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  • #1

Immer das gleiche Schema

Hallo,
ich bin noch ziemlich neu im Forum, lese aber schon seit längerer Zeit mit.
Bei mir ist es so, das ich eigentlich ausreichend Dates habe. Ich hatte auch ein paar Kurzbeziehungen.
Allerdings war es immer das gleiche Muster. Man hat sich getroffen, war Feuer und Flamme und nach wenigen Wochen bis wenigen Monaten ist es irgendwie im Sande verlaufen.
Die Ursache ist mir allerdings noch nicht wirklich klar.
Meine Frage ist nun ob es einigen anderen auch so geht.
Und was habt ihr getan um dieses Schema zu durchbrechen?
 
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  • #2
AW: Immer das gleiche Schema

Hallo new123,

vielleicht ist es der Zauber, dass jeder der beiden Single ist und einem nichts im Wege steht. Dann tauchen nach und nach Ungereimtheiten und -stimmigkeiten auf. Und schwups, ist der Zauber dahin! Habe ich auch schon erlebt ...

Grüße
Chillwoman
 
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  • #3
AW: Immer das gleiche Schema

Hallo new123,

ich habe diese Erfahrung auch schon gemacht. Ich glaube, dass sich Beziehungen, die sich über diese Plattformen ergeben eher dafür anfällig sind, als Beziehungen, die aus dem realen Leben entstehen. Immerhin ist hier bei einem Date von vornherein klar, dass beide einen Partner suchen. Da lässt man sich vielleicht auf eine Beziehung ein, wobei sowohl vom Kopf wie vom Herzen Gegenargumente ausgeblendet werden. Nach einigen Wochen oder Monaten melden die sich dann aber mit Macht zurück und dann kann es ganz schnell vorbei sein.

Nach meiner letzten Erfahrung dieser Art (bei der die Frau aus der Beziehung ausstieg) bin ich sehr viel gelassener geworden mit dem Bruch der Beziehung und dem neuen Suchen umzugehen. Für mich ist die Möglichkeit, dass eine Beziehung beginnt, die schon nach ganz kurzer Zeit vorbei sein könnte, eine der (negativen) Aspekte, die ich mitnehme. Und dennoch versuche ich, dass die nächste Beziehung eine Partnerschaft wird "bis dass der Tod uns scheidet".

Gruß, gilead
 
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  • #4
AW: Immer das gleiche Schema

Ich glaube, dass es auch daran liegt, dass beide zum Teil unter einem gewissen sexuellen Druck stehen und dementsprechend nur auf Oberflächlichkeiten des anderen reflektieren. Alles, was halbwegs passt, wird ohne tiefere, eingehendere Betrachtung als (Sex-)Partner erstmal "genommen".

Wenn die erste Anziehungskraft dann etwas verlorengeht, rücken auch mehr und mehr andere Themen in den Fokus. Und da hapert es dann schon mal des öfteren, da man anfangs nicht so genau hingeschaut hat oder es auch nicht wahrhaben wollte, dass man eigentlich doch gar nicht so gut zusammenpasst, weil es sich doch alles so schön, spannend und prickeln anfühlte.

Ist halt oft die Frage: Beim Daten mehr auf Kopf oder mehr auf Bauch zu hören.

Und im Laufe der Zeit treten auch altbekannte Themen und Alltagsprobleme in den Vordergrund, deren Bewältigung man sich in einer gewissen (möglichst altbekannten) Weise vorstellt, die sich jedoch mit einem neuen Partner komplett anders darstellen. Und sich auf mögliche grundlegende Veänderungen oder Anpassungen einzulassen, ist für ganz viele halt sehr schwierig.

Man möchte ja möglichst so bleiben, wie man sich gut fühlt und exakt zu diesen Befindlichkeiten den optimalen Partner finden.
Dies dürfte jedoch fast aussichtlos sein. Nur fehlt eben vielen Menschen die Einsicht, dass nichts mehr so wird (oder bleibt) wie es mal war.
 
