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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Heike
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    Pit: jetzt hab ich meine Frage auch gelöscht. Schade natürlich!

    Zum Beispiel: nicht jeder schnelle Schluß ist ein oberflächlicher, und nicht jeder oberflächliche ist verboten, würde ich sagen. Wie so oft hängt es eben von den Kompetenzen ab. Das zu erwähnen, handelt einem schnell den Vorwurf der Anmaßung ein. Ist aber dennoch so.
    Dasselbe wie mit den einfachen Regeln. Wer nicht bloß nach einfachen Regeln vorgeht, darf natürlich auch mal nach einfachen Regeln vorgehen. Und wenn hier jemand, dem ich sonst einiges an Auffassung zutraue, schreibt, daß aus einer Selbstbeschreibung als ehrlich folge, daß der Schreiber gerade umso unehrlicher ist, ist es etwas anderes, als wenn jemand, der nicht durch Menschenkenntnis aufgefallen ist, schreibt, alle Getrenntlebenden seien fiese Typen.
     
    19.05.2015 #121
  2. Das ist für mich mega oberflächlich :)
     
    19.05.2015 #122
  3. Flux-us
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    ohhh...gerade festgestellt...oberflächlich bin ich auf jeden Fall, am Anfang. Frau muss ja erstmal durch die Oberfläche durch um an das Darunterliegende zu kommen. Häufig reicht mir dann die Oberfläche schon um das Interesse am Dahinter/ Darunter zu verlieren. Wir bleiben beim Smalltalk.
    Im Gegenzug ist es mir schon passiert, wenn ich mal tiefer schürfte, dass das Gegenüber erst von meinem Interesse angetan und dann
    mit der Aussage "Hör auf mich so zu kennen" an die sichere Oberfläche zurückgekehrt ist. Habe auch festgestellt, dass für manche Männer nur meine Oberfläche reichte und sie das Dahinter (als es langsam durchsickerte) etwas überfordert hat.
    Um den Bogen zur ENT-Täuschung zu schlagen...natürlich ist jede Frau, jeder Mann irgendwann eine Enttäuschung...hoffentlich.
    Muss ja nichts schlechtes sein. Bedeutet es nicht auch das da der wahre Kern ist...ohne Schnicki Schnacki, Make up, mehr Schein als Sein. Ohne Täuschung. Da kann es schöne Überraschungen geben und mehr sein als man erwartet hat oder auch das Häufchen
    Elend hinter der Großmaulfassade. Wobei ich beide irgendwie Sympathisch finde. Also das unter die Oberfläche schauen ist toll und es gehören auch immer mindestens zwei dazu, die es wollen und zulassen...sonst passiert gar nichts.
     
    19.05.2015 #123
  4. Glaube der liebe Gott hat mich einfach vergessen, als es darum ging Talente zu verteilen bei Menschen Darunterliegendes zu entdecken. :)
     
    19.05.2015 #124
  5. Flux-us
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    Egal, manche krempeln sich auch von alleine auf links. Muss man nur hin schauen.
     
    19.05.2015 #125
    fafner gefällt das.
  6. lone rider
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    Den wahren Kern ohne Schnick-Schnack schaffte selbst das Bauhaus nicht. Zumal der wahre Kern auch niemanden ernährt. Etwas Frucht sollte schon sein. Rein ergonomisch.
     
    19.05.2015 #126
  7. Flux-us
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    Hast ja recht.Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit ist wahrscheinlich weder zu ertragen noch zu definieren.
     
    19.05.2015 #127
  8. Flösel
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    Dann spielst Du eine Rolle die Du eigentlich gar nicht spielen willst; den Ewig-Junggebliebenen! Wenn Du nämlich normalerweise in 5-Sterne-Hotels logierst, bist Du eben NICHT der Camper und Töff-Fahrer! Du würdest eine Rolle spielen, das wärst nicht mehr Du!

    Und ich fahre trotzdem keinen Töff, gar noch eine Harley, eine Rockerjacke und lange Haare dazu, läck Bobby!

    Und weil das hier im Forum so üblich ist: macht mich fertig, hier wird generell jeder zur Sau gemacht der gegen den Main-Stream schwimmt.
     
    19.05.2015 #128
  9. balle_gelöscht
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    Zum Thema Enttäuschung zurück: habt ihr mal von Max Frisch gehört? Der schreibt nämlich in seinem Tagebuch, dass die Liebe zu Ende geht, sobald man sich ein Bild des anderen gemacht hat und ihn zu kennen glaubt.
    Man sollte sich also immer wieder neu überraschen lassen und den anderem Raum zur Entwicklung geben. Der wahre Kern, von dem hier geschrieben wird, was soll das sein? Warum sollte ich den finden wollen?
     
    19.05.2015 #129
  10. Pit Brett
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    Da gehen vielleicht ein paar Nuancen verloren bei dieser Kurzfassung.

