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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. stern77
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    Umgang mit dem Profil

    Hallo,

    im Jan. hab ich einen wirklich netten Mann kennengelernt. Wir telefonieren täglich mehrmals und schreiben uns mehrmals am Tag Nachrichten.
    Ich war dann in der ersten Zeit immer noch mal online, aber der Draht stimmte, und so hab ich es auf unsichtbar gestellt, was ich ihm gegenüber auch mal erwähnt habe. Aus welchem Grund auch immer, beschlich mich ein seltsames Gefühl und ich ging online, um mal zu schauen, was er so macht, da er sich nicht dazu geäussert hatte.
    Und siehe da, er war ca. jd. 2 Tag online. Nun ja, ich nahm das erst mal so hin. Dann beschlossen wir, es gemeinsam zu versuchen und er war aber immer noch online ab und an .. ich wusste nicht, was Sache war und hab ihn drauf angesprochen. Er sagte dann, er habe bereits zum auslaufen des Vertrages gekündigt und er hätte auch keine anderen Kontakte mehr (er hätte alles gelöscht). Ich fragte, warum er trotzdem online ist, woraufhin er meinte, er schaut, ob ich online bin.
    ... so, jetzt wurde mir das ganze zu blöd und ich hab ihm eine Mail geschrieben, worin ich zu verstehen gegeben habe, das er, wenn er sich nicht sicher ist, wir einfach darüber reden können, egal wie, hauptsache wir sind ehrlich zueinander. Ich habe gesagt, das Misstrauen von meiner Seite da ist.
    Er macht nur leider ein totales Geheimnis um diese Onllineplattform. Ich versteh das nicht. Nun war ich seit 2 Tagen nicht mehr drin, ich hab auch keine Lust, er fehlt mir und ich ihm auch! Ich glaub ihm das auch. Aber dieses Geheimnis um die Plattform macht mich irre. Ich versteh nicht, warum er es nicht auf unsichtbar stellt, wenn er doch eh keine Kontakte hat?!.
    Und über das Vertrauens Problem kann man doch reden, ich bin für alles offen... das muss sich ja auch erst aufbauen...
    jetzt hab ich mir gesagt, ok, entweder er redet mit mir darüber, was da los ist oder das wars jetzt... oder ist das zu hart?
    Ich weiss, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    Man liesst dises "Problem" ja leider ziemlich oft...
     
    10.05.2017 #1
  2. Ronzheimer
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    Bist du denn auch immer ehrlich, so dass man dir vertrauen kann?

    Ich frage deshalb, weil du ja noch vor gar nicht so langer Zeit gefragt hast, wie man berechtigte Nachfragen eines evtl. künftigen Partners "gekonnt umgehen" kann :
    https://www.parship.de/forum/thema/wie-soll-man-mit-sehr-offenen-fragen-umgehen.8244/
     
    10.05.2017 #2
    Synergie gefällt das.
  3. stern77
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    Hallo ihr 2,

    ja der Herr im ersten Beitrag war jemand mit dem ich noch nicht mal tel. hatte und mit dem ich grad mal ca. 2 Wochen schrieb. Ich find da ist die Ausgangslage eine andere.
    Wer lesen kann ist klar im Vorteil... Kontrollfreak ? Ich schrieb jd. (jeden) 2.Tag und nicht 2 Stunden täglich!!!

    Wir haben darüber geredet und ich habe ihm gesagt, was ich dort tue usw... nur er rückt nicht mit der Sprache raus.

    Also wenn es geht...bitte Meinungen zum Thema. Danke!
     
    11.05.2017 #3
  4. Vielleicht ist das Ganze ein Mißverständnis. Wenn Du Dein Profil auf unsichtbar stellst, ist es nur für die Partnervorschläge unsichtbar, für die alten Kontakte bleibst Du sichtbar. Weißt Du das und er auch? Vielleicht glaubt er Dir auch nicht und spricht es nicht an.
    Ihr eiert so gegenseitig um Euch herum, ich würde das Thema jetzt erstmal rauslassen, Du hast Deine Meinung gesagt, er weiß, wie Du das siehst, im Endeffekt wird jeder mal online sein, um irgendetwas zu schauen. Manchmal liest man auch einfach das Geschriebene nochmals. Auch, wenn das Profil gelöscht ist, weißt Du nur, dass das auf PS vorbei ist, mal extrem gesagt.
    Das Vertrauen zu ihm bekommst Du nur im Zusammensein, mit dem, wie er sich verhält, sagt usw. Mißtrauen kann viel zerstören. Du liest Dich aufgebracht und fordernd, wenn Du Dich auch so ihm gegenüber verhältst, kann er auch dicht machen. Schau erst einmal, wie es weitergeht und dann kann man gemeinsam in aller Ruhe noch einmal darüber reden.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.05.2017
    11.05.2017 #4
  5. stern77
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    Hallo Marlene,

    vielen Dank!!! Genau das war es, was ich die ganze Zeit überlegt habe...
     
