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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Yvette
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    Wirklichkeit ist sowieso nur subjektiv! Strauss / Corbin!
     
    16.08.2016 #61
  2. Philippa hat nicht gefragt, ob es etwas anderes zu erkennen gäbe, sondern ob das Erkennen der Wirklichkeit ein Wert an sich sei und warum.
     
    17.08.2016 #62
  3. Philippa, ich finde nicht, dass Du das Forum für Deine Zwecke instrumentalisiert. Und selbst wenn dem so wäre, könnte man das fast jedem Thread vorwerfen und Diskussionen über diverse Themen wären dann obsolet.
    Deine Themen zeichnen sich trotz der persönlichen Thematik durch eine hohe Abstraktion aus und ich betrachte sie als große Bereicherung.
    Jemand, der eigentlich keine Person ist und nur überall sein Selbstbetrugsgeschwurbel vom Stapel lässt und sich als der Weisheit letzter Schluss aufspielt, weil er Ambivalenzen sieht (die jeder hat und die Menschsein bedeutet) ist für mich kein Gesprächspartner.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.08.2016
    17.08.2016 #63
  4. Howlith
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    Stimmt !

    Das hat "Philippa" tatsächlich nicht gefragt, das habe ich gefragt ...

    Ja, so habe ich das auch gelesen ;-)

    Und mich hat die Frage eben völlig überrascht. Gut, vielleicht versteht "Philippa" unter dem "Erkennen der Wirklichkeit" etwas ganz anderes als ich. Ich habe aber den Eindruck, dass gerade "Philippa" sich sichtlich bemüht und darum kämpft "zu erkennen" ...

    ... was sie geprägt hat. Und nun stellt sie selbst die Frage, ob dieses Erkennen ein Wert an sich sei. Und warum.*
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 17.08.2016
    17.08.2016 #64
  5. Ich verstehe deine Frage nicht ganz. Die Kindheitserfahrungen werden immer weniger wichtig, dadurch, dass ich am Verstehen und an der Veränderung der problematischen Muster arbeite. Es ist doch egal, wie alt man ist.
     
    17.08.2016 #65
  6. Ich glaube, sie haben insofern mit meinem Innersten zu tun, als dass ich sehr wissbegierig bin und es brauche, ständig über verschiedene Dinge nachzudenken (dazu gehört aber auch psychologische Fachliteratur, die ich nicht nur wegen meiner persönlichen Entwicklung lese, sondern weil es mich auch einfach interessiert - manchmal sind die persönlichen Erkenntnisse daraus schon fast eher ein Nebenprodukt) und es aber auch brauche, in Kontakt und Austausch mit Menschen jeden Alters zu sein. Ausserdem denke ich manchmal gerne aus bei uns nicht alltäglichen Perspektiven über die Welt nach.
     
    17.08.2016 #66
  7. Yvette
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    Nein, das ist es sicher nicht! Es ist nicht egal, wie alt man ist, denn WANN diese Kindheitserfahrungen gemacht wurden mit ELTERN, die selbst ja auch erzogen und sozialisiert wurden, das ist wichtig. Stichwort Spiegelneuronen. Eine Kindheit in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts "funktioniert" nach anderen Mustern als eine Kindheit in den 60er oder 80er Jahren. Es gibt soz. Kohortenerfahrungen - meine Erfarhungen z. B. haben viele Menschen gemacht, weil sie Eltern hatten, die eben auch ihre Erfarhungen als Kohorte in ihrer Zeit machten.
     
    17.08.2016 #67
  8. @Yvette: Das mag korrekt sein, wenn man sich einen Überblick verschaffen will und die Sache eher statistisch anschaut. Es kommt im Einzalfall aber auch noch auf da Milieu und ganz stark auf individuelle persönliche Erfahrungen darauf an. Also ist bei mir z.B. von Bedeutung, dass meine Eltern aus eher ungebildeten und armen Bauernfamilien stammten, dass mein Grossvater väterlicherseits als sehr kleiner Junge seine Mutter verlor, dass meine Grossmutter mütterlicherseits nicht so in der Mutterrolle aufging, dass mein Vater einen ausgesprochenen und auch für sein Milieu extremen Drang dazu hatte, sich materielle Sicherheit zu erarbeiten etc. etc.
     
    17.08.2016 #68
  9. t.b.d.
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    Das er dir nur selbst sagen. Du müsstest ihm halt zuhören und dann entscheiden wie weit du ihm entgegenkommen kannst und was aus welchen Gründen nicht geht. Den Gründen auf den Grund gehen.
     
