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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. https://youtu.be/6omAYWoaewk

    Für Nicht-Verstehende - ist aber auch nicht 'deutscher'- der Text

    A Tram, a besa Tram –
    I steh allan
    Mei Vota haut mi tot
    Und mei Mutta waant
    Und i bin in Not

    G'stohln
    I hob wos g'stohln
    I wass i hött net solln
    Es is ma passiert
    I hob mi so geniert –
    Trotzdem muass i zohln

    Und er sogt: „Waan nua
    Du bist gezeichnet fia dei Lebn
    I hob ma net anders zum helfn gwusst
    I hob da miassn de Watschn gebn – jo waan nua
    Du bist gezeichnet fia dei Leb'n – waan nua!“

    I geh fuat
    Ganz weit fuat
    Und irgendwo im Woid
    Leg i mi ins Mooss
    Mei Bluat wird langsam koid
    Und eicha Sehnsucht groß, so groß

    I wollt lebn
    Nix wia lebn –
    Doch i hoit's net aus
    Wia's is, so kann's ned bleibn
    Mei Hass is grenzenlos
    An Briaf werd i no schreibn

    In dem steht: „Waants nua
    Es seits gezeichnet fia eicha Lebn
    I hob ma ned anders zum helfn gwusst
    I hob ma miassn de Kugl gebn
    Jo waants nua, es seits gezeichnet fia eicha Lebn –
    Waants nur!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.06.2018
    16.06.2018 #106
  2. babe
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    Also ein Punkt ist, daß hier nur diskutieren kann, wer den Suizid nicht verübt hat. Du sprichst ja nicht von Suiziden, sondern von Versuchen. Mit der Schwelle meinst du vermutlich die des Entschlusses. Aber es ist auch kein Wunder, daß die Mehrzahl der Entschlüsse nicht zur vollendeten Handlung führt. Woran es in deinem Fall lag, weiß ich natürlich nicht.

    Möchtest du es diskutieren? Oder eher dein Empfinden ausdrücken und deine Geschichte erzählen. Wenn diskutieren, was bedeutet dann diskutieren für dich?
     
    16.06.2018 #107
  3. SeTi
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    @babe

    Ganz ehrlich,... Wo glaubst du die Grenze ziehen zu können, wo der abgebrochene oder der ausgeführte Suizid beginnt oder aufhört?
    In der Psychologie ist es ein und das selbe, da steht eben der Mensch im Mittelpunkt und seine Geschichte nicht ob nun nur gedacht, abgebrochen oder ausgefuhrt.

    Und genau das möchte ich eben damit bezwecken. Ein Bewusstsein in das denken der Menschen bringen, dass jemand, der depressiv ist, eventuell suizidal ist nicht ansteckend ist. Derjenige möchte im Grunde nur, dass er/sie normal wie jeder andere behandelt wird. Ich hatte lange und teils auch immer noch damit zu kämpfen, dass mich jeder mit Samthandschuhen angegriffen hat und hatte.

    Merke gerade auch bei dir, dass du dich da in einem Vakuum befindest was zumindest mich betrifft.
    Ich stehe gerne Rede und antwort, wenn ich merke, dass sich jemand ernsthaft darüber unterhalten will, im Allgemeinen. Auch werde ich immer wieder meine eigenen Erfahrungen einbringen, aber bitte habt Verständnis, dass ich nicht in die Tiefe gehen werde. Nein, ich möchte nicht meine Geschichte erzählen, die bleibt dort wo sie hingehört ... Bei Freunden und therapeutin.

    Eines noch,... Ich denke remember hat es verstanden.
    Ihrer Erzählung nach wollte sie für ihn da sein, ihm zuhören und Kraft geben.
    Kein, du musst dieses und jenes usw.
    Hab echt diesen Respekt vor remember, das machen eben nur wenige

    LG
    SeTi
     
    16.06.2018 #108
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  4. babe
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    Die Grenze ist zunächst natürlich, daß der eine noch lebt und der andere tot ist. Darüber hinaus gibt es Unterschiede im "Ernstmeinen". Nicht alle Suizidversuche sind sozusagen im gleichen Maß zum Letzten entschlossen. Da gibts Unterschiede.

    Ja, find ich gut. Wobei: ganz normal wollen viele vielleicht nicht behandelt werden. Der eine will sich eher verstecken, der andere besondere Zuwendung.

    Deswegen habe ich auch nicht gefragt. Und weil es mir auch gar nicht so sehr um dich als Person geht, sorry. Nähe zum Thema haben hier wie draußen nicht wenige.

    Wie gehst du mit Menschen um, die, wie sie äußern, Schuldgefühle haben? Sagst du ihnen einfach: dein Fühlen ist falsch?
    Hast du nicht den Eindruck, daß DIE Gesellschaft gerade das macht, also ihr bevorzugter Umgang ist?
     
    16.06.2018 #109
    t.b.d. gefällt das.
  5. Mestalla
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    Das kann jeder für sich entscheiden.
    SeTi hat wohl verstanden worauf ich hinaus will.
     
    16.06.2018 #110
  6. SeTi
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    Alleine schon das ernsthafte denken an den Suizid ist Grund genug um Hilfe anzubieten. Hier ist meiner Meinung nach die Grenze zu ziehen.
    Wie schon geschrieben ist dann jeder Fall individuell zu betrachten.

