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  1. fleurdelis_gelöscht
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    Henry und ich haben uns über eine möglicherweise krankhafte Beziehung unterhalten, nicht über eine On-Off-Beziehung.

    In einer unter Verdacht stehenden Beziehung mit einem Borderliner halte ich es für sehr fragwürdig, der Partnerperson zu empfehlen in eine Reflektion zu gehen. Sehr sogar.

    Grundsätzlich mag ich esoterische Sichtweisen, warum ein bestimmter Mensch in das Leben getreten ist überhaupt nicht. Davon halte ich mich sehr sehr weit fern.
     
    08.11.2015 #181
  2. Pit Brett
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    Ach Henry. Oh Henry? There's a hole in the bucket ... Aber im Ernst: Kannst Du nicht den Reiz erfühlen, den so etwas für zwei voll ausgebildete, professionelle emotionale Achterbahnfahrer hat? Da entgeht Dir was ...
     
    08.11.2015 #182
  3. Das kann ich jetzt überhaupt nicht nachvollziehen. Ich habe doch überhaupt nichts in diese Richtung geschrieben!
     
    08.11.2015 #183
  4. fleurdelis_gelöscht
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    So was gibt's?
     
    08.11.2015 #184
  5. Ich halte alles andere für fragwürdig.
    Was meinst du: wie würde es ein sogenannter Borderliner selbst machen? Er würde vielleicht sagen: also angesichts dieses meines Partners halte ich es für sehr fragwürdig, in eine Reflexion zu gehen.

    Gegenüber Geschichten, die sich woanders abspielen und wir immer nur eine Seite erfahren, bevorzuge ich Geschichten, die sich hier abspielen.
    Schau dir beispielsweise Siebens Forumsverhalten an. Wem sie an welcher Stelle welche Diagnosen zukommen läßt.
    Und man versteht ein bißchen die Zusammenhänge.

    Wieso esoterisch? Ich halte es eher für abstrus, wenn man annimmt, es sei völliger Zufall, wenn man in einer Reihe an Menschen gerät, die sich später immer als absolute Borderliner, Narzißten usw. entpuppen.
     
    08.11.2015 #185
  6. fleurdelis_gelöscht
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    Gehen wir mal von einer konkreten Beziehung zu einem Borderliner aus, so ist sie geprägt, von den Verhaltensmustern dessen. Das besteht aus dem größten Teil davon, dass der Betroffene versucht, seine eigenen Ängste zu kompensieren, und die bestehen mal zum Teil daraus, alleine zu sein, aus dieser Angst heraus seinen Partner so zu behandeln, dass er nicht verlassen wird. Dazu gehört natürlich ein psychologisches Schauspiel aus Komplimenten, Lob, ohne den Partner nicht leben zu können, und bei Problemen, genau ins Gegenteil zu verfallen, nämlich fordernd, unterdrückend und verbal aggressiv zu werden. Die Kunst eines solchen Menschen ist es, den anderen so zu manipulieren, dass der "Unschuldige" bei sich den Fehler sucht, sprich in ständigem Gedanken lebt, nichts falsch zu machen, was den anderen provozieren könnte. Was natürlich unmöglich ist. Der Borderliner lässt niemanden zu nahe ans sich ran, weil er damit nicht umgehen kann, stoßt also Partner weg, welche sich dadurch vor den Kopf gestoßen fühlen. Gleichzeitig darf aber der Partner auch nicht weg, also wird er emotional erpresst. Für den anderen ist das ein Tanz auf Eiern, eine sehr große Belastung, denn die ganze Sache ist für ihn nicht kontrollierbar.

    Mein Gedanke der Reflektion beruht darauf, diesem Partner es zu ersparen, sich in so einer Situation auch noch die Schuld zu geben. Denn diese Schuld empfindet er sowieso ständig. So muss gerade jemandem der mit einem Borderliner zusammen lebt, das Verhaltensmuster dessen aufgezeigt werden, um aus seinem Schuldgefühl und seiner ständigen Angst, etwas falsch zu machen geholfen werden. Wenn das gut funktioniert, wäre durchaus eine Beziehung zu einem Borderliner möglich.

