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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. IMHO

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    14.06.2017 #1
  2. Philippa

    Philippa

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    Siehe "Nur mal so!"-Thread!

    Mein Beitrag #2904 dort lautete:
     
    14.06.2017 #2
  3. Tone

    Tone

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    Hallo IMHO,

    ich sehe da auch ein paar inhaltliche Übereinstimmungen mit dem Artikel und den Diskussionen hier.

    Aber der Vorstellung, das Gegenüber sei dafür verantwortlich, einen glücklich zu machen, fallen beide anheim. Und weil gleichzeitig die Meinung herrscht, man habe ein unbedingtes Anrecht auf Glücklichsein, schwindet die Frustrationstoleranz.

    Das Thema "Recht auf Glück" hatten wir hier:
    https://www.parship.at/forum/thema/handicap.8605/page-2#post-228772

    oder hier ab Seite 2

    https://www.parship.at/forum/thema/was-ist-die-freiheit-der-liebe.8592/page-2

    Mir ist folgendes Fazit sympathisch, weil ich selbst überzogene romantische Vorstellungen für beziehungsgefährdend halte:

    Das Buch plädiert für mehr Realitätssinn, mehr Eigenverantwortung und weniger Egozentrik.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2017
    14.06.2017 #3
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  4. Julianna

    Julianna

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    Ging im nur mal so Fred etwas unter :) Ist schon einen eigenen Thread wert oder? Nur blöd, dass die breits geschrieben Beiträge jetzt da sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2017
    14.06.2017 #4
  5. Philippa

    Philippa

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    Es stört mich nicht, dass es jetzt einen eigenen Thread dafür gibt. Ich wollte IMHO nur darauf aufmerksam machen, dass es an anderer Stelle bereits Reaktionen darauf gibt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2017
    14.06.2017 #5
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  6. Julianna

    Julianna

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    Ja recht hast du (bzw. das Fazit)
    Sieht aus wie wertvolle Schlüsselkompetenzen.
    Von denen sind wir aber fast alle weit entfernt. Sicher kann man bewusst darauf achten, aber die ein oder andere Situation eben dann doch nicht unter diesen Aspekten meistern.
    Realitätssinn ist recht eindeutig, finde ich. Das mit der Eigenverantwortung wird dann schon schwieriger. Gibt es dazu gute Beispiele die dir einfallen?
    Als Tochter eines Handwerksmeisters (selbstständig) kann ich meinen Abfluss selbst reparieren, schwere Dinge mit passenden Dübeln aufhängen - ohne dass riesige Bohrlöcher entstehen oder Schrauben schief sitzen, werde in der Autowerkstatt nicht so schnell übers Ihr gehauen, weil bisschen Ahnung vorhanden .... usw.
    Nun, er wechselt mir aber nicht die Winterreifen drauf (das musste ich selbst machen jedes Jahr) , kontrolliert nie das Öl oder füllt Scheibenwischwasser nach.... ist ja auch meine Eigenverantwortung (da mein Auto) ... aber wo endet Eigenverantwortung, wenn er zb alles nutzt (Nutznießer) und wenn mal was nicht in Ordnung ist, dann ist es plötzlich wieder mein Auto (meine Verantwortung). Ist das so klar zu trennen?
    Von besagtem Beispiel(Mann) habe ich mich übrigens getrennt :D Der hatte zwei linke Hände.

    Oder anderes Beispiel: der Mann schnarcht sehr laut. Wer hat die Verantwortung. Sie schläft sehr schlecht deswegen. Er erwartet Verständnis. Sollte sie Oropax tragen? Oder er zum HNO gehen, um eine mögliche Lösung zu finden?

    Egozentrik finde ich schwierig. Es sollte kein falscher, überzogener Egoismus sein, aber kreative Egozentrik finde ich bereichernd.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2017
    14.06.2017 #6
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  7. Tone

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    Vor etwas über zwei Wochen sprachen @fleurdelis und ich über Mündigkeit in einer Partnerschaft, im Sinne von Unabhängigkeit auf der materiellen wie auch auf der emotionalen Ebene. Auf dieser Unabhängigkeit baut die Eigenverantwortung auf, die Fähigkeit Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen.

    Wird in einer Partnerschaft immerzu die Ursache von Schwierigkeiten im Gegenüber gesehen oder eine Abhängigkeit vom Partner oder der Partnerin widerspruchslos hingenommen, ist auch schwer eine Kompromissbereitschaft auf Augenhöhe zwischen zwei Menschen möglich. Eigenverantwortung schliesst auch die Verantwortung für Beziehungen ein, die ich mit Menschen eingehe. Du hast recht Julianna, so einfach ist eine knappe Begriffserklärung gar nicht.
     
