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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Xeshra
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    Gut gelagerter Wein ist völlig klar weil sich die Phenole am Flaschenboden absetzen und bei sorgfältigem Dekantieren wird es nicht trüb, trotz Bodensatz. Ich schüttle es beim letzten Schluck auf und trinke es mit, aber vorher bleibt der Wein rein.

    Ein ungefilterter Wein hat sehr mächtige Antioxidantien, besonders Rotwein. Man geht gerade deswegen davon aus dass mässiger Weingenuss gesund sein kann infolge dieser antioxidativen Stoffe. Jedoch hat ein Designerwein nur noch wenige dieser hilfreichen Stoffe weil durch Filtration und Schönen aber auch schwache Extraktion entfernt oder von Anfang an weggelassen, deswegen muss hier konserviert oder stabilisiert werden.

     
    Zuletzt bearbeitet: 14.12.2017
    14.12.2017 #61
  2. Menno
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    Phenole bzw. Polyphenole sind gelöst ... :) Thema: Dicker Kopf :D
     
    14.12.2017 #62
  3. Xeshra
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    Zum Teil ja, zum Teil Nein. Es wird teilweise auch von anderen Stoffen im Sediment eingelagert. Mein Gaumen irrt nicht, die kräftigsten Weine die ich je hatte waren immer mit Bodensatz.

    Wenn du Chemie so magst kannst du mir ja sagen woraus das Sediment besteht, das wird aber aufwendig.

    Auch Tannin gehört zu den Phenolen, es hat die Eigenschaft dass es sehr viele Stoffe binden kann, auch Schwefel kann ein Opfer sein. Säuren stören jedoch nicht sondern sind gute Begleiter dieser Chemikalien.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.12.2017
    14.12.2017 #63
  4. vivi
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    Ich hab ja eher kein Lieblingsgetränk, aber irgendwie gerade Appetit auf Orange-Sanddorn-Ingwer-Glühwein:)
     
    14.12.2017 #64
    mone7 gefällt das.
  5. WolkeVier
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    Also ich trinke halt am liebsten Wein, der mir schmeckt. :)
    Ich bezeichne mich bestimmt nicht als Weinkenner, aber ist ein Wein, bei dem irgendwas die Chance hat, sich am Flaschenboden abzusetzen, nicht schon von Haus aus falsch gelagert worden? :eek:
     
    15.12.2017 #65
  6. vivi
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    Nö.:)
    Das ist - zumindest bei Rotwein - mitunter ein Zeichen von guter Qualität.;)
     
    15.12.2017 #66
  7. HrMahlzahn
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    So was ist dann wohl ein untergäriger Wein, bei dem sich die Hefen abgesetzt haben:(
    Wenn genügend Dihydrogeniummonoxid im Wein ist, bleibt alles, sogar die Weinsäure, in Lösung.
     
    15.12.2017 #67
  8. babe
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    Ich trinke gerne Cola.
    Aber gut muß sie sein.
    Ich verbessere deswegen:
    Ich trinke gerne gute Cola.
     
    15.12.2017 #68
  9. WolkeVier
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    Ich dachte eben immer, dass Weinflaschen idealerweise liegend gelagert werden...
     
    16.12.2017 #69
  10. HrMahlzahn
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    Das ist eine Verwechslung.
    Weintrinker sollten nach dem Genuß von 2 Flaschen liegend gelagert werden.
     
    16.12.2017 #70
  11. Menno
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    Beim Wein ist es wie beim Date. Schmeckt er Dir ist es genussvoll. Ansonsten nehme ich ihn zum kochen, quasi ein "Wine to go"-Date ... o_O;)
     
    16.12.2017 #71
  12. Menno
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    ... das entsprechende Salz der Weinsäure. :rolleyes::)
     
    16.12.2017 #72
  13. ... und deren dissoziierte zugehörigen Protonen, was dann über die potenz Hydrogen die Acidität des Weines ausdrückt. ^^
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.12.2017
    16.12.2017 #73
  14. Xeshra
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    Würde gerne vieles beantworten aber es ist ne Menge Sachen, daher je nach Lust und Laune.
    Ich finde das mit erhitztem Sanddorn ein wenig schade da es sehr viel Vitamin C hat aber durch Erhitzen grossen Schaden nimmt. Saft aus wildem Sanddorn gehört zu den den wenigen Säften welcher ohne es zu pasteurisieren mindestens 6 Monate haltbar ist aufgrund den starken Säuren und Antioxidantien. Selbst Konservierungsstoffe haben hier oft das Nachsehen. Wer es pasteurisiert oder verarbeitet kauft kriegt aus meiner Sicht nicht das Optimum.
    Aus wenig schmackhaften Weinen mache ich Glühwein oder verwende es für Risotto und andere Gerichte.
    In den letzten 2 Wochen waren es mindestens 2 Flaschen, aber zu keiner Zeit wurde eine Lagerung des Körpers zum Thema. Seit gestern Abend habe ich fast 5 dl Wein getrunken, es ist noch ein bischen übrig. Allerdings geht es mir blendend; mehr als 2.5 dl in einem Zug trink ich sowieso nie, ich wüsste nicht wozu. Wenn man sich trotz Genuss nicht mehr beherrschen kann dann soll man besser darauf verzichten, Wein ist nur für willensstarke ein gutes und harmloses Zusatzgetränk mit Genusspotential.
    Bodensatz heisst dass es grundsätzlich nicht filtriert oder geschönt wurde. Es sagt allerdings nichts über dessen Qualität aus, sondern lediglich Herstellungsart. Allgemein kann man aber davon ausgehen dass er das höchste Geschmackpotential haben kann da keine geschmacksgebende Stoffe fehlen, somit ein kompromissloser Wein. Designerweine sind fast immer filtriert oder geschönt weil man dort zugunster flacher oder berechenbarer Charakteristiken gewillt ist ein Kompromiss einzugehen.


