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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. faraway
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    money

    Ich hab grad versucht herauszufinden, ob oder wieviele money threads es schon gab... bin aber wahrscheinlich (thematisch) zu blöd dafür, konnte jedenfalls keinen finden.

    Welche Rolle spielt für euch Geld in einer Beziehung?

    Ich bin persönlich ein bisschen "far away" um die Situation zu bewerten...nicht nur geographisch sondern überhaupt;
    falle diesbezüglich wahrscheinlich in eine total rote € no go Kategorie,
    hab mich noch nie ernsthaft besessen mit diesem Thema auseinandergesetzt...
    naja....wie dem auch sei.

    Why not a new thread?
    Er kann ja auch stillschweigend versumpern.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.04.2013
    26.04.2013 #1
  2. nuit
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    AW: money

    zahlst du dort, far away, in kaurimuscheln? :)

    ich finde es angenehm, wenn beide etwa gleich viel geld zu verfügung haben (gleicher schuldenstand ist nicht gemeint). das ermöglicht einen gemeinsamen lebenstandard ohne große abstriche auf jedweder seite.
    und ich merke, dass ich dabei von getrennten konten ausgehe, auch bei langjährigen oder eheähnlichen beziehungen. (auch in der "wirtschaftsgemeinschaft ehe" würde ich das so halten.) das ist wahrscheinlich auch nicht jedermann/fraus ding, oder?
    und ganz generell: es ist immer gut, keine geldsorgen zu haben, welche weisheit... ich halte es mit joki kirschner: geld macht glücklich, wenn man rechtzeitig drauf schaut, dass man es hat, wenn man es braucht. reichtum ist mir nicht sonderlich wichtig, aber der beruf "privatier" könnte mir auch gefallen :). fad wär mir nicht.
     
    26.04.2013 #2
  3. agony_gelöscht
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    AW: money

    Der Umgang mit Geld spielt für mich eine große Rolle. Getrennte Gelder sind für mich nicht nachvollziehbar - ich bin damit groß geworden, dass jeder wusste, dass der Euro, den er gerade ausgibt, der Familie fehlt. Es gab nie "mein" Geld sondern nur "unser" Geld - ausnahmslos. Wobei das mit dem gemeinsamen Konto nicht ganz stimmt: Es hat jeder sein Konto, aber das Geld gehört allen.

    Ansonsten sollte meine Partnerin eine ähnliche Einstellung zum Umgang mit Geld haben - ob sie viel oder wenig davon hat, spielt in meinem Fall keine Rolle. Aber sie sollte für sich erkennen, dass sie bereits sehr viel Geld hat - dann ist alles gut. :)
     
    26.04.2013 #3
  4. nuit
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    AW: money

    eine sehr soziale einstellung. eine von grund auf sozialistische? ich vermeine mich zu erinnern, dass du mal geschrieben hast, du seist aus dem osten deutschlands. denkst du, dass die sozialisation "im osten" deine werte bzw. die deiner familie geprägt hat? würde mich interessieren, ob du diesbezüglich einen "ost-west"-unterschied feststellst. (die anführungszeichen deshalb, da ich noch weiter im osten lebe :))
    bei mir erweckt die vorstellung von "unser geld" unangenehme assoziationen. aber ich bin auch in dem bewußtsein aufgewachsen, dass ich für mich selbst sorgen muss. daher ist mein bedürfnis nach autonomie und autarkie weniger ausdruck einer vorliebe, sondern einer schlichten notwendigkeit, die ich als erwachsene nicht auf`s spiel setzen würde.

    im freundeskreis habe ich miterlebt, welche auswirkungen es hatte, als sich der partner durch berufliche selbständigkeit, gepaart mit chaotik bzgl. wirtschaftlicher strukturen und des umgangs mit geld, verschuldet hatte. die jeweiligen partnerinnen fielen aus allen wolken, als plötzlich gemeinsame konten gesperrt waren. gemeinsame ziele waren damit mit einem mal nicht realisierbar. das beziehungsgefüge krachte aufgrund der vorwürfe und dem anschließenden kontrollbedürfnis der frauen. sie gingen damit unterschiedlich um: eine kontrollierte sämtliche finanztransaktionen ihres mannes, eine andere überließ ihm gezielt die verantwortung für existentielle belange des paares. alle mussten/ wollten aber "erziehen". mit der folge, dass "die augenhöhe" verlassen wurde, die wertschätzung und als letztes glied in der kette das liebesleben litt. die gute nachricht: sie haben`s hinbekommen. ob`s tatsächlich ein happyend ist, wird die zeit weisen.
     