    11.05.2017 #5
  6. Ist es nicht öfter so (und ein Stück weit auch normal - aber eben nicht unbedingt förderlich...), dass man in seinen Mitmenschen und also auch in seinem Partner das Problematische sieht, das bei einem selbst auch da ist?

    Ein guter Weg, da rauszukommen, wäre also vielleicht, sich mal dem eigenen Unehrlichsein zu stellen. Ich will damit nicht sagen, dass das Unehrlichsein etwas Verdammenswertes wäre, sondern denke eher, dass es halt seine Geschichte hat und vielleicht ein Schutzmechanismus ist. Nicht ganz ehrlich sein, weil man aus alten Verletzungen heraus misstrauisch ist und denkt, Ehrlichkeit wäre ein Nachteil. Sei es die Ehrlichkeit bezüglich der eigenen Situation oder auch bezüglich des fehlenden Vertrauens in eine Beziehung.
    Immer mal wieder online sein, kann auf beiden Seiten den Grund haben, den anderen zu kontrollieren, oder auch, sich andere Optionen ein wenig offen zu halten, weil das Vertrauen in die Beziehung (noch) fehlt. Eigentlich ist bei beidem aber etwas Ähnliches im Hintergrund.

    Ich wünsche euch, liebe stern77, dass ihr aus dieser gegenseitigen Misstrauens-Falle herauskommt. Vielleicht versucht ihr, diese Thematik ehrlich, verständnisvoll und wohlwollend anzugehen? Als ersten Schritt braucht es da wohl Ehrlichkeit mit sich selbst.

    Ich glaube, es ist langfristig weitaus lohnenswerter, das eigene Misstrauen zu hinterfragen und zu kontrollieren statt den Partner.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.05.2017
    11.05.2017 #6
    Sternenfrau gefällt das.
  7. fafner
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    Diesen Teil hier mögen sicher die Fremdgänger gerne für sich in Anspruch nehmen... o_O
     
    11.05.2017 #7
  8. fafner, du kannst doch nicht einen Teil willkürlich aus dem, was ich geschrieben habe, herausreissen und damit so ziemlich das Gegenteil ausdrücken von dem, was ich gesagt habe!

    Wenn ich schreibe "nicht verdammenswert", dann meine ich das auch in dieser Heftigkeit des Verdammens. Denn etwas zu verdammen würde nicht nur dem Verständnis, weshalb es geschieht, abträglich sein, sondern auch durch eine Verhärtung der Fronten die Möglichkeit reduzieren, wieder aus dem Misstrauensteufelskreis herauszufinden. Ich finde jedoch klar, dass Unehrlichkeit nichts Gutes ist und meines Erachtens Beziehungen schädigt.
     
    11.05.2017 #8
  9. fafner
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    Ich finde schon, daß man darauf hinweisen kann, wie leicht etwas in seiner Bedeutung auch völlig anders verstanden werden kann. Das ist ja oft die Problematik in der Kommunikation, daß man zwar dieselben Worte verwendet, aber jeder mitunter was völlig anderes darunter versteht...

    Und ja, ich finde es generell problematisch, Unehrlichkeit irgendwie rechtfertigen zu wollen. Zum Beispiel als "Schutzmechanismus".
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.05.2017
    11.05.2017 #9
  10. forti
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    "Dann beschlossen wir, es gemeinsam zu versuchen und er war aber immer noch online ab und an .."

    bedeutet das ihr trefft euch in „echt“ ? oder ist das so eine virtuelle Beziehung ?
     
    11.05.2017 #10
  11. @fafner:
    Ja, du hast schon recht, es ist natürlich sinnvoll, Unklarheiten anzusprechen und ein gemeinsames Verständnis zu erreichen.

    Und ich glaube, es ist auch ein Schutzmechanismus, wenn man glaubt, man sei gar nie im Geringsten unehrlich, weder jetzt noch je gewesen...