    «Es ist bemerkenswert, dass wir gerade von dem Menschen, den wir lieben, am mindesten aussagen können, wie er sei. Wir lieben ihn einfach. Eben darin besteht ja die Liebe, das Wunderbare an der Liebe, dass sie uns in der Schwebe des Lebendigen hält, in der Bereitschaft, einem Menschen zu folgen in allen seinen möglichen Entfaltungen. Wir wissen, dass jeder Mensch, wenn man ihn liebt, sich wie verwandelt fühlt, wie entfaltet, und dass auch dem Liebenden sich alles entfaltet, das Nächste, das lange Bekannte. Vieles sieht er wie zum ersten Male. Die Liebe befreit es aus jeglichem Bildnis. Das ist das Erregende, das Abenteuerliche, das eigentlich Spannende, dass wir mit den Menschen, die wir lieben, nicht fertigwerden; weil wir sie lieben, solange wir sie lieben.

    Man höre bloß die Dichter, wenn sie lieben; sie tappen nach Vergleichen, als wären sie betrunken, sie greifen nach allen Dingen im All, nach Blumen und Tieren, nach Wolken, nach Sternen und Meeren. Warum? So wie das All, wie Gottes unerschöpfliche Geräumigkeit, schrankenlos, alles Möglichen voll, aller Geheimnisse voll, unfassbar ist der Mensch, den man liebt -- Nur die Liebe erträgt ihn so.

    Unsere Meinung, dass wir das andere kennen, ist das Ende der Liebe, jedes mal, aber Ursache und Wirkung liegen vielleicht anders, als wir anzunehmen versucht sind -- nicht weil wir das andere kennen, geht unsere Liebe zu Ende, sondern umgekehrt: weil unsere Liebe zu Ende geht, weil ihre Kraft sich erschöpft hat, darum ist der Mensch fertig für uns. Er muss es sein. Wir können nicht mehr! Wir künden ihm die Bereitschaft auf, weitere Verwandlungen einzugehen. Wir verweigern ihm den Anspruch alles Lebendigen, das unfassbar bleibt, und zugleich sind wir verwundert und enttäuscht, dass unser Verhältnis nicht mehr lebendig sei.

    "Du bist nicht", sagt der Enttäuschte oder die Enttäuschte: "wofür ich Dich gehalten habe." Und wofür hat man sich denn gehalten? Für ein Geheimnis, das der Mensch ja immerhin ist, ein erregendes Rätsel, das auszuhalten wir müde geworden sind. Man macht sich ein Bildnis. Das ist das Lieblose, der Verrat.

    Du sollst dir kein Bildnis machen, heißt es von Gott. Es dürfte auch in diesem Sinne gelten: Gott als das Lebendige in jedem Menschen, das, was nicht erfassbar ist. Es ist eine Versündigung, die wir, so wie sie an uns begangen wird, fast ohne Unterlass wieder begehen -- Ausgenommen, wenn wir lieben.»
     
    19.05.2015 #130

  11. Also das ist mal echt gut geschrieben. Da sind viele Dinge drin, die ich genauso sehe. Das überrascht mich jetzt wirklich.
     
    19.05.2015 #131
  12. lone rider
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    "Ein fliehendes Pferd". Ich mag Tschechow lieber. Da soll es in Russland eine "Dame mit einem Hündchen" geben.
     
    19.05.2015 #132
  13. Du musst nur schwimmen lernen. :))
     
    19.05.2015 #133
  14. Howlith
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    Taj, was soll ich sagen? Vielleicht spiele ich aber auch die Rolle des 5-Sterne-Genießers nur und würde viel lieber Gemeinschaftsduschen auf Campingplätzen benutzen. Wer weiß das schon. Vielleicht ist mir aber die location insgesamt weit weniger wichtig als vielmehr die Frage mit wem ich die Annehmlichkeiten zusammen genießen kann?

    Hier wird ja oft die Vermutung geäußert, dass die Partnersuche erfolglos verläuft, weil man/frau sehr festgelegt ist in Erwartungen und Ansprüchen. Ist dann mal einer etwas flexibler, na dann is es auch wieder nix. Schon schwierig ...

    Wäre noch die Frage zu klären, warum man nicht in 5-Sterne-Hotels UND auf Campingplätzen gleichmassen glücklich sein kann ...

    Nur weil Du das Gefühl hast gegen den Strom zu schwimmen, wird Dich hier keiner zur Sau machen ... erklär mir doch bitte, woran ich erkennen kann, dass Du "gegen den Strom" schwimmst?
     
    19.05.2015 #134
  15. Pit Brett
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    Wie wahr, wie wahr. Klitschen lehnen Mopedfahrer ja manchmal ab; in den besten Häusern gibt's damit keine Probleme. Und ich erinnere mich an entbehrungsreiche Tage, die zu einem ziemlich abgerissenen und verdreckten Zustand geführt haben, so arg, dass ich in Sorge war, auch von Fünf Sternen abgewiesen zu werden -- nichts da: «Viele unserer Gäste haben harte Tage hinter sich -- willkommen!»
     
    19.05.2015 #135