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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Satjamira
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Die Bedürfnisse ändern sich im Laufe des Lebens auch das gilt es zu berücksichtigen.
    Würde mir mein Partner sagen, dass er sich mit mir (im Bett) langweilt, dann wäre es wichtig zu erfahren was ihm denn fehlt.
    Es ist eine Kunst das auf einen Nenner zu bringen und braucht gegenseitige Akzeptanz. Denn das letzte was eine gute Sexualität braucht ist Druck.
    Wenn ich das Gefühl bekäme überhaupt nicht mehr attraktiv zu sein, weil mein Partner mich gar nicht mehr sieht, bräuchte ich die Bestätigung ausserhalb der Partnerschaft.
    Also hängen sexuelle Bedürfnisse auch oft mit anderem unerfüllten Dingen zusammen, einem Kick den man braucht.

    Es braucht ein bisschen Mut, alte Schamgefühle hinter sich zu lassen. In einer Partnerschaft sollte es nichts geben wofür man sich zu schämen braucht.
     
    14.12.2013 #61
  2. Satjamira
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Wo beginnt Untreue? Es ist eine sehr gute Frage.
    Bestimmt nicht in der Selbstbefriedigung, sondern es ist der erste Weg sich selbst kennenzulernen und seinen Bedüfnissen treu zu sein.
    Ist Untreue bereits , wenn man beim Sex an einen anderen denkt?
    Es scheint ein verbreitetes Phänomen zu sein.
    Ist es Untreue, wenn sich ein Mann mit P.or.no.heftchen aufheizt und dann seine Partnerin vernascht?
     
    14.12.2013 #62
  3. Marvin
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Hui - bin ich mit meinen unachtsamen Äußerungen gleich auf dem Seziertisch gelandet ...

    Das ist eine leicht pragmatische Vereinfachung mit der Annahme - das nur Paare aus gleichen Gruppen ihr Denken / Fühlen / Handeln gegenseitig als für sie passend erleben. Die anderen sehen dann die angesprochenen Probleme - siehe Eingangspost - Kontrolle ..

    Sonderfälle mag es sicher auch geben. Liebt man mehrere bricht das auseinander - während Selbstbefriedigung / Selbstliebe kein Problem darstellen sollte. Vermutlich kann sich selbst die Orientierung im Laufe der Zeit durch Erfahrungen verändern (Gruppenwechsel).

    Was ich damit sagen wollte ist- das erst durch eine ungleiche Orientierung zwischen den Partnern unterschiedliche Sichten und damit verbunden Probleme enstehen. Das kann man nicht verhindern - aber möglicherweise etwas entschärfen. Also als 1:1 nicht unbedingt jemanden wählen - der seine sexuellen Bedürfnissen überall hin projezieren kann - oder umgekehrt sich eingeschränkt fühlen mit 1:1 Partnerin wenn man 'Don Jon' mässig unterwegs ist.
     
    14.12.2013 #63
  4. koelner
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Ich habe nun durch diesen Thread gelesen und möchte noch einen anderen Aspekt in diese Diskussionsrunde werfen...:

    Ich erweitere o.a. Zitat um folgende Situation:
    Ein sich liebendes Paar geht in den Swinger-Club und hat wissentlich und willentlich Gefallen an "Dritten"... sexuelle Untreue? per Definition?

    Ich glaube schon, dass man Liebe und Sexualität zu einem gewissen Grad durchaus voneinander trennen kann und sich vieles definitionsmäßig im Bewusstsein und Denken beider abspielt.
    Fremdgehen ohne das Wissen des anderen ist klarer Betrug (weil der Partner geht davon aus, dass so etwas nicht statt findet); in Liebe dem anderen jedoch wissentlich auch "sexuelle Freiheit" zu gewähren, würde ich nicht als fremdgehen bezeichnen (muss noch nicht einmal beidseitig sein)...

