Information ausblenden
Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Snipes
    Beiträge:
    363
    Likes:
    468

    Love, separate, repeat

    Hallo zusammen,

    da ich so langsam wirklich verzweifele und die (Frauen)-Welt nicht mehr verstehe, muss ich mich einfach mal ein wenig auskotzen:

    Im Kern geht es mir darum, dass ich einfach nicht verstehen kann, weshalb so ziemlich jede meiner potentiellen Partnerinnen eine dermaßen selbstzerstörerische Zukunftsprojektion der Erlebnisse aus der Vergangenheit betreibt, dass eine für beide erfüllte Partnerschaft nahezu unmöglich ist.

    Kurz zu mir, damit meine Gedanken evtl. etwas klarer werden: Wie ich schon sehr oft gehört habe, habe ich eigentlich alles, was eine Frau im allgemeinen auf ihrer Wunschliste stehen hat: Mit 1,90 m bin ich kein Zwerg, bin sportlich, gepflegt, attraktiv, charmant, einfühlsam, empathisch, gebildet und beruflich sehr erfolgreich und im Bett sowieso schon immer äußerst einfühlsam und ganz weit weg von dem "Sportficker", der sich einen Dreck um die Bedürfnisse der Frauen schert und nur die Befriedigung der eigenen Triebe im Kopf hat. Obwohl mir dass "Arschloch-Gen" definitiv fehlt, bin ich aber trotzdem ein ganzer Mann und kein Lappen oder nice guy. Wie gesagt, dass ist keine Selbstbeschreibung, sondern dass, was mir Frauen an Feedback geben. Eigentlich kann ich mich daher nicht beschweren oder über einen Mangel an Möglichkeiten klagen, was sich für mich auch dadurch bestätigt, dass ich nach einem persönlichen Schicksalsschlag (hatte dazu mal kurz was in einem anderen Thread geschrieben) einige Jahre mit dutzenden Affären überbrückte, da ich absolut nicht zu einer festen Beziehung im Stande war. War auch eine schöne Zeit, aber heute für mich nicht mehr denkbar, da ich eine wirklich feste, erfüllende und langjährige Beziehung suche.

    Aber genau diese positiven Eigenschaften werden für mich immer wieder zu einen Problem, obwohl dies ein Widerspruch in sich zu sein scheint. Aktuell bin ich in eine ganz wunderbare Frau sehr verliebt und wir führen seit einigen Wochen eine Art...ja, was eigentlich? Beziehung würde ich es jetzt nicht nennen, obwohl wir eigentlich alles tun, was ein frisch verliebtes und glückliches Paar auch tun würde. Ob Sex, miteinander Spaß haben, stundenlange Gespräche führen, dem anderen einfach nur minutenlang in die Augen schauen und sich in ihm verlieren, alles ist für beide absolut perfekt. Vielleicht auch zu perfekt, weil ich immer wieder mit Erlebnissen aus der Vergangenheit meiner Partnerin konfrontiert werde. Dies geht sehr häufig so weit, dass mir Dinge unterstellt werden, die mir absolut fern liegen. Zum Beispiel bin ich in einer Beziehung absolut treu und würde nie zweigleisig fahren, auch wenn ich ganz sicher eine Menge Chancen dazu hätte. Nur nutze ich diese definitiv nicht, will mir aber auch nicht irgendwelchen Mist unterstellen lassen, nur weil mir andere Frauen nunmal recht häufig hinterherschauen. Wieso kann Frau nicht einfach froh sein, dass sie einen Mann an ihrer Seite hat, der auf andere Frauen eine gewisse Wirkung hat, diese aber nie ausnutzen würde? Was ist denn bitte los mit den Frauen, dass diese nicht in der Lage sind zu differenzieren? Nur weil der Ex ein untreues Ar..loch war, muss ich doch nicht auch eins sein. Und wieso kann Frau nicht akzeptieren, dass ein Mann durchaus auch weibliche Züge (nicht optisch) an sich haben kann und trotzdem wie ein Löwe um, für und mit der Frau, die er liebt, kämpfen würde? Warum muss ich mir immer wieder anhören, dass ich alles bin, was Frau sich wünscht, aber genau das dann ein Problem ist? Ich verstehe es wirklich nicht mehr, habe aber manchmal das Gefühl, dass viele Frauen sich wohler fühlen wenn sie nach Strich und Faden verarscht werden, als wenn ein Mann sich zur Aufgabe gemacht hat, seiner Frau zur Seite zu stehen und sie einfach so liebt, wie sie ist.

