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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
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  1. Xeshra
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    Habe eigentlich schon lange mal mein Text über das Flötchen und Zürich fertig schreiben wollen, aber seit knapp einer Woche hat mich eine Depression gepackt, Motivation kaputt weil die Gesellschaft mich so anwidert. Am liebsten würde ich auch wieder mal etwas für verbindlich erklären lassen aber sowas kennt man heutzutage offenbar fast nur noch beim Gang zum Platz der lohnenden Arbeit sowie beim Kuhhandel.

    Gewisse Bestandteile gehen noch hierhin und sagen ich würde meine Regeln nicht einhalten oder wälzen ihren analytischen Algorithmus auf mich ab, anstatt mal ihr Herz zu fragen was da wirklich los ist. Danach sagen sie ich wäre übergriffig und bei sich selbst zentriert im Sinne von Abwertung dazu, ja da kann ich mich ja gleich auflösen.

    Ich glaube, wer wirklich will der kann eigentlich alles, jedes und jeden in den Dreck ziehen, das hat schon fast System.

    Das Gute ist einfach dass ich als quasianonymer Pseudoalkoholiker wenigstens diese Begebenheit als positiv und sogar ehrlich verbuchen darf weil ich mir diese Begebenheit nun so schaffe wie es mir passt, entgegen gesellschaftlicher Meinung: Darauf stosse ich nun mit meinem 7 dl Umeshu mitsamt schwimmenden Ume an!
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.11.2018
    16.11.2018 #76
  2. Xeshra
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    Mal ein Auszug aus meinem Leben als auch Interessen.

    Am Sonntag war ich zur Slow Food Messe gegangen in Zürich. SF ist eine in Italien gegründete Bewegung welche mir seit längerem bekannt ist, ich kenne auch den Präsidenten von SF Ostschweiz persönlich. Die Bewegung ist global gesehen wie ein Goldstaubkorn auf einem Acker, keineswegs lukrativ, kaum gesehen aber unerbittlich im Einsatz für die Liebe zur Qualität und Freude am Genuss. Daneben werden dadurch alte Sorten und Rassen erhalten welche ansonsten aussterben würden, da der Mensch generell nur das am erhalten ist was für ihn irgendeinen Nutzen darstellt, so hart es klingt. Es ist ein wertvoller Nahrungs-Schatz der hier teilweise erhalten wird.

    Ich bekam ein Gratis-Eintritts-Ticket von einem Messeteilnehmer, so ging ich am Sonntagmittag per Zug und mit Kletterrucksack ausgerüstet dorthin. Dort angekommen degustierte ich erstmal einige selten würzige Alpkäse die fast zu verschwinden drohten aus dem Tessin (Zincarlin dala Vall da Mücc). Ich kam noch am Bäckerei-Arnold-Stand mit Sauerteig-Roggenbrote vorbei: Leider noch immer mit Jodsalz, für mich ein No-Go. Darüber habe ich mit dem Bäcker schon diskutiert aber er möchte seine Nahrungsergänzungs-Mentalität in Zeiten der Meeresalgen im Mainstream (sehr jodhaltig) dennoch nicht ändern. Danach gings zum Caramel-Stand (Muerbel) wo mehrere Frauen seit längerem das Leben Anderer versüssen wollen. Ich testete erstmal alle durch und bekam am Ende eine Art Sugar-Rush, ziemlich heiter. Was mich am meisten begeisterte waren die 2 limited editions, nicht immer käuflich, Chai- und Rum/Rosinen-Caramel, das wurde auch gekauft. Weiter gings zum gebrannte-Mandeln-Stand hergestellt in Küsnacht, wirklich sehr schmackhaft aber bei Preisen von teils bis zu 30 CHF/200g muss ich passen und würde es besser selber machen. Aprikosenkerne sind übrigens noch schmackhafter als Mandeln aber weder populär noch günstig.

