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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. AlexBerlin
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    Mir kommt es beim Musizieren ein wenig vor wie beim Schach:
    Spielst Du als „Intuitiver“ mit jemandem, der auch „nur“ intuitiv spielt, ist das Niveau deutlich schlechter, als wenn Du mit einem Profi spielst, der zig Eröffnungen gepaukt hat. Das Zusammenspiel der beiden Welten ist für beide interessant, denke ich.
    Von meinem Querdenken beim Schach profitiert der Profi, den Wert geordneter Spielzüge (ich hab in meinen Schach-Phasen dann sogar auch welche geübt) lernte ich damals bald schätzen.
    Zusammenspielen in der Musik kann ich analog dazu ebenfalls erheblich besser mit jemandem, der solide sein Ding macht und sich über den Kram freut, der mir dazu einfällt - und üben tu ich natürlich auch...
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.2019
    12.05.2019 #61
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  2. Datinglusche
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    Es kommt aber auch auf die Art des Zugangs an, geehrter @Deer One!
    Wenn man gleich ausschließlich mit dem Spielen nach Noten gedrillt wird, entwickelt man sich zu einem guten Techniker und Vom-Blatt-Spieler. Das Improvisieren geht dann später über einen intellektuellen Zugang über die Harmonielehre. Wenn man als Anfänger auf Kosten des Spielens nach Noten gleich freier spielt, viel improvisiert, so kann man später effektiv aus der Intuition heraus improvisieren, aber ist instrumentaltechnisch nicht so weit entwickelt und hat evt. Schwierigkeiten mit dem zügigen Vom-Blatt-Spielen.

    Bei uns in der Bigband gibt es diese zwei o. g. Musikertypen. Ich gehöre zur Sorte der schnellen Vom-Blatt-Spieler und kann unbekannte Stücke zügig herunterspielen, ohne sie groß üben zu müssen.
    Der optimale Zugang wäre der Zugang von beiden Seiten im Kindesalter, wofür man aber doppelte Übezeit investieren müsste.
     
    12.05.2019 #62
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  3. Lou Salome
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    Dem kann ich aus meiner Erfahrung nur zustimmen. Es gibt wenige beneidenswerte, die beides gleichgut können.
     
    12.05.2019 #63
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  4. AlexBerlin
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    Ich weiß nicht, ob sich diese beiden Zugänge nicht gegenseitig ausschließen.
    Mit 2 Jahren konnte ich nicht lesen. Weil es ja im Fach Violine üblich ist, dass Kinder sehr früh mit dem Spiel beginnen, gibt es die Suzuki-Methode, mit der Kindern intuitives Spielen beigebracht wird. Später, als ich dann zumindest mal kurz Unterricht hatte (Klavier und Querflöte) und auch etliche Jahre im (Schüler-)Orchester gespielt habe, konnte ich auch längere Stücke sehr bald auswendig. Versuche meiner Lehrer, mich zum Vom-Blatt-Spielen zu nötigen, klappten nicht, weil ich mit meiner Methode bei diesem niedrigen Niveau viel schneller und besser war.
    Wenn man Berufsmusiker werden möchte, muss man sich disziplinieren und vernünftig vom Blatt spielen können, das denke ich auch, aber wenn man ohne diesen Anspruch einfach nur ein Instrument lernen möchte und hat einen intuitiven Zugang gefunden, dann ist es doch gut so.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.2019
    12.05.2019 #64
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  5. Vermutlich hängt es von einer ganzen Reihe von Parametern ab, wie gut man die Improvisationsgabe entwickelt, und ebenso vermutlich führen viele Wege nach Rom. Was bisher aber noch gar nicht erwähnt wurde, ist das schlichte Talent, das ich für ausschlaggebend halte. Gesegnet seien diejenigen Kinder, denen es gegeben, aufgezeigt und gefördert wurde.

    Werte @Datinglusche , mir gefielen Deine Posts immer und konnte Deinen Zynismus gut von der Realität trennen. Deine Ausführungen in diesem Thread aber, so wie auch diese:
    beeindrucken mich nachhaltig! Chapeau hierfür! :)

    Ich weiß, wie sehr Du Deine Anonymität hier verteidigst, aber ich würde Dich gerne mal mit der Big-Band spielen hören und anschließend ein paar Bierchen mit Dir zischen, um über transparente.... - ach, lassen wir das! ;)
     
