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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. ody123-2013
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Hey Leute!
    Wir haben nicht dieselbe Chemie.
    Tut mir leid,aber ich bin da viel idealistischer als Ihr alle zusammen.
    Ich wünsche euch "bisüberbeideOhrenverliebtsein" von jetzt auf gleich, dann versteht Ihr mich.
    Vorsicht,es kann jeden von Euch sofort treffen.
    Bei Nebenwirkungen bitte ......ody123-2013...... fragen.
    Bis später.
     
    06.10.2013 #16
  2. Romulus
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Zunächst zum Thema selbst. Es gibt m.E. offensichtlich einzelne Menschen aka Eremiten, die mit dem Alleinsein ganz gut zurecht kommen. Die grosse Mehrheit von uns hingegen brauchen regelmässig einen zwischenmenschlichen Kontakt. Ich sehe es zum Beispiel bei einem guten Arbeitkollegen. Er ist Ende 40 und hatte angeblich noch nie eine Beziehung mit einer Frau. Er hat aber keinen psychischen Knacks und kein ausgepägtes Ego. Im Gegenteil, er mach sich Gedanken um die Gesellschaft und engagiert sich sozial. Blos das Thema Frau und Familie hat er abgehakt da er nie eine Singelfrau traf, die ihn so richtig über beide Ohren begeisterte, oder wenn, dann hatte die Schöne kein Interesse an ihm, was er respektierte. Es kommt daher ganz auf den Typ Mensch an den man ist.


    Ach nö. Bin zwar nicht ody123-2013, aber ich habe ein paar Arbeitskollegen, die auch so schreiben bzw. kommunizieren. Daher Danke, dass ich somit mit ein paar "Psycho's" zusammen arbeite.
     
    07.10.2013 #17
  3. Romulus
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Gilt das Ja auch für die Frauen? ^^
     
    07.10.2013 #18
  4. Heike
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Gern.
     
    07.10.2013 #19
  5. SineNomine
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Das halte ich für merklich zu pauschal.
    Einmal schon alleine deshalb, weil ja kaum ein Single wirklich „alleine“, quasi als Einsiedler im Wald, lebt. Wir alle, egal ob als Single oder in einer Partnerschaft, leben in einem ganz Netz sozialer Beziehungen mit unseren Familien, Freunden oder unserem beruflichen Umfeld. Da ergibt sich für die meisten von ganz alleine hinreichend viel sich ständig verändernde und weiterentwickelnde soziale Interaktion, so dass unser aller Anpassungsfähigkeit in aller Regel hinreichend trainiert wird.
    Und zum anderen auch deshalb, weil sich beide in einer dauerhaften Partnerschaft nach einer Weile ja fast zwangsweise einander angepasst haben. Wenn sich erst mal ein gemeinsamer Alltag eingeschliffen hat könnte man es also fast eher umgekehrt sehen: Wo beim Single nur einer Beharrungskräfte zeigt gibt es beim berühmt-berüchtigten älteren Ehepaar gleich zwei, die jeder Änderung ein „Das war schon immer so, da könnt‘ ja jeder kommen, wo kämen wir denn da hin…“ entgegenstellen.

    Es ist sicher so, dass jemand, der über etliche Jahre ein sehr eigenständiges Leben geführt hat mitunter eine Weile braucht sich von der einen oder anderen liebgewonnen Marotte zu trennen und in einen gemeinsamen Alltag zu finden. Es ist aber keineswegs so, dass Menschen die seit vielen Jahren als Paar zusammenleben nicht jeder für sich und beide gemeinsam ganz ähnliche Marotten entwickelt hätten von denen sie sich ähnlich schwer trennen können.


    Wieso sollte das so sein? Wieso sollte jemand als Single ein deutlich anderes Leben führen als er es als Partnerin oder Partner täte und umgekehrt?
     
    07.10.2013 #20
  6. Satjamira
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Ich spreche von Singles die länger in einer Partnerschaft gelebt haben, wie das im Eingang erwähnt wird.Ob man sich dann verändert.
    Wieviele Menschen kennst du die (länger) verheiratet waren und nachher als Wittwe, geschieden oder getrennt dann alleine lebten? Ich habe es rundum festgestellt, wie die eigenen Interessen, die Wünsche sich veränderten.
    Logischerweise muss man sich in der Partnerschaft bei vielem absprechen, man verzichtet auch auf Hobbies weil die Zeit oder das Geld dafür fehlt, die ständige Rücksichtnahme, die Anpassung an Kinder, an Partner (das muss nicht negativ sein). Das alles fällt ins Gewicht und dann zu einem Grossteil weg, sobald du nicht mehr in einer Partnerschaft lebst.
    Meine Interessen habe ich schon in der Ehe gelebt, meine Kontakte und Freundschaften auch, trotzdem empfinde ich die Art wie ich entscheide, wofür ich mich entscheide, wohin ich reise, mein Leben als so unabhängig, ohne Kompromisse auf Grund eines Partners, das verändert einen Menschen. Mein Wohnbereich strahlt heute meine Persönlichkeit aus, ist total anders als während der Ehe. Mit einem Partner braucht es eine Absprache, Kompromisse.
    Wie gesagt, ich empfinde das nicht als negativ, es verändert das Verhalten ganz automatisch.
    Dann stellt sich schon die Frage, inwieweit man bereit ist als zwei Singles einander entgegenzukommen.
    Es besteht ein grosser Unterschied ob du eng mit jemandem zusammenlebst und soziale Kontakte pflegst oder ob du alleine lebst und die sozialen Kontakte dann eher brauchst und nutzt. Viele Singles sind jedes Wochenende alleine, wenn sie es nicht geziehlt planen, also dürfte man aktiver sein als in einer Partnerschaft.
     