    27.04.2013 #4
  5. Scheherezade
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    AW: money

    zuerst einmal, SPRICHST du - SPRECHT ihr - über geld?

    faraway, du traust dir was... vielleicht ist's ja gar kein zufall, dass du keinen vorgänger-thread zum thema geld gefunden! wird hier im forum nicht lieber über sex als über geld geredet?

    oder über socken allemal...

    in dem land in dem ich lebe, spricht man nicht über geld. dort wo ich aufgewachsen bin, war das anders. und als ich hier frischfröhlich ankam, standen verdammt viele fettnäpfchen herzm. mein exmann hat versucht, mir die beizubringen. damit hatte er erfolg. ich bin vorsichtiger geworden...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.04.2013
    27.04.2013 #5
  6. Dreamerin
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    AW: money

    Geld in der Beziehung? Für mich insofern wichtig, dass jeder von beiden für sich selbst sorgen sollte. Ich möchte keinen Mann "durchfüttern", erwarte dies jedoch auch nicht für mich von ihm. Schön wäre, wenn beide in etwa ähnlich finanziell dastehen würden.
    Ich rede hier eindeutig von den Anfängen der Beziehung. Wenn ich eine stabile Partnerschaft hätte, würde ich in Notlagen auch finanziell den Partner unterstützen, allerdings nur bis zu einem gewissen grad.
    Gemeinsame Konten sind für mich Tabu. So blauäugig bin auch ich erzogen worden, dass es ab Eheschließung nur noch ein "wir" gibt, auch finanziell. Habe meinem ex-Mann vertrauensvoll die Finanzen überlassen. Und bei der Scheidung hat er mich dann schön über den Tisch gezogen. So dumm bin ich nicht nochmal, das Urvertrauen ist weg.
     
    27.04.2013 #6
  7. Sophia_gelöscht
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    AW: money

    Ist doch eigentlich eine biblische: mein: Haus ist auch dein Haus ....
    oder aus dem Dschungelbuch: ich und du und du und ich, wir sind von gleichem Blute.....

    In unserer Familie war es auch so und auch in Freundschaften habe ich das so gehandhabt ...
    und ich bin Nedersasse ...
     
    27.04.2013 #7
  8. Kiss_slowly
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    AW: money

    Mir persönlich ist Geld nicht sehr wichtig. Ich verdiene ziemlich gut und kann mir alles leisten, was ich will. Der Partner sollte nicht gerade am Hungertuch nagen und sich durchfüttern lassen. Meine Freundin verdient einiges mehr als ich und es ist ihr sowie mir ziemlich egal. Wir haben jeder eine eigene, sehr schöne Wohnung und führen ein unabhängiges Leben.
    Wer nun was und zum wievielten mal bezahlt, sei es Essen gehen oder anderes, spielt mir keine Rolle. Ihr aber auch und so geht es doch irgendwann wieder auf.
     
    27.04.2013 #8
  9. Viola
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    AW: money

    Geld spielt für mich eigentlich auch keine Rolle, aber ich habe schlechte Erfahrungen gemacht. Deshalb bin ich jetzt sehr skeptisch. Ich würde darauf achten, ob der Mann mit Geld umgehen kann oder Schulden hat. Ich bin nämlich nicht mehr bereit, mich wie eine Kuh melken zu lassen. Ich unterstütze meinen Partner gern - auch finanziell, aber wenn er über seine Verhältnisse lebt und ich die Zeche zahlen soll, dann hat er sich geschnitten.
     