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  • #5
AW: Immer das gleiche Schema

Damit eine Beziehung dauerhaft hält, müssen ja einige Faktoren ineinanderpassen - körperliche Anziehung, Alltagsgebaren, Weltsicht, Umgang mit Konflikten, Freizeitgestaltung... In der Regel stellt sich auch nicht in allen Bereichen die vollkommene Harmonie ein. Aber auf jeden Fall sind einige Faktoren schon nach allerkürzester Zeit klar und andere stellen sich erst mittel- bis langfristig als kompatibel oder eben nicht heraus... In diesem Sinne mag es enttäuschend sein, wenn es mehrmals ähnlich schnell zuende ist - aber irgendwo ist das dann wohl "normal"... Ich kann mir vorstellen, dass allein das Wissen darüber schon hilfreich sein kann. Ein bisschen mehr Realismus in der Anfangsphase, ohne zu pragmatisch und mit totalem Verlust der rosaroten Wolken dazustehen.....
 
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  • #6
AW: Immer das gleiche Schema

Zitat von Benutzer:
Ich glaube, dass es auch daran liegt, dass beide zum Teil unter einem gewissen sexuellen Druck stehen und dementsprechend nur auf Oberflächlichkeiten des anderen reflektieren. Alles, was halbwegs passt, wird ohne tiefere, eingehendere Betrachtung als (Sex-)Partner erstmal "genommen".
"sexueller Druck"? Im wahrem Leben lass ich mir so viel Zeit wie es braucht um mich auch sexuell auf den anderen einzulassen. Also, ich habe keinen Sex bevor ich den anderen nicht gut kennengelernt habe und die "tiefer gehende Betrachtung" hat dabei einen hohen Stellenwert. Warum sollte das hier anders sein? Was ist mit sexuellem Druck gemeint und haben den tatsächlich alle hier??
 
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  • #7
AW: Immer das gleiche Schema

Zitat von new123:
Allerdings war es immer das gleiche Muster. Man hat sich getroffen, war Feuer und Flamme und nach wenigen Wochen bis wenigen Monaten ist es irgendwie im Sande verlaufen.
Die Ursache ist mir allerdings noch nicht wirklich klar.
Hallo new123,

mit gleichem Muster habe ich leider auch Bekanntschaften gemacht.
Bei mir sind es Männer(komischerweise immer die jüngsten in der Familie), die von ihren Frauen betrogen und nach langer Partnerschaft frisch verlassen wurden, mit 2 relativ jungen Kindern (haltlos und durcheinander). Das hat sich bei 5 Dates bisher heraus gestellt.

Blöd von mir war mich auf einen einzulassen. Es war toll, wir haben uns gut verstanden. Die Chemie war klasse. Ich hab sein Ego wohl wieder etwas aufgebaut und nach 2 Monaten war er dann soweit, dass er sich umschauen wollte was es denn sonst noch schönes auf dem Markt gibt.
Ich brauche ein dickeres Fell hier und muss mein Profil überprüfen.
Irgendwie locke ich da wohl zu sehr als Seelentrösterin oder sowas ähnliches.
Die Kraft hab ich einfach nicht ich brauche auch was zurück sonst läuft frau leer.

Ja es hilft nichts wir müssen wohl wirklich einfach genau hinschauen und uns selbst unter die Lupe nehmen.
Die Ursachen kann wohl nur jeder für sich selbst finden.
Viel Erfolg und mehr Glück beim nächsten Mal.
 
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  • #8
AW: Immer das gleiche Schema

Liebe Mitdenker/innen,

betrachte ich noch wie viele Post ersmal hin-und her wechselt, bis es überhaupt eine Verabredung zur Folge hat - und wieviele Nichtpassen- Aussortierung es schon nach einer ersten mail gibt, wundert es gar nicht das der Einweg- Wegwerf- Frust auch bei den jungen Beziehungen einkehren wird.

Das Schema liegt ja nicht sachlich obendrüber, sondern jeder tut sein Tröpfchen dazu, daß die Suppe am ende ungenießbar wird - und der bittere Geschmack bleibt, daß es "so" auch nichts wird.

Irgendwie sind noch viele Goldsucher auf dem Beziehungs- Schrott- Haufen unterwegs.
Dabei wird unter anderem vergessen, daß es vielleicht ja auch Gründe gab,
weswegen hier betagte Wieder-Singles unterwegs sind.

( Tip: bei sich selbst suchen - und sich fragen, würde ich mich noch haben wollen ? )

Sozusagen Fahrschüler, die weitere Unfälle produzieren,
in der Annahme, es sei der Weg zum Führerschein auf Probe.

