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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. ENIT
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    Wie sage ich es als Mann meiner pubertierenden Tochter?

    Ich hätte gerne mal eure Erfahrungen, Tipps und Hinweise zur Thematik "Partnersuche mit pubertierenden Teenagern" gelesen.
    Was tun, wenn ein alleinerziehender Vater seiner Tochter (13) nicht sagen kann, dass er eine Frau gefunden hat, die er näher kennenlernen möchte? Die Tochter ist an jedem Wochenende bei ihm, und er unterstützt ihre sportlichen Freizeitaktivitäten, so ist ein Kennenlernen, auch mal alleine, schlecht möglich. Beide wohnen ca. 50 Autofahrminuten voneinander entfernt und beide sind berufstätig. Er auch noch dazu selbstständig. Sie hat einen Sohn (15), der aber teamfähig ist, und gegen Männer, die er leiden kann, nichts hat, wenn man ihm das ordentlich erklärt. Die Frau kam einmal zu den beiden zum Kaffee. Sie unterhielten sich alle drei ganz normal miteinander. Die Tochter redete danach aber nicht mehr mit ihrem Vater.
     
    10.02.2016 #1
  2. Wannamingo
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    Abend,
    ich denke eine Antwort ist recht schwierig, aus meiner Sicht der Dinge fehlen noch ein zwei Informationen für eine Antwort.
    Zum Vater mit der Tochter. Wie lange sind sie getrennt (nachdem die Tochter jedes Wochenende bei ihm ist, gehe ich mal davon aus, das die Frau nicht gestorben ist.)? Je nachdem wie die Beziehung auseinander gegangen ist und wie man es der Tochter erklärt hat, könnte es sein das die Tochter noch immer den Wunsch hegt das die Eltern wieder zusammenkommen oder es nicht richtig wahrhaben will. Hierdurch würde sie es als Verrat des Vaters ansehen, wenn er eine neue Frau gefunden hat, da hierdurch es nun noch wahrscheinlicher ist, das die Alte Familie nicht mehr zusammenkommt. Könnte natürlich nun auch behaupten sie sieht ihre Stellung als Papis Liebling gefährdet, da nun eine neue Frau und ein anderes Kind in die Familie kommt.
     
    10.02.2016 #2
  3. Vizee
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    Liebe Enit, mega schwierig.kann dir nur sagen,dass kinder,die aus irgendeinem grund mit dem neuen partner nicht klar kommen immer als sieger bildlich gesprochen hervor gehen.das elternteil wird immer für fleisch und blut entscheiden und das ist meiner ansicht nach in ordnung. Aber schlecht für den neuen partner. Das Mädchen muss begreifen,dass die frau niemals MutterErsatz sein will und schon gar nicht den Vater von ihr fernhalten möchte. Es erfordert viel geduld,feingefühl und den richtigen Moment. Mit 13 sind mädchen heute aber nicht mehr in der vollphase der Pubertät, wie gesagt schwierig und eine herausforderung. Und sorry..hab per smartphone geantwortet. Daher gross und kleinschreibung missachtet
     
    10.02.2016 #3
  4. ENIT
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    Hi, danke ihr beiden. Vizee, ist nicht schlimm. Weiß ja, dass du richtig schreiben kannst. ;) Die Mutter hatte bei einer Kneipentour ihren neuen Freund kennengelernt. Sie kam nach Hause und sagte, dass das ihr neuer Mann sei. In der Woche ist die Tochter abends bei der Frau dem Mann mit Sohn und am WE bei ihrem Vater. Sie sind ca. ein Jahr getrennt. Hatte ihm auch schon gesagt, dass er ihr beibringen muss, dass seine neue Partnerin nicht die Mutter ersetzen will und kann. Das muss er ihr auch so sagen. Es kann nur eine Kumpeline sein. Denke, es wäre gut, wenn er ihr auch erklärt, dass er ja nicht ewig alleine bleiben will, denn sie geht ja auch eines Tages ihre eigenen Wege. Ich nehme an, sie sieht die Stellung als Papis Liebling als gefährdet an, da hat Wannamingo recht.
     
    10.02.2016 #4
  5. Schreiberin
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    Die Mutter meines Freundes Tochter ?...äh... leicht komplizierte Schilderung.

    Familiäre Veränderungen sind für Kinder oft schwierig, teilweise mutieren sie dann aber auch zu kleinen Ego-Monstern, die mächtig viel Psychodruck machen. Mein Rezept wäre liebevolles Verständnis und Stärkung an der Stelle, wo Ängste sind - trotzdem aber auch abwägen, wo man selber dann bleibt und wo Ängste auch zu sehr ausufern und unreflektierter Terror werden...

    In der konkreten Situation würde ich es so machen : die Kinder erstmal völlig raushalten und erstmal gucken, wie man als Zweierkiste klarkommt. Wenn das bedeutet, dass man sich erstmal nur sehr wenig sehen kann - dann ist das eben so. Wozu die Kinder/ das Eltern-Kind-Verhältnis unnötig stressen, solange man selbst noch nicht definitiv wissen kann, wie es ausgeht ?
     
    10.02.2016 #5
  6. fafner
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    Klingt überzeugend, Schreiberin.
     