    17.08.2016 #69
  10. Philippa, nochmal zu dem Film, der Dir gefiel. Die junge Frau, die darin etwas ungewöhnlich war und ihre Schwester (gut, das mit der Schwester war etwas platt und vermutlich der Dramaturgie geschuldet, eine Art Moral von der Geschicht') - also diese spleenige junge Frau, war sie hauptsächlich Produkt ihres Milieus und somit eher fremdbestimmt und war ihre Persönlichkeit Ausdruck einer Rebellion (wenn ja, gegen was?) oder war sie weitgehend unberührt und sie machte einfach nur ihr Ding?
     
    17.08.2016 #70
  11. Yvette
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    Nein, ich habe keinen statistischen Blick. Es gibt Erfahrungen, die eben ganze Generationen gemacht haben. Selbstredend kommen dann noch individuelle Faktoren dazu (persönliche und familiengebundene) - es ist eben ein Mix, sicher! Meine Frage ist damit nicht beantwortet, nämlich, wann deine Kindheitr war.
     
    17.08.2016 #71
  12. @chiller7: Ich denke, sie machte einfach nur ihr Ding, sie war sich selbst. Aber vermutlich war das nur möglich, weil ihre Mutter aussergewöhnlich liebevoll und offen gewesen war.

    Nochmals zu Yvette: Ich glaube, dass ich - statistisch gesehen - der Zeit etwa um eine Generation hinterherhinke. Z.B. habe ich es so erlebt, dass meine Eltern mir nicht erlaubten, zu studieren, obwohl ich in der Schule sehr gut war und es mein Herzenswunsch war. Ich hatte mich nicht einmal getraut, das klar zu sagen. Es hat mich dann als Erwachsene viel Energie und Zeit gekostet, um die Matura und ein Studium nachzuholen und vor allem mir dies mit Arbeit, die mich anödete, selbst zu finanzieren.

    So, jetzt muss ich aber weg. Euch einen schönen Tag!

    PS: Ich bin jetzt 44.
     
    17.08.2016 #72
    mino65 gefällt das.
  13. Deswegen und aus Deinen anderen genannten Gründen hast Du vermutlich auch das Kämpferische, wenn man Dich nicht sein lässt, was Du sein möchtest.
    Ich finde Deinen Weg bewundernswert.
    Dir auch einen schönen Tag, Philippa.
     
    17.08.2016 #73
  14. t.b.d.
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    Ich glaube das Philippa immer noch Schwierigkeiten damit hat die Anerkennung die ihr fehlt in sich selbst zu finden. Es mag sogar sein, das es daran liegt, dass sie weitgehend noch die gleichen Maßstäbe anlegt die bei ihr angelegt wurden als Anerkennung überwiegend noch von außen hätte kommen müssen.
    Da sie ungefähr in meinem Alter ist, werden ihre Eltern der gleichen Generation angehören wie meine. Also die Generation die in der Zeit nach WK2 aufwuchs in all dem Elend und mit all den traumatisierten und/oder schuldbeladenen Erwachsenen deren physische Welt und die ihr zugrundeliegenden Glaubenssätze in wenigen Jahren komplett zerstört worden war. Diese Generation musste ihren Weg irgendwie selber finden und ihre Orientierungspunkte selber setzen. Man kann ihnen vorwerfen, dass dabei Fehler gemacht wurden, aber man darf nicht vergessen, dass niemand da war, von dem sie voller Vertrauen lernen konnten bzw. dass sie nicht wissen konnten wem sie trauen durften.
     
    17.08.2016 #74
  15. Meiner Meinung nach geht es zum Teil auch um die Angst. Angst, dem schwarzen Wolf zu begegnen, der einen auffressen könnte. In den Wald der Ungewißheit zu gehen. Das Wissen um die Angst ist schon ein Anfang. Dann sie nicht dauernd zu verdrängen, aus Angst vor der Angst, sondern anzunehmen, ist der schwierigste Schritt. Sie in sich zuzulassen, in sie hineinzuhorchen, ihr nachzuspüren hilft auf die Dauer, sie im Inneren zu integrieren. Nicht wegrennen und sie mit etwas Anderem zu ersetzen, sondern zu ihr "ja" sagen, ihr Vorhandensein zulassen, bis sie zu einem Teil von sich selber geworden ist. Und dann kann aus diesem Zulassen auch eine Stärke werden, weil das Vertrauen auf sich selbst stärker wird. Und trotz Angst geht man in den Wald, statt ihn zu vermeiden. Irgendwann geht man einfach so MIT ihr statt "trotz", in dem Vertrauen, dass der schwarze Wolf einen nicht töten wird.
    Wobei der "Wald" auch für das Unbewusste stehen kann.
     
    17.08.2016 #75