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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Mentalista
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    Der hat bestimmt gedacht, dass du wieder ein Piccolöchen zu viel getrunken hast:p.
     
    19.12.2017 #256
  2. Inge21
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    Ja das wäre schön. Im normalen Leben bin ich auch selten auf den Mund gefallen, wenn es aber um Gefühle geht und diese offen und ehrlich zu bereden, bin ich wie gelähmt.....:eek:
     
    19.12.2017 #257
    Zaphira und Ariadne_CH gefällt das.
  3. fafner
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    Dann ist das aber eben keine Verführung mehr sondern irgendwelche "Verhandlungen"... o_O
     
    19.12.2017 #258
  4. Inge21
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    Der Ansatz gefällt mir. Wenn es stimmt, sollte sich alles ganz leicht von alleine ergeben. Ohne Verhandlung, ohne Strategie ohne viel Nachdenken, einfach vom Gefühl her. Gefällt mir. Dann kann man Nähe und Distanz akzeptieren ohne Angst. Alles andere ist Krampf :eek:
     
    Zuletzt bearbeitet: 19.12.2017
    19.12.2017 #259
  5. rac

    rac

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    Ich kenne deine Definition von Bedürfnissen nicht.
    In meiner Vorstellung hat das weder mit Verführung noch mit Verhandlung zu tun.
     
    19.12.2017 #260
  6. TruppenurseI
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    Oh Fafner, zu welchen unglückseligen Zeiten schreibst du im Forum? Quält dich wieder der Kummer?
     
    19.12.2017 #261
  7. TruppenurseI
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    Er kann die Zuschauer sehen? Oh!
     
    19.12.2017 #262
  8. fafner
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    Diesmal eine scheiß Erkältung. Das ist fast schlimmer... o_O
     
    20.12.2017 #263
  9. Julianna
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    Ja so in der Art hatte ich das gemeint.
    Die Umsetzung ist situationsbedingt. Wenn man in einer Situation ist, wo das Nähe-Distanz-Thema aufkommt, dann muss man kurz inne halten und seine eigenen Verhaltensmuster hinterfragen. Denn wir antworten in Nähe-Distanzfragen oft mit unbewusster Reaktanz. Wenn man so will @fafner ist auch hier das innere Kind beteiligt. In jeder neuen Situation müssen wir uns dann selbst hinterfragen: Wie würde ich jetzt normalerweise reagieren/ mich verhalten? Macht mein Verhalten Sinn? Kann ich mich anders verhalten? Welche Optionen habe ich? Um sich hier möglichst richtig zu verhalten oder als Hilfestellung, sein Verhalten zu hinterfragen, kann man sich so ein Bild visualisieren. Also ist es eine Art "bei sich bleiben"-Moment.

    Oftmals wird ja das Thema Nähe und Distanz konkret an Raum und Zeit festgemacht. Wann sieht man sich? Wie oft sieht man sich? Wie lange kann man sich sehen? Wie oft will man sich Nachrichten schreiben oder Telefonieren?

    Aber es gibt viele weitere Nähe-Distanz-Situationen. Dazu müsste man sich die Abwehrmechanismen anschauen. Warum und wie man Nähe abwehrt oder warum und wie man Distanz abwehrt. Der Distanzierte hat eine ganze Reihe von Abwehrmechanismen. Aber auch der Nähe-Suchende steht oft in einem Paradoxon - und hat selbst Abwehrmechanismen entwickelt (um sich selber zu bestätigen "siehste, ich bekomme nicht genug Nähe" - Stichwort: selbsterfüllende Prophezeiung).
    Abwehrmechanismen können sein:
    - kleinere Sticheleien
    - Witze auf Kosten des anderen
    - übermäßige Kritik
    - gedankliche Abwertung des anderen
    - fremd gehen
    - körperlichen Kontakt vermeiden
    - Sabotage von schönen Momenten mit dem anderen
    - bei Konflikten schweigen oder den Raum verlassen
    - starkes schwarz-weiß Denken
    usw.

    Diese Mechanismen sind unterbewusst und dienen dazu, den anderen "weg-zu-schieben" , nicht nur auf körperlicher sondern auch auf emotionaler Ebene.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass hierin eine Art Schlüssel liegt zu einer glücklicheren Partnerschaft.

    Einer muss damit anfangen, die eigenen Verhaltensmuster zu überprüfen. Da man andere nicht ändern kann oder sollte, kann man also nur bei sich selbst anfangen.

    Arthur Schopenhauer aus „Parerga und Paralipomena“:

    Eine Gesellschaft von Stachelschweinen drängte sich an einem kalten Wintertage recht nahe zusammen, um durch die gegenseitige Wärme sich vor dem Erfrieren zu schützen.

