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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Leserin
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    Wenn das Single-Leben zur Gewohnheit wird ...

    Hallo an alle, die im Forum sind und sich für dieses Thema interessieren,

    ich frage mich, ob es mir mit 50 + noch möglich ist, mit einem Partner zu leben, wenn ich schon sehr lange das Single-Leben gewöhnt bin. Das frage ich mich, da ich seit Februar bei parship Mitglied bin und es noch nicht gelungen ist, einen Mann kennenzulernen, mit dem ich eine Partnerschaft eingehen würde. Bis jetzt hatte ich drei Treffen, aus denen jedoch weiter nichts geworden ist. Jeder der drei Männer brachte körperliche oder psychische Themen mit, die für eine Partnerschaft sehr belastend sind.
    Allerdings frage ich mich auch, was ich ausstrahle, dass ich es nur mit Männern zu einem Treffen kommen lasse, die größere Probleme aus der Vergangenheit mitbringen.

    Ich würde mich über angemessene Kommentare freuen.

    natalie
     
    01.01.2012 #1
  2. Malcador
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    Ich stelle mir auch manchmal die Frage, ob ich nach längerem Single-Dasein noch beziehungsfähig bin, da ich mich recht komfortabel damit eingerichtet habe. So erstrebenswert eine Partnerschaft auch ist (sonst wäre ich ja nicht hier), sie würde auch große Veränderungen für mich mit sich bringen. Da frage ich mich manchmal, ob ich das wirklich will. Das bedingt dann wohl auch höhere Ansprüche, die die Partnersuche nicht gerade erleichtern.

    Konkret zu Deinem Fall, drei Treffen erscheinen mir recht wenig für diesen Zeitraum. Es sind auch zu wenige, um daraus auf eigene Defizite zu schließen, auch wenn die Männer ggf. ähnliche Probleme mit sich rumschlepp(t)en. Hast Du Deine Online-Kontakte so sorgfältig gefiltert, oder waren das auch eher wenige? Ich denke, Du solltest es einfach auf weitere Kontakte ankommen lassen, nach Möglichkeit auch auf deutlich mehr Kontakte. Neues Jahr, neues Glück. Nur Mut!
     
    01.01.2012 #2
  3. Mark
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    Hallo Natalie,

    auf jeden Fall ist es möglich auch mit 50 mit einem Partner zusammen zu leben. Aber ich bin mir sicher, dass du dich in einem solchen Fall auch erst wieder arrangieren wirst müssen. Je länger man Single ist, desto mehr richtet man sich ja sein Leben so ein, wie es einem gefällt. Es ist wichtig aufzupassen, kompromissbereit zu bleiben. Dies gilt aber auch für Singles mit 30...

    Gerade in Großstädten begegnen mir manchmal Menschen, die sich unglaublich in ihrer Erwartungshaltung festgefahren haben und sich nicht mit weniger als das Mindeste zufriedengeben (damit meine ich jetzt nicht dich, das könnte ich garnicht beurteilen!). Generell ist das auch nicht unbedingt falsch, denn es ist ja auch wichtig für sich erkannt zu haben, was einem wichtig im Leben ist. Aber mit einem Menschen zusammen zu leben bedeutete eben immer auch sich wieder etwas einzuschränken.

    Wobei ich finde, dass auch nichts dagegen spricht, nicht zusammen zu leben. Nur weil man einen Partner hat, muss man ja nicht in Verhaltensweisen zurück, die der eigenen Lebenssituation gar nicht mehr entsprechen. Vielleicht geht es deinem möglichen zukünftigen Partner sogar ähnlich?

    Und bitte niemals die Hoffnung aufgeben! Jemanden zu finden, dem man sich anvertrauen kann, braucht Zeit und kann nicht erzwungen werden. Sicherlich ist es nicht so einfach wie mit 30 jemanden kennen zu lernen, aber ich glaube an die Liebe und wünsche dir alles Gute für 2012. Vlt. musst du dich selbst überraschen und z.B. auch aktiv in Geschäften oder auf der Straße mal jemanden ansprechen.
     
    01.01.2012 #3
  4. Liebe Nathalie,
    warum solltest Du das nicht können?

