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  • #76
AW: Uuups ...

Zitat von nuit:
Die Gnade wunderte mich doch. Überhöhte Erwartungen - na, bei la Grande Nation immer. Es gab halt die Jahre zuvor zwei heftige Klatschen, die für Bodennähe und Demut sorgten. Nein, ich verspüre kein Bedürfnis drauf näher einzugehen :).
Man stelle sich die Demütigung vor, wenn man behauptete, von den Franzosen wäre ja alles andere als eine NIederlage eine vollkommen unrealistische überhöhte Erwartung gewesen!

Ja, die Zahlen... geben eben Wahrscheinlichkeiten und nicht Sicherheiten an. Und das ist doch genau, das Fuzzi-Detail, das den großen Unterschied macht: Dass ich einen gewissen Prozentsatz auch dann nicht in der eigenen Hand habe. Ich wünsche mir zwar zu gewinnen (Partner, Lotto, Fußball-WM), das trenne ich aber von einer Erwartung (wenn ich das mache, passiert genau das; berechtigt > Recht drauf?), weil ich eben nicht alles in eigener Hand habe (Demutsfaktor) und die Anderen auch gut sind (Respekt). Ich bin nicht nach dem ersten Gegentor völlig in meinem Selbst und Weltbild zerstört (Illusion weg) und hau den Hut drauf (BRA), sondern zwar frustriert in meinem Wunsch, hab aber damit gerechnet und mach weiter.
Da braucht`s noch eine Feilung. Die geht sich aber nicht mehr aus.
Ja. Und neben der Frage der eigenen Einflußnahme gibt es ja auch noch Unterschiede in der Adressierbarkeit der Gefühle. Können einen Lottokugeln enttäuschen? Nicht so, wie Menschen. Auch wenn ich streikendes Auto oder dämlichen Laptop mal beschimpfe, weil sie nicht tun, was sie sollen. Das ist aber nach Meinung vieler irgendwie "irrational" oder "uneigentlich". Eigentlich kann ich von Menschen enttäuscht werden. Und wenn ich diejenigen, die sich über Nichtzurückschreiber, so ärgern und die für schuldig erklären, gerade gewissermaßen verteidige, auch wenn sie mir in vielerlei Hinsicht hier ziemlich auf die Nerven gehen, dann aus dem Grund, daß sie in dem Ärger und in dem SChuldigsprechen zumindest anerkennen, daß sie da in einem Kontakt mit einem Menschen sind. Viele der Ratschläge scheinen mir zu empfehlen, das Kontaktszenario auf der Börse im Sinne des Lottospiels zu verstehen. Und wie die Kugeln nicht für die Gefühle dessen verantwortlich sind, der auf die falschen Zahlen gesetzt hat, so sind auch die Schreibpartner, die nicht zurückschreiben, nicht für die Gefühle derer verantwortlich, die ein Rückschreiben erwarten.
Viele Vorschläge zur Gelassenheit, Akzeptanz, Toleranz usw. scheinen mir darauf hinauszulaufen, die Mitmenschen nicht so sehr als Menschen zu sehen, die einen Einfluß auf einen haben, sondern einfach als Dinge, die ja nicht wirklcih was mit einem zu tun haben und deren Verhalten einen deswegen auch nicht kümmern muß, weil es ja immer nur die eigenen Erwartungen und Gefühle usw. sind. Die Mitmenschen als Lottokugeln oder so.
Und das find ich in dieser Allgemeinheit nicht richtig, sondern wäre für Differenzierung. Statt zu sagen "Man kann von einem Menschen, der sich einem nicht vertraglich verpflichtet hat, gar nichts erwarten!" würde ich sagen: doch, dieses kannst du erwarten, jenes nicht so sehr, und obendrein kommt es dann auch noch darauf an, wie du mit einer enttäuschten Erwartung umgehst, und vielleicht anders, als den SChluß zu ziehen, man könne und dürfe und solle gar nichts erwarten. Und selbstverständliche darf man sich über andere ärgern und sie verantwortlich machen, und statt zu sagen "Verantwortlich für alles, was einen betrifft, ist immer nur man selbst!" würde ich auch hier differenzieren und fallweise schauen, wer wie in welchem Sinne verantwortlich ist und welchen Sinn es haben kann, jemand dann auch zur Verantwortung zu ziehen ...

Schönes Wochenende auch dir!
 
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  • #77
AW: Vorschlag für Betreiber bezüglich mangelnder Antworten

Zitat von IMHO:
Setzt aber den eigentlich Abwesenden wiederum unter eine Art "Druck" (ach herrjeh, es ist so anstrengend mit dir, Heike), doch etwas tun zu "müssen".