    Weiter gings an 2 weiteren Käseständen vorbei. Der erste ein Italiener mit eher jungen Käsesorten, geschmacklich fade und kaum Slow-Food-Niveau. Unterwegs gabs auch Fleisch- und Fischstände, wenn nicht brachial in der Genuss-Qualität dann bin ich daran als Flexitarier jedoch wenig interessiert. Also ging ich weiter zum anderen Käsestand, dieser Käse-Stand hatte mehr zu bieten. Diverse Rohmilch Kuh- als auch Ziegenkäse, sehr würzig. Hier ist zu erwähnen dass es immer öfters auch Vereinigungen diverser Kleinkäser sind welche gemeinsam einen Stand haben denn ein Einzelner kann diese Kosten kaum stemmen, daher oft schwierig den genauen Käser zu ermitteln in der viel zu knappen Zeit. Geschmacklich war es zwar besonders aber nicht gut genug um hier weiterzubohren. Auch möchte ich es mit Käsekonsum trotz allem Genuss nicht übertreiben, es kann Stoffwechsel belasten da viel Säure, wenig Basen, mit schlechtem Hautbild. Vorzugsweise nehme ich Schaf-/Ziegenkäse da leichter verdaulich. Später kam ich an einem Stand (Naturegift) vorbei mit Trockenfrüchte und Säfte aus Lettland. Die angebotenen kandierten Zierquitten als auch deren Saft sind sehr innovativ und leider sehr selten auf dem Markt. Diese Quitten sind viel kleiner die grossen Quitten und um ein vielfaches so sauer: Ihr Vitamin C Gehalt ist wesentlich höher als der von Zitrusfrüchten, wird auch nur von wenigen Früchten/Beeren übertroffen z.B. Sanddorn oder Hagebutte. Saft und kandierte Früchte, im übrigen stark basisch und gut um hohen Käsekonsum auszugleichen, waren somit ein überzeugender Kauf gewesen.

    Dazwischen wurden reihenweise Käsestände ausprobiert, wo sich die Degustationsportionen oft voneinander unterscheideten, am grosszügigsten waren generell die Italiener während einige Schweizer ziemlich geizig waren: Das Wahre wurde allerdings nicht angetroffen. Erwähnenswert ist jedoch die Vereinigung Buntschlin welche unter der Käserei (Chechaschöl) einen vorzüglichen Geisskäse hat, der Mittelreife wird auch ab und zu bei Gebana angeboten. Das High Light ist jedoch der Reifste von allen während die Ricotta als Jungkäse eher nur aromatisiert schmecken sollte. Daneben habe ich wie letztes Jahr den Biberbäcker (Biber Bäckerei zur Dorfmühle Gais), ein Altmeister seines Fachs leider aber zu traditionsbewusst, angetroffen. Er erinnerte sich sofort an mich, da wir uns von letztem Jahr her bereits kannten, ein stämmiger voluminöser Mann, Ich ebenso eigensinnig, Auf den Invertzucker in der Füllung wollte er anscheinend nicht verzichten, was ich nicht gerne sehe, abgesehen davon ein Spitzenhandwerk. Die Leibacher Bibermanufaktur der jüngeren Generation wo einige von ihnen beim Altmeister in die Lehre gingen sind wesentlich innovativer und haben bei den Rohstoffen zugelegt, als auch neue Nichen entwickelt. Sie haben zum jetztigen Zeitpunkt eines der besten Biber weltweit, nach Zürcher Art aber mit teils appenzellischem Handwerk.