    (Anmerkung: muss nicht jeder mögen und trifft auch nicht unbedingt meine Vorstellung von Liebe und Partnerschaft, ist aber nicht mal zu selten anzutreffen)

    Gruß
    koelner
     
    14.12.2013 #64
  5. Gulliver
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Irritiert hat mich, dass genau dass rauskommen könnte, dass mir unterstellt wird, ich wolle untreu sein. Für mich ist das Thema schon sehr komplex und ist auch gar nicht so leicht in Worte zu fassen.

    Wenn wir im Fitness-Studio sind, dann laufen dort lauter schöne, knackige, besonders gut gebaute Männer herum. Mich würde einfach interessieren, was sie sich dabei denkt. Da geht es auch um Phantasien, Wünsche usw. Bin ich jetzt wirklich der "Ein" und "Alles" und alle anderen Männer sind für sie gestorben. Ist es zulässig, dass man vor dem Partner sagt "Also den würde ich nicht von der Bettkante stoßen"? Oder spielen da immer so Dinge mit wie "Er könnte eifersüchtig sein. Er könnte glauben, dass ich unzufrieden bin".

    Kann ich in ihrer Anwesenheit sagen "Wow, hat die einen geilen Hintern" ohne dass sie annimmt, dass ich ausbrechen möchte. Kann sexuell über andere Menschen überhaupt noch gesprochen werden, ohne dass der Partner eifersüchtig wird.

    Ich will ihr das Gefühl vermitteln, dass ich nicht eifersüchtig bin, wenn sie sexuell freizügiger denkt, auch über andere Männer schwärmt, schöne Menschen einfach sieht und auch bewundert ohne zu glauben, dass ich ein Problem damit haben könnte.

    Ich muss es einfach einmal kommunizieren, dass mich ihr Blick für andere Männer nicht eifersüchtig machen würde und es mich natürlich freut, dass sie bei mir bleibt, weil ich etwas Besonderes für sie bin. Oder geht man in Beziehungen eh automatisch davon aus, dass es so zu sein hat.

    Ich will, dass sie sich frei fühlt, sich durch mich nicht eingeengt fühlt, nicht mir zuliebe alles herunterfährt, in der Annahme, ich würde das von ihr erwarten. Sexuelle Treue ist mir wichtig, aber weder bin ich der einzige Mann auf der Welt, noch sollen alle sexuellen Phantasien an meiner Seite absterben. Davor täte ich mich fürchten.

    Schwieriges Thema :)
    Gulliver
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.12.2013
    14.12.2013 #65
  6. AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    @Gulliver
    Ich sag’s ja, Kuddelmuddel ;)

    Zum Verständnis: ich finde nicht eine evtl. Frage an deine Partnerin irritierend, sondern deine Beiträge hier.

    Ich wollte jetzt eigentlich noch was zu deinem letzten Beitrag schreiben, aber nachdem ich in dem Thread „zu wählerisch“ folgendes gelesen habe
    kann ich mir die Zeit ja sparen.

    Du stehst offenbar mehr auf Projektion als auf Realität.
     
    15.12.2013 #66
  7. Satjamira
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Hallo Koelner,
    ich bin dafür, dass der gemeinsame Besuch im Swinger-Club wo beide so entschieden haben nichts mit Untreue zu tun hat, sofern man sich danach nicht heimlich mit dem Swingerpartner weiterhin trifft. Ich fände es grosszügig, auch wenn das nicht mein Ding wäre.

    Sobald Offenheit zum Thema herrscht, definiere ich das als Treue zu sich selbst. Dann ist Fremd gehen, zu einer anderen gehen und es besteht die Möglichkeit, dass dies der Liebe keinen Abbruch tut. Das sehe ich auch so, resp. habe ich so erfahren.

    Ja natürlich kann man Liebe von Sexualität getrennt sehen.Von der Empfindung her oder Anschauung des sexuellen Erlebens habe ich festgestellt (auch dank meiner längeren Beziehungserfahrung und Gesprächen mit anderen Frauen), können Männer das besser auseinanderhalten, lies trennen als eine Frau.

