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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Sebi26

    Sebi26

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    Wie umgehen mit zurückliegender Krankheit?

    Guten Tag zusammen,

    ich bin schon etwas länger auf Parship und überprüfe regelmäßig meine Strategie. Ich bin 26 Jahre alt und Student und komme ins zweite Semester. Als ich 22 war, bekam ich eine Krankheit. Die hat mich bis ich 26 wurde, also bis vor einigen Monaten, vom echten Leben fern gehalten. Ich war auch nicht arbeitsfähig. Auf meinem Lebenslauf steht daher nur eine schulische Ausbildung. Nach einigen Nachrichten kommt natürlich die Frage was ich vor meinem Studium gemacht habe. Es ist ja nun nicht die Regel, dass man mit 26 anfängt zu studieren.
    Da stehe ich dann direkt vor der Frage ob ich ehrlich sein soll, oder ob ich das umschreibe und ausweiche. Ich bin für Ehrlichkeit. Diese Ehrlichkeit kommt aber auch nicht immer gut an. Ich finde es sinnvoller die Wahrheit zu schreiben, als zu riskieren, dass sie denkt, dass ich vier Jahre lang faul war. (Im Grunde also die selbe Frage, die ich mir bei zukünftigen Arbeitgebern stellen muss) Da mein einziges Feedback, das ich erhalte, entweder eine Antwort oder eben keine Antwort mehr ist, möchte ich mir gerne mal den Rat der Community einholen. Was fändet ihr besser? Einen offenen Umgang mit der Situation, oder eher eine Art ausweichen? Mein einziges Problem mit der Ehrlichkeit ist, dass ich nicht über die Krankheit definiert werden möchte. Ich möchte kein Mitleid und was ich gar nicht möchte ist, dass sie beim ersten Treffen daran denkt, dass sich sich mit jemandem trifft der viele Jahre krank war. Ich möchte, dass sie sich darauf freut sich mit einem netten Mann zu treffen.

    Vielen Dank fürs Lesen und für eure Antworten!
     
    09.02.2017 #1
  2. fafner

    fafner

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    Also ich bin für ersteres. Aber ich hab jetzt auch keine Erfahrung mit einer solchen Situation. Es gibt hier schon ähnliche Threads. Du kannst auch ins Expertenforum gehen und den Markus Ernst fragen.
     
    10.02.2017 #2
  3. Git80

    Git80

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    Hallo Sebi,
    ich würde es davon abhängig machen, ob diese Krankheit noch spürbare Nachwirkungen hat. Beeinflusst es dein tägliches Leben? Musst du Medikamente nehmen, darfst bestimmte Dinge nicht mehr machen? Dann tendiere ich zu Ehrlichkeit, weil das ja später sowieso auffällt. Wenn es hingegen eine abgeschlossene Geschichte ist, dann würde ich das nicht von Anfang an in den Mittelpunkt stellen. Es ist einfach nachteilig, wenn in der Vita steht, dass man drei Jahre ausgefallen ist - egal ob beim Dating oder potentiellen Arbeitgebern. Früher oder später wirst du darüber reden, aber dann hat dein Gegenüber schon den "aktuellen", gesunden Sebi kennengelernt, das sollte für mehr Verständnis sorgen.
     
    10.02.2017 #3
  4. Mentalista

    Mentalista

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    Hallo junger Mann, ich bin schon erstaunt, da du gerade eine schwere Krankheit überstanden hast, am Anfang deines Studium stehst, was hast du vor der Krankheit gemacht, also nach dem Abi bis zum 22. Lebensjahr?, und dann nichts anderes zu tun hast, als Student, in dessem Umfeld es doch ausreichend Kontaktmöglichkeiten geben sollte, mit Frauen üeber einer teure SB in Kontakt zu kommen...

    Solltest du nicht erstmal wieder richtig ins echte Leben reinkommen, dich aufs Studium zu konzentrieren, nebenbei zu arbeiten, also die Prioritäten richtig zu legen?

    Ich denke, so erholt und wieder mehr im Leben stehend, hast du erstmal mehr Chancen bei Frauen, bist zu dem selbstbewusster und kannst die Krankheit besser "verkaufen".

    Zudem emfpehle ich dir, weil ich selbst mal so einen Mann gedatet habe, nicht zu früh, deine Geschichte zu erzählen. Date doch ertstmal in Ruhe, sammle Erfahrungen was für ein Typ von Frau für dich überhaupt passend sein könnte und dann schau weiter.
     