    Danach kam ich noch an einen griechischen Stand (Kyklopas) mit Olivenöl und Kräutern vorbei. Ich wollte nicht per Weizenbrot degustieren aber zum Glück gabs noch Bercherchen. Das erste Öl mit einer metallischen Medaille verziert schmeckte mir kaum da es sich nicht vom Einheitsbrei abhebte. Danach verkostete ich ein Bio-Öl und das hat mich fasziniert, tiefe Blumigkeit, weit oberhalb fast allen Mitbewerbern. Meine Freude über den Fund war sichtlich erkennbar, das hatte der Inhaber welcher daneben stand aufgrund fehlender Deutschkenntnisse bemerkt, dazu brauchte es keine Worte. Er gratulierte mir dazu weil ich in seinen Augen oder Nase goldrichtig gelegen habe und bekundete Sympathie für diese Wertschätzung. Es wurde gekauft und kurz bevor ich ging hatte er mir noch ein Päckchen griechischen Oregano als Geschenk zugesteckt, dieser Oregano soll zum qualitativsten der Welt gehören, es bekundete daher seine Freude. Das werde ich dann mal pur mit diesem Olivenöl und qualitativer Pasta probieren. An der Stelle noch erwähnenswert dass keine Nation soviel Olivenöl konsumiert wie ein Grieche und sie tun selbst in Pasta gerne soviel Olivenöl rein dass es vor lauter Öl trieft. Ein Kompliment in Sachen Öl ist für einen waschechten Griechen wie päpstliches Weihwasser für einen echten Katholiken.

    Ich schaute mich einmal mehr um bis ich auf den Stand von Naturkraftwerke gestossen bin, mir sehr bekannt da ich dort Stammkunde bin. Es gab jedoch ein paar neue Sachen, darunter das Wildfenchelsamenöl. Daneben gab es Gratis Holzofenbrötchen aus der alten Weizensorte "Senatore Cappelli"-Hartweizen, genetisch sehr weit weg vom heutigen Weich- und Hartweizen, eine Weizenart welche auf meinem Teller erlaubt ist. Ich tröpfelte die Öle auf das Brot und testete alles aus, als ich etwa 10 Tropfen Wildfenchelsamenöl probierte war mein ganzer Mund verbittert und gerade noch desinfiziert, noch nie hatte ich ein dermassen kräftiges Öl verkostet. Ich dachte, "das wars, jetzt sind meine Geschmacksknospen ruiniert", aber nach 5-10 min war es langsam wieder neutralisiert worden. Die Verkäuferin entgegnete mir dass sie normalerweise nur einen Tropfen nimmt, da dachte ich "Oha", Das ist ja reinste Medizin." Dazu muss ich sagen, ich habe eine hohe Bitterkeittoleranz, wenn ich es als zuviel betrachte ist es harte Medizinalkost. Würde man dieses Öl raffinieren wäre es nicht nur ein irrsinnig teurer Rohstoff, man bemerkt vielleicht endlich was man damit alles zerstören könnte, tausende von wertvollen Sekundärstoffen und ätherische Öle (beides ist enthalten) einfach kaputt. Heutzutage schütten (auch indirekt durch Fertigprodukte) manche Leute fast wahllos grosse Mengen raffinierte Öle in ihr Essen, aber so war es von der Natur noch nie vorgesehen, aus gutem Grund.