    07.10.2013 #21
  7. anaj
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Du hast mehr als nur ein Wahrnehmungsproblem!
     
    07.10.2013 #22
  8. Satjamira
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Ob Idealismus der Garant für eine gute Partnerschaft ist? Ich bezweifle das stark.

    Bis über beide Ohren verliebt sein kann die von dir erwähnten Klammerwünsche hervorrufen, nix anderes geht mehr.
     
    07.10.2013 #23
  9. t.b.d.
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Hi,

    ich finde dass einige Zeit als Single zu verbringen nicht zwingend dazu führt ein beziehungsunfähiger "Psycho" zu werden.
    Sie kann aber dazu führen, zu erfahren was einem selbst wichtig und wertvoll ist und was nicht. Worauf man nicht mehr verzichten will und was man gegfls. ersetzen kann. Man kann die Zeit nutzen, zu lernen was einem wichtig ist und warum man glaubt das es so ist. Sein Wertesystem überprüfen und neu ordnen. Prioritäten neu setzen. Zu sich selbst finden.
    Es geht nicht um Egozentrik, sondern darum ein echtes Selbstbewusstsein und gesundes Selbstwertgefühl zu bekommen. Unabhängiger von der Wertschätzung anderer zu werden.
    Ich habe beispielsweise sehr jung geheiratet. Wir sind damals (1990 / neue Bundesländer) beide aus unseren Ursprungsfamilien in eine gemeinsame Wohnung gewechselt. Kaum hatten wir gelernt den Alltag miteinander zu meistern, stellte sich auch schon Nachwuchs ein.
    Ich, von Natur aus eher introvertiert, passte mich ständig an Notwendigkeiten, Verantwortungen und Sachzwänge aller Art an. Lernte Verzicht üben, eigene Interessen und Wünsche zurückzustellen... irgendwann wachte ich auf und stellte fest, dass ich sämtliche Ressourcen fast ausschließlich Dingen widmete, die irgendwie notwendig waren, und für Dinge, die ich gern für mich wollte kaum etwas übrig war. Es folgte eine recht schwierige Zeit, die mit der Trennung noch lang nicht endete.
    Aber es war eine wichtige Zeit mit vielen wertvollen Erfahrungen. z.B.
    - auch der schlimmste Schmerz lässt irgendwann nach
    - ich lebe noch
    - Essen kann auch schmecken wenn man es nur für sich selbst kocht
    - man kann auch als Single recht zufrieden sein und glückliche Momente erleben
    - selbst wenn die nächste Liebe doch wieder scheitern sollte, wird das Leben irgendwie weiter gehen
     
    07.10.2013 #24
  10. SineNomine
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Hinreichend viele um zu wissen, dass Menschen sehr unterschiedlich damit umgehen.


    Sicher. Aber das passiert auch völlig unabhängig davon ob wir alleine oder in einer Partnerschaft leben oder ob sich dieser „Status“ vor kurzem gerade geändert hat.


    Die Frage ist nicht so sehr, ob sich unser Leben verändert, wenn wir als Singles oder Paare leben, sondern eher, welcher Teil sich ändert. Einer, der uns ausmacht? Oder eher derjenige Teil, über den wir gut verhandeln können ohne damit unseren, wie es ein anderer Forist es mal so schön formulierte, „Wesenskern“ oder Teile davon aufzugeben? Und zumindest meiner Beobachtung nach gelingt es vielen Paaren durchaus die für ein funktionierendes Alltagsleben als Paar notwendigen Kompromisse einzugehen ohne sich dabei selbst zu verlieren. Das, was das eigene Leben wirklich ausmacht erhalten sich die meisten, trotz Partnerschaft, trotz Kindern und trotz all der Kompromisse die das mit sich bringt.


    Hast Du Dich während Deiner Ehe in Deinem Wohnbereich nicht wiedergefunden oder schaut es dort heute nur einfach ein wenig anders aus? Ich kann mir weder als Single noch als „Teil eines Paares“ vorstellen in einem Umfeld zu leben und zu wohnen in welchem ich mich nicht wiederfinde. Natürlich wird man als Paar auch diesbezüglich Kompromisse finden müssen, aber doch nur solche, mit und in denen beide gut leben können, Kompromisse, die nicht die eine oder die andere Persönlichkeit ausstrahlen sondern eben beide.


