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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Git80
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    Irgendjemand hat mal nen klugen Satz gesagt: " Beziehungen scheitern fast immer daran, dass Männer davon ausgehen, dass alles so bleibt wie es ist, und Frauen davon ausgehen, "dass er sich schon noch ändern wird" - und beide damit völlig falsch liegen."

    Zu einer Beziehung gehört immer auch Veränderung. Die Frage ist halt, wie stark die Veränderungen sind und ob beide Partner mit der Veränderung klarkommen. Beispiel: Einer der Partner entdeckt ein neues Hobby. Vermutlich wird kaum jemand ein Problem damit haben, wenn der andere also einen Abend in der Woche Sportart xy betreibt. Bei zwei Terminen ist vermutlich auch noch alles ok. Aber was ist, wenn es auf einmal um 3, 4 oder 5 Abende geht und die gemeinsame Zeit immer weniger wird? Ist dann derjenige im Recht, der sagt "ich möchte in dieser Sportart etwas erreichen, also muss ich auch die Zeit investieren!" oder derjenige, der sagt "ich habe dich unter ganz anderen Voraussetzungen kennengelernt, ich will das so nicht!"?

    Um mal auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Vergleiche doch einfach mal das, was du an deiner Freundin liebst, mit dem, was dich gerade stört. Überwiegt da tatsächlich das Störende, solltest du versuchen, in kleinen Schritten daran zu arbeiten. Das geht dann nur mit Einfühlungsvermögen und den drei wichtigen Elementen: Reden. Reden. Reden.

    Alles Gute!
     
    13.02.2019 #16
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  2. Marlene
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    Hallo, lieber @maxim,
    habe jetzt mal gelesen, was Du in "Parship funktioniert" geschrieben hast. Da sprichst Du von "tiefer Zuneigung" und "Liebe" nach einem dreiviertel Jahr und ich gehe jetzt mal davon aus, dass das aufrichtig und wahrhaftig gemeint war. Hört sich auch so an. An Deiner Stelle würde ich mir mal überlegen, woraus diese tiefen Gefühle entstammen, sind sie doch das beste Fundament für eine Beziehung. Und dann sich den Zweifel anschauen, worauf er sich genau bezieht.
    Also, ich kenne schon auch immer mal wiederkehrende Zweifel in einer Beziehung, meistens dann, wenn man meint, den Anderen zu kennen und er reagiert ganz anders auf eine Art und Weise, mit der man nicht klarkommt. Plötzlich erscheint er in einem anderen Licht und diese Frage beschäftigt: tut er jetzt nur so oder ist er wirklich so.:) Da hilft nur miteinander reden und die Bereitschaft, sich immer wieder im Kennenlernen neu zu entdecken. Manches relativiert sich dann. Und, was auch eine gute Erkenntnis ist: mein Partner ist nicht ich, gerade im Anderssein gibt es die Bereicherung und darin liegt auch das Begehren. Trotz dieser Sehnsucht nach Verschmelzung, die einer Liebesbeziehung auch innewohnt.
     
    13.02.2019 #17
  3. Lilly22
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    Nein, der vorgehaltene Spiegel ist Ausdruck der eigenen Psyche. Und da geht es nicht nur um Verhaltensmuster, sondern um die gesamte Persönlichkeit. Das hat rein gar nichts mit Esoterik zu tun, selbst, wenn diese Sparte das gern für sich zu vermarkten sucht und die "Killerphrasen" sind jetzt mal "geschenkt". Als Mensch habe ich nun mal meine spezielle Psyche und aus dieser heraus betrachte ich die Welt und gehe auf diese zu oder verschließe, sabotiere mich usw. usf. Und, weil ich so bin, treffe ich vornehmlich auf Situationen, Menschen usw. die dazu passen oder die mich z.B. entsprechend "herausfordern" (wobei es sogar egal ist, ob ich mir dem bewusst bin- und es angehen kann oder ob ich mir dem unbewusst bin- und mich der "Opferrolle" hingebe oder diese pflege usw. usf.) und sehr wohl suche ich mir das (unbewusst -leider oft-) in jenem Moment selbst mit aus.

    Schiebst du diese "Spiegelbilder" auf Randgebiete, wie die verpönte Esoterik (= Killerphrase), gestehst du dem Menschen nicht zu, es selbst in der Hand zu haben, wie sich -trotz z.B. Schicksalschlägen usw.- sein Leben weiter entwickeln wird, weil alles "Zauber" sein müsste.