    An einem Confiserie-Stand kam ich auch noch vorbei, dort gab es Rohkost-Schokolade mit unraffiniertem Kakaobutter. Dieses natürlicherweise wertvolle Fett ist fast immer desodoriert, damit praktisch zerstört und nur auf Schmelzeigenschaften (Textur/Bruch) reduziert, auch wenn es nie deklariert wird. Eines der Anbieter tut grundsätzlich kein abgetrennter Kakaobutter rein (Garcoa), in Zeiten der industriellen Revolution utopisch wird es heute immer öfters praktiziert, das was ich unter puristisch verstehe. Weil der Kakaobutter so gut wie nie aus der nativen Bohne stammt sondern aus einem raffinierten Mischmasch, das empfindliche Fett leidet sehr. Man sieht schnell dass es enorm viele Qualitäten gibt, unabhängig vom subjektiven Geschmack denn Qualität ist objektiv messbar.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.11.2018
    20.11.2018 #77
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  3. Xeshra
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    (Teil 2)
    Ich kam noch an einem weiteren Stand mit Olivenöl (Diana) vorbei. Dort hatte es Jungöl aus aktuellem Jahrgang und älteres vom letzten Jahr. Ich wollte den aktuellen Jahrgang probieren aber der Italiener hat diese Option wild fuchteln in typisch italienischem Temperament abgewiesen. Lediglich der ältere Jahrgang konnte verkostet werden, der war aussergewöhnlich qualitativ, fast so gut wie das vom Griechen. Ich konnte hier aber kein Mehrwert erkennen und nahm eine kleine Flasche Jungöl mit. Zuhause hatte die Degustation im übrigen eine leicht schwächere Aromatik ergeben, jedoch eine schöne bissige Frische. Weiter gings zum Original-Food-Stand. Dort fragte ich nach wieso auf dem Kaffee kein Röstdatum drauf ist sondern nur Haltbarkeitsdatum. Ich wurde nur ungläubig angestarrt. Als die ältere und kompetentere Frau zur Stelle war wurde es damit begründet dass es der Handel so verlange. Ich meinte wieso dann nicht einfach beides drauf sei. Das wurde nicht direkt beantwortet aber das Datum wird immer auf ein Jahr ab Röstung datiert, insofern kann man es einfach zurückrechnen. Ein Jahr ist natürlich harte Kost der nicht auf die tatsächliche Problematik eingeht zugunsten Händlerwunsch, denn bis dahin ist ein Grossteil des Aroma verloren gegangen. Ich empfehle nicht länger als 3 Monate ungeöffnet zu lagern, wenn geöffnet sollte es sehr bald gebraucht werden. Davon abgesehen gehört ihr Wildkaffee zum weltbesten überhaupt.

    Danach ging es zum Koch-Atelier wo aus diversen alten Hochgebirgs-Kartoffeln gekocht wurde. Der Koch meinte dass eine Sorte eher die Konsistenz von Marroni hat und es immer wieder eine Herausforderung sei den optimalen Punkt zu treffen, immer wenn man meint es wäre nun intus dann geht es daneben. Das sind allerdings keine standardisierte auf hohe genetische Reinheit gezüchtete Industrie-Kartoffeln sondern sehr variabel in ihren Eigenschaften, selbst bei der identischen Sorte. Alte Hochgebirgs-Sorten sind also besonders anspruchvoll aber bei gutem Gelingen Balsam auf dem Haupt eines Koches. Ich durfte noch etwas verkosten, bischen wie ein Raclette nach Art des Haute-Cuisine mit Bergkartoffeln und Käse. Ein weiterer Käsestand (Sennerei Andeer) wurde auch abgetroffen, mit einem der bisher besten Bündner-Käse die ich hatte. Ich stimme auch zu wenn sie meinen dass mit jeder Bewegung der Milch Qualitätseinbussen entstehen aufgrund der Veränderung von Fett und Eiweissmolekülen. Den besten Käse kann man eigentlich nur völlig dezentral herstellen. Milch gehört sowieso zur Nahrung mit den höchsten Qualitätsunterschieden überhaupt. Leider wird dann vorschnell die Milch verpönt aber Hauptursache aller Probleme ist die oft unterirdisch schlechte Qualität, nicht die Milch als solches. Heutzutage ist Milch ein billiger industrieller Rohstoff der nur auf Quantität und Makronährstoffe (egal ob denaturiert oder sonstwie minderwertig) ausgelegt ist, dass hier ein Körper langsam aussteigt ist kaum überraschend, denn der Gaumen mag Qualität nicht wahrnehmen, der Körper jedoch schon. Selbst wenn "Alpenmilch" draufsteht ist noch lange nicht "Alpenmilch" drin sondern lediglich ein Marketinggag z.B. in Österreich wird selbst das Flachland laut Verordnung als "Berggebiet" eingestuft. Wir leben leider mitten im Zeitalter von hoher Täuschung und Bigotterie, man sollte daher kaum was glauben wenn nicht selber verifiziert. Wenn der Konsument etwas möchte schafft man einfach die dazu benötigten Quantitäten mit allen Mitteln, selbst wenn es an der Grenze vom Betrug kratzt.