:) ,,

.. und wenn wir meinen "es" gefunden zu haben... das Gefühl das sich Liebe nennt,
geht man damit nach einiger Zeit zum Leergut- Automaten "Parship & Co" , lese ich hier heraus.

nur ist man dann schon wieder älter geworden und hat 'ne Schramme mehr... also am besten schnell entsorgen !

reine Geldverschwendung, kann man besser jedes Wochenende ins Kino gehen,
oder sonstwo hin, wo man wenigstens noch etwas Unterhaltsames erleben könnte.

Gibt auch Leute die jedes WE Lotto spielen, obwohl jeder weiß, daß es "nix" gibt...

aber man war wenigstens dabei :)

Gruß von "Sesam"

und Daumen drücken den 1 pro mil ,
die sich hier "finden" und dann auch nach Jahren den Tag segnen,
an dem sie sich das erste Mal getroffen haben.
 
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  • #9
AW: Immer das gleiche Schema

Ich bin jetzt 4 Wochen hier bei Parship und habe bereits Erfahrungen gemacht, die ich in dieser für mich krassen Form noch nicht kannte:

Kurzes Anpicken - Telefonieren - alles ist gut - danach werde ich einfach "weggeworfen" - Erklärung warum = Fehlanzeige

Dann werden einem Vorschläge unterbreitet, die hunderte Kilometer entfernt sind. Ich habe zwanzig davon mal angeschrieben - keine Antwort.

So fahre ich meine Erwartungshaltung an all das jetzt erstmal erheblich zurück. Wirklich in meine Herz lasse ich erst dann jemand, wenn es konstruktiv zu sein scheint.
Man muss wohl akzeptieren, das Partnerschaften immer weniger immer länger halten und diese zu sogenannten "Lebensabschnittsbeziehungen" klassieren.
Vielleicht, oder einer der Gründe sind sicherlich die sich geänderten Bedingungen des Kennenlernens.

Ich bin zur Zeit wirklich ziemlich verunsichert, wie ich was wo einsortieren soll.

LG...Ralf
 
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  • #10
AW: Immer das gleiche Schema

Hallo,

vielen Dank für eure bisherigen Antworten.
Ich denke auch, das am Anfang das Herz spricht und mögliche Gegenargumente nicht wahrgenommen werden.
Doch wie schafft man es mit mehr " Vernunft" an die Sache heranzugehen? Ich fine das gar nicht so einfach.

@ Sesam
nun zunächst mal kann ich von mir nach reiflicher Überlegung sagen, das ich mich würde haben wollen, trotz Blessuren, Ecken, Kanten und Narben. Die hat jeder von uns und das ist normal.
Was das Wegwerfprinzip angeht, da gebe ich dir recht, bei der vermeintlich großen Auswahl die im Online-Dating herrscht ist es leicht jemanden mit kleinen Macken einfach umzutauschen. Aber sei`s drum, so jemanden suche ich ja auch nicht.
Ich persönlich habe ja die Hoffnung, das während der Reise durch das Leben irgendwann mal jemand da ist, der mich ein langes Stück begleiten möchte, oder den ich begleiten möchte, wie man es auch sehen mag.
Online-Dating ist da ja nur eine Möglichkeit.
Ansonsten sollte man sich die Suche oder auch das Findenlassen so gestalten das es nicht in Frust und Enttäuschung endet, auch wenn es manchmal schwer wein mag.
 
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  • #11
AW: Immer das gleiche Schema

@ New123

ganz herzlichen Dank für die direkte Rückmeldung :)

- da sind wir ja einer Meinung: "ich würde mich auch haben wollen."

Der Mensch neigt dazu, sich selbst abzulehnen,
weil man ja um seine Schwächen und Macken weiß.
( sagt Robert Betz )

Bezüglich der "Chemie" die sich beim Schreiben und Lesen heraus- merken läßt,
sagen die Beiträge im Forum auch schon viel aus, finde ich !

z.B. bei den Gedanken und Meinungen, die *hier* vertreten werden -
und wie das Ganze "verpackt" wird.

Das erkläre ich mir so, daß man sich ganz anders äußert,
weil eben dann keine konkrete Absicht dahinter steht -
und man aus der Anonymität heraus viel freier spricht.

- zumindest möchte ich das für mich 'so' sagen -
------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ganz gleich aber, wo und wie wir Menschen begegnen,
kann man keine Vorhersage machen, ob eine Beziehung von Dauer wäre.

Das zeigt uns dann die Praxis und da wo Beziehungen schon endeten,
liegt oft noch Skepsis und Schatten über dem "Neuen". - man möchte 'vermeiden' -
und genau deshalb wird es Wiederholungen geben.

