Wünschen. Wenn die Harmonie aber einfach daraus entsteht, dass man sich super versteht und irgendwie in grundsätzlichen Fragen ähnlich tickt, weshalb sollte man dann streiten?

    Langeweile möchte ich jedoch auch nicht riskieren. Doch das hat meines Erachtens auch etwas damit zu tun, wie man sonst lebt und ob man als Paar die ganze Zeit zusammenklebt. Wenn beide ihr eigenes Leben haben und interessante Erfahrungen machen, sei es im Beruf, in Weiterbildungen, durch Lektüre, ehrenamtliche Betätigungen etc., und diese dann in die Beziehung einbringen, oder auch mal eine Idee haben, gemeinsam etwas Neues auszuprobieren, dann bleibt man ja nicht im ewig Gleichen sitzen, sondern lernt auch immer wieder etwas vom oder mit dem Partner.
    Ob ich mit meinem Partner zusammenwohnen möchte, ist eine Frage, die mich auch aus diesem Grund aktuell ab und zu beschäftigt. Mir gefällt es, dass wir die gemeinsame Zeit wirklich gemeinsam und intensiv leben und erleben. Würden wir zusammenziehen, hätte ich ein wenig die Befürchtung, dass das mit den Jahren einfach einem (immer gleichen) Alltag weichen würde. Was meint Ihr dazu? Andererseits fühle ich mich mit ihm so wohl, dass ich ihn mehr um mich haben möchte. Was mich allerdings auch interessieren würde, wäre, ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Ich könnte mir das mit meinem Partner sehr gut vorstellen. Hat das schon jemand von euch mal gemacht? Mit welchen Erfahrungen? Meines Erachtens müsste man in diesem Fall noch mehr darauf achten, dass daneben noch beide ihr eigenes Leben haben. Ich fände es nicht attraktiv, nur noch im Doppelpack aufzutreten.
     
    27.05.2017 #10
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  11. Miwamo

    Miwamo

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    Ich glaube, dass man sich auch wenn man zusammenwohnt genug Freiraum und Spannung bewahren kann. Vielleicht müssen sich beide dann etwas mehr bemühen.
    Allerdings nimmt natürlich wenn man zusammenlebt auch das Konfliktpotenzial zu. Das kann für unerwünschte Spannungen sorgen...
    Ich hab mal mit einer Partnerin zusammengearbeitet. Sie war Mitarbeiterin in meinem Team. Das war für uns beide oft schwierig, und vielleicht für die anderen im Team auch. Ein Zweier-Projekt kann ich mir aber gut vorstellen. Jedenfalls, wenn man sich gegenseitig gut ergänzt und keine Kompetenzgerangele auftreten.
     
    27.05.2017 #11
  12. Philippa

    Philippa

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    Wie könnte man das fördern? Indem man trotzdem miteinander feste gemeinsame Zeiten abmacht und ansonsten eher den eigenen Dingen nachgeht?

    Oder auch das Potenzial, dass die Harmonie unechter wird?

    Danke für den Tipp!
     
    27.05.2017 #12
  13. fafner

    fafner

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    Also die längste Zeit des Zusammenlebens waren bei mir siebzehn Jahre und da war weder "Förderung" nötig noch ist die Beziehung daran gescheitert.
     
    27.05.2017 #13
  14. Philippa

    Philippa

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    Bist du sicher, dass das nicht ein Grund war, weshalb die Beziehung schliesslich scheiterte?
     
    27.05.2017 #14
  15. Ich überbiete..23 Jahre...und nein, ich denke das Gegenteil
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.05.2017
    27.05.2017 #15