    Ein italienischer Stand mit Konfi aus einer kleinen alten Apfelsorte fand ich ganz vielversprechend und habe von dort den Rucksack aufgestockt. Danach habe ich noch einen Obstsaft-Stand besucht aber mein Lieblingmostapfel der "Tobiässler" war ausverkauft. Alle anderen Apfelsäfte waren mir zu süss aber ich fand noch einen guten Birnensaft. Bei einem weiteren Stand fand ich meinen zweiten Lieblingsmostapfel, ein "Bubacher", sehr herb und sauer, lediglich Quittensaft hatte noch vergleichbare Charakteristik. Leider war er auf der Messe auch nicht mehr verfügbar, aber ich könnte ihn bestellen wurde mir mitgeteilt. Immerhin konnte ich nich kräftig Bechern und beim Probieren meinen Durst stillen. Ein italienischer Winzer aus Sizilien war auch noch auf dem Weg, der Nero d´Avola (Daemone) war ganz passabel aber keine Wucht. Die dortige Reben haben eigentlich traumhafte Vulkanplateau-Lage aber sie sind einfach noch zu jung, müssen erst noch tiefer wurzeln. Die Frau des dortigen Hauses war klar die Aktivere im Feld und wollte kurz vor Messeschluss mir unbedingt noch einen Wein schmackhaft machen. Gab mir dann auch Rabatte, so nahm ich einen mit auch wenn ich eigentlich genug Weine habe. Gegen Ende war ich noch an einem Österreicher-Stand mit Naturweinen gewesen. Die dortigen Frauen machten einen vordergründig gelassenen Eindruck aber ihre Nerven liegen blank, denn mehrere Tage Messe sind oft zuviel für sensible Naturen. Ich wollte noch einen speziellen Schaumwein kaufen aber auf Bargeld fehlte Wechselgeld und das Kartenlesegerät hatte Verbindungsprobleme. Am Ende stolperte die junge Frau, wo man meint sie könne kein Wein-Wässerchen trüben, mit ziemlicher Wucht gegen den Harass mit Weingläsern, darauf gab es sogar Scherben aber sie scheinte unversehrt. Ein Mann hatte noch was am Kopf und eine grossgewachsene Frau tröstete ihn. Mir wurde es langsam gespenstisch und ich sagte dass ich es auch bestellen könnte, somit habe ich mich von der Messe verabschiedet.

    Abgesehen von einigen Unfällen ein überaus gelungener Tag und meine Depressionen sind seitdem wie weggeblasen: Es macht einfach Freude wenn Leute sich mit Herzblut für Qualität und die Würde der Nahrung mit allen Sinnen einsetzen.
     
    20.11.2018 #78
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  4. IMHO
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    Tja, da bist doch gescheitert.
    Unterschwellige Botschaft hier:
    Rabbis tendieren zum Exhibitionismus und Pfarrer legen häufig ein falsches Schamgefühl an den Tag. :p
     
    21.11.2018 #79
  5. Xeshra
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    Könnt ihr euch bitte woanders darüber austauschen inwiefern eine Regel, inklusive neu erfundene Regeln, verletzt wurde und in diesem Topic einfach nur mit etwas essentiellem Punkten? Ich habe diesen Bereich extra geschaffen damit ich diesem ganzen Small Talk und ähnliches Geschwätz aus dem Wege gehen kann. Es geht nicht einmal um Anzahl Worte sondern um eine gewisse Essenz. Danke!