    Und was heißt "Verhaltensmuster" für dich? Es ist im Ergebnis meine Persönlichkeitsprägung und was ich daraus mache, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten, wie ich mit meinen Mitmenschen nicht umgehe, sondern auch, wie ich sie sehe(n) kann oder eben nicht.

    Habe ich also z.B. nie gelernt oder das Gefühl entwickeln dürfen, selbst auch wichtig zu sein und z.B. "Grenzen setzen zu dürfen", werde ich mich (unbewusst) eher denjenigen Menschen vertraut fühlen, die mir genau das früher schon so "eintrichterten". Eben, weil ich nichts "besseres" (anderes) kenne. Dann geht es nicht nur um "Verhaltensmuster", sondern um Prägungen, die mein gesamtes soziales Umfeld prägen und eben oft auch mein Berufsleben usw. usf. Ich treffe dann also auf Menschen, die mir in dem Sinn den Spiegel vorhalten, als dass sie mich permanent an meine "Grenzen" führen bzw. an meine Defizite (Baustellen) usw. erinnern. Aber nicht nur im negativen Sinn, sondern natürlich auch im positiven Sinn.

    Wilfried Wieck sagte u.a. immer so schön zutreffend, dass jeder Mann sich genau die Frau suchen würde, die er gerade braucht (u.a. in "Männer lassen lieben. Die Sucht des Mannes nach der Frau.").
    Damit sagt er nichts anders aus, als dass man eben den Spiegel "sucht" und auch "vorgehalten" bekommt. Ich sehe das nicht als "negativ" besetzt, sondern als Möglichkeit, über sich selbst heraus wachsen zu können.

    Wenn mir Menschen z.B. ständig "respektlos" begegnen, kann ich mich darüber "ständig" (sinnlos) aufregen. Ich kann mich aber genau so gut fragen, ob das ggf. etwas mit meinen eigenen Defiziten zu tun hat und wie ich das z.B. selbst ändern könnte. Das heißt natürlich nicht, dass es auch weiterhin mal respeklose Begegnungen geben wird, die ich nicht verhindern kann und wo ich einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen bin. Aber viel öfter steckt hier eben das "eigene Problem" dahinter sich a.) gesund abgrenzen zu können und b.) sich gesund durchsetzen zu können oder c.) eine fremde Aktion eben gerade nicht persönlich zu nehmen und somit drüber stehen zu können usw. usf.

    Ein Freund von mir sagt, seine Ex- Freundin habe ihn jahrelang tyrannisiert. Ja, sie stand "stellvertretend" für die Elternkonflikte, denen er eher versuchte durch übermäßiges Harmoniestreben aus dem Weg zu gehen. Um so mehr Harmonie er anstrebte, um so weniger Respekt pflegte sie vor ihm und um so mehr entpuppte sie sich als "sein Vater". Mag er jetzt gern auf die "Frauenwelt" schieben und weiterhin für absolute Harmonie in allen Lebenslagen plädieren. Hätte er aber auch als seinen "Spiegel" sehen und angehen können. Vorallem dann, wenn er mit seinem "Verhalten" (in dem Punkt magst du dann Recht haben) auch in sämtlichen anderen Situationen scheitert (Kinder, dem Hund, dem Chef bzw. der Chefin, dem Freudeskreis usw. usf.). Aber, ist seine Ex z.B. grundsätzlich deshalb wirklich eine Furie oder war sie es nur im Spiegelbild zu ihm so, weil sie ihn einfach nie greifen hat können und darüber verzweifelte? Tanzen die Kinder, der Hund, der Chef usw. ihm nur auf der Nase herum, weil sie allesamt die Bösen sind oder vielleicht doch nur deshalb, weil sie ihn "spiegeln"? Seine Harmoniesucht, verbunden damit, allen bloß immer alles irgendwie recht machen zu wollen und bloß nirgendswo anzuecken, weil, das könnte als furchtbar empfunden werden?

    Sind Menschen im übrigen frei von ihrer Persönlichkeit, ihrem Persönlichkeitstyp und dem, auf was sie deshalb vornehmlich treffen?

    Wenn man auf Menschen trifft, die wie auch immer, Emotionen in einem selbst auslösen, dann hat man in diesem Moment garantiert einen Spiegel vor sich. Und das hat rein gar nichts mit Esoterik zu tun. Emotionalität ist immer eine höchstpersönliche Angelegenheit. Auch, deren Abwesenheit.

