Information ausblenden
Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Nobby67
    Beiträge:
    52
    Likes:
    13
    Lass Mensch einfach Mensch sein.
    Alles andere steht im Wege.
    Den natürlichen Verstand einschalten
    ist das beste.
     
    05.06.2017 #46
  2. Was auch noch zu meinem Beitrag #45 dazugehört: Selbstverständlich sollten dabei auch die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Interessen berücksichtigt bleiben, denn alles andere wäre genauso das Ende der Liebe wie wenn ich die Bedürfnisse, Wünsche und Interessen der geliebten Person unbeachtet liesse. Ich bin aber der Meinung, dass dazu, wie man das berücksichtigen sollte, nur schwer allgemeingültige Aussagen getroffen werden können. Man kann das immer nur aus der Situation heraus entscheiden.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 05.06.2017
    05.06.2017 #47
  3. Traumichnich
    Beiträge:
    1.917
    Likes:
    1.222
    @ Philippa : Chapeau ! [​IMG]
     
    05.06.2017 #48

  4. Bedingungslos lieben, ich glaube das geht, sehr oft sogar, nur merken wir es nicht. Liebe selbst ist nicht an Bedingungen geknüpft, wird sie es, kommen Illusionen ins Spiel. Zu Beginn, wie man hier im Forum immer wieder lesen kann, muss der Partner das und jenes, und darf dies und das nicht haben, denn sonst kommt er gar nicht in Frage. Dann trifft man auf jemanden, bei dem passt alles oder vieles nach der Wunschliste eben nicht, aber Amors Pfeil trifft ins Ziel. Perfekte Menschen gibt es nicht, auch keine perfekten Beziehungen, und hier beginnt der Prozess, wie bedingungslos die Liebe wird. Wenn sie hier bedingt „wenn du das tust liebst du mich nicht“ ..... „wie kannst du das nur tun, das verletzt mich“ .... dann entstehen Illusionen .... dann werden Bedingungen gesetzt um einen Mangel an sich selbst auszugleichen. Der Fokus auf die Liebe wird verändert, er ist nicht mehr da wo er zu Beginn war. Dann wird gewertet. Dann ist es meistens schon zu spät. Das Glück wäre somit, wenn sich zwei Menschen kennen, die sich nichts vormachen müssen, und genau das akzeptieren. Das wäre gar nicht so schwer, wenn man überlegt, ob und welche Illusion man bedienen will ......... Andererseits kann eine Liebe zwar bedingungslos sein, bedeutet jedoch nicht, dass sie jeden Preis bezahlt, und das ist dennoch kein Widerspruch in sich.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 06.06.2017
    06.06.2017 #49
    Halleloia und Traumichnich gefällt das.
  5. Miwamo
    Beiträge:
    1.864
    Likes:
    749
    Das ist ein sehr schöner Ansatz, und auch sehr schön gesagt. Für mich ist das ein erstrebenswertes Ideal, aber im Grunde nicht wirklich erreichbar. Das beginnt schon damit, dass ich Menschen nicht lieben kann, wenn sie bestimmte Bedingungen nicht erfüllen. Da würde Amors Pfeil auch nicht treffen. (Bei den eigenen Kindern komme ich dem Ideal wohl am nächsten, aber selbst da würde es vermutlich eine Grenze geben.)
    Hast du diese bedingungslose Liebe schon erlebt?
     
    06.06.2017 #50
  6. Traumichnich
    Beiträge:
    1.917
    Likes:
    1.222
    Ja. Genau so :
     
    06.06.2017 #51
  7. Julianna
    Beiträge:
    4.058
    Likes:
    2.101
    Was ist die Freiheit der Liebe?

    Liebe ist frei, zu lieben wen sie möchte, wann und wo sie möchte.

    Liebe ist frei, so zu lieben, wie es ihr gefällt. In Worten oder in Taten oder im Körperlichen.

    Liebe ist frei, sich selbst zu definieren - je nach Kultur und Sprache gibt es viele Wörter für das Wort Liebe.

    Liebe ist frei, sich selbst als grenzenlos und bedingungslos zu begreifen oder sich selbst an viele Erwartungen und Anforderungen anzuknüpfen.

    Die Freiheit der Liebe endet dort, wo die Freiheit des anderen eingeschränkt und bedrängt wird - gar zur Unfähigkeit des anderen führt "noch zurück lieben zu können".
     
    06.06.2017 #52
  8. Ich kann nicht sagen, ob ich sie erlebt habe, weil ich das bei anderen nicht beurteilen kann. Ich kann nur sagen, dass ich es erlebt habe, wie es ist, wenn man nicht bedingungslos geliebt wird, und das aber in dem Bereich der für den sichersten Halt, nämlich der Familie aus der man kommt, am wichtigsten gewesen wäre. Deswegen stutze ich auch, wenn du schreibst, dass es da bei deinen Kindern sogar Grenzen gäbe. Man muss Kinder nicht automatisch bedingungslos lieben, aber man kann und ich finde es eher ungewöhnlich wenn es nicht so ist. Aber das war eine Illusion, die ich als Kind hatte, dass Eltern ihre Kinder immer bedingungslos lieben....... Für mich wäre die Definition: man liebt einen Menschen um seiner selbst Willen, weil dieser Mensch so ist, wie er ist und nicht weil er etwas bestimmtes leistet oder eine Bedingung erfüllt. Um das zu erfahren braucht es etwas Zeit, deswegen finde ich persönlich, kann man von Liebe auch nicht sofort sprechen, erst wenn man jemanden kennen gelernt hat.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 06.06.2017
    06.06.2017 #53
    Lilith888, Schneefrau, Halleloia und 2 anderen gefällt das.
  9. Miwamo
    Beiträge:
    1.864
    Likes:
    749
    Man liebt einen Menschen, weil er so ist wie er ist, das sind dann für mich schon Bedingungen. Deshalb habe ich auch Zweifel an bedingungsloser Liebe gegenüber einem Partner.
    Kinder liebt man, weil es die eigenen Kinder sind, ganz egal wie sie sind. Die Grenzen, die ich da vermute, sind freilich ganz extremen Situationen vorbehalten, so gesehen sehr theoretisch.
     