    Um Small Talk besser zu erkennen: Wenn z.B. jemand sagt "Hallo wie geht es dir"? "Mir geht es gut!", dann hat es für mich keine Essenz. Ich beantworte sowas grundsätzlich nie da ich solche Pauschalisierungen und Floskeln komisch finde. Würde ich hier antworten "Mir gehts schlecht" guckt man mich sogar oft komisch an weil unerwartet, nicht das was man mir eintrichtern wollte; es hat also eine manipulative indirekte Komponente. Wenn z.B. der Kellner sagt "War es gut", dann darf ich nicht antworten "Es war nicht gut", da es danach gesellschaftlich anstössig ist. Würde ich etwas bemängeln und es erklären dann gucken mich die Meisten gar komisch an als ob ich spinne da es als unangemessen betrachtet wird. Insofern ist die Frage eine reine aufzwingende Rhetorik, somit manipulativ. Wenn jemand in die Bahn steigt und mich fragt "Ob sie hier sitzen darf? Ich dann mit "Nein" antworte, dann guckt die Person komisch und regt sich gar drüber auf "Ein Spassvogel" da es sowieso nur eine Floskel war und ich nicht "Nein" sagen darf. Eine aufgezwungene Meinung regt mich jedoch noch mehr auf als es diese Person aufgeregt hat, da geistige Vergewaltigung. Diese Art der unehrlichen Kommunikation mag ich daher nicht, das soll man bitte im Small Talk zwischen Seinesgleichen ausführen, ich ignoriere sowas.

    Ganz anders wäre es wenn jemand sagt "Er habe eine schwierige Zeit", danach baut sich basierend darauf ein Gespräch auf. Oder jemand fragt (kann auch per Zettel gemacht werden) "Was könnten wir beim Essen noch verbessern"? Auch dann kann sich etwas aufbauen ohne dass es in einen unangemessenen oder manipulativen Bereich stösst, daher sich als Small Talk äussert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.11.2018
    21.11.2018 #80
  6. Xeshra
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    Ach ja bei der Bahn, am besten man sagt "Ich möchte mich gerne setzen" und mich dabei anschaut. Dann sage ich z.B. "Hier ist noch ein Platz frei", gebe damit Zustimmung. Wenn ich wegschaue siehts nicht gut aus... diese Signale sind eindeutig. Zur Not geht auch, bei uns geläufig, "Ist hier noch frei?", danach sage ich Ja oder Nein, werde aber nicht zu etwas gezwungen. Der Verkäufer im Supermarkt hatte mich mal lauthals angebrüllt mit "Hoi", weil ich es generell nicht ausspreche. Danach entgegnete ich lieb "Hoi", weil ich sein Unverständnis spürte. Ich begrüsse meistens nur mit einem zusagenden Blick, so pauschale Floskeln sind mir unangenehm da vollkommen leer. Der könnte gar in die andere Richtung schauen mit hämischem Gesicht; Hauptsache er hat "Hoi" rausgebrüllt, sowas liegt mir überhaupt nicht. "Auf Wiedersehen" verstehe ich hingegen relativ gut und mache es oft bei Traditionellen weil es Wertschätzung ausdrückt, wobei es auch mit Blick und verabschiedender Gestik geht, das mache ich oft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.11.2018
    21.11.2018 #81
  7. Xeshra
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    Dass ein von der Gesellschaft subventionierter Bauer kürzlich eine geschützte Eiche gefällt, vor Gericht die 450 CHF Minibusse angefechtet hat und diesen Prozess sogar noch gewonnen, das war eine üble Nachricht, welche mir sauer aufgestossen ist.

    Demgegenüber gabs zum Glück auch was schönes: Ein Freund von uns der in die Hochschule der Künste geht hat einen wunderschönen Stoff für diesen besonderen Schnitt meiner Hose (Wickelhose) besorgt. Daraus werden wir 2 Hosen nähen wurde mir mitgeteilt, das freut mich wieder einmal sehr.

    Klar, ich denke kaum dass ich auf PS realistisch einen Partner finden werde, sind leider fast alle so gestrickt wie dieser Bauer und überhaupt nicht so wie dieser Freund. Da pocht mein Herz nicht dafür, es fühlt nur endlose Kälte anstatt Liebe. Zu dumm dass ich so ein unpassender Mensch bin, aber ich möchte es nicht ändern, denn erst wenn mein Herz für das was ich wirklich Liebe stirbt erst dann bin ich entgültig tot, kein bischen vorher, komme was wolle.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.11.2018
    25.11.2018 #82
  8. Das mit der Rechtschreibung ist ja nicht bloß um Schulkinder zu quälen, sondern auch partiell um ein einheitliches Verständnis zu schaffen. 450 Minibusse sind bei mir etwas anderes als eine 450 CHF hohe Minibuße ;)
     
