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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Aniella
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    @Rosi2019
    Alles, alles Gute für dich! Lg
     
    21.01.2019 #226
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  2. Lilly22
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    Es macht schon einen gewaltigen Unterschied, ob man aufgrund bloßer Illusionen heiratet oder ob man auch eine nur kurze Zeit bestmöglich zur Überprügung bzw. zum Erkennen der Realtität nutzt / genutzt hat.

    "Am" Partner lernt man selbst nach 10 Jahren immer wieder etwas neues kennen. Eine "glückliche" und "gesunde" Beziehung ist nichts anders, als sich jeden Moment immer wieder für diesen Partner entscheiden zu wollen und zu können. Aber wie gesagt, nicht aufgrund der Pflege von Illusionen (Projektionen auf diesen), sondern, weil es in der Realität tatsächlich passt bzw. (auch in der Zukunft dann halt) immer noch passt und "idealer Weise" auch die Gefühle eben immer wieder neu vorhanden sind, wenn man sich solche dabei wünscht. Ein Gefühl ansich dauert maximal 5 Minuten an. Da kannst du dir in etwa ausmalen, wie oft man diese erneuern musste, sind sie nach einer langjährigen Beziehung immer noch "da".

    Die selbstreflektieren "Opfer" z.B. auf 1001 Geschichten sehen ihre Anteile am Dilemma heute und eben auch, dass sie sich damals vor allem aus Leichtgläubigkeit haben blenden lassen.
    Nur, die meisten von denen waren tatsächlich "arglos", weil sie ihre Partner weder kontrolliert haben, noch misstrauisch hier waren. Das ist in diesem Moment von Betrügern dann auch tatsächlich ausnutzbar, weil sie eben einen Wissensvorsprung haben. Wer dem anderen nichts Böses unterstellt, kann also immer leicht auch Opfer von Betrügern werden.

    Aber, das ist eben etwas ganz anders, als wenn ich dem Partner ohnehin nicht traue, diesen kontrolliere und Umstände kenne, bei denen ich davon ausgehe, er wolle mir übel mitspielen. Selbst, wenn ich so etwas jemanden nur zu unrecht unterstelle, bin ich darauf gefasst betrogen zu werden und somit kein argloses "Opfer" mehr von diesem. Ich bin dann höchstens ein Opfer meiner selbst, weil ich keine Konsequenzen aus meinen "Erkenntnissen" ziehe und somit keine Eigenverantwortung wahrnehme.

    Im Übrigen ist ein "Heiratsschwindler" jemand, der an das Vermögen seiner Opfer versucht zu gelangen, indem er ihnen Liebe usw. vorgaukelt. Das ist etwas anders und zudem ein anderer Straftatbestand, als wenn jemand versucht über eine Scheinehe (die eben nicht strafbar ist) an einen Aufenthaltsstatus zu kommen, den er anders nicht erlangen könnte.

    Und selbst, wenn der Verlobte der TE sich aus tausend Angeboten, das für ihn "beste" pickt oder jene, die zuerst "ja" sagt, ist er deshalb lange noch kein Betrüger (Betrug= Vermögensdelikt) und kann trotzdem die ernsthafte Absicht pflegen, mit jener ernsthaft eine Ehe leben zu wollen. Nach unseren demokratischen Grundwerte steht es "uns" zudem nicht zu, eine fremde Ehe an "Emotionen" festmachen oder auf diese überprüfen zu wollen, weil das allein in der Privatsphäre der Ehepartner liegt, wie sie ihre Ehe leben wollen, so lange sie dennoch füreinander einzustehen gedenken.

    Von daher ist es also irrelevant, ob der Verlobte seine Fangemeinde liebt (emotionaler Bezug) oder eben nicht.

    Auch wenn es wünschenswert ist, muss man so z.B. genau so wenig seine Kinder lieben, so lange man trotzdem für diese sorgt und obacht gibt, dass sie sich gesund entwickeln, man so betrachtet für sie einsteht.

    Fällt im übrigen beides unter Art. 6 GG und der sollte einem als "Deutscher" bekannt sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.01.2019
    22.01.2019 #227
  3. Lilly22
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    Der Koran hat nichts damit zu tun und wie ihn jemand anwenden, verstehen möchte, liegt eben auch hier, im Auge (Ermessen) des jeweiligen Betrachters.

    Wenn Frauen die Möglichkeit zur Teilhabe an Bildung, Arbeit usw. abgeschnitten wird und ihnen damit die Möglichkeit genommen wird, ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben führen zu können, dann wird das nicht vom Koran oder sonst einem Geist gelenkt, sondern von Menschen, die Frauen klein halten wollen. Punkt. Darüber sollte man diskutieren, wenn einem solche Umstände missfallen und man daran was ändern möchte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.01.2019
    22.01.2019 #228
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  4. D.VE
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    Hmmmm... von außen betrachtet, mag das sein. Aber aus Sicht der Betroffenen spielt das keine Rolle, denn niemand kann ja von sich selber mit Sicherheit sagen, ob er aus "Illussionen" heiratet oder nicht. Ein Sprecher in einem Eheseminar hat mal gesagt: "Eines haben alle Hochzeiten gemeinsam: ALLE heiraten aus den falschen Gründen".