Du schreibst, dass es nicht darum oder darum geht. Worum geht es denn nun wirklich?
Steht oben.
Und der Druck: ja, böse Partnerbörse. Setzt diejenigen, die einen Partner wollen, unter Druck, daß sie ein Profil ausfüllen und ab und zu jemanden anschreiben oder antworten.
Liebe Kinder, es ist so anstrengend mit euch. Aber ich sags nun zum zehnten Mal: niemand muß, jeder kann. Und alle, die beim "gezwungen" im Startpost Augenkrebs bekommen: das steht in einem Konditional: Wenn du auf die Straße gehen willst, bist du gezwungen, das Haus zu verlassen. - Nein, niemand wird damit gezwungen, das Haus zu verlassen und vom Sofa aufzustehen.
 
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  • #78
AW: Vorschlag für Betreiber bezüglich mangelnder Antworten

Stellt euch mal folgende zwei PS-Teilnehmerinnen vor: Person A ist äußerst anziehend und hat ein hinreißendes Profil. Sie wird von 100 Männern angeschrieben. Ein Anschreiben gefällt ihr ganz besonders, und sie beginnt mit dem Mann eine angeregte Konversation, aus der etwas Tolles entstehen kann. Die anderen 99 Anschreiben lässt sie vorerst links liegen. Person B ist nicht besonders anziehend und wird nur dreimal angeschrieben. Sie freut sich, dass sie überhaupt Nachrichten bekommt und beantwortet natürlich alle.
Also ich würde Person A anschreiben.
Was soll an einer hohen Antwortquote so toll sein? Es geht doch nicht darum, die Anzahl der Kontakte zu maximieren, sondern darum, einen ! Partner zu finden.
 
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  • #79
AW: Vorschlag für Betreiber bezüglich mangelnder Antworten

Zitat von Dorothea:
Nun, wenn A eine Antwortrate nahe 0 hat, und B eine von 100, dann geht A anscheinend sehr selektiv vor, basierend auf Profil und Bild. Also würde ich nur sehr knapp schreiben, und erst bei einer Rückmeldung mehr Zeit investieren. Bei B hingegen würde ich mir gleich von Anfang an mehr Zeit für die erste Nachricht nehmen. Es geht hier ja nicht um entweder / oder, dennoch ist Zeit eine Ressource. Setzt man sie effizienter ein, steigen die Chancen hier einen Partner zu finden, denn das kostet die meisten hier eben einfach Zeit.
 
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  • #80
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Zitat von Heike:
Und der Druck: ja, böse Partnerbörse. Setzt diejenigen, die einen Partner wollen, unter Druck, daß sie ein Profil ausfüllen und ab und zu jemanden anschreiben oder antworten.
Es geht eben nicht darum, "ab und zu" jemandem zu antworten. Sondern darum, dass man, will man im Ranking nicht weit nach unten rutschen, möglichst schnell antworten sollte.

Na klar, alles freiwillig. Aber wer möchte schon in einer Bewertungsskala am unteren Ende rangieren, könnte das doch dazu führen, dass man weniger Chancen hat....
 
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  • #81
AW: Uuups ...

Zitat von Heike:
Man stelle sich die Demütigung vor, wenn man behauptete, von den Franzosen wäre ja alles andere als eine NIederlage eine vollkommen unrealistische überhöhte Erwartung gewesen!
Haha, touché!

Zitat von Heike:
J Und wenn ich diejenigen, die sich über Nichtzurückschreiber, so ärgern und die für schuldig erklären, gerade gewissermaßen verteidige, auch wenn sie mir in vielerlei Hinsicht hier ziemlich auf die Nerven gehen, dann aus dem Grund, daß sie in dem Ärger und in dem SChuldigsprechen zumindest anerkennen, daß sie da in einem Kontakt mit einem Menschen sind.
Das ist ein gutes Argument. Dennoch, naja. Mir erscheint, dass die hier klagenden Erwarter nicht allzuweit von der "Ich kann mich nur selbst verletzen"-Fraktion entfernt sind. Die einen negieren den Einfluss der Mitmenschen konsequent. Die Anderen sehen überwiegend sich selbst und verzweifeln daran, dass die "Lottokugel" ihren Eigendrall hat und eben nicht so fällt, wie sie gerne hätten.

