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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Unabhängig von was?
    Diese Unabhängigkeitsdiskussionen kranken immer an der Annahme, etwas/jemand sei prinzipiell unabhängig. Fast, als sei dies von einem Gott so gedacht, was es zusätzlich absurd macht.
    Dass Mutti und Papi prägend sind, kann als soziopsychologische Konstante betrachtet werden. Aber es gibt ja auch noch das Marketing von Leuten, die ihre Ware an den Mann bringen wollen und "die Natur (was immer das sein mag). Ideologiebefreites Denken steht aber immer in weiter Ferne so nah, bildlich gesprochen. Fast wie ein lächelnder Buddha.
     
    20.03.2016 #46
  2. Kaisa
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    Das kann ich gut verstehen, zumal Du später noch schreibst, dass Dir Dein Vater das Liebste ist. Das zumindest ist ja schon mal eine Voraussetzung dafür, dass Du im Fall einer Trennung ein Auge auf ihm hättest. - soweit das räumlich möglich ist.
    Da ich keine Ahnung habe, wie alt Du bist, weiß ich nicht so recht, wo ich Deine Eltern einsortieren kann, aber mein Opa z.B. wäre allein auch verwahrlost. So besch... das für mich war, als er starb, aber es war schon besser so, dass mein Oma ihn überlebt hat.
     
    20.03.2016 #47
  3. Um Unabhängigkeit wird viel Gedöns gemacht, ja.
    In Zeiten, wo Menschen sich weniger oft getrennt haben und im Todesfall andere Angehörige für einen mitsorgen konnte, mußte man nicht darauf achten, daß man sich seinen Kaffee selbst kochen kann. Heute, wo Trennungen häufiger sind und auch die Bereitschaft von Kindern vielleicht geringer ist, einen zu versorgen, weil die ja auch "unabhängiger" sind, bietet es sich an, das zu lernen. Und eigentlich ist es ja auch so. Insofern sorgen die Zeiten schon für sich selbst.

    Wie es um die Unabhängigkeit als Norm bestellt ist, ist interessant. Also weshalb man immer will, daß alle unabhängig sind. Also mit Sympathie hat das nicht unbedingt was tun, schätze ich. So kann ich gut nachvollziehen, wenn Bean gerade im Zusammenhang mit dem Umstand, sein Vater sei nicht so unabhängig, besonders seine Liebe zu ihm betont. Überhaupt machen viele Arten und Aspekte von Unabhängigkeit es naheliegend, mit Liebe darauf zu reagieren. Während Unabhängigkeit in mancherlei Weise den Zugang erschwert und demonstrierte Unabhängigkeit häufig wenig liebenswürdig wirkt.

    Und diejenigen, die besonders nach Unabhängigkeit rufen und sich für besonders unabhängig halten, auch meinerseits so generell für besonders unabhängig zu halten, bin ich recht weit entfernt. Oft sind die Abhängigkeiten ja augenfällig. Abhängig von irgendwelchen Ideologien, Ratgebern, Selbstbildern, wechselseitiger Bestärkungen durch Spießgesellen usw. - alles hat ja so seinen Preis.
     
    20.03.2016 #48
  4. Mentalista
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    Hüstel..., ich bezeichne meinen Vater als erwachsene Frau als Vater und nicht mehr als Papi.
     
    20.03.2016 #49
  5. Mentalista
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    Ich denke auch, dass ein 12jähriges Kind weder ein Mann bzw. Frau sein kann. Daher passt eher, da lernt der junge Teenie mehr Verantwortung zu übernehmen, neben Spass, Fun und Teamarbeit.

    Richtig, aber die Erlaubnis zur Segeltörn ist ja nur ein späte Tat zur Abhängigkeitsauflösung, die viel früher anfängt bzw. anfangen sollte.
     
    20.03.2016 #50
  6. billig
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    Ich finde die Bezeichnung "Vater" oder "Papa" sagt weniger darüber aus wie erwachsen jemand ist, sondern eher vielmehr darüber wie nah dieser sich seinem Papa verbunden fühlt. Und von "Papi" war ja gar nicht die Rede.
    Aber wenn du dein Erwachsensein darüber definierst, wundert es mich nicht, dass du deinen Satz mit "Hüstel" beginnst.
     
    20.03.2016 #51
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  7. Acid
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    Enttäuschend. Keine Buchempfehlung ?
     
