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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Tone
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    Diese Sorge hat bei vielen Menschen bestimmt einen nachvollziehbaren Hintergrund :(
     
    05.06.2017 #31
  2. vivi
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    Also ich komm irgendwie mit deiner Denkweise nicht zurecht bzw. hab da scheinbar eine andere Sicht drauf.

    • Ich betrachte die Liebe nicht so, dass sind für mich zwei verschiedene "Dinge"

    • Das sollte - im günstigsten Fall - so laufen

    • Auch da stimme ich dir unbestritten zu, aber....sie hilft nur bis zu einem gewissen Punkt bei der Selbstverwirklichung. Wenn man im Zuge dieser Selbstverwirklichung auf eine veränderte Sicht der eigenen Individualität stößt, kommt es - wie du ja auch festgestellt hast - zu einem Konflikt.

    • Ich denke, dass man ja erst seine Individualität mit der Beziehung abgleicht und dann die emotionale Bindung einsetzt. Das kann aber auch ein Erfahrungswert sein, den ich jetzt erlangt habe.
    • Die grobe Formulierung "Liebe an Bedingungen knüpfen" ist auf jeden Fall tötlich für die gesamte Beziehung ansich, glaube ich. Dann kommt es m.E. zu diesen Kompromissen, die im ungünstigsten Fall dazu führen das mindestens einer seine Freiheit verliert.
    ... ist auch nur meine Meinung ;)
     
    05.06.2017 #32
  3. Clara Fall
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    Es gibt in der Tat nur wenige Exemplare Mann (kann nur aus eigener Wahrnehmung sprechen), die es zulassen können, eine derartig authentische Zuneigung zu schenken, mit einer unglaublichen Offenheit im Sinne von "hier hast du mein Herz". Nicht schwülstig, kitschig, sondern einfach echt. Und bei dem Mann offensichtlich das Gefühl hat, dass die eigene, mühsam und mit Ende 50 über Jahrzehnte erworbene (Wieder-)Freiheit nicht im Zusammenhang mit authentischer, formulierter und gezeigter Zuneigung steht. Das eine ist das Herz, das andere der Verstand. Es gibt Männer, die beides derart in Harmonie bringen können, dass man nur noch "WOW" sagen kann. Was nützt mir all meine Freiheit, wenn ich keine Liebe mehr spüren kann? Es ist die Entscheidung jedes Einzelnen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.2017
    05.06.2017 #33
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  4. Tone
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    Und das respektiere ich, da sind wir anderer Meinung.

    Das ist mir nun in dieser Diskussion bewusster und werde hoffentlich in der nächsten Beziehung die Liebe nicht an Bedingungen knüpfen. Danke vivi.
     
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.2017
    05.06.2017 #34
  5. Miwamo
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    Absolut!
     
    05.06.2017 #35
  6. Clara Fall
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    Mich würde es zutiefst verunsichern, zu geben und der Partner muss nur annehmen. Ich bin ja kein Geschenk für ihn, sondern die Gefühle und Zuneigung zueinander sollte in ausgeglichenem Verhältnis ausgetauscht werden. Niemand kann aus meiner Sicht glücklich in einer Beziehung sein, wenn Geben und Nehmen nicht harmonisch zusammen passen. Allerdings würde ich für einen Mann, der keine Liebe gibt, sondern nur annimmt, selbst auch keine Liebe empfinden. Ich vermute aber, du meinst das nicht so "umfassend".
     
    05.06.2017 #36
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  7. Miwamo
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    Das ist ein sehr hohes Ideal, fast unerreichbar.
     
    05.06.2017 #37
  8. Clara Fall
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    Das ist in der Tat spannend. Ich denke, es hängt zu einem großen Teil von der Offenheit und Authentizität der Beziehung an sich ab.
     
    05.06.2017 #38
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  9. vivi
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    Ich denke, erstmal funktioniert das. Erst wenn - evt. bedingt durch Selbstverwirklichung - ein anderer Freiheitsgedanke aufkeimt, kann es problematisch werden.
     
