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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. iceage
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Ich verwende bewusst nicht den Begriff Liebe oder Spaß in Bezug auf deinen Text - was auch immer MUSS für Beide Gültigkeit haben, sonst ist es friss oder ...
     
    13.12.2013 #46
  2. artistin
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    treueorden

    also ersteinmal treue verdient keinen orden.
    ist purer egoismus
    oder
    trägheit.

    ich bin treu.
    wahrscheinlich aus egoismus.

    später vielleicht mehr.
    dazu.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.12.2013
    13.12.2013 #47
  3. equinox
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Wenn in einem Verhältnis zwischen Menschen die Liebe fortbesteht - wozu bedarf es dann der Treue?

    Wenn die Individuen nicht schon im ersten Moment durch die Treue zusammengebunden sind, sondern durch die ganz primäre, genuine Seelendisposition der Liebe - warum musste nach zehn Jahren noch die Treue als Hüterin des Verhältnisses hinzukommen, da doch, nach der Voraussetzung, jene Liebe nach zehn Jahren noch eben dieselbe ist und ganz allein von sich aus dieselbe zusammenbindende Kraft bewähren muss, wie in ihrem ersten Augenblick?

    (...) Man könnte die Treue als das Beharrungsvermögen der Seele bezeichnen, welches sie in einer einmal eingeschlagenen Bahn festhält, nachdem der Anstoß, der sie überhaupt in diese Bahn geführt, vorbeigegangen ist.

    [Georg Simmel, Exkurs über Treue und Dankbarkeit]
     
    13.12.2013 #48
  4. Heike
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Äh, ich dachte, der Spruch "Liebe ist ..." solle sich auf Liebe beziehen.
    Und selbstverständlich: Wenn beide denselben "Liebe ist ..."-Spruch aufsagen möchten, etwa weil sie nur einen einzigen Spruchkalender anschaffen wollen und nicht zwei (der verbindet!), dann müssen sie in beide aufsagen. Das gilt für deinen Spruch natürlich auch.
    Wenn der eine der Partner einen halben Kopf größer ist als der andere, ist es übrigens für beide gültig, daß einer einen halben Kopf größer ist als der andere.
     
    13.12.2013 #49
  5. Gulliver
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    AW: treueorden

    Ich bin sehr gespannt darauf. Ich hörte auch schon, dass Schüchternheit egoistisch sei.

    Bei der Suche nach "Treue Egoismus" fand ich diesen Link mit mehreren Seiten:
    http://www.seitensprung-fibel.de/geheimnis-der-treue.php
     
    13.12.2013 #50
  6. Marvin
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Gibt es da nicht im wesentlichen zwei Gruppen? Welche für die Sex untrennbar mit Liebe verbunden (1:1) ist und welche - die ihr sexuelles Bedürfnis davon losgelöst (1:n) betrachten können? Ich würde das nicht unter dem Aspekt Kontrolle - sondern Preferenzen sehen. Das passt eben nur zusammen - wenn man in der gleichen 'Gruppe' steckt. Im anderen Fall landet man da - wo man versucht etwas passend zu machen. Da würde ich mich nicht drauf einlassen wollen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.12.2013
    14.12.2013 #51
  7. artistin
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    AW: treueorden

    würde ich - als schüchterne - so nicht sehen.
    aber feigheit/schüchternheit könnte auch zur treue führen ...
     
    14.12.2013 #52
  8. delfin 1988
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    @artistin

    Hat Untreue dann also mit Mut zu tun?
    Ist Untreue weniger egoistisch als Treue?
     
    14.12.2013 #53
  9. Heike
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Wie stehen die Erstgruppenzugehörigen zu Selbstbefriedigung? Wer das zuläßt, lebt dann schon polyamor? (Beide liebten dann ja jeweils zwei Menschen physisch: den anderen und sich selbst.)

    Und wie paßt die Erfahrung ins Schema, daß Menschen oft eher Probleme mit der sexuellen Untreue des anderen als mit der eigenen haben?

