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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Yvette
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    Optimale Konsumenteneinstellung!
     
    15.01.2017 #46
  2. Die nehmen sich selbst zu wenig ernst und bezahlen dafür mit Langeweile und/oder Mühsal. (Das gilt natürlich nicht für jene, die grossen finanziellen Zwängen ausgesetzt sind.)
     
    15.01.2017 #47
  3. Truppenursel
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    Du bist doch sonst so sozial.
    Was hättest du gemacht, wenn du mit 15 die Schule verlassen hättest und mühsam eine Lehrstelle als Bäckereiverkäuferin gefunden hättest? Verurteilst du sie dafür, dass sie nicht mehr geschafft haben?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.01.2017
    15.01.2017 #48
  4. Es geht doch nicht um mehr. Es geht um das Richtige für einen. Als Bäckereiverkäuferin zu arbeiten macht eventuell mehr Freude als der Chefposten bei der Deutschen Bank. Mir würde es jedenfalls so gehen.

    Ausserdem habe ich auch mit 15 eine Lehre begonnen.

    Und drittens: Verurteilen wäre völlig das Falsche. Was ich versuche, ist den Leuten Mut zu machen, ihren individuellen Weg zu suchen und zu finden, auch wenn das allenfalls bedeutet, sich von gewissen Vorstellungen (häufig Statusdenken) zu verabschieden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15.01.2017
    15.01.2017 #49
  5. Heike
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    Also ich hab nicht den Eindruck, daß es bei denen, die von der Verabschiedung des Statusdenkens oder von sinnlosem Konsum oder von Angeberautos oder so sprechen, weniger um Status geht. Ganz im Gegenteil. Halt um einen anderen Status. Der so wenig individuell wie ist wie derjenige, den sie aufs Korn nehmen möchten.
     
    15.01.2017 #50
  6. Nun ja, wenn es um Status geht oder ginge, dann ist/wäre das wohl nie individuell.

    Wenn ich hingegen einen Beruf suche oder habe, der mir sehr viel Freude macht und in dem ich auch gut bin, dann hat das sehr wohl etwas mit mir als individueller Person zu tun.
     
    15.01.2017 #51
  7. Heike
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    DAs ist übliches Forumsressentiment: die anderen sind Masse, man selbst ist so höchst individuell.

    Schau dir einfach mal ganz nüchtern die Anzahl deiner Posts an, die weg von der Sache hin zu Statusfragen gehen.

    Und selbstverständlich haben die Leute Freude an ihrem Status. Das geht dir doch nicht anders als irgendwie Leuten in der "Wirtschaft".
     
    15.01.2017 #52
  8. Jett Rink
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    Ich habe die eingangs gestellte Frage auch zuerst aus einem ähnlichen Blickwinkel wie du betrachtet. Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr Dinge fallen mir ein, die mich glücklich machen.

    Wie würdest du den die Frage beantworten, wenn es hier um etwas existentielles gehen würde? Was braucht man an Nahrung, um glücklich zu sein? Wasser und Brot? Eher nicht. ;) Zum Leben würde das sicherlich reichen, mehr aber auch nicht.

    Ich besitze ein sehr altes Fahrrad, auf welchem ich als Junge das Fahrrad fahren lernte. Es hat keinen hohen materiellen Wert, nur einen ideologischen. Und ja, sein Besitz macht mich glücklich. ;) Ich habe noch ein weiteres Fahrrad, welches etwas teurer ist als das alte und sich auch entsprechend leichter und schneller bewegen läßt. Aber wenn ich mich für eins entscheiden müßte, wäre es das Rad meines Großvaters.
    Und so gibt es viele Dinge, welche mich auf meiner Reise durchs Leben begleiten und die mich schon ein Stück weit glücklich machen. Mein alter (Biedermeier?)Schrank, welchen ich vor 26 Jahren meinem Vater abschwatzte und der mich trotz einiger Umzüge bis heute erfreut. Mein alter, wirklich alter Honda. Letztens winkte mir ein Junge ganz begeistert zu, als er sah, dass meine Antenne automatisch einfuhr. Manchmal kann etwas scheinbar materielles auch einen glücklichen Augenblick schaffen.
    Aber auch neuere Sachen sind natürlich schön und können glücklich machen.

