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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Fortune-2017
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    Politische Grundhaltung - Euer Toleranz-Radius?

    Liebe Forenteilnehmerinnen und -teilnehmer,

    mich interessiert, wie weit Eure Toleranz bei abweichender politischer Grundhaltung Eures künftigen Partners geht? Also etwa: Sie ist bekennende Wählerin der Grünen; er ist langjähriger CDU-Wähler.

    Wäre Euch das egal? Fändet Ihr das gar inspirierend? Oder wäre es für Euch ein No-Go?
     
    28.05.2017 #1
  2. Rubena
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    Eigentlich wäre für mich nur "Afd" und "Trump-Sympathisant" ein Ausschlusskriterium! Das würde gegen meine ethische Grundhaltung sprechen und könnte in einer Beziehung nicht funktionieren, weil ich dafür keine Toleranzgrenze besitze. Allerdings geht praktizierender, streng gläubiger Katholik oder Sektenmitglied auch nicht wirklich...
     
    28.05.2017 #2
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  3. fafner
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    "Grün", AfD, PDS, SVP geht alles gar nicht. "Vegan" oder sonstige Essreligionen auch nicht. Esoterisch, "anthroposophisch", antitechnologisch, "weltrettend" ebenfalls nicht. Die Liste wird sicher noch länger... ;)

    Und ich meine natürlich alles dann, wenn hard core.

    Zum Glück ist das alles in meinem Alter nicht so verbreitet. Also SVP vielleicht noch am ehesten. Bin ich aber auch noch nicht begegnet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28.05.2017
    28.05.2017 #3
  4. lisalustig
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    Kommt immer drauf an, wie vehement die Ansicht vertreten wird und ob es ständig Bekehrungsversuche hin zur eigenen Anschauung gibt (gilt auch im religiösen Bereich). Es kann bereichernd, aber auch trennend sein - eine Frage der Toleranz(-grenzen).
     
    28.05.2017 #4
  5. Miwamo
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    Ich glaube, dass wenn die politische Orientierung zu weit auseinanderdriftet, dass das dann auch für andere Lebensbereiche gilt. Wenn jemand ein sehr modernes und weltoffenes Menschenbild hat, so wird er sich mit einem extrem konservativen Menschen auch in anderen Dingen schwer tun.
    Bei den sogenannten großen Parteien hat sich das allerdings im Lauf der Jahre so angenähert, dass es da wohl keine großen Probleme gibt. Manchmal kommen einem ja die Grünen schon konservativer vor als viele CDUler. (Etwas anders ist es hier in Bayern, da wird noch deutlich mehr polarisiert...)
     
    28.05.2017 #5
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  6. Loirinha
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    Ich denke auch, dass eine zu weit auseinander driftende politische Meinung nicht vorteilhaft ist. Sie verkörpert die Grundeinstellung eines Menschen und wenn diese zu konträr sind, dann klappt es einfach nicht.
    Ich rede jetzt nicht von einzelnen Parteien, denn die unterscheiden sich kaum. Aber AfD, NPD, ... das wären Hausnummern, die ein absolutes NoGo wären.
     
    28.05.2017 #6
  7. HrMahlzahn
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    Parteien und ähnliches sind letztendlich doch nur Sammelstellen für Weltbilder und Grundeinstellungen. Wichtig sind Toleranz und die Erkenntnis, dass die eigene Überzeugung nicht die absolute Wahrheit ist, doch leider zeigen Geschichte und Gegenwart, dass sich viele Menschen, und vor allem diejenigen die Macht haben, von ihren (unbewiesenen) Überzeugungen leiten lassen und die auch anderen aufdrücken, über die sie Macht haben. (Im Großen: Religionskriege usw, im Kleinen: Solange du deine Füsse unter meinem Tisch hast,........). Bis vor Kurzem war der Mann automatisch Haushaltsvorstand und hatte die Macht. (mit welcher Begründung?)

    Ich hatte mal einen besten Freund, der war sehr katholisch und konservativ, ich war Agnostiker und links. Wir waren meist verschiedener Meinung aber sehr diskussionsfreudig. Noch nie hat eine Freundschaft so sehr meinen Horizont erweitert. Leider hatte er dann eine noch religiösere Freundin, die unsere Diskussionen als Gefahr für ihr gemeinsames Weltbild ansah und unsere Freundschaft erfolgreich torpedierte. Sie verschwanden dann in die Schweiz ohne sich zu verabschieden. Ich habe es durch Andere erfahren.
    Gut das war eine ( Männer:) )-Freundschaft und keine Liebesbeziehung.