    Noch zu dir Gulliver.
    Ich denke nicht, dass das Thema an sich kompliziert ist. Man merkt ob ein Partner eifersüchtig ist oder nicht. Wenn mein Mann einer tollen Frau nachschauen und ich ihm bestätigen kann, ja die hat was an sich das einem gefallen kann, stehe ich über den Dingen. Wenn ich für einen Mann schwärme, würde ein liebender Partner sehr wohl merken wie weit meine Begeisterung reicht. Also wozu eine Erlaubnis geben wollen? Es definieren zu wollen, heisst ausloten zu wollen wie weit das beim anderen gehen würde, wenn ihm jemand gefällt.
    Willst du dich absichern? Erlaubnis bekommen?
    Eifersucht ist wohl die gefährlichste Option oder die Zerstörerischste (für mich kein Liebesbeweis) weil sie oft auf etwas begründet das man sich ausmalt und gar nicht so sein muss.

    Da ihr beide gebrannte Kinder seid, geht es doch in erster Linie um das gegenseitige Vertrauen und nicht darum, dem anderen beweisen zu müssen, dass man in diesem oder jenem Fall nicht eifersüchtig wäre.
    Du scheinst da noch ein Problem zu haben.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.12.2013
    15.12.2013 #67
  8. Ninamaus
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Ich kann hier nur für mich sprechen und möchte es auch so verstanden wissen, als meine Sicht die ich niemandem auferlegen will.

    Ich sehe Untreue nicht auf das körperliche beschränkt oder anders formuliert ist für mich Untreue nicht zwangsläufig mit einem vollzogenen Geschlechtsakt verbunden. Untreue beginnt für mich im Kopf. Wenn ich bei einem Partner bleibe, auch wenn ich weiß dass ich ihn nicht mehr liebe aber es vermeintlich bequemer ist alles so zu belassen wie es ist, ist das für mich genauso Untreue. Die ich fast noch schlimmer sehe als die reine sexuelle Untreue. Denn in dem Moment gaukele ich dem anderen etwas vor, dass nicht (mehr) existiert und wähne ihn in einer Sicherheit, die ich ihm nüchtern betrachtet nicht mehr gebe. Werde ich unaufrichtig und unehrlich meinem Partner gegenüber, dann bin ich ihm untreu - das kann die emotionale aber auch die körperliche Ebene sein.

    Was ist mit Menschen, die vielleicht keinen klassischen Sex haben können (Behinderung, Trauma oder sowas), soll deren Partner auf Sex verzichten oder darf er sich die sexuelle Befriedigung bei einem anderen Menschen holen? Könnte ich verlangen, dass in einer solchen Situation ein Mensch für u.U. den Rest seines Lebens auf seine Sexualität zu meinen Gunsten verzichten muss? Ich würde eine solche Hürde, glaube ich zumindest, nicht aufstellen wollen sondern meinem Partner diese "aushäusige" Sexualität zugestehen. Wer wäre ich zu verlangen, dass der andere einen Teil seiner Selbst aufgibt, nur weil ich ihm diese Art der Körperlichkeit, nicht geben kann, uns aber doch so viel mehr verbindet und es eine andere Weise der Intimität und Nähe gibt, man als Paar zusammen sein will?
    Was, wenn ich wüsste mein Partner möchte sich ab und an einen bestimmten Kick holen / Phantasie ausleben - weil er es mir sagt - das für mich aber eine Grenzüberschreitung darstellt? Ich glaube, ich könnte nie um meines Partner willen bei Sexualpraktiken mitmachen (auch mit dem Herzen!) wenn sie mir zuwider sind, ich dabei Ekel empfinde, das käme für mich einer Vergewaltigung gleich und wäre mitnichten ein Liebesbeweis im Sinne von "ich will es absolut nicht, aber dir zuliebe tue ich es". Da gilt für mich, erlaubt ist alles solange bis einer von beiden Stopp sagt. Ich würde aber auch nicht riskieren wollen, dass ich in der Beschneidung des anderen in diesen Gedanken Gefahr laufe, unsere Beziehung in ihrer Gesamtheit zu verlieren, sondern diese Ausflüge in "die andere Welt" zulassen könnte. Was wäre der größere Liebesbeweis: dem anderen auch diese Seite zu erlauben, wenn auch nicht mit einem selber oder aber zu verlangen, der andere muss sich zurück nehmen, sich einschränken und kasteien?
    Aber das sind auch nur Gedanken, wie es in der Realität aussieht weiß ich nicht, weil ich diese Situation(en) nie erlebt habe (zumindest weiß ich nicht davon). Ich möchte das jetzt auch nicht als Freifahrtschein für die sogenannte sexuelle Untreue verstanden wissen, sondern als Gedanke dass auch hier gilt, ich kann meinem Partner das und das nicht geben, er holt es sich woanders, aber stellt unser beider Lebensfundament dadurch nicht in Frage und man geht ganz klar den Lebensweg gemeinsam nebeneinander. Eine Beziehung ist für mich durch so viel mehr getragen als durch die sexuelle Komponente, sie gehört ohne Frage mit dazu und ist sehr wichtig, aber sie ist in meinen eigenen Augen nicht das oberste K.O.Kriterium.