    Ich finde, jemandem zu betrügen geht klar nicht. Aber sich selbst belügen irgendwie die meisten. Und das ist sicher ein Schutzmechanismus, sonst wäre es doch bewusst.
    Aber: verstehen ist nicht gleich rechtfertigen.

    Ich glaube jedoch, dass es durchaus hilft, eigene unethische Handlungen zu vermeiden, wenn man sich bewusst ist, wie Unehrlichkeit überhaupt zustande kommt, und dass es eben gar nicht nur grosse Betrüger sind, die lügen, sondern dass Unehrlichkeiten auf einer grossen Spannbreite vorkommen und in einem gewissen Bereich davon auch ganz menschlich und normal - wenn auch nicht unbedingt gut und sinnvoll - sind. Wenn man als Erstes mal akzeptiert, dass man auch Ansätze zu Unehrlichkeit hat, dann erst kann man lernen, diese zu vermeiden und ehrlicher zu werden.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.05.2017
    11.05.2017 #11
  12. Jetzt wollte ich da noch was anfügen, und es geht nicht mehr. Seufz!

    Also hier noch die Fortsetzung:
    Akzeptieren, dass man selbst manchmal auch zu Unehrlichkeit neigt, und verstehen, weshalb Leute lügen und betrügen, hilft. Wenn man sich selbst nicht kategorisch als anders sieht, dann setzt man sich damit auseinander, was denn Mechanismen sein können, die Menschen dazu bewegen, unehrlich zu sein, und weil das dann bewusster ist, kann man in den betreffenden Situationen, in die man vielleicht auch mal kommt, ethisch korrekt und weniger verletzend handeln. Wenn man ausserdem ein gewisses Verständnis hat, dann erleichtert dies das ehrliche Gespräch über die Schwierigkeiten in der Beziehung, es erleichtert, dass die Unehrlichkeit des anderen auch von ihm gesehen werden kann und dass er dazu stehen kann, dass er einen Fehler gemacht hat. Und das ist für ihn wohl ein wichtiger Schritt, um sich dann davon lösen zu können und hilfreichere Verhaltensweisen zu lernen. Oder nicht?

    Wenn man dagegen schreit: "Du Lügner und Betrüger! Ich würde nie solch schlimme Dinge tun wie du!", dann ist die Beziehung, jedenfalls als gute Beziehung, eigentlich schon in diesem Moment Geschichte.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.05.2017
    11.05.2017 #12
  13. fafner
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    Na ja, so naiv kann doch niemand sein, sich das einzubilden?
    Man kann aber schlecht den Hang zu Unehrlichkeit gegenüber sich selbst mit Unehrlichkeit gegenüber jemand anderem vergleichen. Oder aus dem einen ein Verständnis für das andere entwickeln. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.
     
    11.05.2017 #13
  14. Maron
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    diese Unterscheidung finde ich auch wichtig...aber kannst du deine Überlegungen dazu noch weiter ausführen?
     
    11.05.2017 #14
  15. Philippa hier bin ich mal ganz auf deiner Seite, ich habe gestern erlebt wie ein Mensch verurteilt wurde, der auf ganzer Linie berufsmäßig Menschen betrogen hat, mit voller Absicht, das wird dann als gerecht empfunden und ist dann auch richtig. Aber im zwischenmenschlichen Bereich passieren Dinge, um sich selbst in Schutz zu nehmen, oder weil man dem anderen vielleicht nicht genug vertrauen kann oder wie auch immer. Ich bin da immer skeptisch wenn so laut geschrien wird "Lügner, Betrüger" ..... es wäre die Frage welchen Anteil tragen sie dann selbst dazu bei. Das heißt dann nicht einen Anteil an Schuld zu verteilen, sondern mal die Situation zu reflektieren. Es geht nicht darum ein Verhalten einfach zu tolerieren, aber zu viele erheben sich zum Richter und urteilen, obwohl sie kein Recht auf diese Position haben. Wie du sagst, es steckt immer ein Leben hinter diesem Menschen, die Offenheit unvoreingenommen einem Gespräch zu begegnen wäre schon auch fair.

    Mich würde dann auch eher das wieso, weshalb, warum interessieren. Oftmals wird dann einem nur mit Vorwürfen begegnet, da verstehen die meisten nicht, dass sie jemanden an die Wand stellen, so stehen die Chancen das zu erfahren was einen interessiert nicht groß. Aber es kann auch sein, dass ich zu naiv bin .... ;)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12.05.2017
    12.05.2017 #15