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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Ariadne_CH

    Ariadne_CH

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    Ja, genau diese romantische Vision, die ist irgendwie noch in meinem Kopf... :rolleyes:
    Dein Bild gefällt mir sehr gut! Ich merke gerade dann, wenn ich meinen Partner lange Zeit nicht mehr gesehen habe, dass ich ihn je länger je weniger vermisse. Ich vermutete schon immer, dass das mit den Hormonen zu tun haben könnte. (Liebe löst im Hirn ja etwas ähnliches aus wie eine Sucht und das Vermissen könnte man in gewisser Weise mit den Entzugssymptomen einer Sucht vergleichen.) Also ist dieses Vermissen aber auch etwas sehr egoistisches und kurzfristiges.
    Was du mit deinem Bild dagegen beschreibst, ist ein bewusstes Aufeinander-zu-gehen und eine Entscheidung für einander, die nicht allein auf den Hormonen beruht...
    Ich werde mir dieses Bild mal im Hinterkopf behalten, danke!
     
    10.12.2017 #16
  2. Dr. Bean

    Dr. Bean

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    Glaub das Gegenteil zu Romantik ist Pragmatismus, oder ? :D
     
    10.12.2017 #17
  3. Tone

    Tone

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    Sorry, mit sichere Bindung meine ich eine Form der Partnerschaftsbindung basierend auf den Forschungen von Bowlby.
    Ob eine Festlegung auf ein Nähe- oder Distanzstereotyp in einer Beziehung eine erfüllende Partnerschaft ermöglicht ist die Frage, auf die ich selbst keine Antwort habe.
     
    10.12.2017 #18
  4. Synergie

    Synergie

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    Meine Buchempfehlung dazu:
    Sommerhaus, später
    Von - ich glaube - Judith Hermann
    Nur Prosa, hebt aber auf das Thema ab.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #19
  5. Dr. Bean

    Dr. Bean

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    Schon komisch, dass Männer und Frauen so unterschiedlich kodiert sind, wie sollen sie da jemals zusammen finden :)
     
    10.12.2017 #20
  6. Ariadne_CH

    Ariadne_CH

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    Offenbar habe ich heute etwas Mühe dich zu verstehen. Vielleicht liegt's an der Tageszeit und es macht morgen früh klick? ;)
    Danke, habe mir mal die Rezensionen auf Amazon angeschaut. Kommt auf meine Wunschliste. :)
    Das Zusammenfinden ist meistens ja nicht das Problem.... Nur das Zusammenbleiben. :rolleyes::D
     
    10.12.2017 #21
    mone7 gefällt das.
  7. Dr. Bean

    Dr. Bean

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    Bei mir ist es genau umgekehrt :)
     
    10.12.2017 #22
  8. Schneefrau

    Schneefrau

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    Das ist mir auch nicht unbekannt. Ich habe in der Vergangenheit so empfunden, wenn ich mich irgendwo vernachlässigt fühlte; mein Nähe-Bedürfnis also mit seinem Distanz-Verlangen oder einfach den Umständen kollidierte.
    Oder mein Selbstwertgefühl war gerade nicht stark ausgeprägt und ich wollte mich von ihm bestätigen lassen. Nicht schön zuzugeben, aber so war es eben.
    Und dann - das hab ich immerhin schon mal gelernt :p - sollte man nicht umso stärker klammern, das verschlimmert alles nur noch. Dazu schrieb ich ja schon mehr in deinem anderen Thread.
    Ich glaube, man empfindet eher so, wenn man sich der Person und/oder der Beziehung unsicher ist, also beispielsweise noch im Kennenlernprozess oder einem Umbruch oder einer Krise.
    Dort, wo man sich nicht auf den anderen (oder sich selbst) verlassen kann. Hat aber auch mit der eigenen Haltung, sich auf jemanden einzulassen und zu vertrauen zu tun.
    Auch hier wäre für mich der Königsweg, zu kommunizieren, dass ich gerade emotional bedürftiger und deswegen anhänglich bin (wenn mir bewusst ist, weshalb, auch dies darlegen) und im besten Fall einen Kompromiss zu finden, mit dem es beiden besser geht.
    Toll ist es, wenn der Partner (durch das Gespräch und/oder Feingefühl) erkennt, was du brauchst und dir dies auch zugesteht und liebe- und verständnisvoll begegnet.
    Umgekehrt gilt das selbstverständlich ebenso.
    Das ist ein sehr schönes Gefühl, so an- und wahrgenommen zu werden...
    Manchmal ist dies schon das Quäntchen Sicherheit, das fehlte und es lässt sich wieder loslassen =)

    Neige auch zu diesem Verhalten, aber das kann auch schief gehen.
    Da gewisse Dinge vorausgesetzt werden ohne vorher abzuklären, ob die Bedingungen und Umstände tatsächlich den Erfahrungen entsprechen, können arge Missverständnisse entstehen.
    Wenn das nicht zeitnah auffällt, kann das einen unschönen Rattenschwanz mit sich bringen.
    Deswegen möchte ich in dieser Hinsicht an mir arbeiten.
    Einfach zwischendurch nochmal gemeinsam hinschauen und überprüfen, ob sich alles aus den bereits bekannten Gründen auf eine Art verhält oder noch mehr/anderes dahinter stecken könnte.
    Dann kann man einen möglichen Stolperstein vermeiden :p

