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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Parship

    Parship

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    Wieviel Nähe verträgt Ihre Beziehung?

    Zusammen wohnen, schlafen, essen, gemeinsame Hobbies und Urlaube. Wieviel Freiheit brauchen Sie in einer Beziehung?
     
    08.12.2011 #1
  2. Annika85

    Annika85

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    Beziehung mit Auszeiten

    Hallo :)

    Ich war recht lange Single und habe mir in der Zeit angewöhnt viel Zeit für mich zu haben. Daher habe ich jetzt in einer Beziehung auch immer noch das starke Bedürfnis, mich häufig mal zurückzuziehen. Wir wohnen beide in einer eigenen Wohnung in Hamburg.. Das finde ich optimal momentan.. ich bin dann in der Woche an ca. 1-2 Abenden bei ihm und er ist meist am Wochenende bei mir. Aber das reicht mir dann auch.

    Ich liebe es einfach, mein Bett auch mal für mich alleine zu haben und zuhause richtig "ungestyled" rumlaufen zu können.

    Was mir aber Sorgen macht ist die zukünftige Entwicklung: Ich will ja auch irgendwann mal eine Familie gründen. Wie soll ich meine Alleine-Sein Bedürfnisse ausleben, wenn ich mit meinem Freund zusammen wohne und wir dann auch noch ein Kind bekommen? Hat da jemand eine Idee? Könnt ihr euch vorstellen, eine kleine Zweitwohnung zu halten, damit man zumindest an einem Abend in der Woche mal "flüchten" kann?

    Liebe Grüße!!
     
    19.12.2011 #2
  3. Sallysun

    Sallysun

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    Hallo Annika85,
    warum vereinbart Ihr nicht einfach Tage und Zeiten, an denen jeder das machen kann, was er möchte und nicht auf den anderen Rücksicht nehmen muss. Bei meinem Freund und mir klappt das ganz gut. Dienstag und Donnerstag sind unsere "eigenen" Tage, bei denen man seinen Hobbies nachgehen kann oder sich mit anderen verabredet. So hat man Woche für Woche die Sicherheit und gewissheit sich zurückziehen zu können.
    Liebe Grüße Sallysun
     
    22.12.2011 #3
  4. Annika85

    Annika85

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    Hallo Sallysun,

    vielen Dank für den Tipp!

    So in etwa sieht das bei uns ja auch aus, nur dass wir halt auch getrennt schlafen an einigen Tagen. Da macht es mir auch direkt mehr Spaß, ihn dann wieder zu sehen ;-)

    Aber vielleicht geben wir demnächst eine der Wohnungen auf..alleine schon aus Kostengründen.. dann werde ich wohl ab und zu mal bei einer Freundin schlafen um etwas Abstand zu bekommen..

    Mal schauen, was das neue Jahr bringt!

    Und dir weiterhin viel Erfolg bei deinen "freien" Tagen! :)

    LG
    Annika
     
    29.12.2011 #4
  5. dr-best

    dr-best

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    Ich finde noch wichtiger als die räumliche Freiheit ist die Freiheit im Kopf! Ich glaube es kann in einer Partnerschaft nur dann gut funktionieren auf lange Sicht, wenn beide Partner irgendwie auch ihr eigenes Ding machen und jeder starke, eigene und unabhängige Interessen verfolgt.

    Man muss eben nicht immer alles zu zweit machen - es gibt auch noch Dinge, bei denen man auf das "wir" verzichten sollte.
     
    30.12.2011 #5
  6. hemik

    hemik

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    Partnerschaft; Beziehung heißt "siamesiche Zwillinge", jeder braucht Freiräume, aber warum gehe ich eine Beziehung ein, um dann doch "mein Leben" zu leben. Nicht immer stimmen alle Interessen überein, aber ist es nicht toll wenn man unterwegs war und kann dem Partner am Abend erzählen was man erlebt hat, was begeisterte und nicht erst in zwei Tagen wenn man sich wieder sieht. War kein kein Opern-Fan, irgendwann bin ich doch mitgegangen weil ich neugierig bin. Heute schreckt mich "in die Oper gehen" nicht mehr ab.
    Beziehung, Partnerschaft heißt es nicht auch, am Leben des Anderen teilnehmen und ist doch nicht gleichbedeutend mit Einengung des persönlichen Lebensraum. Ist Nähe dann so was bedrückendes, einengendes wenn sich liebt? Partnerschaft heißt für mich auch Nähe zulassen können, in jeder Phase des Lebens, kann den persönlichen Horizont erweitern, Verständnis für die Eigenheiten des Partner entwickeln, eine Beziehung festigen wenn es mal nicht so läuft wie man es sich vorstellt.
    Wenn Kinder kommen, darüber muss man sich doch klar sein, da muss man mehr aufgeben und persönliche Bedürfnisse über viele Jahre hinten anstellen, ist man dazu nicht bereit, dann sollte meine keine Kinder in die Welt setzen. Lebe heute alleine mit meinen fast erwachsenen Kindern, aber eben nur fast erwachsen. Heute weiß ich ein Partner der alleine in Urlaub fährt, einen Tag oder mehr in der Woche frei haben will, sieht nur seine Selbstverwirklichung gefährdet und vergisst man übernimmt in einer Partner- und Elternschaft auch Verantwortung!