Der Threaderöffner schreibt im übrigen in "Ein Tipp von den Damen"
Zitat von Nyxx:
Ich werd dir schreiben was ich mir erwartet habe!
So etwas wie z.B.: ein Dame die schreibt: "Also mir gefällt es wen mich jemand mit einer kurzen Nachricht anschreibt und nicht gleich beim ersten mal zu Ernst wird, sondern spaßig wirkt."
War das denn so viel verlangt?
Meines Lesens nach ist das eine positive Antwort. Klar, dass er sich eine solche wünscht. "Erwartet" auf alle seine Anschreiben hin wäre zu hoch und "verlangt" völlig überzogen.

Zitat von Heike:
JStatt zu sagen "Man kann von einem Menschen, der sich einem nicht vertraglich verpflichtet hat, gar nichts erwarten!" würde ich sagen: doch, dieses kannst du erwarten, jenes nicht so sehr, und obendrein kommt es dann auch noch darauf an, wie du mit einer enttäuschten Erwartung umgehst, und vielleicht anders, als den SChluß zu ziehen, man könne und dürfe und solle gar nichts erwarten.
Ja und Nein. Ich habe eine andere Herangehensweise. Ich erwarte sehr wohl einiges von Menschen, mit denen ich zu tun haben möchte. Dennoch gehe ich nicht davon aus, dass alle Menschen meinen Erwartungen und Werten entsprechen. Umgelegt auf die Börse finde ich es erschreckend naiv bis nervig fordernd eine individuelle Erwartungshaltung auf die Gesamtheit der Angemeldeten und Angeschriebenen umzulegen. Und ob dabei noch der andere Mensch hinter der Lottokugel gesehen wird...

Aber vielleicht wird umgekehrt ein Schuh und größere Zufriedenheit draus: Auf jedes Anschreiben kurz zurückzuschreiben tut nicht weh, kostet mit Copy&Paste nicht viel Zeit und erspart jemandem die Ungewissheit. Eine kleine gute Tat für die Pfadfinder unter uns. Ich kann`s nur empfehlen! :)
 
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  • #82
AW: Vorschlag für Betreiber bezüglich mangelnder Antworten

Zitat von Dorothea:
Stellt euch mal folgende zwei PS-Teilnehmerinnen vor: Person A ist äußerst anziehend und hat ein hinreißendes Profil. Sie wird von 100 Männern angeschrieben. Ein Anschreiben gefällt ihr ganz besonders, und sie beginnt mit dem Mann eine angeregte Konversation, aus der etwas Tolles entstehen kann. Die anderen 99 Anschreiben lässt sie vorerst links liegen. Person B ist nicht besonders anziehend und wird nur dreimal angeschrieben. Sie freut sich, dass sie überhaupt Nachrichten bekommt und beantwortet natürlich alle.
Also ich würde Person A anschreiben.
Was soll an einer hohen Antwortquote so toll sein? Es geht doch nicht darum, die Anzahl der Kontakte zu maximieren, sondern darum, einen ! Partner zu finden.
Für mich ein gutes, logisches und einleuchtendes Beispiel.
Bei dieser Person A mit den 100 Nachrichten freut sich dann 1 Person und bei Person B freuen sich 3 die eine Antwort erhalten ;-)

Zumal man doch indirekt gezwungen wird hier zu zahlen um überhaupt antworten zu können. Smileys und Komplimente sind ja ganz nett aber echtes Schreiben geht nur wenn man zahlt. Man sieht ein interessantes Profil und lächelt dieses an. Man bekommt vielleicht ein Lächeln zurück und dann? Ohne Moos nix los ;-)
Denke solche Profile fallen auch in die Statistik "unbeantwortete Anfrage".

Ich bin erst seit 1 Tag bei Parship angemeldet aber treibe mich schon seit Jahren auf Single-Börsen rum und dieses "Pay2Write" wird überall angewendet. Vor 10 Jahren waren solche Portale noch kostenlos. Doch will ich hier nicht Parship schlechtreden sondern werde Premium-Mitglied aber das mit den mangelnden Antworten gab es schon immer.
 
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  • #83
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Zitat von IMHO:
Es geht eben nicht darum, "ab und zu" jemandem zu antworten. Sondern darum, dass man, will man im Ranking nicht weit nach unten rutschen, möglichst schnell antworten sollte.

Na klar, alles freiwillig. Aber wer möchte schon in einer Bewertungsskala am unteren Ende rangieren, könnte das doch dazu führen, dass man weniger Chancen hat....
Es ist genauso viel oder genauso wenig ein Bewertungsranking wie die Angabe, wann man zuletzt online war. Setzt die "zuletzt online"-Angabe einen unter Druck, ständig online zu sein, weil es ja sicherlich so manchen gibt, der lieber die anschreibt, die gerade online sind? Den einen ja, den anderen nicht. Was folgt daraus?
Davon abgesehen kann es gute Gründe geben, gerade jemanden mit niedrigen Werten anzuschreiben.