    Warum sollte diese Bereitschaft bei zwei Singles weniger ausgeprägt sein als beim schon erwähnten „alten Ehepaar“? Ich denke ob und inwieweit man anderen entgegenzukommen bereit ist ist eher eine Frage der eigenen Persönlichkeit denn des aktuellen Beziehungsstatus.
     
    08.10.2013 #25
  11. anaj
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Damit ist eigentlich alles gesagt.
     
    08.10.2013 #26
  12. Heppy
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Mal wieder ein LIKE von mir.
     
    08.10.2013 #27
  13. Satjamira
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Ich war 20 Jahre mit meinem Mann zusammen und habe zu sehr vielem eher ja gesagt, als ich es heute als Single tun würde. Ich konnte damit leben, doch das war's auch schon.
    Mir war Wohnen mit Wohlgefühl immer wichtig, ihm war ein möglichst ausgefallenes, kühl wirkendes Interieur wichtig. Er ist für kalte Farben und Chrom ich für warme und Holz gewesen.

    Sieht heute bei mir ein wenig anders aus, fragst du? Oh nein ich habe alles verändert, weil ich ihm bis auf den Esstisch und das eine oder andere Bild, das Kinderzimmer, sonst sämtliche Möbel gelassen habe .
    Die Tatsache, dass wir aus zwei total unterschiedlichen Elternhäusern stammen liess das schon von Anfang an erkennen, besonders da er darauf bestand seinen Geschmack/Willen durchzusetzen und ich mich damit nicht anfreunden konnte. Wir mussten uns das Einrichten aufteilen, nach vielen Diskussionen. Er wählte dann das Schlafzimmer und Wohnzimmer, ich konnte die Küche- und das Esszimmer einrichten . Wir haben 2 Jahre auf Matratzen am Boden geschlafen, weil wir uns nicht entscheiden konnten. Das hat uns nicht gestört, es war irgendwie unkonventionell.
    Als ich mein eigenes später Haus komplett eingerichtet hatte, hiess es, dieses Haus atmet deine Ausstrahlung, dein Persönlichkeit aus. Ich geniesse es täglich und veränderte es auch im Laufe der Zeit wieder.
    Dies als kleiner Exkurs, dass ich vielleicht nicht so schnell bereit bin, das aufzugeben..
     
    08.10.2013 #28
  14. AW: Veränderung in der Psyche

    ody, auch wenn ich noch immer nicht weiß, was du unter einem "Psycho" verstehst, frage ich mich, ob es wirklich Egoismus ist, was du in einer Beziehung nicht gewohnt bist zu leben. Ich versteh nämlich nicht, warum es egoistischer sein soll, allein zu leben. Ich bin, wie ich bin, ob mit Partner oder ohne. Durch einen Partner verändern sich weder meine moralischen Werte noch meine ethischen Prinzipien, sprich meine Handlungsgrundlage bleibt. Da bin ich allein auch in Sachen Egoismus genauso unterwegs wie mit einem Partner.

    Was macht dich da grad so unsicher, wenn du allein lebst? Fällt es dir schwer, allein Entscheidungen zu treffen, findest du das mit Partnerin leichter? Oder magst du lieber gar keine treffen und fändest es schön, wenn sie das täte?
     
    08.10.2013 #29
  15. Schizoido
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    AW: Veränderung in der Psyche

    Hallo!

    Ich glaube, es hängt ganz davon ab, ob man freiwillig Single ist, oder nicht ganz freiwillig.
    Man kann aus der Not eine Tugend machen, und sich einreden, dass man alleine wohl besser dran ist. Das geht dann eine Zeit lang recht gut, aber hie und da regt sich das "Es" in einem, das ihm klar machen will, dass das doch nicht richtig ist.
    Wenn man einen großen Freundeskreis hat, dann ist das nicht weiter tragisch, denn dann findet sich oft auch ein potentieller Partner. Wenn seine sozialen Kompetenzen nicht so ausgeprägt sind, und man ein Einzelgänger ist, dann kann man sich auch schnell ausgegrenzt fühlen, wenn man eine längere Zeit ohne Partner ist.
    Dann findet man sich in einem Teufelskreis wieder, der es einem fast unmöglich macht, aus der Einsamkeit wieder herauszufinden. Es entwickelt sich womöglich eine starke Sozialphobie die die persönliche Isolierung vorantreibt. Dann kommen die Depressionen und Neurosen, die das Ganze noch dramatisieren.
    Die Medien geben dem Ganzen noch genügend Zündstoff hinzu, weil sie die Ansicht verbreiten wollen, dass in solchen Induvidien, die ewig allein bleiben, irgend ein dunkles Geheimnis schlummert. Wenn man für solche Suggestionen leicht empfänglich ist, dann hat man wirklich ein psychisches Problem.
    Wenn man ein starkes Selbstbewusstsein hat, und das alles an einem abprallt, dann kann man sicherlich auch als ewiger Single gut zurechtkommen.
     
    08.10.2013 #30