    10.02.2016 #6
  7. Dreamerin
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    Ich habe mich in den Zeiten, als meine Kinder im dem Alter waren, partnersuchtechnisch vor den Kindern sehr zurückgenommen. Der Vater, ganz anders. Immer gab es Frauen und immer waren meine Kinder gleich mittendrin. Das mehrfach hintereinander. Ich selber habe meine Kinder in der Zeit sehr lange da rausgehalten. Es dauerte sehr lange, bis sie denjenigen kennenlernten. Das war dann auch nur ein, zweimal der Fall. Sämtliche Anbahnungsversuche gingen an ihnen vorbei.. Anders als bei meinen, in der Phase , sehr wechselfreudigen Exmann, fanden sie bei mir Ruhe und Ausgeglichenheit, Verläßlichkeit in diesen Dingen. Ich habe ein paar Jahre das Kindeswohls eher focussiert als mein eigenes. Heute sagen meine längst erwachsenen Kinder mir, dass sie es gräßlich fanden, dass der Vater ihnen oft neue Frauen präsentierten, die dann plötzlich in der für Sie häuslichen Intimität waren, die ein Stück im Alltag mitmischen und wieder verschwanden. Und meistens gehörten ja auch noch deren Kinder irgendwie dazu. Meine Kinder empfanden das als schwierig. Sie empfanden es angenehmer, dass es bei mir nicht so war. Nach der Scheidung habe ich nie wieder mit einem Mann zusammen gelebt, die Kinder empfanden das damals als angenehm, wie eine Insel, auf der sich nichts ändert. Aber sie hatten nichts dagegen, wenn es mal einen Mann in meinem Leben gab, im Gegenteil, sie freuten sich für mich. Bloß zu nah an die Insel sollten sie nicht kommen, nicht stranden, nur mit dem Boot kommen, zu Besuch und dann wieder wegrudern.....
     
    10.02.2016 #7
  8. Mohnblume
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    Vizee, wie kommst du darauf, dass das Mädchen mit 13 nicht mehr allzu sehr von der Pubertät tangiert ist. Meiner Meinung nach ist sie mitten drin. Und damit in einer herausfordernden Phase ihres Lebens. Dann noch dieTrennung der Eltern, die Auseinandersetzung mit dem neuen Partner der Mutter...........................
    In einer solchen Lebenssituation ist es für Kinder/Jugendliche wichtig, einen stabilen Lebensbereich zu haben. Ich würde auch dazu raten, erst mal die Tochter außen vor zu lassen.
     
    10.02.2016 #8
  9. fafner
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    Also hast Du Dein Leben den vermeintlichen Wünschen der Kinder untergeordnet. Ist das richtig so?
     
    10.02.2016 #9
  10. Dreamerin
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    Nicht mein Leben, sondern nur ein paar Jahre meines Lebens!
    Für mich war das absolut richtig! Partner kamen und gingen. Die Kinder blieben. Und wir haben ein sehr inniges Verhältnis, das mir keiner mehr nehmen kann. Das Verhältnis zum Vater dagegen hat eine andere Qualität und hat sich erst jetzt, im Erwachsenenalter halbwegs normalisiert.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10.02.2016
    10.02.2016 #10
    fafner gefällt das.
  11. ENIT
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    Danke für eure Antworten. Wir halten die Kinder auch vorerst außen vor. Jeder hat den anderen als Freund nicht Partner vorgestellt. Sie wissen, dass wir zum Tanzkurs einmal in der Woche gehen. An WE sehen wir uns nicht, da die Tochter eben immer da ist. Nun wollten wir nur mal ganz alleine ein WE verbringen, um uns besser kennenzulernen und über viele Dinge zu reden. Ich finde eigentlich auch, dass man einem Kind nur jemanden als Partner/Partnerin vorstellen sollte, wenn man sich über alles im Klaren ist. Dann wird es sicherlich wirklich eine Herausforderung werden. Bei meinem Sohn bin ich mir auch nicht so sicher. So lange es nur ein Freund und nicht Partner ist, ist das ja in Ordnung. Weiteres na ja, da muss ich sicherlich auch mit Fingerspitzengefühl ran. Gefährden möchte ich unser prima Verhältnis, also das von meinem Sohn und mir, natürlich auch nicht. Aber bei ihm würde es sicherlich leichter werden, da wir schon immer über alles reden konnten ...
     
    10.02.2016 #11
  12. Wenn Eure Beziehung stärker und tragfähig wird, muss er dann schon offen bei seiner Tochter dazu stehen. Nicht, dass er das dann so handhabt, wie ein Bekannter von mir, der in Gegenwart seiner Tochter seine neue Freundin immer siezte: Hallo, Frau Schmidt, schön Sie zu sehen, darf ich Ihnen aus dem Mantel helfen? :) Bis seine Tochter eines Tages sagte: Papa, lass jetzt den Quatsch, ich weiß schon längst, was Sache ist! Sie war damals übrigens auch in der Pubertät, Einzelkind und ihr Vater hatte einen heiden Schiss vor ihr. Heute haben sie zu Dritt ein super Verhältnis, dazu kam, dass bei ihr plötzlich auch ein Jüngling auftauchte.
    ​Ich glaube aber, dass es besser ist, mit den Kindern darüber zu reden. Die merken nämlich schnell, ob das eine reine Freundschafts- oder eine Liebesbeziehung ist.
     
    10.02.2016 #12
  13. Vizee
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    Die Töchter meiner Freundinnen haben ca mit 9 angefangen zu pubertieren. Jungs sind später dran. Deshalb komme ich drauf.
     
    10.02.2016 #13