    Aktuell habe ich sehr viel Angst, dass auch meine jetzige Beziehung wieder an den o.g. Dingen scheitern wird. Es wäre bei weitem nicht das erste mal und es würde mich auch nicht wundern, wenn dann auch hier wieder nach der Trennung die angeblich große Einsicht und das große Bedauern Einzug halten würden. Leider bin ich aber auch hier sehr konsequent und sehe keinen Weg zurück, wenn ich einmal auf diese Art und Weise entliebt wurde. Dafür sind meine Gefühle zu klar und aufrichtig, als dass ich diese einfach wiederbeleben könnte.

    Sorry, ist alles ein wenig konfus, aber es liegt nicht nur an der Hitze, dass ich kaum einen klaren Gedanken fassen kann.
     
    25.06.2019 #1
  2. Synthetik
    Beiträge:
    297
    Likes:
    324
    Was ist denn bitte mit dir los, dass du nicht in der Lage bist differenziert das Individuum zu sehen, welches sich vor dir befindet, und dich stattdessen über die Frauen allgemein in Rage schreibst?

    Ich denke es wäre deiner "Beziehung" zuträglich, wenn du die Person als eigenständigen Menschen und nicht als Vertreter der Gruppe XX betrachten könntest. Dann könnte es dir vielleicht auch gelingen diesen Menschen zu verstehen.

    Nach "einigen Wochen" schon so aufgebracht? Es ist unplausibel, dass das in der Frau allein und eurer aktuellen Situation begründet liegt. Es macht den starken Eindruck, dass du genau das vollführst, was du der Frau vorwirfst: Du kannst deine Vergangenheit nicht hinter dir lassen und bist nicht in der Lage zu differenzieren.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.06.2019
    25.06.2019 #2
    lebenslust7 und Ulla2 gefällt das.
  3. Snipes
    Beiträge:
    363
    Likes:
    468
    Ja, sorry, war ja klar, dass sich irgendwer durch diese "Verallgemeinerung" auf den Schlips getreten fühlt. Natürlich maße ich mir nicht an, hier alle Frauen in einen Topf zu werfen und über einen Kamm zu scheren. Vielleicht hätte ich es anders formulieren sollen, aber ich spreche hier nur und ausschließlich über meine letzten Beziehungen und über die beteiligten Personen, von denen ich mir ja zumindest eine selber ausgesucht habe, was ja auch durchaus mein Fehler sein kann.

    Wo hast Du denn das gelesen? Mit aufgebraucht hat das gar nichts zu tun und ob es einige Wochen, Monate oder Jahre sind, ist auch nicht relevant. Manche brauchen ja schon zig Monate bis zum ersten zaghaften Küßchen, was ich z.B. nicht als Garant für eine irgendwie geartete Anziehungskraft zwischen Mann und Frau außerhalb des Teeniealters deuten würde.
     
    25.06.2019 #3
  4. Synthetik
    Beiträge:
    297
    Likes:
    324
    Ich fühle mich nicht auf den Schlips getreten. Es fällt nur eklatant auf, dass du genau das tust, was du ihr vorwirfst.

    Mit Verlaub, es gibt Menschen, die kommen mit einem konkreten Problem mit einer konkreten Person hier her und erbitten sich Rat. Du hingegen wirst mit einer verallgemeinernden Tirade vorstellig.
    Vielleicht hilft es dir über den Unterschied dieser beiden Herangehensweisen nachzudenken und zu ergründen warum für dich Letzteres das Mittel der Wahl ist.
     
    25.06.2019 #4
    lebenslust7, Ulla2 und Luzi99 gefällt das.
  5. Synthetik
    Beiträge:
    297
    Likes:
    324
     
    25.06.2019 #5
  6. Snipes
    Beiträge:
    363
    Likes:
    468
    Ja, ist auch richtig, nur ist es ja fast unmöglich, ein sich immer wiederkehrendes Phänomen komplett separiert zu betrachten und jedes mal erneut so zu tun, als wäre dies ganz sicher ein absoluter Einzelfall. Zudem habe ich mit sehr vielen komplett unterschiedlichen weiblichen Menschen über mein Empfinden gesprochen und nahezu alle haben mir bestätigt, dass es ihnen fast unmöglich ist, die negativen Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht zumindest in der Anfangsphase auf den neuen Partner zu projizieren. Es ist ja auch nicht so, dass ich das nicht nachvollziehen könnte, aber irgendwann sollte man dann doch auch mal merken, dass diese Projektion unsinnig und unfair dem anderen und sich selbst gegenüber ist. Darum geht es mir doch.

