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Gast

  • #271
Zitat von t.b.d.:
Ich vermute mal, dass das Besondere schon vorher da war und nicht durch meine Zuneigung entstanden ist. Eher ist es andersherum. Meine Zuneigung erwacht wenn ich das für mich Besondere schätzens- oder liebenswerte erkenne.

Das was geliebte Menschen für mich zu etwas ganz Besonderem macht, haben sie nicht von mir und ich kann es ihnen auch nicht nehmen.
Vielleicht ist es ein bißchen wie mit Henne und Ei.
Oder auch wie mit Sex: jeder begehrt den anderen und das Begehren verstärkt sich durch die Wahrnehmung des Begehrtwerden durch den anderen.

Besonders wird der andere schon auch durch die Geschichte, die man mit ihm hat. So im Wechselspiel: die Geschichte entsteht, weil die Beteiligten sich besonders finden. Und zugleich macht die Geschichte, welche die beiden verbindet, sie besonders füreinander.
Und dabei spielen Prioritäten und Besonderungsbeweise bis zur Exklusivität eine Rolle.
 
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Gast

  • #272
Mit jemanden, der einem rumpelstilzchenhafte Infantilität attestiert und küchenpsychologische Unterstellungen und ansonsten nur gepflegtes Geschwurbel betreibt lohnt sich eine Diskussion allerdings nicht. Du nervst doch nur noch. Merkst Du das nicht. Und das geht nicht nur mir so.
 
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Gast

  • #273
Erzähle doch mal was von Dir, dann könnte man Dich als Gesprächspartner ernster nehmen. Bist Du jetzt eine Frau oder ein Mann? Zuvor warst Du doch Heike. Und hast Du einen Freund, eine Freundin, bist Du solo etc.? So viel zum Thema Rumpelstilzchen.
 
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Hafensänger

  • #274
Zitat von Butte:
Mein Post bezog sich nicht auf Marlenes Post. Das fand ich stimmig und ich habe und hätte ihm nichts hinzuzufügen. Etwas anderes ist, wenn jemand anderes es nicht stehen lassen kann, sondern einen persönlichen Erfahrungsbericht dazu benutzt, um seine fixe Idee weiterzurollen, eine Ideologie drüberzustülpen und es für seinen persönlichen Händel mit mir zu mißbrauchen. Vielleicht kennst du diesen "Hintergrund" nicht, daß BoiledFrog das seit langer Zeit unter diversen Nicks auf immer selbe Weise macht, mit immer demselben inhaltsleeren Geschwurbel, denselben zwanghaften Unterstellungen, den immer selben Selbstwidersprüchen, den immer selben Versicherungen, er sei ja kein Freund von Rhetorik mit der immer selben schlechten Rhetorik nicht ohne Zufall auch mit der hohen Dichte an Unwörtern des Jahres usw.
Och, ist dir ein Läuschen über das Leberchen gelaufen? Ist das deine Sachlichkeit? Mit deiner Beherrschung ist es ja eh nicht weit her. Es ist schon hübsch, wenn du anderen Ausetzter attestierst und directemente deinen eigenen zelebrierst. Die sind regelmäßiger als von jedem anderen und wenn man sich die Aussetzer anderer ansieht, dann wirst du häufig nicht weit sein.
Es war eine ruhige und beschauliche Zeit als du weg warst bzw. dann mit neuem Nick unerkannt deiner Naturschnappigkeit nicht frönen konntest. Das sind außerordentlich einfache Zusammenhänge, aber auf dem Auge hast du eine gnädig verbrämende milchige Eintrübung.
 
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  • #275
Zitat von tina*:
Die "nächste Stufe" scheint dann die polyamore Beziehung zu sein, in der auch "wirkliche" Beziehungen zu anderen zugelassen sind. Trotzdem gibt es dort meistens ein "Wertigkeitsgefälle" - sei es durch eingeschränkte Zeitressourcen, gemeinsame Kinder usw. - und das Thema Eifersucht ist damit nicht automatisch aus der Welt.
Apropos polyamore Beziehung(en): Es wird dort desöfteren ein interessantes Phänomen beobachtet, nämlich dass sich innerhalb der anfangs gleich"rangigen" Liebespartner mit der Zeit ein "Hauptpaar" herauskristallisiert (oder mehrerere). Das Thema Eifersucht ist, wie du schon schriebst, ebenfalls nicht automatisch aus der Welt. -- Was ich damit andeuten will: auch dort dräut anscheinend ein "Urbedürfnis" nach exklusiver Zweisamkeit (sprich: Treue).
 
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  • #276
Ich versteh zwar nicht alles, was hier so rausgelassen wird, aber ich komme so ins Grübeln...
Ich glaube, dass viele Menschen aus der Masse herausstechen, etwas besonderes und einzigartiges sein wollen. Ist ja auch ein tolles Gefühl und irgendwie "menschlich". In einer Liebesbeziehung erscheint das dann wie die Krönung - wow : die einzige und für immer !!! Die Treue muss dann dann ums Verrecken festnageln.
Ich fände es gesünder, wenn dieses schöne Nebeneffektsgefühl auch als solches gewertet und erkannt werden würde. So ein bisschen entspannter : oh toll, für den bin ich gerade was ganz besonderes...
Mach ich dies aber zu einer Art Fundaments-Lebensgefühl, mit totaler Verschmelzung mit dem Selbstwertgefühl und verlange blinde lebenslange Garantie (Treue ) ohne den eigenen Partner und die eigene Beziehung als veränderbar zu akzeptieren - dann wird es wohl schwierig...

