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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. fafner

    fafner

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    Programmiertes Glück

    Interessanter Artikel. Findet sicher nicht nur Zustimmung. :)

    http://www.faz.net/aktuell/wissen/d...e-boersen-programmiertes-glueck-13709614.html

    Sandra Spreemann, Expertin bei Parship, über die Partnersuche mit Algorithmen:

    Das dürfte Kulturpessimisten interessieren: Online-Paare institutionalisieren schneller, indem sie heiraten oder zusammenziehen. Und wir sehen in unseren Studien eine Tendenz, dass sie ihre Beziehung als zufriedenstellender erleben als Offline-Paare, vor allem im Hinblick auf ihr Beziehungsengagement oder die gemeinsame Stressbewältigung.

    Es gibt niemanden, der unvermittelbar ist. Da hilft einfach die unglaublich hohe Reichweite.
     
    25.07.2015 #1
  2. Was genau willst du denn diskutieren?

    Offensichtlich gibt es ja viele, die nichts dagegen haben, gläserner Bürger zu sein, wie die Vielzahl von Facebook&Co. Nutzern, Rabattkartenverwendern usw. belegen. Für mich wär das nix.


    Wenn du dich ein wenig mit Systemtheorie beschäftigtest, könntest du dich vielleicht auch der Idee anschließen, dass lebende Systeme nicht nach starren Regeln funktionieren, sondern mit Paradoxien leben dürfen. Auch wenn das für Physiker vielleicht schwer zu akzeptieren ist, dass Menschen keine Maschinen sind. :)

    Ich vermute, dass ist die Illusion, durch Kontrolle Sicherheit schaffen zu können. Das geht zu Lasten der Freiheit. Wer's mag...
    Oder wolltest du wieder etwas Selbstbeweihräucherung :) anbringen?

    Selbst in einem Werbeinterview, das ja bekannterweise nichts mit Tatsachen zu tun hat, würde Parship sich nicht entblöden, eine Vermittlungsquote von 100% anzugeben. Auf ihrer Seite werden m.W. 38% aufgeführt.

    Ansonsten fällt mir da doch wieder die von Heike gefundene choreographisch herausragende Gesangsnummer aus dem Jahr 1968 ein...:D

    https://www.youtube.com/watch?v=Uf-n7YfRKqc
     
    27.07.2015 #2
  3. Howlith

    Howlith

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    Zuerst einmal wäre doch die Frage zu klären, was an den Aussagen von Frau Spreemann "Werbung in eigener Sache" und was durch unabhängige Zahlen sicher belegt werden kann.

    Ich denke, dass "Online-Paare" (wenn es diese denn überhaupt gibt) tatsächlich schneller institutionalisieren, weil sie sich ja sehr bewusst auf die Suche gemacht haben. Also zielorientierter agieren. Bei "Offline-Paaren" (also wenn es diese denn überhaupt gibt!) ist das ja mehr so eine ungeplant-zufällige Sache. Da lässt man sich vielleicht auch einfach mehr Zeit ... also hier könnte man fragen, wie lang denn der Beobachtungszeitraum ist, der zu der Aussage führt, dass die eine Gruppe schneller institutionalisiert ... ferner könnte man fragen, ob diese Institutionalisierung dauerhaft von Erfolg ist. Reichen hier 5 Jahre Beobachtung. Oder 10? Gleichen sich die Zahlen vielleicht irgendwann an?

    Die Illusion, durch Kontrolle Sicherheit zu gewinnen dürfte in gleichem Maße auf beide Gruppen - egal ob on oder off - zutreffen. Warum das nur auf eine Gruppe zutreffen soll, erschließt sich mir nicht.

    Der Artikel ist schon so ein bisschen larifari und scheint eh nur als Aufhänger für das Parship Interview zu dienen. Es gibt Schlimmeres ...
     
    27.07.2015 #3
  4. Hast du doch grade selbst geschrieben:
    Sie glauben an den Partnerlieferdienst ;))


    Witzig, die unterschiedlichen Formulierungen. Ich würde es eher als "weniger zwanghaft" bezeichnen... :)
     
    27.07.2015 #4
  5. Howlith

    Howlith

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    Also der "Wunsch nach einem Partner" und der "Wusch nach Sicherheit durch Kontrolle" sind schon zwei verschiedene Dinge. Nur weil man sich bewusst für die online-Suche entscheidet, ist doch der Wunsch nach Kontrolle nicht automatisch größer ... ich würde auch Institutionalisierung nicht automatisch mit dem Wunsch nach Kontrolle gleich setzen. (Genauso wenig wie der Wunsch nach Freiheit etwas mit Bindungsangst zu tun hat ...)