Die Akzeptanz, daß Menschen verschieden sind und bleiben hilft weiter.
und nur 'Liebe' kann verbinden, was ansonsten vielleicht gar nicht 'passen' würde....

Dann haben wir in uns die größte Bereitschaft, uns selbst zu verändern.
( man ist eben nicht zwanghaft: 'wie man ist' )
Alle Verliebten machen diese Erfahrung, meine ich.

Liebe Grüße "Sesam"
 
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  • #12
AW: Immer das gleiche Schema

Woher soll ich wissen was ich denke, wenn ich nicht vorher höre, was ich sage?
 
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  • #13
AW: Immer das gleiche Schema

Hier sind plötzlich so etwa 16 Beiträge verschwunden, von unterschiedlichen Foristen. Teilweise nachvollziehbar. Teilweise nicht. Nachvollziehbar ist auch nicht, daß die letzten beiden Beiträge da stehen, deren Bezug niemand versteht.

Ich poste noch mal meinen wie von Zauberhand verschwundenen Kommentar zum Startpost und dem "würde ich mich noch haben wollen"-Gedanken, der insofern Threadthema war, als Sesam und die Threadstarterin New123 sich darüber ausgetauscht haben. Sollte dieser Kommentar off topic sein, sind es auch die entsprechenden Beiträge von Sesam und New123, die dann auch zu löschen wären. Da mein Kommentar sich weiterhin direkt auf das Startpost bezieht, wäre weiterhin dieses und somit der ganze Thread zu löschen. Wir hätten dann die interessante Lage, daß das Startthema off topic wäre.

Also, hier der Beitrag, der in keinem Punkt gegen die AGBs verstößt noch gegen die guten Sitten. Allenfalls gegen die Dummheit, aber das darf toleriert werden:

Zitat von new123:
Allerdings war es immer das gleiche Muster. Man hat sich getroffen, war Feuer und Flamme und nach wenigen Wochen bis wenigen Monaten ist es irgendwie im Sande verlaufen.
...
Ich denke auch, das am Anfang das Herz spricht und mögliche Gegenargumente nicht wahrgenommen werden.
Da ist dann die Frage, ob das Herz auch was sieht oder nur projiziert.
Ich glaube nicht, daß da ne äußere Instanz Gegenargumente bringen muß. Vielleicht kommt es darauf an, das Herz selbst zu befähigen, was zu sehen. Früher hat man auch mal von Erziehung des Herzens, Herzensbildung oder so gesprochen.

Zitat von Sesam:
da sind wir ja einer Meinung: "ich würde mich auch haben wollen."
Klingt verzweifelt. Aber sicherlich verführerisch, das Denkspiel, ob man sich selbst haben wollen würde. Näher besehen und reingespürt ist es allerdings gegenläufig zur Vorstellung des Passens und propagiert wieder das Desinteresse an allem Individuellen.

Denn wer ist das denn, der einen da haben wollen würde als Partner?
Man selbst? Nein, Denn es wird ja eine Partnerschaft gesucht und nicht bloß eine Selbstbeziehung.
Also wer dann? Von wem soll man da als Partner gewollt werden? Vom Menschen "an sich" oder zumindest, weil die Geschlechterdifferenz ist vielen dann ja doch wichtig, vom anderen Geschlecht "an sich"? Die sind dann genauso unbestimmt wie man selber offenbar. Passen gibts da nicht. Kein Wunder, daß das weniger die Vorstufe zu einer Partnerschaft ist, als vielmehr der Ersatz.

Die Alternative wäre es wirklich einmal zu wagen, den Blick auf sich selbst wirklich mal dem anderen zu überlassen. Ja, das macht verletzbar. Aber wer nichts wagt, der nichts gewinnt.
 
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  • #14
immer der gleiche User

Der Begriff Stalking kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie Heranpirschen oder Belauern. Im übertragenen Sinn versteht man unter Stalking, wenn ein Mensch einen anderen massiv und dauerhaft unter psychischen Druck setzt, ihm also auflauert, ihn unerwünscht kontaktiert oder ihn verfolgt.

Die Motive für diese Form des Psychoterrors sind vielfältig: unerwiderte Liebe zählt ebenso dazu wie Rache, Hass, verletzte Ehre, oder auch eine psychische Störung des Täters. In der Mehrzahl der beobachteten Fälle sind oder waren Täter(in) und Opfer vor Beginn des Stalkings persönlich oder intim bekannt. Es gibt jedoch auch andere Fälle. So werden immer wieder auch Prominente Opfer von Stalking durch “Fans”.