    25.11.2018 #83
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  9. Xeshra
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    Mach doch bitte dein eigenes Ding, ich weiss dass dein kapitales Denkvermögen für solche Situationen absolut kein Verständnis hat. Ich wurde ja auch von euresgleichen noch nie verstanden und ich möchte auch nicht auf Verständnis pochen. Ihr seid eine andere Spezies Mensch welche einfach so gut es geht das was Minderheiten wertschätzen respektieren sollten. Tut ihr das nicht dann werdet ihr es mit mir äusserst unfein haben, da bin ich mir sicher.

    Im übrigen gibt es sowas wie gesunder Menschenverstand und brauchbare Kontextbildung, dadurch würde man viele Richtigkeiten sofort erkennen. Es ist offensichtlich eine Schwäche der Euresgleichen dass sie Richtigkeiten sehr schwer erkennen können und man es deswegen mit dem Justizhammer in Wort und Tat ihnen aufs Auge dengeln sollte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.11.2018
    25.11.2018 #84
  10. Synergie
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    Zuletzt bearbeitet: 25.11.2018
    25.11.2018 #85
    mone7, Friederike84 und WolkeVier gefällt das.
  11. Xeshra
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    Ach was, ich habe eine deutsche Tastatur mit einer ß-Taste, nur erkenne ich daran keinen Mehrwert wenn man noch zu bekloppt ist um einen Kontext rauslesen zu wollen oder können. Ich hatte noch nie einen Fall eines eindeutigen Missverständnisses aufgrund dieses Buchstabens. Setzt euch besser einmal für Minderheiten, Unterlegene und Unterdrückte ein, das schafft bedeutend mehr Werte im Leben. Dann geht euch endlich einmal ein Licht auf in eurer ziemlich grenzdebilen Welt welche ihren Horizont frontal vor einer Bergwand geparkt hat mit 180° Blick.

    Fühlt euch bloss nicht stärker bloss weil ein Mod mit hohem Verständnis für Holzpreise euch einen hölzernen Krückstock gereicht hat. Wenn ich mal loslege dann müsst ihr mehr tun als nur auf Holz zu klopfen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.11.2018
    25.11.2018 #86
  12. WolkeVier
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    Das mit den vier Fällen ist bei ihm auch ein Fall für sich... :rolleyes:
    oder Vergangenheitsformen
    oder Kommata
    Aber Hauptsache frei von Sinn und Substanz, dafür jedoch oft verurteilend und mitunter beleidigend.
    So liebevoll...
     
    25.11.2018 #87
  13. WolkeVier
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    Wenigstens sind wir diesseits der Grenze...
     
    25.11.2018 #88
  14. Momo
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    Hey @Xeshra.

    Bitte sieh bitte von weiteren Beleidigungen ab. Ob jetzt ein frontales "Idiot" oder ein verschachteltes "Dein verständnisloses kapitales Denkvermögen" - beides geht überhaupt nicht und verstößt ganz eindeutig gegen die Netiquette.

    Auch ein verschachtelt artikuliertes "Idiot" ist völlig inakzeptabel.

    Wenn Du gerade emotional an keinem guten Ort bist, empfehle ich Dir, für eine Weile abzuschalten und Dich abzulenken.

    Zu deinem eben bearbeiteten Beitrag möchte ich Dich eindringlich darum bitten, von weiteren Drohungen abzusehen. Du bist hier einer unter vielen, gleichberechtigten Forum-Mitgliedern. Wenn Du wegen eines Beitrages kritisiert wirst, ist eine Drohung als Reaktion völlig fehl am Platz und wird zu Konsequenzen führen.

    Gruß
    Momo
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.11.2018
    25.11.2018 #89
    Sevilla21, chava, LC85 und 3 anderen gefällt das.
  15. creolo
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    25.11.2018 #90
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