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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Das ist dein zweiter Versuch mich Auszumaneuvrieren. Du meinst ich blockiere die anderen Männer hier, richtig?
     
    10.12.2017 #46
  2. Inge21
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    Hä?
     
    10.12.2017 #47
  3. Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #48
  4. chava
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    Kopiert : aus Thread " Funktioniert Partnersuche überhaupt?"
    Hatte ich Montag um 09:15 Uhr #19 geschrieben,
    passt hier aber auch ganz gut rein, finde ich.

    Ein sehr großes Problem ist Nähe und Distanz.

    Wenn da zwei grundverschiedene Menschen aufeinander treffen,
    haut es über kurz und lang einfach nicht hin.
    Egal, wie viel Liebe und Kompromissbereitschaft vorhanden ist.
    Meist merkt man die Unterschiede leider erst, wenn man sich
    näher gekommen ist und mehr Zeit miteinander verbringt.

    Der Eine will viel Aufmerksamkeit, Romantik pur, Liebe hoch drei,
    am liebsten 24 Stunden täglich zusammen verbringen, dauernd
    Körperkontakt, Familie und Freunde mit schenken und teilen .
    Der Andere ist ein Eigenbrötler, einsamer Wolf, braucht auch nachts
    seine Ruhe, mag nicht kuscheln und niemand neben sich haben;
    verabscheut Händchen-halten und Küssen i.d. Öffentlichkeit;
    wird von Kindern und Enkeln - einer heilen Familie - erschlagen;
    braucht seine Ruhe, eingefahrenen Tagesablauf;
    sagt ehrlich, jeder macht sein Ding und lebt sein Leben;
    hat eigene Freunde und Hobbies, die er nicht teilen möchte.

    Der Eine liebt nachts frische Luft, Fenster auf, 12 ° - super.
    Der Andere schläft im Winter nur mit Heizung, Fenster zu.

    Der Eine bevorzugt gesundes Essen, gemeinsames Kochen,
    gemütliche Mahlzeiten bei Kerzenschein, feste Zeiten.
    Der Andere möchte Fast-Food, das zwischendurch,
    auch unterwegs, beim Gehen und TV stattfindet.

    Der Eine hat ein gemütliches, warmes, lebendiges Zuhause.
    Der Andere findet es kitschig, vollgestopft, altmodisch -
    hat eine kahle, kühle, moderne, minimalistische Wohnung.

    Der Eine möchte den ganzen Tag Ruhe, kein Radio, wenig TV.
    Der Andere hat 4 Radios mit unterschiedlichen Sendern
    im ganzen Haus und dauernd an.

    Der Eine hört Klassik, Schlager, Volksmusik, Filmtitel, Musical.
    Der Andere Rock, Rap, Heavy Metal, Ethno, Electro, Funk.

    Der Eine schaut gerne spannende Krimis im TV.
    Der Andere braucht Dokus, Nachrichten, Talkshows, Comedy.

    Der Eine guckt komplette Sendungen im TV, nur in der Stube.
    Der Andere ist ein Zapper, schaut gerne im Bett.

    Der Eine geht abends duschen.
    Der Andere dreckig ins Bett.

    Der Eine braucht 5 Stunden Schlaf.
    Der Andere schläft 8, mit Alkohol sogar 12 Stunden.

    Der Eine will 3 x täglich Sex.
    Der Andere hat kein Bedürfnis oder ist impotent.

    Der Eine drückt sich gewählt aus, ist sanft und friedlich.
    Der Andere poltert, flucht und beherrscht alle Schimpfwörter

    Der Eine genießt die Natur, Ausflüge und Sport.
    Der Andere sitzt bewegungsfaul am liebsten vorm PC.

    Der Eine wünscht, nach gewisser Zeit zusammen zu ziehen.
    Der Andere braucht ewig sein eigenes Nest und Auszeiten.

