Information ausblenden
Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Rubena
    Beiträge:
    738
    Likes:
    560

    Liebe als Sackgasse

    Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Thema eröffne. Ist ja nicht ganz ungefährlich, sich dem Forum zu stellen, mit allen Schwächen und Eigenheiten. aber ich wage es mal und hoffe auf Gnade


    Ich habe nun schon öfter lesen müssen, wie Menschen sich verlieben und vom Date vermeintliche Signale erhalten, dass diese Gefühle auch erwidert werden... doch plötzlich benötigt einer von beiden Abstand oder will nur Freundschaft. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass keine Beziehung so funktioniert. Das Bedürfnis nach Nähe muss beidseitig sein. Warum ist es das aber nicht? Was täuscht uns manchmal so sehr an unseren Gefühlen? Müssten wir nicht merken, dass der andere nicht dasselbe fühlt? Meinem "Missverständnis" begegnete ich vor 2 Jahren. Ich habe mich diesem Mann so nah gefühlt, als ob sich unsere Seelen berühren könnten. Unvorstellbar für mich, das es ihm nicht ebenso erging. Ich hätte doch nicht so fühlen können, wenn er nichts signalisiert hätte?! Nicht das der Eindruck entsteht ich bin eine Frau, die die Welt mit Zuckerguss überzieht (gehöre eher zu den misstrauischen und abgeklärten Frauen). Dieses Gefühl der Nähe hatte ich bisher nur dieses eine Mal in meinem Leben. Er wollte nur Freundschaft, rückte damit aber erst raus, als ich direkt nachgefragt habe. Er hat zu diesem Zeitpunkt schon 8 Monate gewusst, wie ich für ihn fühle. Bei anderen Männern weiß ich sofort, dass da nicht läuft.. ich kann es sofort fühlen.


    Was spielt uns die Psyche für einen Streich mit dieser Illusion? Der Schmerz ist grausam... ganz besonders, wenn der Kontakt weitergeht. Als ob ich mir die Nase am süssigkeitenladen plattdrücke... alles schön sichtbar, aber unerreichbar


    Als Ergebnis dieser Erfahrung traue ich mich nicht mehr an eine neue Beziehung. Ich kann meinen Gefühlen schließlich nicht vertrauen, oder? Mist... viel zu viele Fragen... sucht euch eine aus.
     
    26.04.2017 #1
    Sweetheart gefällt das.
  2. sugar
    Beiträge:
    745
    Likes:
    105
    "Es gehört Mut zur Liebe!"
     
    26.04.2017 #2
  3. Hemingway
    Beiträge:
    23
    Likes:
    4
    Ein befreundeter Psyhiater hat mir mal gesagt: "Verliebt sein ist ein psychoseähnlicher Zustand!" Glaube da ist was dran...
     
    26.04.2017 #3
    lisalustig gefällt das.
  4. Rubena
    Beiträge:
    738
    Likes:
    560
    nette Retourkutsche! Trifft hier aber nicht ganz (in Bezug auf einen Neuanfang vielleicht). ich hätte auf jeden Fall den Mut gehabt, mit diesem Mann alles zu wagen, aber jetzt zweifel ich an meinen Gefühlen..


    ich dachte, wenn es sich richtig anfühlt ist es auch richtig!
     
    26.04.2017 #4
  5. Rubena
    Beiträge:
    738
    Likes:
    560
    Er hat recht! Die Gedanken kreisen um nichts anderes mehr. Ich konnte nicht essen und nicht schlafen... schrecklich! Das braucht dich niemand... eigentlich... also vielleicht nur, wenn es dem anderen auch so geht... dann ist alles gut!
     