    06.06.2017 #54
  10. Das bleibt ja auch im vorsichtigen, nicht dogmatischen Bereich und ist wohl auch eine persönliche Angelegenheit. Ich weiß das der Gedanke, weil jemand so ist wie er ist, definitionsbefürftig wäre. Jedoch ist diese Person nicht um meinetwillen so wie sie ist, sondern um seinetwegen selbst. Also legitimiert sich das für mich eher wieder.
     
    06.06.2017 #55
    Miwamo gefällt das.
  11. Rubena
    Beiträge:
    738
    Likes:
    560
    Vielleicht beendet liebe aber auch jede Freiheit!? Vielleicht macht sie "immer" abhängig... egal ob es um die Liebe zu einem Partner, Kind oder Eltern geht! Vielleicht können wir nur dann wirklich frei sein, wenn wir niemanden lieben... oder nur uns selbst... o_O
    Mit der Liebe kommt die Angst, sie wieder zu verlieren... und kann ich wirklich frei sein, wenn ich an einen anderen Menschen gebunden bin (emotional / materiell)?
    Nur mal so in den Raum geworfen :rolleyes:
     
    07.06.2017 #56
    fafner gefällt das.
  12. fafner
    Beiträge:
    9.565
    Likes:
    3.364
    Na endlich, @Rubena. Ich dachte ja schon, ich wäre wieder der einzige, der findet, daß sich die ganzen Freiheitsapostel hier einen in die Tasche lügen. ;)
    Daß man in einer Partnerschaft "unfreier" ist als ein Single, halte ich für trivial.
    Aber natürlich beendet eine Partnerschaft auch nicht "jede" Freiheit. Das wäre dann vielleicht etwas arg.
     
    Zuletzt bearbeitet: 07.06.2017
    07.06.2017 #57
  13. Das finde ich kein überzeugendes Argument. Denn wer keinen Partner hat - so dünkt es mich wenigstens nicht selten hier im Forum - hat doch die viel grössere Angst, keinen (passenden) Partner zu finden. Dann wäre man ja in diesem Fall abhängig von der Partnersuche oder sogar von Partnerplattformen...
    Ich habe eigentlich keine Angst, meinen Partner zu verlieren. Ich vertraue darauf, dass wir zusammen bleiben werden und ich vertraue (wenigstens meistens) auch aufs Leben, dass das, was es bringt, schon richtig ist.
    Ich finde, wer übertriebene Angst hat, den Partner zu verlieren und sich davon leiten lässt, sollte an diesem Thema arbeiten, sonst nimmt die Partnerschaft eventuell gerade wegen der Angst Schaden.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 07.06.2017
    07.06.2017 #58
    Tone gefällt das.
  14. fafner
    Beiträge:
    9.565
    Likes:
    3.364
    "Eigentlich" wird ja immer sehr aufschlußreich verwendet... So ganz sicher scheinst Du Dir da grad nicht. ;)

    Und wenn doch, dann würdest Du nie um eine Partnerschaft "kämpfen"? Das bräuchte man dann ja nicht. Viel einfacher wäre es wohl, den alten Partner ziehen zu lassen und sich einen neuen auszusuchen...
     
    07.06.2017 #59
  15. Maron
    Beiträge:
    1.253
    Likes:
    539
    Hier gibt es klar einen Zusammenhang, die eigene Angst (Vorsicht) ist ja immer dabei - egal wo man im Leben steht und wie man geht. Aber ich würde das gerne noch vertiefen:) ...

    Wenn ich Rubena richtig versteh´, dann erinnert sie sich an Situationen des Verlustes eines Menschen und spürt ev. eine Angst im Zusammenhang mit Abschied, Verlust, Veränderung und die Trauer darüber. Angst als Signal um sich wieder auf die eigenen Bedürfnisse zu besinnen und Veränderungen akzeptieren zu müssen.

    Es ist nunmal die Liebe als bewegende Kraft die existentielle Fragen aufwirft.

    Und ja, hier bemerkt man den Unterschied ob man sich in einer Beziehung auch autonom verhält (weiterhin auch seine eigenen Bedürfnisse lebt) oder eventuell darauf verzichtet hat und auch das als eine Art von Verlust (falscher Verzicht) zu betrauern hat.

    Der Antrieb es dennoch wieder zu probieren hat dann wenig mit der Angst zu tun keinen Partner mehr zu finden (ist für mich dann eher ein depressiver Gedankengang jemand "passend" finden zu müssen). Vielmehr ist es ein Hinweis darauf sich selber die Frage im Sinn von "bin ich schon wieder soweit?" zu stellen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 07.06.2017
    07.06.2017 #60