    Der Eine sagt : macht nix, ich hab ihn lieb - und leidet.
    Der Andere macht ganz einfach Schluss.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #49
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  5. Synergie
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    Ich kann das gut nachvollziehen.
    Männer rumkriegen ist ja eh ein Kinderspiel, denn die wollen ja meist schon von sich aus. Da muss man praktisch fast nichts mehr tun.
    Daher habe ich mir eine andere "Aufgabe" gestellt. Ich sehe innerhalb kurzer Zeit, wie und womit ich ihn verschrecken kann und spiele das dann aus. Überrascht worden bin ich da noch nicht.
    Was du jedoch unter den Tisch fallen lässt, Bohne, ist der eigene Wille der Frau. Vielleicht musst du sie gar nicht rumkriegen. Vielleicht kriegt sie auch dich rum.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #50
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  6. Ariadne_CH
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    So unschön finde ich es gar nicht, eher menschlich. Wenn das nicht gerade andauernd vorkommt, dass man sich über den Partner Bestätigung holt, sehe ich das nicht per se als schlecht an. Und wie du geschrieben hast, manchmal hilft es schon, wenn der Partner meinen Wunsch nach Nähe hört und versteht, auch wenn er ihn in dem Moment nicht erfüllen kann.

    Ja, da gebe ich dir völlig recht! Die gleichen Gedanken sind mir beim Schreiben auch gekommen ;), aber ich dachte dann, dass das zu weit führen würde.
    Manchmal muss man aber auch abwägen, wann und wie oft es Sinn macht die Bedürfnisse abzugleichen (also zu erfragen, wie die Bedürfnisse des Anderen wirklich gerade sind). Mitunter kann das auch zu ewig langen Diskussionen führen, gerade wenn sich einer von beiden gerade nicht so bewusst ist, was sein Bedürfnis jetzt genau ist.
    Ah, danke! Jetzt ist der Groschen gefallen. :D Diese Stereotype werden sich vermutlich besonders dann einstellen, wenn die Unterschiede in den Nähe-/Distanz-Bedürfnissen sehr gross ist. Von diesem Fall abgesehen, denke ich aber nicht, dass das einer guten Paarbindung im Weg steht.
    Ich habe gerade das Gefühl, dass du da zwei Konzepte miteinander vermischst, die gar nicht zwingend miteinander zu tun haben müssen... Das eine ist die Bindungstheorie, das andere der Wunsch nach Partnernähe. Jemand der sicher gebunden ist, kann ja trotzdem noch mehr oder weniger das Bedürfnis nach Nähe und Distanz haben.
    Und jemand, der viel Zeit für sich selbst braucht, ist nicht automatisch unsicher-vermeidend gebunden. Der kann sehr sicher gebunden sein und trotzdem ist er einer, der selten das Bedürfnis hat, seinen Partner zu sehen. Umgekehrt muss das Bedürfnis mit Nähe auch nicht mit einem bestimmten Bindungstyp verbunden sein.
    Natürlich gibt es einen Zusammenhang und unser Bindungsstil wirkt sich natürlich auch auf diese Bedürfnisse aus! Trotzdem sind es immer noch zwei unterschiedliche Konzepte. Zudem sind ja auch die Bindungsstile nicht klar abzugrenzen. Die wenigsten Menschen finden sich in genau einem Bindungstyp wieder, bei den meisten ist es ein Gemisch. Und wenn ich mich nicht irre, wurde der Bindungsstil nur bei kleinen Kindern beobachtet, stellt sich also noch die Frage wie weit und in welcher Weise er aufs Erwachsenenleben angewendet werden kann.
    Ich glaube wenn man bewusst über eine Beziehung den unsicheren Bindungsstil des Anderen beeinflussen möchte, wird es wie @Tone beschreibst, schwierig. Diese Veränderung kann aber auch ohne eine bewusste Intention stattfinden, wenn der Eine einfach ein wenig sicherer gebunden ist und dies sich positiv auf die Beziehung auswirkt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #51
  7. Tone
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    Die Paarbindung bei Erwachsenen und die Prägung innerhalb der Eltern-Kind-Bindung haben sehr viel miteinander zu tun, weil die grundlegenden Beziehungsmuster in der frühen Kindheit gelegt werden.
     
    10.12.2017 #52
  8. Ariadne_CH
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    Das ist nicht mehr so ganz aktuell, Beziehungsmuster sind stärker veränderbar als man früher dachte. Ausserdem beruhen Psychotherapien genau auf diesem Prinzip, wenn also Beziehungsmuster so grundlegend in der Kindheit gelegt würden, dass sie nicht mehr veränderbar wären, wäre ja jede Therapie zwecklos.
     