    12.05.2019 #65
  6. Datinglusche
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    Ja, geehrter @Deer One, hier müssen wirklich alle Parameter zusammen, wenn man ein Spitzenniveau erreichen will!
    Neben den musikalischen Parametern, sollte man die Leistungsfähigkeit des Gehirns mit berücksichtigen. Menschen mit fotografischem Gedächtnis sind schon im Vorteil. Bei Dirigenten setzt es man es im Prinzip voraus. Es gibt auch Instrumentalsolisten, die dafür legendär sind. So war z. B. der berühmte Pianist 'Walter Gieseking' dafür bekannt, dass er vor den Konzerten am Instrument kaum bis gar nicht geübt hat. Er hat vorher lediglich die Partitur vor sich gehabt, seine Konzerte während der Zugfahrt zum Konzert auswendig gelernt und im Konzertsaal sie auf dem Flügel auswendig realisiert.
    Danke, geehrter @Deer One! Meine Stärke hier im Forum liegt darin, dass ich von den hiesigen Damen unterschätzt werde. Die nehmen mich wegen der 'transparenten, schwarzen Strumpfhose' oft nicht für voll:D:D:D
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.05.2019
    12.05.2019 #66
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  7. Datinglusche
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    Neben dem Bläserklang faszinieren mich auch besonders die Streicher! Ich habe schon namhafte Solisten, wie z. B. Julian Rachlin (Tschaikowsky Violinkonzert) u. a. im Konzertsaal gehört. Es waren immer wieder ergreifende Erlebnisse.
    Den schönsten Klang zaubert nach meinem Geschmack 'Itzhak Perlmann':)

    https://youtu.be/tBbI3azJJHQ
     
    12.05.2019 #67
  8. HrMahlzahn
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    13.05.2019 #68
  9. Datinglusche
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    Danke für das Klangbeispiel, geehrter @HrMahlzahn! Gefällt mir sehr gut! Ich mag auch Einspielungen mit 'Giora Feidmann'.
    Aber besonders liebe ich die Klarinette im Habitat des Symphonieorchesters und Kammermusik, wie z. B. von 'Beethoven' und 'Brahms'!
    Mein besonderes Lieblingswerk ist das Klarinettenkonzert von Mozart. Besonders im zweiten Satz spürt man, wie der Himmel die Erde berührt.

    https://youtu.be/9Lqpq74BrFU
     
    13.05.2019 #69
  10. WolkeVier
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    Bevor das Niveau hier völlig abhebt: Ich liebe Uga-Uga-Musik! Rock, Pop, R&B, Jazz, Soul...
    Aber ich bin halt auch nur Drummer und Kistentrommler und kein Musiker.
     
    13.05.2019 #70
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  11. Lou Salome
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    Oh, drummer! :rolleyes:

    Verachte mir das Schlagwerk nicht, wenn ihr aus dem Takt kommt ist für den Rest eh alles zu spät. :D
     
    13.05.2019 #71
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  12. Traumichnich
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    Du hast es so gewollt :

    Was ist der Unterschied zwischen einem Schlagzeuger und einem Kondom?

    Keiner! Mit beiden ist es ziemlich sicher – aber mehr Spaß macht’s ohne ! :D

    Ergänzung :

    Woran erkennt man, daß ein Schlagzeuger vor der Tür steht?

    Das Klopfen an der Tür wird immer schneller ! ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.05.2019
    13.05.2019 #72
    chava und Anthara gefällt das.
  13. Lou Salome
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    Einspruch! Drums und Bass sind das Rückgrat jeder band. Finde ich zumindest. Wenn ich mir meine Lieblingsband "System of a down" ohne die beiden vorstelle, wäre das sehr dünn.

    Als Basso Continuo musste ich mir bei Pachelbels Canon auch schon anhören, ich würde langsamer werden, dabei haben die anderen nur getrieben! Pah! :rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.05.2019
    13.05.2019 #73
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  14. equinox
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    ... ich habe den Thread nicht komplett gelesen - wurde apocalyptica schon erwähnt?,
    Ansonsten noch einen Tipp in Sachen Cello - und allen Gratwaderungen zwischen Klassik, Moderne und Pop:
    https://www.burkardmariaweber.com
    Und dann bietet natürlich das Continuo-Spiel in der Barock (oder in der Alten Musik, da allerdings korrekterweise nicht auf dem Cello) schließlich jede Menge Möglichkeiten, sich improvisatorisch auszutoben.
     
    13.05.2019 #74
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  15. Traumichnich
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    Das wäre dann eher meine Richtung : https://youtu.be/NKtoskzi9Pc

    Dazu neigen Bassist(inn)en ja grundsätzlich ... ! ;)
     
    13.05.2019 #75