    27.04.2013 #9
  10. Kreative_gelöscht
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    AW: money

    Ich meine, gelegentlich gelesen zu haben, dass Geld-Angelegenheiten mit zu den 'beliebtesten' Streit-Anlässen in Beziehungen zählen.
    Mir ist meine ökonomische Unabhängigkeit wichtig. Ich verdiene ganz gut (zumal für eine Frau...) und hätte am liebsten einen Partner mit vergleichbarem Einkommen und Lebensstandard. Wenn das Gefälle (in die eine oder auch andere Richtung) zu groß ist, rutscht der/die mit dem niedrigeren Einkommen sonst leicht in die Rolle des 'Ausgehalten-Werdens'.
    Ich bin da weder als Spenderin noch als Empfängerin sonderlich geeignet.
    Wenn sich die Einkommensverhältnisse ändern, wenn man schon länger ein Paar ist (z.B. durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit), würde ich das natürlich anders bewerten und wäre (wahrscheinlich) auch bereit, finanziell zuzubuttern oder Hilfe anzunehmen.
     
    27.04.2013 #10
  11. agony_gelöscht
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    AW: money

    Ich denke, dass das recht individuell ist - lag auch eher an der Erziehung als am Osten an sich. Ich war zu Schulzeiten auch der einzige, der sein Taschengeld nur 1x jährlich bekam (mit 14). Damit verbunden war eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Geld (ich wollte ja auch am Ende des Jahres noch mein Mittagessen, Sport, Klamotten etc. bezahlen können *g*)... und: Es unterstreichte dieses tiefe Vertrauen in die engste Gemeinschaft (also Familie + sehr gute Freunde) - also dass meine Eltern dieses Vertrauen in mich hatten/ haben. Ich habe es aber nicht als Ost-West-Unterschied erlebt.
    Was das auch noch verschärft: Beruflich ist die Situation so bei mir, dass ein sehr guter Freund (gleichzeitig Geschäftspartner) von mir über den Großteil meines Geldes verfügen kann. Das lässt es noch merkwürdiger erscheinen, wenn das dann in der Beziehung nicht auch der Fall ist. :)

    Was mir aber bezüglich Unterschied Ost-West auffällt: Das Verhältnis zum Geld war anders. Im Osten war Geld ja nicht so wichtig - weil du konntest dir bestimmte Sachen zwar leisten, aber es gab diese gar nicht. Die einzige Chance waren dann wieder Beziehungen. Zwangsweise musste man sich intensiver mit seinen Mitmenschen auseinandersetzen. Das wirkt auf mich zunächst immer "besser", aber ich denke, dass es letztlich genauso gut/ schlecht ist wie unser jetziges System. Allerdings habe ich den Osten selbst auch nicht mehr so wirklich erlebt. ;)

    Ja, das Risiko ist deutlich höher - allerdings brauche ich persönlich so etwas auch in einer Beziehung. Ich möchte absolute Offenheit und auch diese Abhängigkeit ("Ich muss mich auf den anderen verlassen."). Das spiegelt sich auch beim Thema Geld wider. Da gibt es zwar auch immer wieder böse Reinfälle, aber es ist einfach so ein ganz zentrales Lebensprinzip - dafür läuft man gern immer wieder ins offene Messer. :)

    Biblisch... mh. Mir ist mal aufgefallen, wie christlich meine Eltern eigentlich sind - obwohl sie keiner Religion angehör(t)en. Aber den Ansatz finde ich ganz spannend: Wenn man das Christentum (andere Religionen auch) absolut interpretiert, dann sollte man eigentlich innerhalb einer Beziehung alles als gemeinsames Gut wahrnehmen, oder? Eigentlich ja auch darüber hinaus - aber eben im ersten Schritt auch in der Beziehung. Dennoch tun wir uns - gerade heute(?) - so schwer damit...