    10.12.2017 #53
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  9. Tone
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    Das ist aber nicht der Punkt. Du hast vorhin gemeint die Paarbindung - in der ja das Bedürnis nach Nähe enthalten ist - und die Eltern-Kind-Bindung haben nicht zwingend miteinander zu tun. Ich denke schon, dass beide miteinander verwoben sind und wie du sagst mit viel Therapiearbeit verändert werden können. Aber nicht in dem Ausmaß wie es manchen scheint, schon gar nicht als völlige Neuordnung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #54
  10. Ariadne_CH
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    Ja, eben, sie haben miteinander zu tun, aber nicht zwingend. Ich meinte damit, man muss - um sich mit dem eigenen Bedürfnis nach Nähe und Distanz auseinander zu setzen - nicht unbedingt auf die kindliche Bindungsprägung zurückgehen. Es ist sicher nicht schlecht, dies im Hinterkopf zu haben, aber mir persönlich hilft das wenig weiter, wenn ich mich mit meinen heutigen Bedürfnissen auseinander setze. Da hilft es mir mehr wenn ich mir mein Bindungsmuster im Erwachsenen-Alter betrachte.
     
    10.12.2017 #55
  11. Tone
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    Das verstehe ich nicht. In der Einleitung deines Threads steht ...
    Die Frage nach dem Warum kann dir ein Blick auf dein Bindungsmuster und natürlich das deines Partners beantworten, weil die frühkindlichen Prägungen eben nicht Vergangenheit sind, sondern unsere Persönlichkeit darauf aufbaut.
     
    10.12.2017 #56
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  12. AlexBerlin
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    Man sollte ein ähnliches Bedürfnis nach Nähe haben, denke ich. Sonst wird es schmerzhaft für den, der mehr Nähe möchte und anstrengend für den, der sich seine Freiräume erkämpfen muss.
    Ich brauche viel Freiraum und kann auch Freiraum geben.
    Das hängt damit zusammen, dass ich sehr viele Interessen habe, nicht, dass ich die Sachen unbedingt alleine machen will. Es gibt niemanden, denke ich, der alle meine Interessen mit mir teilt.
    Ich freue mich aber, wenn mein Partner Interesse an einem meiner Projekte oder Hobbies entwickelt und Teil davon werden möchte. Umgekehrt wäre es mir wichtig, dass mein Partner mich als Bereicherung sähe, wenn ich irgendwo bei ihm mitmachen wollte.
    Bekäme ich das Gefühl, dass es Bereiche in seinem Leben gibt, die closed für mich sind, wäre das nix für mich.
     
    10.12.2017 #57
  13. 199MKt8gf
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    Jetzt mal Hand aufs Herz, redet ihr so ein Zeugs auch mit Partnern?
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #58
    HrMahlzahn gefällt das.
  14. 199MKt8gf
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    "Weißt du, Detlef/Hans-Jürgen/Ludwig/Monika/Gertrud, ich hab' so ein Nähe-Distanz-Dilemma, das ich unbedingt ausdiskutieren muss." "Erst neulich im PS-Forum, da..."
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.12.2017
    10.12.2017 #59
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  15. Ariadne_CH
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    Ja, das war missverständlich formuliert. Ich meinte damit: Es ist sicher nicht schlecht, dies im Hinterkopf zu haben, aber mir persönlich hilft diese Bindungstheorie wenig weiter, wenn ich mich mit meinen heutigen Bedürfnissen auseinander setze.

    Bei mir haben andere Aspekte/Erfahrungen in dieser Diskussion einfach mehr Dinge ausgelöst, deswegen hatte ich das Gefühl, dieses ganze Thema auf die Bindungstheorie abzustützen, wäre der falsche Weg. Für dich hängt das offenbar mehr zusammen und das ist ja auch okay so. So haben wir beide unseren individuellen Weg. :)


    Wärst du denn umgekehrt auch bereit (und hättest Zeit) dich in eines seiner Hobbies/Projekte mit einzubringen?
    Ich finde es übrigens auch okay, wenn gewisse Bereiche "closed" sind. Gerade Männer-/ Frauenabende, da will man doch weder stören noch gestört werden. Man kann ja immer noch am Ende des Abends mit dazu kommen, oder den Partner von da abholen oder so. ;)
     
    10.12.2017 #60
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