    14.06.2017 #7
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  8. Julianna

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    Unter dem Aspekt finde ich das wiederum nicht so schwierig. Klingt zwar jetzt suuuuper vermessen, aber ich übernehme zu 99% die Verantwortung für mein Handeln. Wenigstens etwas Gutes :) Aber auch seit frühster Kindheit eingeübt. Früh selbstständig gewesen und Ausreden aller "der/die Umstände waren schuld" galten nicht. Meine Eltern haben Unabhängigkeit von mir eingefordert. Wenn ich den Zahnarzt Termin (Kontroll-Nachweis) versäumt habe, war das so. Meine Mutter hat das "Checkheft" nicht für mich abgeheftet und beim nächsten Kontrolltermin fristgerecht unter die Nase gehalten (10/12/13 Jahre alt). Ich musste meinen Kram immer selbst machen. Mir wurde nichts "herangetragen".
    Egozentrisch bin ich auch nicht. Musste mich immer unterordnen in der Familie (gab Wichtigeres als die speziellen Bedürfnisse des Einzelnen). So lernt man aber auch Teamfähigkeit und kann sich in Gruppen einfügen.

    Heisst das, ein Partner der egozentrisch ist und wenig Eigenverantwortung besitzt - wäre mein Kontrahent?
     
    14.06.2017 #8
  9. Tone

    Tone

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    Unterlassungen gehören auch zur Eigenverantwortung, so gesehen finde ich es für mich schwieriger eine eindeutige Aussage zu treffen. Du profitierst bestimmt von der Erziehung deiner Eltern und hast dich in kollektiven Handlungen weiter entwickelt.

    Hm, ich sag's mal so: Die selbstbezogene Haltung von Egozentrikern erschwert deren zwischenmenschliche Interaktion, weshalb sie ungern etwas von anderen annehmen können, besonders Kritik. Ich kenne dich nicht persönlich, aber vermutlich hätte ein Egozentriker mit dir wenig Freude, weil er eine Partnerin ohne Selbstwertgefühl bevorzugt. Und emotional abhängig scheinst du mir wirklich nicht :)
     
    14.06.2017 #9
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  10. Julianna

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    @Tone
    Was meint "Unterlassungen"?

    Emotional abhängig bin ich schon. Zumindest in meinen 20ern war das so. Trotz allem Pragmatismus und jeglicher Logik (Realitätssinn).
    Aber 30 ist ein gutes Alter. Da blickt man als Frau noch mal neu auf die Welt. Bewertet anders.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2017
    14.06.2017 #10
  11. Tone

    Tone

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    Ich spitze jetzt wegen der Anschaulichkeit themenfern zu: Eine unterlassene Hilfeleistung ist wie eine aktive Handlung zu werten, im Strafrecht gibt es das Unterlassungsdelikt. Oder wenn wir an die Geschichte des WKII denken, wo viele Mitläufer ein Unrechtsregime über Unterlassungen stützten, ohne sich aktiv an Verbrechen zu beteiligen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.06.2017
    14.06.2017 #11
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  12. Maron

    Maron

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    Mir gefällt der im Artikel angesprochene Sicherheitszyklus als Gift für die Ehe - als ein maligner Clinch (Macht) zum Zweck der Homöostase (Aufrechterhaltung der Machtverhältnisse) und dadurch die Entwicklung der einzelnen Personen und somit der Familie empfindlich stört.
    Es ist als würde die ganze Energie in die Erhaltung investiert und Wagnis, Herausforderung und Neues bleibt dadurch folglich auf der Strecke.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.06.2017
    15.06.2017 #12
    Tone gefällt das.
  13. IMHO

    IMHO

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    Oh, peinlich. Ich hatte den Artikel gelesen und für im Forum lesenswert erachtet und da er relativ aktuell war, einfach den Thread eröffnet.

    Sollte man VOR dem Eröffnen eines neuen Threads denn grundsätzlich die Suchfunktion auf sämtliche anderen Threads ausdehnen, um Doppel-Postings zu vermeiden?

    Das wäre aber aufwändig, oder?
     
    15.06.2017 #13
  14. IMHO

    IMHO

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    Er ist verantwortlich für sein Schnarchen. Zwar erfolgt dies unbewusst, jedoch stört es jemand anderen, der darunter leidet.
    Eigenverantwortlichkeit bedeutet doch vor allem, dass ich für mein eigendes Handeln verantwortlich bin. Mit ALLEN Konsequenzen. Nicht nur die für mich, sondern auch die für meine Umwelt.
    Und vor lauter Eigenverantwortlichkeit sollte man nicht vergessen, dass auch beide Partner eine gemeinsame Verantwortung für das Gelingen der Partnerschaft haben.
     
    15.06.2017 #14
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  15. Maron

    Maron

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    Das ist meiner Meinung nach der Punkt wo es entweder in einem Gespräch erhellend und spannend wird oder durch Kommunikationsmängel etwas sichtbar wird - dass dieser ganzheitliche Ansatz Schwierigkeiten mit der Selbstreflexion und Selbsterfahrung zeigt.
    Es ist manchmal schwierig den Unterschied zum Zweck für das Eigene und für den Anderen auszumachen, wodurch sich sozusagen eine undurchsichtige "Schnittmenge" ergeben kann.
    Um nicht in eine Vorwurfshaltung zu kommen: "Du hast dies und das nicht getan"! braucht es meiner Erfahrung nach die eigene Auseinandersetzung mit diesem Thema - als Eigenverantwortlichkeit bevor man darüber gemeinsam sprechen kann. Damit die Schnittmenge nicht in einen Streit ausartet.
     
    15.06.2017 #15
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