Und ja, es haben auch Männer weniger Chancen, die 1,50m groß sind oder keinen Schulabschluß haben. Das ist eben so. Der Anbieter hat doch nicht die Funktion, Chancengleichheit für alle herzustellen.
 
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AW: Vorschlag für Betreiber bezüglich mangelnder Antworten

Zitat von nuit:
Das ist ein gutes Argument. Dennoch, naja. Mir erscheint, dass die hier klagenden Erwarter nicht allzuweit von der "Ich kann mich nur selbst verletzen"-Fraktion entfernt sind. Die einen negieren den Einfluss der Mitmenschen konsequent. Die Anderen sehen überwiegend sich selbst und verzweifeln daran, dass die "Lottokugel" ihren Eigendrall hat und eben nicht so fällt, wie sie gerne hätten.
Ja, vielleicht ist es so in der Mitte. Ihre Empörung unterscheidet sich einerseits schon von derjenigen einer Lottokugel gegenüber. Andererseits aber, wenn sie im anderen wirklich im guten Sinne den Menschen sehen würden, würden sie sich nichts so beklagen, sondern eher dessen autonomes Eigensein respektieren und nicht so klagen?

Ja und Nein. Ich habe eine andere Herangehensweise. Ich erwarte sehr wohl einiges von Menschen, mit denen ich zu tun haben möchte. Dennoch gehe ich nicht davon aus, dass alle Menschen meinen Erwartungen und Werten entsprechen. Umgelegt auf die Börse finde ich es erschreckend naiv bis nervig fordernd eine individuelle Erwartungshaltung auf die Gesamtheit der Angemeldeten und Angeschriebenen umzulegen. Und ob dabei noch der andere Mensch hinter der Lottokugel gesehen wird...
Eine Erwartung im hier diskutierten Sinne ist aber ja auch keine Wahrscheinlichkeitsabschätzung. Also man kann ja etwas erwarten, ohne annehmen zu müssen, dass alle ihr entsprechen. Das ist ein wenig wie beim Toleranzthema. Wie ich da bei vielen Beiträgen den Eindruck hatte, dass Toleranz schließlich in Gleichgültigkeit aufgeht, so wäre auch hier zu schauen, wie man das Erwartungsproblem anders denn durch Gleichgültigkeit löst. Auch gegenüber Unbekannten. Die empfohlene Lösung scheint mir hier meist zu sein: dickes Fell, nichts erwarten, nicht an sich ranlassen, nicht “persönlich” nehmen, sondern einfach weiterschauen, technisch-ökonomisch, ohne groß was zu spüren. Diese Art von “es sportlich nehmen” hört sich für mich verdammt nach Gleichgültigkeit an. Wie sähe deine Lösung aus?
 
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Zitat von Heike:
Ja, vielleicht ist es so in der Mitte. Ihre Empörung unterscheidet sich einerseits schon von derjenigen einer Lottokugel gegenüber. Andererseits aber, wenn sie im anderen wirklich im guten Sinne den Menschen sehen würden, würden sie sich nichts so beklagen, sondern eher dessen autonomes Eigensein respektieren und nicht so klagen?
Ja, die Mitte find ich gut.

Zitat von Heike:
JEine Erwartung im hier diskutierten Sinne ist aber ja auch keine Wahrscheinlichkeitsabschätzung.
So würde ich das aber verstehen. Ein angedachter "Antwortquotient" wäre ja der gewünschte Wahrscheinlichkeitsindikator. Allergisch und störrisch werde ich persönlich dort, wo Erwartung in Forderung übergeht. Daher plädiere ich für "wünschen": Wenn ich wen anschreibe, wünsch ich mir, dass derjenige antwortet.