    Bei Kleidung und vielen anderen Dingen sollte man auf jeden Fall beim Kauf auf das Herstellungsland achten. Armani, Lauren, Kors, Boss, Hilfiger, Replay, Klein und und und lassen mittlerweile in bestimmten Ländern produzieren. Dem kann man entgegensteuern, wenn man beim Kauf darauf achtet und diese Produkte in den Stores liegen läßt. Ich selber trage unter anderem Atelier LaDurance, PRPS oder Edwin Rebel weil ich dort den/die Herstellungsort/e kenne und mir die Qualität zusagt.
    Bei Handy ist das mittlerweile nur noch sehr schlecht möglich, aber bei allen anderen Sachen versuche ich zumindest darauf zu achten. ;)


    Würdest du den Zustand nicht glücklich mit unglücklich ersetzen, bin ich ganz bei dir. Dazwischen gibt es aber noch einiges mehr... ;)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15.01.2017
    15.01.2017 #53
  9. Flux-us
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    Ich hatte Zeiten, wo ich mit sehr wenig ausgekommen bin. Da war dann die Frage nichts essen und dafür ein bestimmtes Buch kaufen, oder den Eintritt für den Club. Die Sicherheit, das ich immer irgendwie durch komme hab ich dadurch bekommen.
    Was ich sehr genieße, dass ich mir keine Gedanken machen muss, wenn ich mir Blumen, Musik, Bücher etc. kaufe, ob es im Budget liegt. Ich arbeite auch viel für ein wenig Luxus und mittlerweile wird die Zeit zum Luxusgut.
    Das ist ein Paradox, entweder Zeit und kein Geld um es auszugeben, oder Geld aber keine Zeit um es auszugeben.
     
    15.01.2017 #54
    Mentalista gefällt das.
  10. Saibot
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    Es ist doch immer ein Statusdenken. Man schaue sich doch nur mal diese unsägliche Flüchtlingsdiskussion an. Worum geht es da eigentlich? Sind die "besorgten Bürger" vor der Überfremdung besorgt? Vor der unbekannten Religion? Oder geht es viel mehr um die Sorge vor dem eigenen Wohlstand? Möglicherweise irgendetwas abgeben oder teilen zu müssen, was vorher nicht gemacht werden musste?

    Am ehrlichsten empfinde ich noch die Argumente, wenn gesagt wird, dass Asylsuchende ja angeblich alles bekommen. Weil "die bekommen ja einfach so Verpflegung, Hartz 4, ärztliche Versorgung, einen Schlafplatz, Kleidung usw. und ICH bekomme das alles nicht (zumindest nicht umsonst)..."

    Neid definiert sich so: Das schlechte Gefühl, das man hat, wenn andere etwas haben, das man selbst gerne hätte, aber nicht hat. Und heute gab es die nächste Neid-Schlagzeile: Die reichsten 8 Menschen besitzen (angeblich) genauso viel, wie die ärmere Hälfte (ca. 3,5 Milliarden Menschen) der Weltbevölkerung. Nicht nur, dass eine größere Zeitung diese Zahlen bereits in Zweifel gezogen hat, weil wieder mal Äpfel mit Birnen verglichen worden sind, was soll ich jetzt daraus schließen? Sind denn die Reichen Schuld am Elend dieser Welt? Unter den acht reichsten Menschen befinden sich wohlbekannte Namen wie Bill Gates und Mark Zuckerberg. Sind diese beiden eigentlich reich geworden, weil sie Glück hatten? Oder weil sie mit einer genialen Idee und harter Arbeit die meisten von uns überzeugt haben, ein Produkt zu kaufen oder zu benutzen und wir alle dafür bereitwillig Geld bezahlen? Noch dazu, dass sich ein Großteil des Vermögens dieser Leute aus Aktien ihres eigenen Unternehmens generiert. Also ein Sachwert, wo der theoretische Wert am momentanen Börsenkurs ausrechenbar ist, dieser aber in der Praxis bei dieser Größenordnung niemals auf einmal zu realisieren ist.