    05.06.2017 #39
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  10. Tone
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    Das ist der Humanismus auch und deshalb so erstrebenswert, weil die Annäherung an solche Ideale die bestmögliche Entfaltung von Persönlichkeit ermöglicht :)
     
    05.06.2017 #40
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  11. Rubena
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    Natürlich, aber ich kann es nie einfordern und auch wenn ich das Angebot erhalte muss ich es annehmen können. Wenn das nicht geschieht bleibt nichts, als das blosse Gerüst einer Liebe. Das habe ich Jahrzehnte gelebt... aber ich war nie frei, obwohl ich tun konnte, was ich wollte. o_O
     
    05.06.2017 #41
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  12. Rubena
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    Ich glaube, dass es für manche Menschen überlebenswichtig ist, NICHT aus tiefsten Herzen zu lieben. Das sind all die Menschen, die nach einer Trennung daran gedacht haben, sich das Leben zu nehmen, weil der Schwerz nicht auszuhalten war.
    Ich glaube trotzdem, dass es erfüllender ist, selbst Liebe zu geben, als sie zu erhalten (wenn beide Partner sich lieben, wohlgemerkt). Einseitigkeit ist nur Schmerz!
     
    05.06.2017 #42
  13. Traumichnich
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    Magst Du das vielleicht etwas erläutern ? Sonst finde ich es schlichtweg paradox, vor allem vor dem Hintergrund, daß Du nur "erwartest", daß Dein Partner Deine Liebe annimmt - kurz : Ich befürchte, ich versteh's nicht richtig ! :(
     
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.2017
    05.06.2017 #43
  14. Rubena
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    Das Gefühl geliebt zu werden ist anders, als das Gefühl selbst zu lieben. Beides muss sich ja nicht bedingen, sondern steht auch für sich selbst. Die liebe zu einem Neugeborenen ist ein überwältigendes Gefühl, ohne das es erwidert wird (grob ausgedrückt) Ich bewerte es für mich einfach intensiver, ohne Erwartung! Ich weiß nicht, ob ich das richtig beschreibe... vielleicht muss ich nochmal drüber nachdenken :)
     
    05.06.2017 #44
  15. Ich denke, wenn Liebe nicht frei ist, ist sie eine eingeschränkte Form von Liebe.

    Wenn man von Rechten spricht, dann ist die Liebe schon am Entschwinden, wenn sie überhaupt da war.

    Für mich bedeutet leben, auf die auf mich zukommenden Situationen eine persönliche Antwort zu geben, und diese Antwort ist frei. Eine Antwort kann sein, dass ich etwas tue oder unterlasse; dass ich etwas sage und wie ich es sage oder auch dass ich schweige; ob ich meine Gedanken und Gefühle einfach sein lasse oder sie reflektiere etc. Ich versuche, die Verantwortung für meine Antworten zu übernehmen und sie auf eine Weise zu gestalten, die für mich stimmig scheint und für die ich die Verantwortung übernehmen kann und will. Wenn ich nun jemanden liebe, mich immer wieder neu entscheide zu lieben, dann kann ich auch dies immer nur aus der Situation heraus tun und mich nicht für die Zukunft verpflichten, sondern ich kann meine Handlung an meinem Wunsch ausrichten, die geliebte Person auch in Zukunft liebend begleiten zu wollen. Meine Freiheit gebe ich damit nie ab. Aber ich weiss, dass meine heutigen Antworten auf die aktuelle Situation, die mir entgegentritt, einen Einfluss auf die Zukunft haben. Lieben bedeutet also für mich nicht, irgendwelche Verpflichtungen einzugehen oder Rechte zu gewähren, sondern im Hier und Jetzt möglichst liebend und verantwortlich zu handeln. Ich kann weder meine eigene Liebe in der Zukunft garantieren, noch kann ich die Liebe der geliebten Person erwarten. Aber ich kann, so frei und liebend und verantwortlich wie möglich im Augenblick handeln, dass die Chancen auf gegenseitige Liebe auch in der Zukunft möglichst gross sind.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.06.2017
    05.06.2017 #45