    Ansonsten denke ich, haben die meisten Menschen gar nicht so viel Zeit, ständig an persönlichkeitsgestörte Menschen zu geraten. Da der Kontakt an sich, die Zeit das zu beenden insbesondere und die Erholungsphase doch einen gewissen Zeitrahmen in Anspruch nimmt. Außerdem unterstelle ich Betroffenen, einen Spürsinn zu, solche Menschen an ihren doch stets auffälligen Verhaltensmustern zu erkennen und diesen aus dem Weg zu gehen.
     
    08.11.2015 #186
  7. Damit identifizierst du Reflexion mit Sich-die-Schuld-geben.
    Interessant wäre, warum. Denn beides ist nicht dasselbe.
    Wie meinst du, würde ein Borderline es machen: wäre es für ihn ein und dasselbe oder würde er das möglichst präzise unterscheiden wollen?

    Im übrigen kommt vor dem Diagnostiziertwerden das Leben. Die Zuschreibung von solchen Störungsetiketten ist eine pragmatische Angelegenheit, die Komplexität der Verhaltensweisen in ein für manche Zwecke opportunes Gerüst zu zwängen.
     
    08.11.2015 #187
  8. Kannst du per Suchfunktion finden.
    Ich interessiere mich ja auch für Naivität.
    Und mich verwundert tatsächlich immer wieder von neuem die Selbstverständlichkeit, daß die Foristen, die sich am lautesten darüber beschweren, im Leben Betrügern aufzusitzen, am ehesten hier im Forum Betrügern aufsitzen.
     
    08.11.2015 #188
  9. Eher präzise Anleitung: klick dich durch.
    Ich erwähnte auch noch mal die Selbstverständlichkeit, daß ein Betrüger vermutlich sich eher nicht mit "Ich bin ein Betrüger." vorstellen wird.
    Den Avatar dürfte ich bei der Anmeldung ausgesucht haben.
     
    08.11.2015 #189
  10. Was soll an dem avatar toll sein? Oft sieht man ihn gar nicht und den haben sowieso mehrere hier. Komisch finde ich eher den Nicknamenwechsel, dazu von weiblich zu männlich. Verstehe nicht, warum, wo die keine Ahnung was für eine Absicht dahinter eh nicht funktioniert.
     
    08.11.2015 #190
  11. fleurdelis_gelöscht
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    Ähmmm…….. Nein.
     
    08.11.2015 #191
  12. Du hast ja deine Empfehlung, ein Betroffener solle sich der Reflexion enthalten, damit begründet, er solle sich nicht die Schuld geben.
    Weswegen gehst du davon aus, daß ein Reflektieren sicheren Weges dazu führt, sich selbst die Schuld zu geben?

    Und weswegen glaubst du, daß ein Borderliner, Narzißt usw., bestimmte Selbstreflexionen nicht zuläßt?
     
    08.11.2015 #192
  13. fleurdelis_gelöscht
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    Im Grunde genommen ist es egal, was ich glaube und was nicht. Ich kann nur von dem berichten, was ich mit Borderlinern erfahren habe und meiner beruflichen Laufbahn her.