    Etwa zur gleichen Zeit lebte ich in Beziehung zu einer Frau, die noch wesentlich religiöser war. Sie ging in der Religion auf, ihre Welt war von Gott bestimmt.Jesus spielte in ihrem Leben eine größere Rolle als ich.
    Ich erzählte ihr einmal etwas von einem Weltraumspaziergang und sie wußte nicht mal dass es im Erdorbit keine Luft gibt. Ich dachte anfangs: Wie kann man nur so blöd sein, schließlich war das für mein naturwissenschaftlich geprägtes Weltbild existenziell. Bis mir aufging das in ihrer religiös geprägten Welt überhaupt keine Rolle spielte und völlig nichtig war. Ich hatte wieder was fürs Leben dazu gelernt
    Wir waren beide sehr sanft zueinander, zu sanft. Konflikte wurden unterdrückt. Jeder ging mehr auf den Anderen zu, als gut war. Ich ging auch mit ihr zur Kirche, Wir haben uns nicht ein einziges mal gezankt oder angebrüllt. So hielt die Beziehung 7 Jahre. Das sind jetzt über 30 Jahre her und wir sind noch immer befreundet.
     
    30.05.2017 #7
  8. lisalustig
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    @HrMahlzahn

    mit dem Dutt übertreibst Du jetzt aber :p
     
    30.05.2017 #8
  9. Ich habe keine Lust mehr auf sinnlose und ewig gleiche Diskussionen mit Leuten, die anders ticken, aber auch nicht auf fehlendes gegenseitiges Verständnis in einer Partnerschaft. Und ebenso wenig auf derartigen Alltagsradikalismus, dass es unnötig Zeit und Lebensfreude kostet. (Wobei ja bei Weitem nicht alle Freude an dem hätten, was mir gefällt.) Meine Energie spare ich mir für Besseres und Fruchtbareres auf. Ich mache mein Ding, und erstaunlicherweise hat sich genau dann mein Partner gefunden...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.05.2017
    30.05.2017 #9
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  10. HrMahlzahn
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    In Hollywoodfilmen über das alte China trugen die kaiserlichen Beamten oft so einen Dutt. Da fand ich, das sei noch einer der weniger schlechten Avatare. Außerdem geht unser Bestand an Singvögeln (nicht an vö.....elnden Sängern ) so stark zurück, dass man ihnen künstliche Nester anbieten sollte . Ein Neanderthaler oder ein Homo erectus als Avatar fände ich allerdings viiieeel schöner :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 30.05.2017
    30.05.2017 #10
  11. Rubena
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    Ein praktizierender Katholik wirkt auf mich einfach unerotisch! :rolleyes:
    Ich war allerdings über 20 Jahre mit einem Katholiken verheiratet (nur zahlendes Mitglied ;)).
    Das Maß der Dinge ist ausschlaggebend!
     
    30.05.2017 #11
  12. @HrMahlzahn hat es auf den Punkt gebracht, denn im Grunde ist die Einstellung egal, aber wie man sich darüber austauscht, das ist entscheidend. Aus diesem Grunde ist mir ihre Einstellung erst mal egal. Auch praktisch habe ich da schon einiges mitgemacht. Immer unproblematisch.
     
    30.05.2017 #12
  13. Wenn du dich da mal nicht täuschst. Üblicherweise sind die praktizierenden bis hin zu sehr interessant, ein Nurzahler kann das üblicherweise nicht bieten.

    Ach ja, mit meiner Religiösität ist das schon ziemlich übersichtlich. Ich erfahre Transzendenz über "Naturreligion".
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.05.2017
    30.05.2017 #13
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  14. Rubena
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    Mich würde es echt abtörnen, ein Tischgebet abzuhalten :D
     
    30.05.2017 #14
  15. @Rubena, ich habe im Abi ausgerechnet in Religion kapital versagt. Mein Religionslehrer war ein tiefgläubiger Pfarrer in der Kirche direkt neben dem erzkonservativen Wirtschaftsgymnasium. Er hatte mich als Mensch fasziniert, unter anderem durch sein Verständnis, dass er mich als Einziger den Raum verlassen ließ, wenn er mit den anderen betete. Ich konnte das nicht. Heute bin ich da deutlich entspannter. Religion ist das was man daraus macht.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.05.2017
    30.05.2017 #15