    Ach und was mir da noch einfällt: Hatte mal ein Büchlein zum Thema Akquise/ Vertrieb (blödes Thema ;()... und da ging die Diskussion in die Richtung, dass man ja im Allgemeinen überall immer eine Unterschrift unter einen Vertrag bekommen will - es aber auch Regionen gibt, wo der Handschlag mehr Wert ist (überspitzt formuliert). Als Beispiel wurde damals die Hanse genannt - die richtig guten Oldschool-Kaufmannsleute. Daran musste ich gerade denken, als ich da Niedersachsen las... bzw. interpretierte. :D

    Ich glaube dir, dass du es versuchen würdest. Die Chancen sind da dennoch recht schlecht, dass man das so "einfach" umsetzen kann, wenn es vorher ein Problem darstellte. Da musst du ja plötzlich das komplette Konzept ändern: Vorher zählte die Zahl auf dem Konto, jetzt darfst du nicht mehr die Zahl heranziehen, sondern musst die Handlungen an sich bewerten (was leistet er - was gibt er... da gibt es ja massig Dinge, für die man keinen Cent bekommt, die kaum wer wahrnimmt und die dennoch einen enorm hohen Stellenwert haben (sollten *g*)). Mh... schoss mir nur gerade so durch den Kopf, weil ich das die Woche in nem Seminar vermitteln musste. So ne Umstrukturierung ist echt schwer.
    Wobei du durch den ehrlichen Umgang mit dem Thema wohl noch die besten Chancen hättest. :)
     
    27.04.2013 #11
  12. maxine195
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    AW: money

    Geld ist für mich kein großes Thema, ich verdiene genug und am liebsten ist mir ein Partner, der ungefähr gleich verdient. Bei Parship- Dates waren Geld, Arbeitsplatzunsicherheit erstaunlich oft Thema. Der eine oder andere erzählte direkt oder indirekt, was er sich nicht leisten kann, am ehesten wird am reisen gespart und ab da passt es für mich dann nicht mehr. Oder wenn einer , offensichtlich um Geld zu sparen, sich auf Spaziergängen, Kinobesuchen mit Wasser und Nüssen aus seinem Rucksack verköstigt. Und natürlich auch anbietet;-)
     
    27.04.2013 #12
  13. faraway
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    AW: money

    Danke für eure Beiträge.

    Meine "bewährte" Divise wäre in etwa: "I am as rich as I feel". Eine andere konnte ich mir eigentlich noch nie leisten. Dafür widme ich mich viel zu gerne unerträglichen Projekten... die mich auf ihre Art bereichern. Manchmal fürchte ich mich ein bisschen. Manchmal geh ich mir auf die Nerven mit meiner Weltanschauung und hadere mit mir. Manchmal ist es mühsam. Spannend ist es durchwegs. Meistens fühl ich mich trotzdem perfectly rich und bin im Rahmen meiner Möglichkeiten auch wirklich gerne grosszügig,
    Wie kompatibel ich in "the homelands" diesbezüglich binwäre, auch bezüglich Beziehung, frage ich mich bei jedem Besuch. Wahrscheinlich fehlt bei mir irgendeine wichtige Schraube, seit eh und je.
    Naja....Hauptsache ich bin reich. Selbst ist die Königin.
     
    27.04.2013 #13
  14. Dorfschönheit_gelöscht
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    AW: money

    Ich bin ein sehr großzügiger Mensch und Geld war mir nie besonders wichtig. Ich verdiene sehr gut und würde auch einen Haushalt mit einem Mann gründen, der deutlich weniger verdient als ich. Ich war aber auch schon immer großzügig, auch als ich noch sehr wenig Geld hatte. Mein Vater ist von Geiz zerfressen und meine Eltern haben sich bei der Scheidung schier um jeden einzelnen Blumentopf gestritten. Ich verachte Geiz und Knauserigkeit, wenn man nicht wirklich arm ist. Meine Oma hat immer gesagt: Wenn man kein anständiges Trinkgeld geben kann, geht man auch nicht essen. Und wenn man Angst um sein Geld hat, dann braucht man sich auch nicht zu binden.
     
    28.04.2013 #14
  15. nuit
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    AW: money

    @ agony, danke für deine antwort auf meine frage an dich. ich verwerte sie geistig, auch wenn ich nicht weiter hier im thread drauf eingeh.
     
    28.04.2013 #15