    Ich hatte in meiner Zeit in der Klinik sehr viele und vor allem auch tiefgründige Gespräche mit gleich gesinnten.
    Der große Tenor war, dass die Angst besteht wie nun mit einem umgegangen wird. Und ja, die meisten haben sich einen normalen Umgang als partner, freund, bekannter usw gewünscht.

    Wie mit Menschen umgehen die betroffen sind.
    Im Grunde genauso wie mit jedem anderen, der einen Verlust erlitten hat. Für ihn/sie da sein, zuhören eventuell mein Beispiel zur Sprache bringen und vor allem mein fühlen in dieser situation.
    vielen hat das schon geholfen und ich denke ich bin damit auch auf einem guten weg. Zum einen hilft es mir das erlebte zu verarbeiten, zum anderen hilft es den gegenüber die Sichtweise des suizidalen zu verstehen.

    LG
    SeTi
     
    16.06.2018 #111
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  7. remember
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    @SeTi
    Versucht habe ich es, leider ist es auch mir nicht immer gelungen...damit hadere ich wohl am meisten... ich wollte ihn halten und einfach nur in den Arm nehmen...vielleicht gerade auch in den letzten 2 Wochen zu oft um ein Treffen und zu nachdrücklich um ein Treffen gebeten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.06.2018
    16.06.2018 #112
  8. remember
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    @SeTi
    hab trotz allem.ja auch eigene Wünsche und Träume gehegt in ihn als Mann
     
    16.06.2018 #113
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  9. t.b.d.
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    Nö. Das glaube ich dir nicht. Du machst es dir zu einfach.
    Weise zumindest nach, dass der vermeintlich freie Wille frei von äußeren Umständen oder Einflüssen zustande kommt und nicht auch die empfundene Unfähigkeit damit anders umzugehen geprägt ist. Insbesondere wäre wichtig zu betrachten ob ohne eine Depression der Wille zum Suizid überhaupt aufgekommen wäre oder ob dieser eine Folge davon ist und somit keine freie Entscheidung im eigentlichen Sinne.
     
    16.06.2018 #114
  10. Meintest du 'angegriffen' .... oder ist das ein Verschreiber und du wolltest eigentlich 'angefasst' schreiben?
     
    16.06.2018 #115
  11. Genauso sehe ich es auch. Nicht umsonst wird hier von einem Menschen gesprochen, der eine Gefahr für sich selbst darstellt. Über denjenigen der in dieser Gefahr steckt, darf auch gegen seinen Willen entschieden und er in eine Klinik eingewiesen werden.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.06.2018
    16.06.2018 #116
  12. Mestalla
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    Vielleicht verstehe ich ja was falsch, aber hier steht die These im Raum, dass - unabhängig von SeTi - eine Depression eine zwingende Voraussetzung für Suizid - ist?

    Dem würde ich deutlich widersprechen.
     
    16.06.2018 #117
  13. Depressionen, Ausnahmezustände, Posttraumatische Belastungsstörungen, akut oder chronisch, und hierzu zählen eine Menge Ursachen: Gewaltverbrechen, nach Trennungen, Verluste von Menschen, oder Existenz, Missbrauch, Schuldempfinden ... usw. .... Schizophrenien, u.a.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.06.2018
    16.06.2018 #118
  14. SeTi
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    Angegriffen oder angefasst ... Das macht in meiner Gegend kaum einen unterschied.
    Es geht hier darum, dass man genau darauf achtet, dass man den oder diejenige nicht stress, Druck usw aussetzten will, ganz einfach penibel darauf achtet was man sagt oder tut um den oder diejenige nicht in den Suizid treibt.

    Ich muss euch da immer noch wiedersprechen.
    Natürlich sind diese Menschen in einer ausnahmesituation, aber ihnen deswegen gleich den freien Willen zum Freitod oder eben eine unzurechnungsfahigkeit anzudichten halte ich dann schon für sehr dreist.

    Nicht wenige belassen es bei einem ersten versuch, gehen in den zweiten oder dritten. Hier ist dann doch sehr deutlich gezeigt, dass der oder diejenige nicht einverstanden ist mit dem sich einmischen von dritten.
    Sry ... Hatte worte, die es aber auch zu berücksichtigen gilt.

    LG
    SeTi
     
    16.06.2018 #119
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  15. troubadix
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    Das ist der letzte Schritt, der vor allem einen Gerichtsbeschluss braucht, weil damit die persönlichen Rechte zumindest vorübergehend beschränkt werden. Deshalb ist eine Krisenintervention vor allem darum bemüht, zu stabilisieren und - falls erforderlich - den Patienten davon zu überzeugen, freiwillig ins Krankenhaus zu gehen.

    Bis dahin ist es aber ein weiter Weg. Gott sei Dank.

    Leider braucht es immer noch viel Mut, um sich öffnen zu können, um sagen zu können: Mir geht es nicht gut, weil meine Gedanken kreisen und Kreisen, weil ich keine positive Gedanken mehr finde, weil ich Angst habe zu versagen.

    Wie auch immer die Begründung lauten mag: Dahinter steckt ein Mensch, der schon einen ziemlich langen Weg gegangen ist, bis er diesen Satz überhaupt ausgesprochen hat, bis er den Mut dazu gefunden hat.
     
    16.06.2018 #120
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