    Lösen wir also alle Probleme, wenn wir von den Reichen nehmen und es den Armen geben? Von den Reichen, die viele uns erst so reich gemacht haben?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16.01.2017
    16.01.2017 #55
  11. Das ist keine interessante Frage.
     
    16.01.2017 #56
  12. Sozusagen hat der Börsenwert eines Unternehmens nichts mit dem tatsächlichen Wert eines Unternehmens zu tun.

    Es wird spekuliert. Und es wird immer mehr spekuliert, sprich Aktien gekauft. Das bedeutet es wird mehr Geld an die Börse getragen und in Aktien eines Unternehmens investiert.
    Angebot und Nachfrage kennst du, ist viel Geld da, werden die Aktien teurer. Manche mehr, manche weniger. Es fließt sukzessive immer mehr Geld in die Börse und alle Aktien werden nur deshalb teurer, weil mehr Geld in die Börse getragen wird - und nicht etwa, weil alle Unternehmen sich verbessert hätten.
    Schon mal den Begriff Investitionsblase gehört? Das ist die Differenz zwischen börsennotiertem und tatsächlichem Wert eines Unternehmens. Ist nicht ganz einfach zu beziffern, aber für den groben Abriss egal.
    Was ist schlimm daran? Nun, das Geld "arbeitet für dich und andere" "blasenderweise"und fehlt im produzierenden Gewerbe. Du baust z,b. kein (weiteres) Haus, das viele weitere Menschen in Lohn und Arbeit bringt und über die gezahlten Löhne/Gehälter den Konsum anzukurbeln vermag.
    Du spekulierst nur und entziehst der Wirtschaft Geld. Unter dem Geldmangel leidet die Wirtschaft heute schon - was den Zwang zur immer günstigeren Produktion mit sich bringt und schon teilweise das niedrigere Lohnniveau der jetzig nachkommenden Generation erklärt. Ein weiterer, wichtiger Grund ist in dem von mir in diesem Fred bereits geposteten link ausgeführt.
     
    16.01.2017 #57
    Yin gefällt das.
  13. IPv6
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    17.01.2017 #58
    Yin gefällt das.
  14. Tom26
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    Tja, hier kommts drauf an - zum Überleben braucht man kurzfristig nur wenig. Und ist dennoch glücklich, nochmal davongekommen zu sein.

    Leben allerdings hat für mich schon mit den schönen Dingen zu tun - Musik und eine gute Anlage, ein gemütliches Zuhause, für mich auch das eine oder andere Auto, gutes Essen und Getränke .... und ein paar angenehme Spielzeuge. (technischer Art)
    Glück kann man zwar nicht kaufen, aber angenehme Lebensumstände helfen schon beim Glücklichsein.

    Ich bin auch nicht der Typ, der Geld sinnlos raushaut, unterscheide bei privaten Ausgaben gerne danach, ob ich Freude an einem Produkt habe. Und genau so lege ich auch an ... in Firmen, deren Produkte ich gerne nutze. Und ja, ich mag Qualität und mich Wohlfühlen ... was bspw bei Kleidung oder Schuhen für mich ein wichtigeres Kriterium ist als der Preis.
    Bin ich deshalb glücklich ? Nein, . Ich bin glücklich, weil ich ein gutes leben habe. Und zufrieden sein darf.
     
    17.01.2017 #59
  15. IMHO
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    Eines Tages fällt dir auf, dass du 99% davon nicht brauchst.
    Du nimmst all den Ballast und schmeisst ihn weg,
    Denn es reist sich besser, sooo viel besser - mit leichtem Gepäck.
     
    19.01.2017 #60