In jungen Jahren hatte ich auch so meine Probleme mit der Treue (ich war jung und brauchte die Selbstbestätigung) und selber wurde ich auch schon betrogen. Nicht immer lustig, aber lehrreich. Und alle haben überlebt...
Spätestens seit Forumlesen sind mir die meisten Gefühle, die zur starken Abwertung anderer Leute führen mehr als suspekt.
 
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  • #277
Zitat von Butte:
Ein anderes Bewußtsein von der "argumentativen" Rolle von Körper kriegst du vielleicht, wenn du dir hier so manches Post aus Sicht von jemandem durchliest, der von einem eifersüchtigen Partner verprügelt wurde, weil dem das körperlich so nah ging und ihm diese körperliche Reaktion deswegen auch alternativlos war. Oder aus der Sicht von jemandem, in dessen Bekanntenkreis es einen sogenannten Ehrenmord gegeben hat, wo es für den Täter einfach alternativ los war zu töten, weil er eben noch ein Mann ist, der Ehre im Leib (!) hat.
Zu drastisch? Ach, eben. Deswegen schlage ich vor, die liebe Moralkeule etwas stecken zu lassen, den Ball flach halten, den Anteil persönlicher Anfeindung und Anstachelung herunterfahren und was zum Thema schreiben. Hast du schon?
Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen und hebst beides auf eine gleichwertige Ebene. Du vermischt die Täter- und Opferrolle, so wie es mal gelehrt wurde: der arme Täter ist auch immer ein Opfer usw., was ja nicht verkehrt ist, aber die Gefahr nach sich zieht, dass das Opfer nicht mehr gesehen wird, sogar noch schlimmer, dass ihm Tätereigenschaften untergeschoben werden. So ähnlich kommt mir auch Deine Argumentation vor. Ich halte es da mit Marie-France Hirigoyen, die die Zuordnung mal wieder klargestellt hat. Du meinst, der Körper spielt keine argumentative Rolle? Für mich ist der Körper der Ausdruck der Seele, nicht ohne Grund gibt es so viele psychosomatische Krankheiten. Mit Moral hat das übrigens gar nichts zu tun, sondern nur damit, was für Wertigkeiten man für sich selbst anlegt. Du hast Deine, ich hab meine.
 
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  • #278
Zitat von BoiledFrog:
Och, ist dir ein Läuschen über das Leberchen gelaufen? Ist das deine Sachlichkeit? Mit deiner Beherrschung ist es ja eh nicht weit her. Es ist schon hübsch, wenn du anderen Ausetzter attestierst und directemente deinen eigenen zelebrierst. Die sind regelmäßiger als von jedem anderen und wenn man sich die Aussetzer anderer ansieht, dann wirst du häufig nicht weit sein.
Es war eine ruhige und beschauliche Zeit als du weg warst bzw. dann mit neuem Nick unerkannt deiner Naturschnappigkeit nicht frönen konntest. Das sind außerordentlich einfache Zusammenhänge, aber auf dem Auge hast du eine gnädig verbrämende milchige Eintrübung.
An deiner Stelle würde ich mich hinsetzen und darüber weinen, dass meine Verflossene, die ich in einem öffentlichen Forum gefühlvoll verehrt habe, auf übelste Art im selbigen Forum über mich herzieht...
Vielleicht löst das was in dir und es geht dir dann besser..
 
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  • #279
Zitat von t.b.d.:
Ist man nur was Besonderes durch den für den man was Besonderes ist?
Ja, irgendwie schon. Wenn wir uns jetzt mal über die Phase der rosaroten Brille hinwegdenken und dann am anderen ein "Gewebe" von Eigenschaften sehen, die im einzelnen, aber vor allem in der Kombination gut zu dem passen, was wir uns wünschen, dann ist derjenige schon etwas besonderes. Im Sinne von: etwas seltenes. Denn durch die Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten ist eine ganz bestimmte Kombination statistisch gesehen um so seltener, je mehr unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten es gibt.

Wenn der andere einen selbst also als etwas besonderes empfindet, fühlt man sich selbst natürlich auch als etwas besonderes -- als etwas besonderes für diesen konkreten anderen. Als angenehmen Nebeneffekt wird man sich i.d.R. aber auch ganz allgemein gut fühlen.

Wenn manche sagen, einen passenden Partner zu finden, ist fast wie ein Lottogewinn, dann ist das nicht ganz von der Hand zu weisen. Auch die Beobachtung, dass das Finden eines passenden Partners mit dem Älterwerden immer schwieriger wird, passt dazu. Wer sich mit dem Älterwerden auch immer noch weiterentwickelt, dessen Persönlichkeit wird -- ich würde sagen: komplexer. Und damit steigt die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten.

