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  • #46
AW: Verlernen von Sozialkompetenz durch moderne Medien

Zitat von Benutzer:
Hallo,

ich habe den Eindruck, dass viele Menschen heutzutage nicht mehr offen aufeinander zugehen, sich anderen nicht öffnen können bzw. nicht an anderen (fremden) Menschen interessiert sind.
Manchmal denke ich, dass sich immer mehr Menschen in ihre eigene, von ihnen selbst oder von anderen geschaffene virtuelle Welt zurückziehen, weil sie sich dort sicher aufgehoben, geborgen fühlen und diese unter Umständen auch nach eigenem Gusto gestalten (Unliebsames ausblenden) können.
Um noch einmal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Ja klar! Das ist so! Auch wenn sich die Antworten zu der Frage in diesem Thread merkwürdig verdröselt verhalten...
Man sucht den leichtesten Weg, stellt sich möglichst wenig Problemen, und ich mach das grad auch so - ich schreib hier irgendwem, den ich nicht kenne, eine virtuelle Antwort, wo ich doch rausgehen und das Leben spüren könnte. Unsere Dimensionen haben sich verlagert. Meine Intervalle, in denen ich dies tue, vergrößern sich allerdings, ich sehe auch fast nie fern, meide auch andere Manipulationsmedien, heute regnet es halt..... insofern bin ich doch hoffnungsvoll ;-)
Aber ich habe mich auch schon gefragt, was wäre wenn - wenn eines Tages das Internet komplett zusammenbrechen würde? Wieviele Leute kriegen da Entzug? Einmal abgesehen davon, dass da noch so einiges anderes zusammenbricht. Aber es wäre heilsam!
 
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  • #47
AW: Verlernen von Sozialkompetenz durch moderne Medien

Der Verlauf des Themas gerade am Schluss zeigt deutlich, es sind nicht die Kommunikationsmittel, die für soziale Inkompetenz sprechen. Es sind Beiträge, die virtuell leider eine Leserschaft mehr als unangenehm daran erinnern, dass Menschen einem Thema nicht folgen können. Das ist weniger soziale Inkompetenz, als vielmehr das entlastende Gehabe nach einem meeting, bei dem reale Mitarbeiter einen leichten Einlauf bekommen, sich nicht zu weit abseits der gestellten Aufgaben zu widmen, die daraufhin hier ihre sozialen Kompetenzen raus stellen. Was also sonst in der Kaffee-Küche abgehandelt wurde, wird heute öffentlich dargestellt.

Ich habe keine Zweifel an moderner Kommunikation, ich habe Zweifel am Umgang damit, der Beitrag von Novacita war insofern hilfreich, als sie ( nach Avatar ) in der Lage ist, den Anschluss zum Thema wieder zu finden. Das spricht für mehr als soziale Kompetenz.
 
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  • #48
AW: Verlernen von Sozialkompetenz durch moderne Medien

Die Sozialkompetenz ist ein Werkzeug, dass die Unterschiede der Menschen überbrückt und die Kooperation mit ihnen ermöglicht. Dieses Werkzeug wird aber dem Menschen nicht in die Wiege gelegt, sondern muss sich jeder erarbeiten.

Beschäftigt sich ein Mensch nur mit sich selber oder einer einzelnen isolierten Gruppe, kann sich die Sozialkompetenz nicht ausbilden. Auch hilft es nicht, wenn Wissen vorwiegend über gespeicherte Daten erlangt wird und nicht über direkte Kommunikation.

So wie ich das sehe, behindern uns diese modernen Medien einfach beim Erlangen der Sozialkompetenz, weil es dadurch möglich wird, unser soziales Umfeld auf die Leute zu reduzieren, die mit uns auf einer Wellenlänge sind.

Wie dem auch sei, ich glaube, dass man dieses Thema nicht direkt mit den Hindernissen bei der Kommunikation auf Parship verbinden darf. Die Partnersuche war seit jeher ein schwieriges Plaster, andernfalls gäbe es dazu wohl kaum eine soche Vielzahl überlieferter Gedichten und Dramen.
 
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  • #49
AW: Verlernen von Sozialkompetenz durch moderne Medien

Zitat von Gnom:
Das ist doch Kinderkram.
Ich bin der Ansicht, als Erwachsene sollte man in der Lage sein, miteinander Probleme zu besprechen, ohne Technik.
Ist nicht schon allein dieses Forum Nachweis genug dafür, dass es eben nicht so ist und es alters- und geschlechtsneutral ist?
 
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  • #50
AW: Verlernen von Sozialkompetenz durch moderne Medien

Zitat von Benutzer:
Hallo,

ich habe den Eindruck, dass viele Menschen heutzutage nicht mehr offen aufeinander zugehen, sich anderen nicht öffnen können bzw. nicht an anderen (fremden) Menschen interessiert sind.

Dass bei vielen die verbale Kommunikationsfähigkeit und das Interesse daran langsam aber sicher verloren geht, durch diese rasant wachsende virtuelle Kommunikation via Handy, Mail & Co.

Manchmal denke ich, dass sich immer mehr Menschen in ihre eigene, von ihnen selbst oder von anderen geschaffene virtuelle Welt zurückziehen, weil sie sich dort sicher aufgehoben, geborgen fühlen und diese unter Umständen auch nach eigenem Gusto gestalten (Unliebsames ausblenden) können.

Wie ist eure Meinung dazu bzw. habt ihr diesbezüglich Erfahrungen gemacht oder Erlebnisse gehabt?

Das kommt mir so vor, als würde man behaupten, die Erfindung von Alkohol würde dazu führen, dass wir alle zu Säufern werden....
Alles, was Suchtpotential hat, kann negative Konsequenzen in der Nutzung haben. Aber selbst, wenn es zu ungünstigen Folgen kommt, bleibt da immer noch die Frage ob das Huhn oder das Ei zuerst da war.

Ich finde, es gibt unzählige Beispiele, wo virtuelle Kommunikation extrem positive Folgen hat. Von daher ist meine Sicht eher : wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.

Dass jemand aufgrund von Medien seine Sozialkompetenz VERLIERT halte ich für eine sehr gewagte These...
 
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  • #51
AW: Verlernen von Sozialkompetenz durch moderne Medien

Ich denke, die destruktive Nutzung moderner Medien ist eine Form der Kompensation fehlender sozialer Kompetenz, wobei soziale Kompetenz nicht verlernt ist, sondern eher nie gelernt wurde.
Das wiederum hat weniger mit den Medien zu tun, sondern eher mit Erziehung und Peergroup.
Wenn ich Trainings zur sozialen Kompetenz durchführe, dann erlebe ich weniger einen Zusammenhang zwischen den modernen Medien und Inkompetenz, sondern sehr frühe Störungen in der Entwicklung und negative Erfahrungen im Alltag.

LG
Lilly
 
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  • #52
AW: Verlernen von Sozialkompetenz durch moderne Medien

Zitat von Toni67:
Ist nicht schon allein dieses Forum Nachweis genug dafür, dass es eben nicht so ist und es alters- und geschlechtsneutral ist?
Einerseits hast du Recht.
Andererseits finde ich es bedenklich, wenn eigene "reale " Freunde nicht den Mut haben, mit dem anderen persönlich zu reden und lieber übers Internet zu kommunizieren.