    26.04.2017 #5
  6. Hemingway
    Beiträge:
    23
    Likes:
    4
    Ja absolut. Geht mir genauso wenn ich verliebt bin. Ich glaub auch, dass man dann gerne mal viel überinterpretiert und so auch zu Fehleinschätzungen kommt. Die Nerven sind halt auf hypersensibel gestellt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.04.2017
    26.04.2017 #6
  7. Rubena
    Beiträge:
    738
    Likes:
    560
    Aber sollte es nicht einen Mechanismus geben, der verhindert, dass "falsch verlieben" überhaupt passiert? Was ist mit den vielen biologischen Reaktionen? Geruch, Stimme, Ausstrahlung... darauf regieren wir doch nur, wenn es passt... und dann.. passt es doch nicht
     
    26.04.2017 #7
  8. Hemingway
    Beiträge:
    23
    Likes:
    4
    Ehrlich gesagt bin ich da mit meinem biologischen Wissen am Ende. Aber wenn du auf seinen Geruch, Stimme, Ausstrahlung etc. reagierst heißt das ja nicht, dass es umgekehrt auch so ist,..


    Vielleicht baut die Evolution ja irgendwann so einen Verhinderungs-Mechanismus ein. ("Hoffentlich!")
     
    26.04.2017 #8
  9. TPT

    TPT

    Beiträge:
    2.101
    Likes:
    930
    Unsere Gefühle täuschen uns nicht , aber unsere Gefühle können sich ständig ändern. Das wird stark dadurch gesteuert und beeinflußt, was der andere sagt oder tut.
     
    26.04.2017 #9
  10. t.b.d.
    Beiträge:
    750
    Likes:
    863
    Was wenn ihm der Mut gefehlt hat?
     
    27.04.2017 #10
  11. Rubena
    Beiträge:
    738
    Likes:
    560
    Ja... was ist es dann? Tragisch? Vielleicht besteht bei manchen Menschen nicht der Wunsch nach einer Beziehung, aber sie wollen trotzdem Aufmerksamkeit und Zuwendung. Sind das Gefühls-Vampire?
     
    27.04.2017 #11
  12. sugar
    Beiträge:
    745
    Likes:
    105
    Oft liebt man das Bild, das man sich von jemanden macht und überfordert ihn damit.


    Manchmal unterfordert man ihn auch.


    Hin und wieder denke ich, die Liebe ist eine Art Notwendigkeitsgefühl wie der Hunger.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.04.2017
    27.04.2017 #12
  13. sugar
    Beiträge:
    745
    Likes:
    105
    Ich finde die Vorstellung, dass es im Universum ein allumfassendes, höheres Wesen gibt, das uns liebt etwas abwegig. Vieles leiten wir nämlich davon ab. Wir projizieren ein Verlangen in eine religiöse Ebene und bilden ein idealisiertes Eltern-Kind-Verhältnis.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.04.2017
    27.04.2017 #13
  14. lisalustig
    Beiträge:
    4.800
    Likes:
    2.899
    Ich glaube, dass die meisten Menschen sich im Laufe des Lebens mehr oder weniger mal "falsch" verlieben. Manchmal passiert das einfach. Als Gegenmittel hilft dann nur Abstand und Zeit.


    Anfängliche Gefühle können im Entwicklungsstadium quasi "verrecken" oder werden durch das näher Kennenlernen mit erkennender Nichtpassung abgetötet. Während einer die Gefühle verliert, wirds beim anderen immer mehr. Eine tragische Entwicklung - aber nicht selten. Deswegen gehen eben viele Beziehungsversuche in die sprichwörtliche Hose. Da wird dann mit Freundschafts(+)Szenarien argumentiert, um die fehlende Gefühlsbasis auszuklammern. Und der mit den großen Gefühlen fragt sich, was ist nur los, hab ich was falsch gemacht....
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.04.2017
    27.04.2017 #14
  15. Traumichnich
    Beiträge:
    1.960
    Likes:
    1.296
    Ich tendiere zu t.b.d. (# 10), will aber auch die von LisaLustig aufgestellte These (# 14) nicht ganz ausschließen.


    In meiner Beziehung hatte ich letztlich den Eindruck, sie möchte gerne, aber sie traut sich nicht, si schafft es nicht, über ihren eigenen Schatten zu springen.


    Da machst'e nix : Daran kann nur die/der andere etwas ändern, darauf hast Du genau "null" Einfluß ! :-((
     
    27.04.2017 #15