    Jedoch bald spürten sie die gegenseitigen Stacheln, und sie entfernten sich dann wieder voneinander. Wenn nun das Bedürfnis der Wärme sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, so dass sie zwischen beiden Leiden hin- und hergeworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2017
    20.12.2017 #264
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  10. Julianna
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    Ja und genau das denken sehr viele Menschen. Fakt ist aber, dass es eben nicht so funktioniert (oftmals).
    Man kann davon ausgehen, dass ca. 50% dazu in der Lage sind auf natürliche Weise ein ideales Nähe-Distanz-Verhältnis herzustellen. Jedoch sind 50% nicht dazu in der Lage und haben falsche Verhaltensmuster die das "Austarieren" langfristig verhindern. Entweder sie bleiben lange Single und wollen sich nicht binden, oder sie binden sich trotzdem und gehen eine toxische Partnerschaft ein, die einfach nicht funktioniert. Manche sind über Jahrzehnte in einer solchen Partnerschaft - ohne jemals dahinter zukommen, was das eigentliche Problem ist. Und so piecksen sich diese Stachelschweine regelmäßig - fortwährend - und sind unglücklich. Jede zweite Ehe wird geschieden? Frage mal einer warum eigentlich. Man kann da viele Gründe finden und angeben. Am Ende lässt sich der Grund immer auf ein Nähe-Distanz-Problem herunterbechen.

    Edit: Und es gibt - ich nenn sie mal - Beziehungstäter, die sich in einer Art Endlosschleife immer und immer wieder in solchen Beziehungen wieder finden. Serielle Monogamie - ohne Aussicht auf ein Happy End.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2017
    20.12.2017 #265
  11. Synergie
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    Wo hast du denn diese Zahlen her?


    o_O


    Ich wage die Behauptung zu wiederholen, dass die romantisch idealisierte lebenslange Zweisamkeit mit ein und derselben Person nicht der menschlichen "Natur" entspricht.

    P.S.: serielle Monogamie ist generell (bei dir und unter den Romantikern wohl schon) nicht so negativ konnotiert, wie du es hier hinstellst.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2017
    20.12.2017 #266
    Mentalista gefällt das.
  12. fafner
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    Oder ist das nur die praktikable Erklärung für "Shit, schon wieder vorbei"...? o_O
     
    20.12.2017 #267
  13. Julianna
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    Es gibt keine absoluten Zahlen. Deswegen schrieb ich "Ca."
    Hier wäre zB eine Quelle (wenn auch nicht die Beste):
    https://www.praxis-breitenberger.de/2012/09/bindungstheorie/
    Die sichere Bindung wird hier mit 50-60% angegeben. Die unsichere Bindung mit 30-40%.
    Es gibt aber auch noch andere Theorien/Studien die zu ähnlichen Zahlen kommen.
    https://books.google.de/books?id=d1X4I-mC3WMC&pg=PA251&lpg=PA251&dq=50%+sicherer+bindungsstil&source=bl&ots=WVITu-_deN&sig=n3SueoaKdXslI2pfrXI7RSFO2Ts&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiB7O-uvJjYAhVQIlAKHRj0AhE4ChDoAQhkMAk#v=onepage&q=50% sicherer bindungsstil&f=false


    50 – 60% aller Kinder (gem. Längsschnittstudien) weisen eine sichere Bindung auf
    https://www.psya.de/sichere-bindung-vs-unsichere-vermeidende-bindung-44.html

    Sind jetzt nicht die besten Quellen. Aber ich hab grad keine Lust die "Grund-Studien" dazu herauszusuchen. Irgendwo hab ich die mal quergelesen. Und fand es ziemlich einleuchtend bzw. logisch nachvollziehbar.

    Puh, dass ist aber noch mal ein ganz eigenes Thema, dass du hier aufgreifst.
    Angesichts der Tatsache, dass Kinder, die jetzt so 5/6 Jahre alt sind (also diese Generation) angeblich inzwischen eine Lebenserwartung von durschnittlich 100 Jahren haben, stellt sich die Frage, ob hier serielle Monogamie das Konzept der Stunde sein wird ODER ob sich das Drehbuch vom Leben einfach weiter nach hinten verschiebt und man später im Leben eine langfristige Partnerschaft ein geht (um zusammen alt zu werden).
    Aus evolutionsbiologischer Sicht gebe ich dir recht. Der Mensch wurde nicht auf lebenslange Monogamie angelegt.

    Ich meine damit auch nur jene, die unter ihrer eigenen seriellen Monogamie leiden und in sich eine Sehnsucht tragen, diese zu beenden. Exkludiert jene, für die das ein geeignetes Konzept darstellt.
    Edit: Wobei ich persönlich der Meinung bin, dass jeder Mensch diese Sehnsucht in sich trägt. Bei manchen ist sie so stark verdeckt und entkoppelt, dass sie diese nicht mehr bei sich wahrnehmen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.12.2017
    20.12.2017 #268
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