    Nur weil man im Singleleben einige lieb gewonnene Angewohnheiten aufgeben muss?
    Gut: Ich esse vor dem Fernseher, wenn ich es mag. Und ich kann nach Hause kommen, wann ich es mag - keiner fragt (aber: es kümmert auch keinen)
    Und ich kann morgens um 5 im Internetnet surfen.....wenn ich das will.

    manchmal bin ich sooo frei, dass ich sage: Ich kann tun und lassen was ich will...schön?
    Nun ja - kurzfristig sicher und langfristig sollte man auch tun, was einem gut tut - Selbstliebe.
    Aber das hat nichts mit Angewohnheiten zu tun....

    Ich bin an dem Punkt, an dem gar nicht mehr ubedingt das möchte...das tun, was ich will.
    Es geht lediglich um ein paar Angewohnheiten....
    Und ich denke, dass ein Partner, der mich liebt auch für meine Selbstliebe Verständnis haben wird...und wenn ich da Dinge tue, die wirklich wichtig für mich sind.
    Sport, Meditation, Glaube, ein Stück weit icht mehr hetzen lassen durch die Gesellschaft.
    Davon bin ich fest überzeugt.

    Zu dem Thema, dass offensichtlich ein bestimmter Typ Mann auf Dich anspringt, rate ich Dir zu dem Buch:
    Das Geheimnis des Herzmagneten
     
    01.01.2012 #4
  5. Leserin
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    Hallo Malcador,

    vielen Dank für Deinen Beitrag und das Zusprechen von Mut. Ob ich meine Partnervorschläge genügend gefiltert habe? Da bin ich mir nicht sicher. Allerdings habe ich mir jetzt vorgenommen, vor dem ersten Date nicht so viel persönliche Geschichten per Mail auszutauschen, sondern damit erst zu beginnen, wenn ein bis drei Dates stattgefunden haben.

    Tschüs und alles Gute für das neue Jahr
    natalie
     
    01.01.2012 #5
  6. Leserin
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    Hallo Mark,

    danke für Deine Nachricht.
    Auch ich glaube an die Liebe und gebe nicht auf. Mal sehen, ob sich eigene Bedürfnisse und die des Partners kombinieren lassen oder einfach nebeneinander her bestehen bleiben können oder sich vielleicht sogar wandeln?!

    Liebe Grüße

    natalie
     
    01.01.2012 #6
  7. Leserin
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    Hallo löwefrau,

    ich glaube, das von Dir erwähnte Buch werde ich mir bestellen. Vielen Dank für Deine Nachricht und Dein Verständnis.

    Liebe Grüße

    natalie
     
    01.01.2012 #7
  8. SineNomine
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    Selbstaufgabe vs. Selbstliebe

    Hallo Löwefrau,

    in meinen Augen sollten Partner für eine gesunde und letztlich notwendige Selbstliebe des anderen nicht nur Verständnis aufbringen können, sie sollten sie im Zweifel sogar fordern und fördern.

    Nur wer mit sich selbst im Reinen ist, wer sich selbst annimmt, wird auch eine Partnerin oder einen Parnter mit allen Fehlern und Schwächen wirklich annehmen können.

    Natürlich sammeln wir im Laufe unserer Leben reichlich Macken und Marotten an, die z.T. vorsichtig formuliert nicht unbedingt beziehungsförderlich sind. Die einen hegen und pflegen No-Go-Listen ob deren Umfang sich fast die Verwendung ausgewachsener Datenbanksysteme anbietet, andere gehen eher skurrilen Hobbies nach, wieder andere haben einen vorsichtig formuliert gewöhnungsbedürftigen Kleindungsstil. Vieles davon ist uns über die Jahre vielleicht ans Herz gewachsen, wenn wir aber mal ehrlich sind ginge es uns ohne diese Marotten auch nicht schlechter. Das sind Dinge, die man für eine Parnterschaft völlig problemlos "opfern" kann. Andere Dinge definieren uns als Menschen, die machen uns zu den Personen, die wir sind. Und auch wenn einiges davon ggf. nicht beziehungsförderlich ist, so sollten wir diese Dinge um unserer selbst Willen nicht aufgeben. Und ein uns liebender Partner käme auch nie auf die Idee, das von uns zu fordern.
     
    01.01.2012 #8