    Hier eine bereits "aufgebrauchte" Beziehung zu unterstellen ist etwas einseitig und kurz gedacht. Oder bist Du zu Beginn einer neuen Beziehung immer absolut sicher, an welchem Punkt ihr euch in dieser gerade befindet?
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.06.2019
    25.06.2019 #6
  7. lisalustig
    Beiträge:
    7.149
    Likes:
    6.019
    Ich versuche grad, einen Ansatz zu finden.....
    Jeder trägt ja so sein Päckchen mit sich herum. Erfahrungen / Erlebnisse prägen halt. Da braucht es dann ggf. nur ein paar Worte / Blicke und der Trigger ist aktiviert. Auch Verlustängste sind nicht zu unterschätzen.
    Vielleicht glaubt sie da einfach nicht dran. Insbesondere, wenn Du ihr viel von Deiner Affärenzeit erzählt hast..... Und dann kommt die Betrugserfahrung mit ihrem Ex hinzu.
    Vielleicht gibst Du zu schnell auf? Vertrauen fällt heutzutage halt vielen Menschen schwer und muss regelrecht "erarbeitet" werden.
    Das ist doch Quark - und das weißt Du auch....
    Ja, das ist es. Manche kommen aber aus dem Gedankenkarussell nicht raus....
    Prosessionelle Hilfe in Sinne einer Paartherapie wäre da das einzige, was mir einfiele - wenn alle intensive Gespräche zuvor keine Änderungen erwirken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.06.2019
    25.06.2019 #7
  8. Synthetik
    Beiträge:
    297
    Likes:
    324
    ???
    Na eben ganz genau das (aufgebrauchte Beziehung unterstellen) tue ich nicht.
    Sogar genau im Gegenteil. Durch die Kürze und Frischheit der Beziehung in Kombination mit dem Ausmaß deines "Leidens", wird - für mich - klar, dass deine aktuelle "Partnerin" in deinem "Problem" kaum eine Rolle spielt und du in allererster Linie mit deinen eigenen Dämonen kämpfst.

    Du kannst es - mMn - nicht nur nachvollziehen, du lebst es selbst - anscheinend ohne Einsicht darin.

    Viel Erfolg und alles Gute für dich.

    Ich habe hier fertig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.06.2019
    25.06.2019 #8
    lebenslust7 und Luzi99 gefällt das.
  9. Snipes
    Beiträge:
    363
    Likes:
    468
    Absolut korrekt, nur bin ja nicht ich derjenige, der aufgibt. Ganz im Gegenteil mache ich absolut keinen Druck und sage mir immer, dass die Zeit sicher nicht gegen uns arbeitet. Problematisch wird es aber immer dann, wenn diese nicht nachvollziehbaren Zweifel die Überhand gewinnen und die Wahrnehmung vernebeln. Da kann ich machen was ich will, es nutzt alles nichts.

    Das habe ich mir auch schon so gedacht, aber irgendwie stehe ich mir da selber im Weg bzw. habe das Gefühl, mir nicht treu zu sein, wenn ich Zeiträume meines Lebens, die mich schließlich auch geprägt haben, unter den Tisch fallen lasse. Ab einem bestimmten Alter hat ja jeder schon so einiges erlebt und mir ist es eigentlich immer sehr wichtig, dem anderen gegenüber ehrlich in dieser Beziehung zu sein. Auf ein spätes und böses Erwachen habe ich nicht so wirklich Lust, aber zielführender wäre es sicherlich, einfach mal meine Klappe zu halten. In diesem Fall ist es nun natürlich etwas zu spät dafür..
     
    25.06.2019 #9
  10. lisalustig
    Beiträge:
    7.149
    Likes:
    6.019
    Und diese Zweifel besprichst Du mir ihr?
    Ja, das ist i.d.R. auch richtig. Aber vielleicht weniger intensiv, sparsamer in den Details, die immer wieder dazu führen können, dass die Frau in Habachtstellung geht und denken könnte: "den hab ich nie für mich allein" "oha, das kann ich nicht bieten" oder so.....
     