    10.02.2017 #4
  5. Sebi26

    Sebi26

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    Erstmal vielen Dank für eure Antworten! Meine Schullaufbahn war etwas alternativ. Ich kam auch mit Fachabitur an die Hochschule, brauchte aber als ehemaliger Hauptschüler etwas länger dafür. Ich wollte mit 22 gerade anfangen, als es zu den ersten Problemen kam. Ich bin auch schon länger eingeschrieben und die Unterstützung der Hochschule ist klasse. Ich habe das erste Semester mit recht guten Ergebnissen abgeschlossen. Am Anfang war es sehr hart, aber jetzt geht es mir wieder so gut, dass ich mich nicht mehr am Wochenende ausruhen muss. Es hat sich alles noch etwas verzögert. Darum bin ich auch schon länger hier angemeldet. Ich bin in einem Ingeniuersstudiengang und habe im Grunde kaum Kontakt zu Frauen im Alltag. Ich müsste also wirklich den Mut aufbringen in der Mensa oder am Bahnhof etc. jemanden anzusprechen. Da halte ich lieber einen Vortrag vor dem ganzen Hörsaal. Das würde mich weniger nervös machen. Das war aber auch schon vor der Krankheit so. Ich kann eigentlich alles machen außer 5 Stunden stehen und lange Strecken laufen. Jetzt habe ich Ferien und werde ein Rehasportprogramm machen und danach wird auch die Fitness wieder besser aussehen. Die Probleme sind also nur noch am Rande zu spüren. Nebenbei Arbeiten gehen ist ab dem Sommer geplant. Geld ist kein so großes Problem, da meine Krankheit aus einem schweren Ärztefehler entstanden ist und der auch nachweisbar war. Da würde ich mich, wie die meisten bei uns, gerne auf die Semesterferien beschränken, denn mein Studium soll nicht unter der Arbeit leiden. Das einzige was mir bleiben wird ist, dass ich keinen Alkohol trinken darf, aber das ist ja nun eher das geringste Problem. Ich bin von dem Konzept hier überzeugt, da ich hier mit 18 Jahren schon mal Erfolg hatte und ich meine Stärken besser ausspielen kann. Ich bin erstmal kontaktscheu, aber nach 15 Minuten hat sich das erledigt. Es ist also nur ein Problem mit dem Ansprechen. Beim Daten fällt es mir viel leichter, wenn man sich schon so ein bisschen besser kennt.
     
    10.02.2017 #5
  6. Mig

    Mig

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    Vielleicht mal aus der Sicht des Anderen in der Geschichte:

    Ich habe meine Ex Partnerin auch über eine Online Dating Side kennen gelernt. Sie war ebenfalls lange Zeit krank und hat mir dies die ersten Dates verheimlicht. (Mir fällt gerade kein besseres Wort ein, meine es aber Wertungsfrei) Die Fragen nach ihrer Vergangenheit hat sie immer etwas ausweichend beantwortet mit "Erst mal probieren, was zu mir passt", "dies und das gemacht" usw.
    Ich glaube wir waren so 2 Monate zusammen, bis ich eine genauere Erklärung dafür haben wollte, was "dies und das" denn bedeutet. Danach erzählte sie mir die gesamte Geschichte.

    Am Anfang fand ich, war das ein ziemlicher Vertrauensbruch und überlegte ernsthaft mich deswegen von ihr zu trennen. Allerdings war ein Argument für mich letztendlich ausschlaggebend es nicht zu machen. Sie hatte mich gefragt, ob ich sie denn auch weiterhin gedatet hätte, wenn ich es vorher gewusst hätte.
    Bis heute kann ich die Frage nicht klar mit Ja oder Nein beantworten. Ich weiß es einfach nicht und ganz ehrlich, wenn ich mir diese Frage nicht ordentlich beantworten kann, wie kann ich dann von meiner Partnerin von Anfang an 100% vertrauen erwarten? Es gibt manchmal unangenehme Dinge, die man nicht unbedingt jedem erzählen kann oder will, vor allem nicht bevor man diese Menschen besser kennt. Allerdings sollte man zumindest so nah an der Wahrheit dran bleiben, wie es nur geht, denn wenn es eine lange Beziehung werden soll, kommst du irgendwann nicht Drumherum die Karten auf den Tisch zu legen.
     
    10.02.2017 #6
  7. lisalustig

    lisalustig

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    Wenn Dich eine Frau explizit danach fragt, solltest Du schon bei der Wahrheit bleiben. Gleichwohl muss es ja nicht bis in Kleinste ausklamüsert werden. Es war ein Ärztefehler, der Dich in der beruflichen Entwicklung gehemmt hat, jetzt aber "ausgestanden" ist. Mehr würde ich am Anfang nicht preisgeben. Es liegt an Dir, davon dann geschickt auf andere Themen überzuleiten.
     
    10.02.2017 #7
  8. Yvette

    Yvette

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    10.02.2017 #8
  9. fafner

    fafner

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    Würde man einem Kind so etwas empfehlen? Falls nicht, wieso dann einem Erwachsenen?
     
    10.02.2017 #9
    Truppenursel gefällt das.
  10. Ich halte da auch viel von Ehrlichkeit, frei nach dem Motto "so viel wie nötig und so wenig wie möglich" zu kommunizieren. Auf gut deutsch: dramatisiere es nicht, halte dich kurz und knapp, wenn Fragen auftauchen, aber mach es nicht zu dem Gesprächsthema Nummer 1... Viel Glück! :)
     
    10.02.2017 #10
  11. Yvette

    Yvette

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    Das vertret die Ausgangsfrage mal wieder um 180 Grad
     
    11.02.2017 #11
  12. Truppenursel

    Truppenursel

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    Sie verdreht sie nicht, sondern trifft es auf den Punkt. Erwachsene sind nicht fehlerlos, nur weil sie erwachsen sind.
     
    14.02.2017 #12
  13. Manny

    Manny

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    Ja, da man eigentlich vermeiden möchte, dass es mit allen anderen Kindern aus dem Fenster springt, oder?
     
    22.02.2017 #13
  14. fafner

    fafner

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    Klar, alle anderen Kinder springen aus dem Fenster. Da wo Du lebst vielleicht.
     
    22.02.2017 #14
  15. Dannybear

    Dannybear

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    @Sebi26

    Bleibe bei der Wahrheit so siehst du ob der Mensch dich so nimmt wie du bist, die Krankheit die du durch gemacht hast ist ein Teil deines Lebens, und wenn die Person das nicht akzeptiert oder anhemmen kann ist sie in dem Fall nicht die richtige.

    Vertrauen ist alles , und ist überall das Fundament für ein Gemeinsamen Weg . Und ich rede hier nicht nur von Mann und Frau.
     
    22.02.2017 #15