Wer das Gefühl hat, im "Lotto gewonnen" zu haben, dürfte sich im übrigen ein paar Mal öfter überlegen, ob er das mit einem Seitensprung aufs Spiel setzen will.
 
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  • #281
Zitat von Schreiberin:
Ich glaube, dass viele Menschen aus der Masse herausstechen, etwas besonderes und einzigartiges sein wollen. Ist ja auch ein tolles Gefühl und irgendwie "menschlich". In einer Liebesbeziehung erscheint das dann wie die Krönung - wow : die einzige und für immer !!! Die Treue muss dann dann ums Verrecken festnageln.
[...]
Mach ich dies aber zu einer Art Fundaments-Lebensgefühl, mit totaler Verschmelzung mit dem Selbstwertgefühl und verlange blinde lebenslange Garantie (Treue ) ohne den eigenen Partner und die eigene Beziehung als veränderbar zu akzeptieren - dann wird es wohl schwierig...
Solche Extreme gibt es natürlich, wo der andere nur als "Spieglein, Spieglein an der Wand" gebraucht wird. Aber jenseits von Narzissmus und Egozentrik gibt es ja auch noch den ganz "profanen" Wunsch, von jemandem geliebt zu werden -- und zwar speziell dann, wenn man selbst diesen jemand liebt. Das liegt doch auf der Hand, alles andere ergibt ja auf Dauer auch keinen Sinn. Und wenn das dann auf Gegenseitigkeit beruht, also wenn zweie sich als etwas besonderes sehen, dann sollen sie's in allerherrgottsnamen auch richtig krachen lassen. Ganz oder gar nicht, und wenns dann irgendwann doch schiefgehen sollte, dann isses halt so.
 
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  • #282
Zitat von Kreutzner:
Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen und hebst beides auf eine gleichwertige Ebene. Du vermischt die Täter- und Opferrolle, so wie es mal gelehrt wurde: der arme Täter ist auch immer ein Opfer usw., was ja nicht verkehrt ist, aber die Gefahr nach sich zieht, dass das Opfer nicht mehr gesehen wird, sogar noch schlimmer, dass ihm Tätereigenschaften untergeschoben werden. So ähnlich kommt mir auch Deine Argumentation vor.
Welchem Opfer werden hier Tätereigenschaften untergeschoben: dem aus Eifersucht Prügelnden oder dem Ehrenmörder?

Ich halte es da mit Marie-France Hirigoyen, die die Zuordnung mal wieder klargestellt hat.
Ja, ein Buch, das wieder für klare Ordnung gesorgt hat. Die Guten finden es übrigens schlecht. Und die Schlechten gut.

Du meinst, der Körper spielt keine argumentative Rolle?
Nein. Auch hier: bitte lesen bevor du schreibst. Im Zweifelsfall Unterstellungen vermeiden.
 
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  • #283
Zitat von Schreiberin:
An deiner Stelle würde ich mich hinsetzen und darüber weinen, dass meine Verflossene, die ich in einem öffentlichen Forum gefühlvoll verehrt habe, auf übelste Art im selbigen Forum über mich herzieht...
Vielleicht löst das was in dir und es geht dir dann besser..
Krass.
Aber das würde natürlich zusätzlich einiges erklären.
 
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  • #284
Zitat von Andre:
Solche Extreme gibt es natürlich, wo der andere nur als "Spieglein, Spieglein an der Wand" gebraucht wird. Aber jenseits von Narzissmus und Egozentrik gibt es ja auch noch den ganz "profanen" Wunsch, von jemandem geliebt zu werden -- und zwar speziell dann, wenn man selbst diesen jemand liebt. Das liegt doch auf der Hand, alles andere ergibt ja auf Dauer auch keinen Sinn. Und wenn das dann auf Gegenseitigkeit beruht, also wenn zweie sich als etwas besonderes sehen, dann sollen sie's in allerherrgottsnamen auch richtig krachen lassen. Ganz oder gar nicht, und wenns dann irgendwann doch schiefgehen sollte, dann isses halt so.
Wieso schreibst du "aber" ? Ich will das ja gar nicht ausschließen. Kann ich nicht dolle lieben, hoffen, dass es lange so bleibt, gegenseitig - und trotzdem so doll bewusst haben, dass es sich ändern kann und entsprechend nicht meinen, Treue ist mein Faustpfand ?
Nur, wenn man das Treue-Thema etwas relativiert diskutiert, heißt das ja nicht gleich, man wäre der letzte unverbindliche Hallodri...
 
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Gast

  • #285
Ach ja, die Liebe. Sie gibt eben nicht nur, sondern will auch haben. Und indem man sie feiert, darf man eben auch mal die eigene Bedürftigkeit feiern.
Ich fänds noch entspannter, wenn das nicht so verhehlt werden müßte.
Dann müßte die Feier der Treue vielleicht auch nicth so in Haß ausarten, wie das hier manchmal vermuten läßt.