    @Dr. Bean
    Das klingt nicht so glücklich.
    Möchtest du denn gefunden werden?
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #23
  9. Dr. Bean

    Dr. Bean

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    @Dr. Bean
    Das klingt nicht so glücklich.
    Möchtest du denn gefunden werden?[/QUOTE]

    Klar wer nicht aber ich kenn schon alle, das ist das Problem :)
     
    10.12.2017 #24
  10. Schneefrau

    Schneefrau

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    Was verstehst du darunter, alle zu kennen?
     
    10.12.2017 #25
  11. Tone

    Tone

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    Kurz ...
    Er: Ich will Nähe
    Sie: Ich brauche Distanz
    Er legt sich auf das Stereotyp des Nähetyps fest und sie verlegt sich immer mehr in die Rolle des Distanztyps. Ob daraus eine sichere Paarbindung erwächst kann ich nicht beantworten, weil es vermutlich eine rhetorische Frage ist :oops:
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #26
  12. Dr. Bean

    Dr. Bean

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    0 Herausforderung. Lern ich ne Frau kennen, dauert es 3 Sekunden und ich weiß wie ich sie rumkriege. Das ist langweilig.
     
    10.12.2017 #27
  13. Schneefrau

    Schneefrau

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    @Tone
    Hm, aber merkt man nicht bereits beim Kennenlernen, ob das passen könnte oder nicht?
    In bisherigen Kennenlernprozessen war das für mich schon recht gut einzuordnen, ob wir in der Hinsicht miteinander kompatibel sind oder nicht.
    Im Alltag und Extremsituationen erfordert das ohnehin weiterer Anpassungen, aber die Basis war eigentlich schon zu erkennen.
    Vielleicht hatte ich da bisher auch einfach Glück.
    Das wäre, um bei dir zu bleiben, meiner Meinung nach also so:
    Er: Ich will mehr Nähe
    Sie: Ich brauche mehr Distanz

    Jeder trägt ja ein Bedürfnis nach Nähe sowie Distanz in sich.
    Und dieses Grundbedürfnis kann wohl von äußeren Umständen abhängig sein und sich auch im Laufe des Lebens ein Stück weit verändern, aber ich kann kaum glauben, dass sich diese Grundhaltung (bei mir höherer Wunsch nach Nähe) so extrem verändern könnte.
    Allenfalls beispielsweise durch ein traumatisches Erlebnis, welches die Erfahrungs- und Glaubenswelt auf den Kopf stellt und in Folge dessen die eigene Identität hinterfragt oder Persönlichkeitsanteile abgespaltet werden.
    Ansonsten kann ich mir momentan nicht vorstellen, dass sich da meine Bedürfnisse stark verändern werden; sie machen einfach zu sehr einen Teil meiner Persönlichkeit aus...vielleicht fehlt mir hier die Lebenserfahrung, das kann sein.

    @Dr. Bean
    Denkst du da nicht zu eindimensional?
    Jemanden herumzukriegen wird manchen leichter fallen als anderen.
    Das ist eigentlich auch keine Leistung.
    Wer will (und keine Skrupel hat) kann da einfache Techniken anwenden, sodass so gut wie jeder darauf anspringt.
    Den anderen aber auf Dauer halten zu können und gemeinsam glücklich zu werden, das ist die wahre Herausforderung - dafür muss man sich aber erst einmal auf jemanden einlassen.

    Zumal du eigentlich auch nicht wissen kannst, ob du sie tatsächlich deiner Auffassung nach herumkriegen würdest oder nicht.
    Du schließt sie ja aufgrund deiner Annahme aus, sodass sie dich gar nicht überraschen kann :p
    Wenn für dich alle automatisch langweilig werden, weil du sie (vor)schnell in eine Kategorie einordnest, nach Schema x vorgehst, ..., dann lässt du dich doch eigentlich gar nicht finden, oder versteh ich dich falsch?
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #28
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  14. Tone

    Tone

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    Das bestätigen auch die Ergebnisse aus der Paarbindungsforschung: Die Grundhaltung nach Nähe und Distanz wird großteils in der Kindheit festgelegt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #29
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  15. Schneefrau

    Schneefrau

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    Da könnte dann - nehme ich an - eine größere Veränderung stattfinden, wenn ein Partner beispielsweise seine unglücklichen Kindheitserlebnisse und -erfahrungen aufarbeitet und in Folge dessen sich mit seiner Identität, seinen Bedürfnissen, etc. neu auseinandersetzt.
    Wäre es deiner Meinung nach in dem Fall möglich oder wahrscheinlich, dass sich seine Grundhaltung nach Nähe/Distanz grundlegend verändert?
    Ich fände das irgendwie plausibel.
     
    10.12.2017 #30
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