    20.03.2016 #52
    fafner gefällt das.
  8. Und mehrere Stunden, Tage, Jahre stellt sich die Frage, wie sich dies alles aufdröseln ließ. Man doch einem Gott Opfer dargebracht hat, dass er einem wohlgesonnen sei.
    Und da mag "das Menschliche" die Antwort sein. Und die Erkenntnis, nur an einem Feuerchen zu sitzen und man doch ein Tier gebannt hat, es zu erlegen. Höhlenmalerei, der Anfang von Kunst. Kein Gott weit und breit. Und wenn der Leopard tot ist, so zürnt der Dschungel, der irdisch ist.
     
    20.03.2016 #53
  9. Mentalista
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    Oh, tut mir leid, dich heute enttäuscht zu haben. Manches erklärt sich m.E. doch von selbst, dennoch ist irren menschlich.
     
    20.03.2016 #54
  10. Und je früher man begreift, dass man nichts ist ohne den anderen, je schneller begreift man das Andere als man selbst. Und man nur aus Relation besteht. Ein Stilleben. Und nichts ist richtig oder falsch. Aus dem kleinem Herzen, das in einen Himmel gehalten wird, der nicht antwortet. Weil es da draußen nichts und niemanden gibt, das/der uns liebt. Außer dem Wunsch.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.03.2016
    20.03.2016 #55
  11. Männer haben gelernt zu kommunizieren, mit dem Schweigen, das ihre Väter vorgelebt haben, kommen sie in einer Beziehung heute nicht weiter. Der Knackpunkt ist aber - so glaube ich - sie kommunizieren meistens nur über "tiefere" Sachen mit einer Frau, mit ihrer Partnerin und nicht über Wesentliches mit ihren männlichen Freunden. Also, fühlen sie sich ohne Partnerin heute einsam, da ihre Sehnsucht nach Kommunikation mittlerweile vorhanden ist und auch eingeübt. Einsamer als eine alleinstehende Frau, die dieses Wesentliche mit anderen Frauen hat. Männer müssten deswegen jetzt als nächsten Schritt lernen, mit ihren Freunden "innige" Beziehungen aufzubauen. Das ist jetzt mal so ein Gedanke von mir dazu.
     
    20.03.2016 #56
  12. vhe

    vhe

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    Öh - was ist jetzt "tiefer" und was ist "wesentlich"?

    Über Dinge wie Politik oder Religion kommuniziere ich mit meinen Freunden wesentlich lieber. Mit Freunden kann man einfach besser streiten, weil es nicht so weh tut.

    Hm. Die meisten von uns gehen arbeiten. Und da haben wir Kollegen. Oder zum Sport. Z.B. als Programmierer in einer eher kleinen Firma reden wir relativ viel, über alles mögliche. Und nicht nur wenn wir uns überlegen, was wir morgen kochen. (Gibt's nicht in jeder Firma, ich weiss.)
    Insofern hält sich mein Kommunikationsbedarf in meiner Freizeit eher in Grenzen.

    Männer /haben/ innige Freundschaften. Nur messen wir das nicht daran, wieviel wir miteinander reden, sondern daran, wie /wenig/ wir sagen müssen, bevor wir verstanden werden.


    Aber um mal wieder zum Thema "Männer verbringen zu viel Zeit mit Frauen" zurückzukehren, hab ich das vielleicht falsch verstanden?
    Oder gibt es in diesem Singlebörsenforum tatsächlich viele Frauen, die sich darüber beschweren, dass Männer zuviel Zeit mit ihnen verbringen? Oder Männer, die gern weniger Zeit mit Frauen verbringen würden als sie es jetzt schon tun? :)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20.03.2016
    20.03.2016 #57
  13. Der eine oder andere mag diesen Wunsch wohl haben.
    Und für den Rest gilt womöglich, daß schon der mangelnde Wunsch Zeichen von einseitiger falscher Erziehung ist. Zuviel Kaffeekränzchen bei den Tantchen erschlafft nicht nur den Körper, sondern auch das Gemüt. Wer hat schon freiwillig Lust aufs Bootcamp? Also, die Autorin meint, es sollten sich mehr Onkel trauen, ihre Neffen mit zum Segeln zu nehmen.
     
    20.03.2016 #58
  14. Sandy1963
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    Ich glaube, dass Frauen 'innige' Männer Freundschaften garnicht als solche erkennen können.
    Die werden in der Regel nicht in WpM (Wörter/ Minute) oder ZpT (Zeit / Treffen) gemessen.
    Da ist ein "Du bist so ein Vollpfosten" aussagekräftiger als stundenlanges zaghaftes vorsichtiges ablehnen einer Meinung unter Frauen.
     
    20.03.2016 #59
  15. billig
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    Und bei einigen gilt offenbar mangelnde Intelligenz als Errungenschaft...
     
    20.03.2016 #60