    25.06.2019 #10
    Mentalista gefällt das.
  11. Snipes
    Beiträge:
    363
    Likes:
    468
    Ja, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt schon. Gerade letzte Woche hatten wir so ein echt saublödes Erlebnis, denn wir waren zusammen essen und ich saß mit dem Rücken zum Gastraum und sie mir gegenüber. Irgendwann schlug ihre Stimmung unvermittelt um und ich wusste absolut nicht weshalb. Als wir nach Hause gingen, habe ich sie natürlich gefragt, was denn los sei und sie meinte, dass sie nicht verstehen kann, dass es mir nicht unangenehm ist, wenn andere Frauen über mich bzw. uns tuscheln. Klar finde ich das auch nicht so toll, aber ich saß mit dem Rücken zu den anderen Gästen und habe daher davon gar nichts mitbekommen. So ein Quatsch kann einen ganzen Abend versauen, wenn man nicht miteinander spricht.
     
    25.06.2019 #11
  12. Traumichnich
    Beiträge:
    4.302
    Likes:
    4.316
    Einerseits gebe ich Dir recht, andererseits kann ich @Snipes verstehen, wenn es sich um wiederkehrende Erfahrungen handelt.

    Womit wir auch schon beim Stichwort wären : Wiederkehrend.

    Das ist doch ein guter Ansatz : Betrachte das Ganze und such' das Muster !

    Was ist gleich ? Was ist anders ? Bei Dir ? Bei Deinen Partnerinnen ?

    Wo ist der Unterschied, der den Unterschied macht ?
     
    25.06.2019 #12
    mone7 und lisalustig gefällt das.
  13. lisalustig
    Beiträge:
    7.149
    Likes:
    6.019
    Jo.... Komische Geschichte.....
    Dabei hätte man sich aus dieser Tuschelangelegenheit einen Spaß machen können.
     
    25.06.2019 #13
    Ursina60, Mentalista und Flidais gefällt das.
  14. Flidais
    Beiträge:
    104
    Likes:
    77
    Mal ganz allgemein gesprochen, wenn ich nicht mit mir im Reinen bin, warum sollte ich dann so jemanden in mein Leben ziehen können.

    Das funktioniert einfach nicht! Ich hatte sehr unterschiedliche Partner, doch von der Problematik war's immer irgendwie ähnlich, bis ich mein eigenes Leben aufgeräumt habe. Das öffnet einem die Türen für genau die Herzmenschen die man(n/frau) sich wünscht, ob nun Partnerschaftlich oder Freundschaftlich.

    Jeder muss natürlich ganz individuell entscheiden was der richtige Weg für sich ist, um sich von altem Ballast oder Konditionierungen zu befreien.

    Doch wer das tut ist eben auch frei für andrere freie Menschen und kann gemeinsam wachsen und das Leben genießen, ohne im Sumpf der Vergangenheit zu stecken, ganz gleich wie viel Altlasten einer der beiden Partner mit sich bringt.

    Und wenn ihr beide mitten im Sumpf steckt und es beide zusammen schaffen "wollt" dann findet auch gemeinsam einen Weg, ob mit professioneller Hilfe oder ohne. Auch das ist möglich!

    Der Wille sollte auf beiden Seiten zu über 100% vorhanden sein, falls nicht...ist der Weg klar - denke ich.

    Ich wünsche es dir sehr @Snipes
     
    25.06.2019 #14
    fraumoh, lebenslust7 und Snipes gefällt das.
  15. fafner
    Beiträge:
    10.984
    Likes:
    4.913
    Beziehung? Partnerschaft?
    Wieso fallen Dir diese Begriffe nicht ein?
    Na ja. Man kann auch leicht vieles zerreden. Christian Thiel hält nix von "Problemgesprächen", aus einem gewichtigen Grund: sie verstärken das Gefühl, die Beziehung sei problembehaftet, problematisch. Ich finde ihn da recht überzeugend. Umso mehr, wenn einer findet, der andere habe da wohl 'n Problem, das er unbedingt angehen müsse. Das ist m.E. schon im Ansatz verkehrt und zum Scheitern verurteilt. o_O
    Das klingt schon in die Richtung selbsterfüllende Prophezeiung.
    Sieht nun aber auch nicht gerade so aus, als würde Dir es gelingen.
    Wann genau merkst Du denn, daß Deine Projektion (dieser Murmeltiertagserfahrung) in der neuen Beziehung unsinnig und unfair ist...? :oops: (Oder schlichtweg so fatal, daß die Prophezeiung sich immer wieder erfüllt?)
    Also was genau tust Du selbst für Dich, um keine solche Projektion Deinerseits aufkommen zu lassen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.06.2019
    25.06.2019 #15
    Ulla2, Rise&Shine und Julianna gefällt das.
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.