Cyber-Stalking bezeichnet ein Tatverhalten, bei dem das klassische Stalking auf den Bereich des Internets übertragen wird. Das Internet oder andere digitale Kommunikationsmedien werden also instrumentalisiert, um das Opfer psychisch unter Druck zu setzen oder ihm in anderer Form zu schaden. Die Täter nutzen dabei aus, dass sie bei diesen Medien in einer relativen Anonymität agieren können und dass sie durch die große Verbreitung des Internets einen breiten Adressatenkreis erreichen – womit im Umkehrschluss der psychische Druck auf ihr Opfer größer wird.
 
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  • #15
AW: Immer das gleiche Schema

Auch für Cyber-Stalking gibt es verschiedene Motive – von unerfüllter Liebe bis zum Hass. In jüngster Zeit ist beim Cyberstalking allerdings auch eine gewisse Professionalisierung festzustellen. Die Täter betreiben ihr sozialschädliches Handwerk, um Menschen aus rein geschäftlichen Interessen heraus zu schaden – oder werden von Dritten dafür bezahlt, um Konkurrenten oder andere unliebsame Menschen einzuschüchtern.



Die Täter beim Cyber-Stalking
Stalking ist kein geschlechtsspezifisches Phänomen. Allerdings sind in der überwiegenden Zahl der Fälle Männer die Täter und Frauen die Opfer. Australische Forscher gehen in einer groben Aufteilung von fünf verschiedenen Tätergruppen aus: zum einen Ex-Partner, Verwandte oder Freunde, die durch Stalking eine Aussöhnung erreichen wollen, zum zweiten Verliebte, deren Liebe nicht erwidert wird, zum dritten so genannte inkompetente Verehrer, die ein Treffen mit einer Person erreichen wollen, in die sie gar nicht verliebt sind, zum vierten Stalker, die schlichtweg Angst und Schrecken verbreiten wollen. Eine fünfte Tätergruppe sehen Forscher in tatsächlich gewaltbereiten Stalkern, die ihren Opfer physischen Schaden zufügen wollen.

Eine neuere Gruppe der Cyber-Stalker sind Täter, die aus finanziellen und/oder geschäftlichen Gründen entsprechende Straftaten begehen. Ihre Zahl dürfte in Zukunft weiter zunehmen, wenn Politik und Gestzgeber nicht schnellstmöglich entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.



Erscheinungsformen des Cyberstalkings
Cyber-Stalking tritt in den unterschiedlichsten Formen auf, abhängig von der kriminellen Energie des Täters und seinen Möglichkeiten. Denkbar und praktiziert wird Cyber-Stalking unter anderem in Form von

■Verbreitung von Lügen, Gerüchten oder Verleumdungen über das Opfer auf Internetseiten, in Diskussionsforen, Blogs, Newsgroups, oder per Mail
■Warenbestellungen im Namen der Opfer oder unbeteiligter Dritter, wobei die Waren dann den Opfern zugehen – oder völlig unbeteiligten Dritten Waren zugehen, während das eigentliche Opfer die Rechnung erhält
■Veröffentlichung intimer Details (Sexualleben, finanzielle Situation, Arbeitsleben, persönliche Eigenschaften) über das Opfer
■Veröffentlichung und Verbreitung privater Fotos (“Nacktbildern”) des Opfers, etwa aus einer früheren gemeinsamen Beziehung, auf Internetseiten, in Newsgroups, Foren und in Tauschbörsen
■Veröffentlichung und Verbreitung manipulierter Fotos des Opfers auf Internetseiten, in Newsgroups, Foren, anonymen Blogs und in Tauschbörsen
■Kontaktierung und Belästigung des Opfers oder dessen Freunden/Bekannten/Kollegen per Mail
■Identitätsdiebstahl, etwa durch Anmeldung des Opfers in Internet-Kontaktbörsen unter dessen Namen und mit dessen Bildern oder Registreurung von Fake-Accounts unter dem Namen des Opfers
■Falsche Verdächtigung und Kriminalisierung, etwa durch Begehung von Straftaten im Internet unter dem Namen des Opfers (Teilnahme an Versteigerung, Spamming, Androhung von Amokläufen oder Attentaten etc.)
 
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