    Und weshalb schreibst du von "passend machen" und nicht davon, daß es vielleicht darum gehen könnte, zu erkennen, daß etwas für den anderen anders als für einen selbst. Wenn für einen selbst Sex auszuüben notwendig mit einer bestimmten Art von Lieben verbunden ist, für den Menschen, den man liebt, aber nicht - ist es dann so ganz ausgeschlossen, sich in ihn hineinzuversetzen und zu erkennen und zu akzeptieren, daß es für ihn eben nicht notwendig mit dieser Art von Lieben verbunden ist?

    Ich weiß schon, daß jeder vor allem sich selbst lieben soll und ja alle im REinen mit sich sind und in einer glücklichen Beziehung mit sich selbst und deswegen, nur mal so als i-Tüpfelchen oder Krönchen oder so einen Partner suchen, natürlich jemanden, der so ziemlich haargenau ist wie sie selbst, sodaß sie einfach unterbrechungslos weiter lieben können, aber wie wärs: wenn schon so rigoros, weshalb dann nicht mal ernst nehmen, daß ein anderer Mensch wirklich anders sein könnte als man selbst?

    Oder ist die Gruppeneinteilung oben so gemeint, daß für die MItglieder der ersten Gruppe nicht nur die eigene Ausübung von Sex mit Liebe verbunden sein muß, sondern sie der Auffassung sind, überall, wo Sex ist, ist auch notwendig diese bestimmte Art von Liebe dabei? Wenn ja, könnte man ihnen doch einfach sagen: nö, ist nicht so, da irrst du.
    Vermutlich gehts dabei aber nicht um eine Auffassung darüber, wie etwas ist, sondern um Vorstellung davon, wie etwas sein soll. Also nicht "Sex ist notwendig mit Liebe verbunden", sondern "Sex sollte mit Liebe verbunden sein"?
     
    14.12.2013 #54
  10. artistin
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    mir ging es um "the moral-winner" - welche beim thema treue immer mal aufblitzt.
     
    14.12.2013 #55
  11. equinox
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    wenn sexuelle treue (sprich die beschränkung sexueller aktivitäten ausschließlich auf die person, mit der eine definierte partnerschaft besteht) unmittelbar mit der bedingung liebe verbunden ist - dann heißt untreue in diesem sinn automatisch auch, dass liebe nicht mehr bestehen kann, sobald jemand untreu wird.

    wenn man beides von einander getrennt betrachtet, ergeben sich weitaus mehr möglichkeiten, und das scheint mir schlichtweg realitätsnäher. oder würde das geständnis eines dahinscheidenden partners während der 40jährigen ehe mehrfach "untreu" gewesen zu sein, die erlebte liebe und das gemeinsam gelebte leben im nachhinein ungültig machen? und wo bliebe dann das eigene leben?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.12.2013
    14.12.2013 #56
  12. iceage
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    sehr gutes Beispiel - wenn ich jetzt dieses Beispiel auf eine andere Lebenssituation transferiere, dann ist es doch so, wie wenn du ein gut florierendes Geschäft hast, voll glücklich bist dass die Umsätze so toll sind, du stolz auf deine netten Kunden bist, aber nie überprüfst, ob auch Gewinne eingefahren werden und daher eines Tages vorm Bankrott stehst - natürlich war es für eine schöne Zeit, aber du hast trotzdem durch Unachtsamkeit deine Zukunft zerstört ...
     
    14.12.2013 #57
  13. Schreiberin
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Für viele scheint die sexuelle Treue so etwas wie ein Blutschwur zu sein.

    Interessant dann die Reaktionen, wenn Untreue eingetreten ist.
    Ist der Betrogene traurig und betroffen, weil er die Untreu als Hinweis auf übersehene Beziehungsschwierigkeiten sieht ?

    Ist er voller Wut und Empörung, weil er sich lächerlich gemacht und nicht ernstgenommen fühlt ?

    Steckt Panik dahinter, weil einem die Felle wegzuschwimmen drohen und die vielgeliebte Sicherheit (er will nur mich, auf ewig) einzustürzen droht ?