    Ein Borderliner geht nur in die Reflexion, wenn er selbst bereit ist dazu. Ansonsten ist das gerade ja eines seiner Probleme, die er nicht hätte wenn er bereit dazu wäre. Es wäre fatal, einem Borderliner jegliche emotionale Empfindung abzuerkennen, da er ja in großem Maße Angst empfinden kann. Dennoch durch die Störung im „Ich“, hat er bezeichnend für die Erkrankung verloren, einen Bezug zu dem zu finden, was die Emotionalität für sein eigenes Empfinden und das eines anderen bedeutet. Die Unfähigkeit, die Gefühlslage eines anderen wahrzunehmen kompensiert er durch Erlebnisse und Erfahrungen, und des sich darauf einstellen, was er von seinem Gegenüber erlebt. Kann er das nicht, gerät er in Panik. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass Schuld sowieso ein großes Thema in diesem Gesamtkonzept darstellt, die Hintergründe, warum diese Störung überhaupt entstanden konnte finde ich sehr dramatisch. Es wird niemand einfach aus Spaß an der Freude, den Bezug zu seinem Ich verlieren. Da gehören Prozesse dazu, die niemand in der Form erleben möchte.

    Die fehlende Einsicht, ist es meines Erachtens nach, die dem Borderliner den Weg für eine Reflexion versperrt.Und genau das ist es doch, was dieser Mensch sich im Laufe der Zeit erworben hat, um seine Erlebnisse, die erst dazu geführt haben, - um es krass auszudrücken, überhaupt überlebt. Das trifft natürlich nicht auf jeden zu, es ist niemanden möglich hier ein komplettes Urteil zu fällen. Es ist allgemein bekannt, das die Behandlung eines solchen Patienten zu den schwierigsten Aufgaben zählt. Das beinhaltet nicht das Therapieangebot.

    Der betroffene Partner rudert in dem Verhältnis zu einem Borderliner in einem Gespenst aus Angst, Vorwürfen, Aggressionen, aber auch der kompletten anderen Seite. Diese Menschen sind durch die Erlebnisse in der eigenen Reflexion meistens im Chaos der eigenen Schuldzusprechung. Insofern finde ich es fatal, über ein Forum laienhaft in diesen Prozess zu gehen. Unter Anleitung eines erfahrenen Experten wäre für die betroffene Person ein Rückblick mit entsprechender Klärung hilfreich und nötig.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.11.2015
    08.11.2015 #193
  14. Ich glaube gern, daß Betroffene eine starke Tendenz haben, die Empfehlung, nicht auch noch im Diagnostizieren und Verteufeln völlig selbstvergessen nur am Partner ausgerichtet zu sein, als Aufforderung mißverstehen, sich selbst Schuld zuzusprechen.
    Was wäre eine gute Alternative? Ich denke nicht die, von der Selbstreflexion abzuraten. Das resultiert ja, wie man hier immer wieder liest, in endlosem nachträglichem Rumtum am verlorenen Partner: da werden Bücher gelesen, um ihn im Stereotyp wiederzufinden, peinlichst genau jedes Detail seines Tun unters Mikroskop gelegt, seziert, angeklagt usw. - Ein nicht sehr aussichtsreicher Weg, um selbständig zu werden.
    Der Weg des Forums ist da häufig der Weg, Kameraden im gleichen Hobby zu finden. Es gibt nur noch die abwesenden Täter, sie bekommen allen Raum. Was sie zu Lebzeiten schon getan haben, geht nahtlos weiter nach der Trennung. Es gibt nur sie - und sonst: nichts. Das scheint mir eher ein Symptom als ein Ausweg aus der Krankheit = Leidenszeit zu sein.
    Insofern wäre dann eher zu empfehlen: ganz weg aus den Foren.
    Auch ausschleichender Entzug ist hart. Aber vielleicht doch besser, als ewig weiter an der Nadel zu hängen, nur mit umgekehrtem Vorzeichen.
     
    08.11.2015 #194
  15. fleurdelis_gelöscht
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    Insofern ist es ja von Vorteil, dass es einige Teilnehmer gibt, die Qualität haben und von einigen Dingen doch etwas Ahnung haben. ;)


    (Butte, ich habe unter anderem dich damit gemeint, es war nett, mal ein etwas tief "schürfenderes" Thema zu betrachten)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.11.2015
    08.11.2015 #195
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