    Ja ja, die unterschiedlichen Formulierungen. Man kann sich auch offline ganz schön zwanghaft verhalten ... (laufen ja aktuell auch ein zwei threads zu ;-)). Oder auch "zwanghaft locker" ???

    Und genau so kann man online locker-entspannt an die Sache rangehen ... hat meines Erachtens mehr mit der Person und weniger mit der Frage on oder off zu tun.
     
    27.07.2015 #5
  6. Klar. Ich schrieb ja auch nicht, dass das das Gleiche ist.

    Das schrieb ich auch nicht. Abgesehen davon habe ich den Begriff "Kontrolle" aus systemtheoretischer Sicht gebraucht (darin dilettiere ich allerdings auch). Das ist, denke ich, außerdem keine bewusste Aktion.

    Stimme dir völlig zu.

    Wahrscheinlich. Online kann ich nicht beurteilen.

    Mir ist schon klar, dass das hier im Forum Geschriebene nicht repräsentativ ist. Es ist allerdings schon oft herauszulesen, dass für die "investierte" "Mühe" (sowohl Zeit als auch Geld) etwas herausspringen muss. Dass die, die sich nicht gleich bekennen, Spieler und sowieso es nicht wert sind... etc pp.
     
    27.07.2015 #6
  7. fafner

    fafner

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    Das ergibt sich doch von allein, einfach indem es jemand, den es interessiert, aufgreift. :)

    Kontrolle worüber denn? Die Beziehung? Den Partner? Das wär ja grusig. Und welche Freiheit würde hier eingeschränkt.?
     
    27.07.2015 #7
  8. Howlith

    Howlith

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    Yo, das lese ich auch so. Andererseits, hätte wir hier ein Forum zum Thema "Erfolge an der Cocktail-Bar" würden wir wohl auch hin und wieder lesen (müssen) "3 Cocktails bezahlt und nix passiert*". ;-)) ... was mir auffällt, viele scheinen das Thema Partnersuche als spassbefreite Zone zu erleben ... da kommt man dann schon mal ins Grübeln.

    Was sicherlich stimmt: die Erwartungshaltung speziell bei zahlungspflichtigen PB scheint sehr (unrealistisch?) hoch zu sein. Der Frust bei Nichterfolg entsprechend.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27.07.2015
    27.07.2015 #8
  9. equinox

    equinox

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    Sandra Spreemann, Expertin bei Parship, über die Partnersuche mit Algorithmen im o.g. FAZ-Beitrag: "... dass Ähnlichkeit zwischen Partnern durchaus förderlich ist und zu mehr Zufriedenheit und längerer Beziehungsdauer führt. Das gilt aber nicht für alle Konstellationen und vor allem nicht nur für oberflächliche Merkmale wie Hobbys und Interessen. Sondern für tiefergehende Dinge wie Lebenseinstellung, Wünsche, Werte und Verhaltenstendenzen."

    ... tatsächlich, welch tiefgehende Erkenntnis. Das hätte ich nun gar nicht vermutet ... oder anders formuliert: wer nicht in der Lage ist oder sich nicht die Mühe machen möchte oder denkt, zwischen all seinen aufreibenden Aktivitäten nicht die Zeit dafür zu haben, seine persönlichen Kriterien bei der Partnerwahl zu erforschen - und dazu gehört ganz beiläufig auch eine umfassende Selbsterkenntnis - der gibt eben seine Persönlichkeitsvariablen bei PS oder Konkurrenten ab und lässt suchen. Und das geht genauso zielsicher wie die Suche des individuell passenden Autos oder der geeigneten Wohnung oder des Urlaubsziels. Und enthebt die Protagonisten nicht nur der Anstrengung eigenen Nachdenkens sondern auch eigener Entscheidungen, denn was tausendfach bewährte Algorithmen zusammenführen, muss einfach passen ... brave new world.
     