    Per Definition ist "Sexualität" die körperliche Berührung eines anderen Menschen. Werde ich also sexuell untreu, wenn ich im Arm eines Mannes, der nicht mein Partner ist, sitze und mich nahe an ihn kuschele, ohne dass wir uns küssen würden oder gar noch mehr? Für mich: Nein. Wie ist es beim Tanzen, wenn sich eine intime Spannung aufbaut ohne dass es zum vollzogenen Akt käme? Für mich: ist toll und darf ich genießen. Darf ich in meinen Gedanken mir Sex mit einem anderen Mann vorstellen, ohne dass ich ihn in der Realität ausleben würde? Für mich: ja. Für mich ist es selbstverständlich, dass man auch wenn man in einer Beziehung ist andere Menschen anziehend findet und das auch dem Partner sagen darf (nicht muss, aber darf), ohne dass der andere sofort tobsuchtsartig Untreue oder den Wunsch danach unterstellt. Ich gehe nicht davon aus, dass ich den Partner so sehr verblende, dass er blind wird für den Rest der Welt, das wäre eher furchtbar. Für mich ist es statthaft und erlaubt, auch in einer bestehenden Partnerschaft mit einem anderen Menschen zu flirten, solange die durch beide Partner gesetzten und bekannten Grenzen nicht überschritten werden. Vielleicht kann es den Partner sogar stolz machen zu wissen, dass man noch für andere begehrenswert sein könnte aber der Partner das große Los gezogen hat und weiterhin "The one and only" ist?

    Ich bin bisher nie in meinem Leben in der Situation gewesen, dass ich meinem Partner sexuell untreu gewesen bin oder hätte sein wollen, ich bin dennoch sehr vorsichtig mit einer Aussage "könnte ich nie". Ich wurde körperlich betrogen, und ich habe verzeihen können, auch wenn ich das vorher kategorisch ausgeschlossen hatte bis ich es selber erlebt habe. Und schauen wir uns doch unseren Bundespräsidenten an: auf dem Papier noch verheiratet, aber hat eine Lebensgefährtin die der Deutschen sogenannte First Lady ist. Wird er dadurch weniger ernst genommen oder gar an den Pranger gestellt, wo er doch klassisch betrachtet untreu ist und im katholischen Sinne eine Todsünde begeht?