    Nichtsdestotrotz: So gut wie niemand würde auf die Idee kommen, eine normale Bekanntschaft, die man in Deutschland kennenlernt, nach drei Monaten und einem gemeinsam verbrachten Urlaub direkt zu heiraten.

    Warum ist das bei Beziehungen aus dem Ausland anders?
    Würde das gerne verstehen...


    ...oder deren Staatsbürgerschaft.
     
    22.01.2019 #229
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  5. Fraunette
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    Je nachdem warum und wie sich getrennt wird, kann es durchaus vorkommen, dass man dem Ex was Schlechtes wünscht. Glaube mir. (Wobei wünschen und handeln da ganz klar zu unterscheiden sind!)
     
    22.01.2019 #230
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  6. Aniella
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    @Lilly22
    Genau das hatte ich geschrieben, du hast es nur aus meinem Zitat herausgeschnitten.
    Wenn du den Koran als das nimmst, was er aus Sicht gläubiger Menschen ist - das unveränderliche letzte Wort Gottes, dann ist klar, dass der gläubige Mensch im Unterschied zur Bibel, da nichts interpretieren oder auslegen darf/kann.
    Vermeintliche Widersprüche, von denen es
    im Koran viele gibt, werden mit dem Prinzip der Abrogation (Aufhebung einer sich im Widerspruch scheinenden älteren Aussage zum Vorteil der jüngeren) erklärt. Bis in das Allerprivateste regelt der Koran das Leben der Menschen. Da gibt es nichts zu verhandeln.
    Die Familie / der Ehemann / die Umma (Gemeinde) sozialisiert das Mädchen/ die junge Frau insoweit, dass diese zum Beispiel die Bedeckung als "das schreibt mir meine Religion vor" und "so ist das bei uns" hingenommen wird. Im Koran steht nichts davon, dass das Mädchen/die Frau ihre Haare bis auf die allerletzte Haarsträhne verbergen muss. Nirgends. Weder im Koran noch in den Suren oder Hadithen.

    Und diese Menschen berufen sich auf den Koran. Vielleicht wunderst du dich, dass ich immer Menschen und nicht Männer schreibe. Es ist die Gesellschaft, die eben aus Männern und Frauen besteht, die sehr darauf achtet, dass die Regeln eingehalten werden. Die Frauen als Mütter haben auch ihren Anteil daran, auch wenn sie auch selbst Leidtragende sind - aus unserer Sicht.
    Naja. Schwieriges Thema.
    Trotzdem LG
     
    Zuletzt bearbeitet: 22.01.2019
    22.01.2019 #231
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  7. Lilly22
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    Nein, die "Gesellschaft" ist nur das, was WIR daraus machen. Und dort, wo Frauen unterdrückt und im Finden ihrer Selbständigkeit behindert werden, müssen sie sich "anpassen", wollen sie "überleben". Das hat mit dem Koran rein gar nichts zu tun und war bzw. ist, in Deutschland nie "besser" gewesen und zu Teilen selbst hier, immer noch fest in irgendwelchen "Hirnen" verankert. Die Frau, als "Gebährmaschine", ohne Angebote für eine zuverlässige Kinderbetreuung und im selben Job, weitaus schlechter gestellt und bezahlt usw. usf. Im Osten der Republik gibt es weitaus mehr "Männer", die hier tatsächlich z.B. schon emanzipierter sind, als z.B. im Westen der Repuplik, wo solche Themen wie "Erziehung der gemeinsamen Kinder" eher noch Fremdwörter sind und man lieber auf das "Gehalt" schaut usw. usf. und die (Ehe-) Frau (eher) als "Dienstleisterin" funktionieren soll.

    Dort, wo Frauen die echte Möglichkeit haben, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, entscheiden sie sich für ihre Freiheit. So, wie es jeder andere Mensch auch tun würde. Kann ich aber meine "Freiheiten" leben, darf ich auch mehr vom Gegenüber erwarten. So u.a. eben echte "Augenhöhe" und nicht nur, dass ich mich anzupassen und zu funktionieren habe, damit die "heile Welt" bleibt.
    Und so arg schwarz- weiß, wie du das Thema siehst, ist es eben nicht. In Deutschland und überhaupt im "Westen" lebt man seine Religion schon gut, auch ohne "Zwänge". Hier unterscheidet sich nicht mal die "Scheidungsrate" von denen der Christen oder Atheisten usw. arg.
    Dort, wo es viel Armut und damit gleichzeitig immer auch eine extreme Abhängigkeit gibt, pflegt und lebt man "lieber" Zwänge. Nicht anders, als dein Kind sich deinem Regime anzupassen pflegen wird, muss es anderenfalls fürchten, über deine Macken sein Leben zu riskieren.
     
    24.01.2019 #232