    28.07.2015 #9
  10. Ja. Und wenn es dann wider erwarten nicht klappen sollte, geben Singles Ratschläge, wie es denn klappen könnte.
     
    28.07.2015 #10
  11. ptha

    ptha

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    das hat aber was.
    ;) männersingle sind alles frauenversteher
    ;)frauensingle sind alles männerversteher

    ausserdem war jetzt nen optimierkommando bei parship...ab heute wird sich aller 9 sekunden verliebt^^
     
    28.07.2015 #11
  12. Total. Ein jeder versteht alles (vor allem aus der Ferne). Vereint für ein großes Ziel.
    Je nach façon für oder gegen das Singletum. Denn ein jeder hat schon mal gesucht oder falsch gesucht oder falsch gefunden oder was auch immer.
     
    28.07.2015 #12
  13. Victor

    Victor

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    Mir selber ist aufgefallen, dass die Onlinepartnerbörse vor Allem Leute anzieht, die schnell und mit wenig Aufwand Vieles erreichen wollen. Das ist bereits der erste Suchfilter. Zu dieser Personengruppe gehöre ich schon einmal nicht. Des weiteren begünstigt es Menschen, die eine Faszination für Social Networks haben. Auch nicht mein Ding. Dann hätten wir noch die vielen Leute, welche noch nicht so richtig über die letzte Beziehung hinweg sind...

    Mit anderen Worten, es bleiben nicht mehr Viele übrig, die so sind wie ich. Daran kann das Matchingsystem nichts ändern, ganz egal wie gut es arbeitet. Die Wahrscheinlichkeit, die passende Partnerin zu finden ist für mich in der Partnerbörse deutlich geringer als wenn ich es einfach dem Zufall überlasse.

    Bei 20% Singleanteil in der Bevölkerung ist die statistische Wahrscheinlichkeit für Zufälle übrigens sehr hoch. Man muss nur ein bisschen aus dem Haus gehen und mit den Leuten reden. Wenn man genug Sozialkompetenz hat, ist das sehr einfach und macht viel Spass, ist lehrreich, bekämpft die Einsamkeit, baut den Bekanntenkreis aus, erweitert auch die Menschenkenntnis und bringt einem zudem auf ganz neue Gedanken.

    Die Singlebörse hingegen frisst sehr viel Zeit ohne dass ich dabei noch etwas wesentliches dazulerne oder grossartig Spass hätte. Für mich ist es lediglich eine unheimlich umständliche Art, eine Frau nach ihrer Telefonnummer zu fragen. Das geht auch einfacher, setzt aber voraus, dass man die Partnersuche nicht mehr so ernst nimmt und mit Menschen umgehen kann.

    Jedem das Seine, aber die Partnerbörse ist definitiv nicht Meines. Aber hinterher ist man immer klüger. Es muss jeder für sich herausfinden, was das Richtige für ihn ist. Daher bereue ich meine Zeit nicht, sondern habe etwas dazugelernt und auch das eine oder andere lustige Erlebnis gehabt.
     
    02.08.2015 #13
  14. fafner

    fafner

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    Das gilt alles auch für die Onlinesuche.

    Hm. Ich fand es online viel einfacher als etwa im Supermarkt, an der Ampel oder in der S-Bahn. Wie oft pro Woche fragst Du denn da jemand?

    Dann wird es sowieso nix.
     
    02.08.2015 #14
  15. Victor

    Victor

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    Ich weiss nicht so recht, Fafner:

    Parstnersuche ernst nehmen, mehrmals die Woche nach einer Telefonnummer fragen, Schwierigkeiten Frauen in alltäglichen Situationen anzusprechen, Erwartungen senken, permanentes suchen, Kompromissbereitschaft zeigen, Unverständnis für ein Leben als Single...

    Alles, aber auch wirklich ALLES, was ich aus Deiner Ecke hören bekommen, stinkt fürchterlich nach Torschlusspanik.

    Es gibt kein Patentrezept für Liebe. Schon gar nicht bei Parship, wo schätzungsweise 90% der Mitglieder leer ausgehen. Oder glaubst Du etwa, das 1 Single alle 11 Minuten viel ist? Soll ich mich echt auf sowas verlassen oder lieber doch die Frau ansprechen, die mir so nett und sympathisch zulächelt?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 03.08.2015
    03.08.2015 #15