    Ich denke, das Leben und die Menschheit ist viel zu facettenreich, um hier eine allgemein gültige Auffassung überhaupt aufstellen zu dürfen und dass ich persönlich eine monogame Beziehung als die einzig zulässige = gesellschaftlich anerkennte gelten lassen möchte. Welche Lebensform ich dabei selber auslebe bleibt mir und meinem Partner überlassen und ich glaube, das kann im Laufe des Lebens durchaus auch Änderungen unterworfen sein. Unabdingbar ist, dass beide sich bei dem Thema auf Augenhöhe begegnen und übereinstimmen, wenn es unterschiedliche Sichtweisen gibt wird es schwierig bis unmöglich. Kann ich lieben, ohne mit diesem Menschen Sex zu haben? Ja, kann ich. Kann ich Sex mit einem Menschen haben, ohne ihn zu lieben? Ja, kann ich. Beides zusammen zur gleichen Zeit zu haben ist - auch für mich - mein Wunsch und mein Bestreben. Ist mir sexuelle Treue wichtig? Ja, ist sie, ohne dass ich ausschließen kann mit eben jener Untreue leben zu können, wenn die Umstände so wären. Ich kann einen Menschen nicht besitzen, sondern wir bekommen gemeinsame Zeit geschenkt - diese will ich auskosten und genießen und gestalten, weil so unendlich kostbar und unbezahlbar.

    Einen schönen Sonntag noch!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.12.2013
    15.12.2013 #68
  9. Nettmann
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    @Ninamaus:

    Toller Beitrag! Ich habe zwar Probleme mir verschiedene Dinge vorzustellen, z.B. wie manche Absprachen erfolgen könnten, denke aber, das müsste eh in der speziellen Situation der Beteiligten geklärt werden.

    Nettmann
     
    15.12.2013 #69
  10. koelner
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    @Ninamaus - sehr guter und abgeklärter Beitrag...

    ich hatte einmal vor Jahren eine Partnerin, mit der ich Ähnliches diskutiert hatte und sie hatte eine nahezu identische Einstellung / Lebens- und Liebesauffassung, wie Du sie beschreibst.

    Danke für Deine Mühe, Gruß und schönen Rest - 3. Adventssonntag
    koelner
     
    15.12.2013 #70
  11. Ninamaus
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Nettmann,
    danke sehr! Ja, wie das mit den Absprachen gehen würde wüsste ich auch nicht zu sagen und ich stimme Dir voll zu, dass das von den Beteiligten und ihrer besonderen Situation abhängt. Grundsätzlich ist es mir mit zunehmenden Alter, gemachten Erfahrungen und Wendungen im Leben wichtig, auch ein solches Thema, das durchaus sehr dünnes Eis ist, offen ansprechen und formulieren zu können wo für mich persönlich die Grenze gezogen wird und der zu gewährende Freiraum aufhört. Genauso wie ich - auf welchem Wege auch immer - ausdrücken können sollte, was mag ich im Bett und was ist absoluter Tabubereich. Beide Themenbereiche sicherlich nicht völlig statisch, sondern wandelbar und wenn ich eines ganz sicher weiß: das Leben stellt einen manches Mal vor Herausforderungen, die man sich nicht in seinen wildesten Träumen hätte ausmalen können und die eigene Reaktion ist konträr zu dem, was man bisher als für sich gültige Wahrheit angesehen hat.

    Kölner,
    es beruhigt mich dass ich mit dieser Auffassung nicht alleine dastehe. Und welche Mühe? Ich müsste mich ja eher für die Länge der Zeilen entschuldigen und sagen "Danke fürs Lesen".


    Schönen Abend noch allen miteinander & Grüße
    Nina
     
    15.12.2013 #71
  12. Gulliver
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Das "Kuddelmuddel" entstand, weil ein halbes Dutzend Themen gleichzeitig ins Hirn gekrochen sind und von mir zu einem Teig vermengt wurden. Themen, die zum Teil schon 15 Jahre zurückliegen. Rückwirkend betrachtet war die größte Belastung, dieses dauernde Vortäuschen und Lügen. Das ist in meiner Lebenserfahrung das Härteste gewesen, was ich erlebt habe. Ich will, dass es in meiner jetzigen Beziehung nicht so weit kommt. Ich will ehrliches Vertrauen haben, das über jeden Zweifel erhaben ist. Ich will über so gut wie alles kommunizieren können ohne dass Zweifel auftauchen.