     
    Zuletzt bearbeitet: 16.12.2017
    16.12.2017 #74
    Frau M gefällt das.
  15. Xeshra
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    Kupfersulfat wird üblicherweise nur bei Rebbergen eingesetzt, daher wäre es jenseits der Vernunft um gleich ein ganzes Bio-Label deswegen zu verunglimpfen. Kupfer ist für Mikroorganismen sehr giftig und es gibt auch immer mehr alternative Winzer welche andere Methoden anwenden, allerdings nach wie vor eine grosse Minderheit. Im Schnitt verwenden konventionelle Winzer jedoch bedeutend mehr davon, es kommt immer auch auf die Menge an. Soviel "Heuchlerei" wie beim Winzern gibt es leider selten weil man laut Gesetz nichts deklarieren muss, also hat man beim Panschen quasi freie Hand. Es ist allerdings immer am Besten wenn man die genaue Herkunft kennt, beim Wein essentiell, das gibt die beste Sicherheit.

    Glyphosat und andere Chemikalien sind im Bio-Landbau verboten, auch hier schlagen diese aufbrausenden Worte leider fehl. Im konventionellen Landbau wird Glyphosat nach wie vor häufig eingesetzt und man kann bei jedem zweiten Bürger Glyphosat im Urin nachweisen, die Dimension ist gewaltig und dank dieser "Allgegenwärtigkeit" ist ein direkter Nachweis der Risiken kaum noch möglich. Früher wurde es vom Hersteller als "biologisch abbaubar" verkauft: Diese Werbeversprechungen haben sie mittlerweile zurückgezogen, unter anderem weil das Patent abgelaufen ist und es deswegen von vielen Chemieherstellern kopiert wird. Macht aber nichts denn sie haben bis Patentende bereits Milliarden entweder direkt oder indirekt (mit Saatgut verlinkt) damit verdient, darauf kann man ja mal anstossen.

    Überhaupt ist deine Weltansicht bischen altmodisch. Ich kann ja mal bischen von meiner Welt erzählen, das mag anderen bei ihrer Orientierung nützlich sein. Es gibt grundsätzlich viele Qualitätsgrade wo viele Faktoren einen Einfluss darauf haben, hier kann ich nicht in die Details gehen, für ein Forum zu aufwendig.

    Sofern wir die Qualität von 1 bis 10 bewerten dann haben die folgenden Labels oder Methoden im Mittelwert in etwa folgende Einstufungen:
    Konventionell: 3
    EU Bio (Blatt), USDA Organic: 4
    CH Bio (Knospe), Naturland: 5
    Demeter: 6
    Slow Food, Pro Spezie Rara, Arche Noah: 7

    Je nach Label kann die individuelle Differenz einzelner Betriebe um 3 Stufen abweichen, das heisst dass Konventionell in der Regel im Einzelfall zwischen 0 und 6 tendiert, EU-Bio 1 bis 7, CH-Bio 2 bis 8, Demeter 3 bis 9, und nur SF/PSR/Arche Noah sehe ich real in der Lage um im Einzelfall einen Höchstwert zu erreichen mit 4 bis 10 weil sie alte Sorten und Tierrassen einsetzen welche maximale Qualität ermöglichen. Alle anderen verwenden vorwiegend Hybrid-Arten.

    Ungefähr so sollte man diese Bio-Welt sehen, ich unterstütze daher die Bio-Mentalität, es heisst allerdings nicht per se dass qualitativ alles stimmt sondern wie man bei den Zahlen erkennen kann deklariert es ein bestimmtes Niveau.

    Ich kann schon erklären wie die Welt im allgemeinen in der Produktion so tickt um die zu erwartende Qualität und dessen Zusammenhänge nachzuvollziehen was man z.B. bei der Kakaoproduktion gut vermitteln kann aber das wird zuviel in diesem Post. Vergleich bitte nicht Kraut und Rübe mit Apfel und Birne, so läuft es definitiv nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.12.2017
    16.12.2017 #75