    Droht gar das wackelige Selbstwertgefühl sang- und klanglos unterzugehen ?

    Ich war mal mit einem Mann zusammen, der Treue als Ankettungsmittel benutzte : nur die Stunden des Lebens sollten für mich lebenswert sein, die ich mit ihm verbrachte...

    Mir selber fällt es extrem leicht, sexuell treu zu sein. Mir ist aber klar, dass es nicht bei jedem so ist und ich natürlich gut reden habe, es dann einzufordern...

    Ich bin auch jemand, der viel Freiraum braucht und auch aushält. Bei sexueller Untreue komme ich aber auch an meine Toleranzgrenzen. Weil es meist auch nicht gut ausging und Symptom für das nahenden Ende war. Ich würde es aber spannend finden, da noch mal etwas neues zu erfahren. Viel Freiraum zu haben, auf verschiedene Weise, und sich trotzdem gut miteinander zu fühlen.

    Mein Fazit : so einfach ist das Thema nicht.
     
    14.12.2013 #58
  14. MarkusFCB
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Das sind auch meine Vorstellungen.
    Nur wenn sich beide Partner voll vertrauen und sexuell treu sind, kann man sich auch wirklich voll fallen lassen und sexuelle Freiheiten innerhalb einer Beziehung richtig aus- und erleben.
    Untreue bringt dagegen die Gefahr, dass man echt unschöne Dinge in die Partnerschaft holt, die früher oder später die Beziehung zerstören können (mal vom Verrat am Partner abgesehen).

    Deshalb kann ich mir auch nicht vorstellen, 2 Personen lieben zu können (um mal den Parallel-Thread aufzugreifen). Echte Liebe bedeutet, gemeinsam durch Höhen und Tiefen zu gehen und den Partner mit seinen Schwächen zu akzeptieren. Bei echter Liebe bin ich bereit mich für meine Liebende(n) aufzuopfern. Funktioniert das in einer Dreiecksbeziehung auch? In einer Dreiecksbeziehung gibt es in aller Regel immer einen der ausschert. So sehe ich das zumindest.
    Aus diesen Gründen bin ich auch nicht für ein Patchwork-Familien-Leben zu haben. Ich will nicht, dass sich andere Personen, außer meiner Partnerin, in mein Leben einmischen.
    Mein Fokus würde deshalb immer nur auf einer Frau liegen, aber für diese würde ich im Notfall auch mein Leben geben.
    … So jetzt bin ein bisschen vom eigentlichen Thema abgeschweift. ;-)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.12.2013
    14.12.2013 #59
  15. AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Ich verstehe deinen Ansatz nicht (du warst bei deiner eigenen Fragestellung irritiert?).

    Du sagst, dir ist sexuelle Treue wichtig (siehe Frage: Ist das Wichtigste in einer Beziehung der "sexuelle Allein-Anspruch" und alles Andere ordnet sich irgendwie im Umfeld ein?) und deiner jetzigen Partnerin auch, du hast sie u.a. „im Vornhinein“ ausgewählt, weil sie sexuelle Treue als erstes in ihrem Profil hatte.

    Also seid ihr euch ja einig mit dem „starren“ Rahmen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, und dass am vorherigen Fremdgehen in der Beziehung nur der böse Ex-Partner oder die Schl.. „schuld“ war. Ist doch fein, dann gibt es ja keine Probleme. Dann habt ihr im Vornhinein festgelegt, dass das so ist. Ihr seid also zwei treue Personen, da kann ja nichts passieren.

    Wenn du jetzt nach einem Jahr fragst, ob das vielleicht nicht zu starr ist, finde ich das schon irritierend, weil die Wortwahl „im Vornhinein“ im Zusammenhang mit Partnerin so ankommt, dass du es dir anders überlegt hast (oder vorher nicht mit ihr geredet hast).

    Oder meintest du „im Nachhinein“ das Thema nochmal bekräftigen?
     
    14.12.2013 #60