    @Satjamira
    Dieses Problem, das Du meinst, was ich haben könnte, beziehe ich am ehesten noch darauf, dass im Moment ein Wendepunkt in unserer Beziehung ist. Jetzt ist es soweit, dass ich frage "vertraut sie mir voll" und "vertraue ich ihr voll"?

    Wenn ja, dann mache ich ihr einen Heiratsantrag und bitte sie, unsere Zweisamkeit zu besiegeln. Wir wünschen es uns beide und wir sind beide nicht so stark, Enttäuschungen, die wir in der Vergangenheit erlebt haben, noch einmal erleben zu wollen.

    Die Sicherheit kann uns aber leider niemand geben.
     
    15.12.2013 #72
  13. AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Gulliver,
    ich merke, unsere Kommunikationsstile sind auch nicht so wirklich kompatibel.

    Ich versuch’s mal:
    Du versuchst da Dinge zusammenzubringen, die nicht funktionieren. Am optimalsten gibt es nicht. Beziehung mit Haftpflichtversicherung geht nicht.

    Wenn du Vertrauen haben willst, musst du vertrauen. Wenn du kommunizieren willst, musst du es tun.
    Tust du aber nicht.
    Siehe Beispiel „In meiner jetzigen Beziehung würde ich, aus heutiger Sicht, alles versuchen es zu retten, wenn ihr so ein Lapsus passieren täte. Was sie natürlich nicht vorher erfahren wird :)

    Wenn ich deinen anderen Beitrag „seziere“
    „Meine Partnerin ist perfekt, in jeder Hinsicht. Zumindest sehe ich das so.“
    Falls du es noch nicht gemerkt hast: perfekte Menschen gibt es nicht. Etwas mehr Realitätssinn

    „Sie selbst sieht das eh nicht so wie ich.“
    Wie wäre es mal mit Ernstnehmen der Aussage?

    „Vielleicht denkt sie sich, dass ich mich ihr an den Hals werfe, wenn ich sie zu sehr idealisiere, vielleicht vermeint sie, mir das auch zurückgeben zu müssen, was sie aber vielleicht nicht will oder nicht kann. Wer weiß?“
    Nicht spekulieren, darüber reden!

    „Vielleicht habe ich ja viele Schwächen und sie sieht gnädig darüber hinweg?“
    Ich hoffe es für dich ;)

    „Ich werde ihr irgendwann die Freude machen und sie etwas kritischer betrachten.“
    Wie großzügig von dir. Komm doch mal von der Wolke. Nicht kritischer, sondern realitätsnäher (das fände ich liebevoller)

    „Noch habe ich aber nicht das Bedürfnis dazu.“
    Sehr einseitig gedacht.

    (besser kann ich nicht)
     
    15.12.2013 #73
  14. Schreiberin
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Gulliver, du kleiner Träumer, du bist total verknallt und verblendet.
    Das ist schön, aber weit entfernt von verlässlicher Liebe und tragfähiger Ehe.
    An Stelle deiner Freundin hätte ich Panik : eines Tages wacht er auf und sieht mich WIRKLICH - und dann ?......
     
    15.12.2013 #74
  15. Gulliver
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    AW: Warum ist sexuelle Treue so wichtig?

    Ja, so ist es. Es ist die 4. Beziehung in meinem Leben und sie läuft so anders, als alle Vorigen. Ich bin nach einem Jahr verliebt wie ein Teenager und nach 5 Jahrzehnten immer noch nicht vernünftiger geworden. Deine Worte lasse ich mir durch den Kopf gehen.
    Was ich daraus für mich ableiten kann, weiß ich noch nicht.
    Danke und LG Gulliver
     
    15.12.2013 #75