Zitat von Heike:
JAlso man kann ja etwas erwarten, ohne annehmen zu müssen, dass alle ihr entsprechen. Das ist ein wenig wie beim Toleranzthema. Wie ich da bei vielen Beiträgen den Eindruck hatte, dass Toleranz schließlich in Gleichgültigkeit aufgeht, so wäre auch hier zu schauen, wie man das Erwartungsproblem anders denn durch Gleichgültigkeit löst. Auch gegenüber Unbekannten. Die empfohlene Lösung scheint mir hier meist zu sein: dickes Fell, nichts erwarten, nicht an sich ranlassen, nicht “persönlich” nehmen, sondern einfach weiterschauen, technisch-ökonomisch, ohne groß was zu spüren. Diese Art von “es sportlich nehmen” hört sich für mich verdammt nach Gleichgültigkeit an. Wie sähe deine Lösung aus?
Ja, diese Technisch-Ökonomische hat was von Gleichgültigkeit. Aber Henne-Ei: Mir erscheint, dass die Gleichgültigkeit eine mögliche Verarbeitung einer heftigen Enttäuschung ist. So wie du schriebst, die Strategie Enttäuschungen zu vermeiden, indem man Erwartungen (Wünsche) auf Null reduziert. Ein Patentrezept hab ich auch nicht. Prinzipiell bin ich für die Mitte :); also die Erwartungen im Mittelfeld halten, damit die Enttäuschung nicht so riesig ist, dass destruktive Verarbeitungsstrategien notwendig werden. Auch dadurch andere Wahrscheinlichkeiten wie Alter, Region, anderer hat sich bereits verliebt und PS ist für den Geschichte, Wissen, dass es sowas wie Basisprofile gibt, ... einbeziehen; nicht zu viele und nicht nur einen anschreiben; wenn gar keine Antworten, das eigene Profil auf Stolpersteine sichten lassen; sich nicht vom scheinbaren Überangebot an Singles blenden lassen; Pausen von PS einlegen (dabei das Profil auf unsichtbar stellen oder stilllegen lassen..), weil die Emotionen langsamer sind, als das Net,...
 
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AW: Vorschlag für Betreiber bezüglich mangelnder Antworten

Zitat von nuit:
So würde ich das aber verstehen. Ein angedachter "Antwortquotient" wäre ja der gewünschte Wahrscheinlichkeitsindikator. Allergisch und störrisch werde ich persönlich dort, wo Erwartung in Forderung übergeht. Daher plädiere ich für "wünschen": Wenn ich wen anschreibe, wünsch ich mir, dass derjenige antwortet.
Dann nehmen wir doch auch da die Mitte. Keine Forderung, die gänzlich unabängig von dem Wahrscheinlichkeitsindikator ein bestimmtes Verhalten vorschreiben möchte und für den Fall des Nichtbefolgens mit Sanktionen (Beispiel Beschimpfung im Forum) droht. Aber auch kein Wünschen wie beim Ausfüllen des Lottozettels, das sowohl die Wahrscheinlichkeit außer acht läßt (wünschen kann man sich die Million auch, wenn sie ziemlich unwahrscheinlich ist) als auch keinen adressierbaren Akteur aufweist (der Antwortquotient ist ein Wahrscheinlichkeitsindikator, aber die Einstellung gegenüber dem Kandidaten ist keine reine Wahrscheinlichkeitsabschätzung).
Für dieses Mittlere zwischen drohender Forderung und bloßem Wunsch finde ich den Ausdruck "Erwartung" eigentlich ganz passend.
Aber klar, vielleicht ist es auch wie in der Parteienpolitik früher, wo zumindest jede Volkspartei für sich in Anspruch genommen hat, die "Mitte" abzubilden.

Ja, diese Technisch-Ökonomische hat was von Gleichgültigkeit. Aber Henne-Ei: Mir erscheint, dass die Gleichgültigkeit eine mögliche Verarbeitung einer heftigen Enttäuschung ist. So wie du schriebst, die Strategie Enttäuschungen zu vermeiden, indem man Erwartungen (Wünsche) auf Null reduziert. Ein Patentrezept hab ich auch nicht. Prinzipiell bin ich für die Mitte :); also die Erwartungen im Mittelfeld halten, damit die Enttäuschung nicht so riesig ist, dass destruktive Verarbeitungsstrategien notwendig werden. Auch dadurch andere Wahrscheinlichkeiten wie Alter, Region, anderer hat sich bereits verliebt und PS ist für den Geschichte, Wissen, dass es sowas wie Basisprofile gibt, ... einbeziehen; nicht zu viele und nicht nur einen anschreiben; wenn gar keine Antworten, das eigene Profil auf Stolpersteine sichten lassen; sich nicht vom scheinbaren Überangebot an Singles blenden lassen; Pausen von PS einlegen (dabei das Profil auf unsichtbar stellen oder stilllegen lassen..), weil die Emotionen langsamer sind, als das Net,...
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Prinzipiell finde ich die Idee gut, denn ich habe mich auch schon geärgert und mir Gedanken gemacht wie man diesem - ich sag es mal wie es ist - schlechtem Kommunikationsstil entgegen wirken kann.
Fürchte nur, dass es den Betroffenen egal ist, da es ja auch sehr viele NutzerInnen gibt, wo die Profilvollständigkeit auf sehr geringem Level steht ...