    Sobald ich also irgendeine Emotion mit einem Menschen verknüpfe, sei es, weil ich mich freue oder es mich verärgert, ist das etwas, das (zunächst einmal nur) aus mir heraus erwachsen kann und wo das Gegenüber mich lediglich "triggert" (als Spiegel dient).

    So, bin leider auf dem Sprung.
     
    13.02.2019 #18
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  4. luckilucki
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    Es gibt doch für jeden Scheiss ein tolles englisches Wort oder derer 3.
     
    13.02.2019 #19
  5. fafner
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    Wegfall der Vertragsgrundlage... ;) :rolleyes: :eek:
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2019
    14.02.2019 #20
  6. lisalustig
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    Ein Glück, sonst ginge das Salbadern noch seitenlang weiter..... :rolleyes:
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2019
    14.02.2019 #21
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  7. creolo
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    Das ist doch auch keine Lösung :(
     
    14.02.2019 #22
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  8. Du darfst diese Garantie gerne für dich übernehmen, und sie in dein Lebensmotto integrieren, und dies auch den Menschen die dir in deinem Leben begegnen, unterstellen. Ein Glück gibt es die Freiheit, die Garantien die andere für sich maßgeblich halten, nicht zu übernehmen. Ich gehe mit deiner Aussage nicht mit.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14.02.2019
    14.02.2019 #23
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  9. Luzi99
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    @Lilly22
    Mich würde interessieren, wie Du mit den Rückmeldungen und der Kritik umgehst?
    Du gibst ja hier ausführlich Ratschläge, aber wie sieht es denn bei Dir aus, wenn Du das so liest? Irgendwie scheinst Du das auszublenden; was ich bemerkenswert finde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2019
    14.02.2019 #24
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  10. Victor
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    Der sicherste Weg, festzustellen ob man glücklich ist, ist es mal ein Blick auf die Alternativen zu werfen.

    Wenn der Spielraum nach unten grösser ist als nach oben, dann darfst Du Dich glücklich schätzen.
     
    16.02.2019 #25
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  11. @Luzi99 weil sie ein gesundes Selbstbewusstsein hat und es doch völlig egal ist was andere denken. Schlimmer finde ich die Mitläufer ,die nur das schreiben um der Masse zu gefallen.Sie geht schnurstracks ihren Weg ,einfach klasse:)
     
    16.02.2019 #26
  12. Julianna
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    Liebe ist eine Entscheidung.

    Es gibt Menschen, die entscheidungsstark sind, und Menschen, die entscheidungsschwach sind. Gilt nicht nur für die Liebe/Partnerschaft sondern auch für andere Bereiche im Leben.

    Menschen, die sich grundsätzlich mit Entscheidungen schwer tun (also diese immer wieder anzweifeln), werden wohl auch ihre Beziehung öfter zweifeln.

    Entscheidungsstark zu sein bedeutet eine Entscheidung zu treffen und diese nicht wieder anzuzweifeln bzw. beizubehalten.

    Du musst halt wissen, was du willst.
    Dich entscheiden. Und es dann bei dieser Entscheidung belassen. ;)
     
    24.02.2019 #27
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  13. lisalustig
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    Oder aber die einmal getroffene Entscheidung klar zu revidieren, wenn es - aus welchen Gründen auch immer - erforderlich sein sollte.
     
    24.02.2019 #28
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  14. IMHO
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    Mann-O-Mann, "die" finden aber auch für jede erdenkliche Entwicklung der heutigen Zeit irgendeinen (möglichst englischen Begriff) mit entsprechender "hipper" Abkürzung.

    Für mich steht das Ganze als Synonym für
    - sich nicht festlegen/einlassen wollen
    - immer noch weiter nach "was besseres" suchen
    - keine Anstrengungen zum Erhalt einer Beziehung unternehmen wollen
    - möglichst wenig Kompromisse eingehen wollen
    - innerhalb der eigenen Komfortzone bleiben wollen

    kurzum:
    "Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich wirklich will".
     
    25.02.2019 #29
  15. maxim
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    Ich habe mich entschieden - für sie!
    Ich glaube, der Anflug von Zweifel war nur der klare Beweis, dass die Zeit der Verliebtheit mit ihrer Verblendung vorbei ist. Ihre Schwächen zu akzeptieren fällt mir - denke ich - leicht, da ich sie wirklich liebe.
     
    25.02.2019 #30
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