    Gruß
    Hemik
     
    31.12.2011 #6
  7. Hallo Hemik,

    in einigen Punkten stimme ich Dir zu, aber den letzten Absatz...nein, das sehe ich komplett anders.
    Verantwortung tragen, gemeinsame Nähe leben (braucht Toleranz) ist auch anstrengend...und manchmal muss man seinen Kräftehaushalt wieder nach oben bringen.
    Und viele können das eben durch eigenes.
    Bei mir ist es der monatliche Saunabesuch mit einer Freundin, von dem ich mich nicht abbringen lassen würde.
    Und noch ein zwei Aktivitäten.
    Mein Exmann hat mich seinerzeit mit unserem Sohn fast immer allein gelassen, ich hatte kaum eine Chance, mich zu regenerieren. Das hat mich Jahre meines lebens gekostet.
    Damls dachte ich, das muss so sein.
    Inzwischen weiß ich, dass ich einige Dinge anders tun würde...und die Idee, einen Tag in der Woche etwas allein ohne weitere Absprachen machen zu KÖNNEN, ist sicher einer Partnerschaft sehr zuträglich.
    Insbesondere wenn man zusammen wohnt.
     
    31.12.2011 #7
  8. hemik

    hemik

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    Hallo Löwefrau,
    der letzte Absatz mag etwas hart klingen. Was Du beschreibst ist ok. War für mich auch kein Problem "Muss mal was für mich tun", ist über viele Jahre gut gegangen und habe nie damit Probleme gehabt wenn meine ExFrau für einige Tage alleine in Urlaub gefahren ist, mit einer Freundin ein Wellness-Wochenende verbracht hat. Nur wenn sich irgendwann raus stellt, es ist nur Flucht vor der Verantwortung die man übernommen hat, dann wird es in meinen Augen kritisch. Heute wird mir von allen Seiten (Schwiegermutter bis Freunden) vorgeworfen, "Du warst zu großzügig", sehe es selbst auch heute noch nicht so, da ich der Meinung bin "Ehe" ist NICHT gleichbedeutend mit Selbstaufgabe und Einschränkung der persönlichen Freiheit! Aber wenn eine Mutter ihren Kindern schreibt jetzt kann ich leben, fast jeden Tag unternehme ich mit meinem Freund etwas dann werde ich nachdenklich und stelle mir die Frage "Was hat sie dazu bewegt Kinder zu bekommen?".

    Gutes Neues Jahr
    Hemik
     
    01.01.2012 #8
  9. hemik

    hemik

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    Nachtrag

    der Teilsatz sollte " .... Partnerschaft; Beziehung heißt NICHT "siamesiche Zwillinge ......"!
    bevor man mich falsch versteht

    Gruß
    Hemik
     
    01.01.2012 #9
  10. Oha Hemik, Nachtigall ick hör Dir trappsen.
    Ich verstehe...das ist eben Lebenserfahrung..oder auch Lerneffekt
    Man hat mit einem Modell eine bestimmt Erfahrung gemacht - die war vielelicht schmerzhaft und man möchte eben ausschließen, dass es dazu wieder kommt.

    Nun - ich denke auch in Verantwortlichkeiten. Und dazu gehört ein Stück weit Selbstaufgabe.
    Mein Mann sagte mir immer ganz einfach, wenn es mir aufgrund der Einsamkeit (war komplett neu in einem kleinen Vorort): Du bist für Dein Glück selbst verantwortlich.

    Am Anfang habe ich ihm zugestimmt und immer die Schuld bei mir gesucht.
    Nun im Nachhinein sehe ich das eher etwas in einem budhistischen Ansatz: Wenn JEDER dafür sorgt, dass es dem anderen gut geht (natürkich im Rahmen seiner Möglichkeiten), dann bekommt jeder seinen teil...ohne dass er mit ungesundem Egoismus darauf beharren muss.
     
    01.01.2012 #10
  11. SineNomine

    SineNomine

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    Hallo Annika85!

    Hmm, eine Zweitwohnung oder die geplante regelmäßige "Flucht" zur Freundin halte ich ehrlich gesagt für eher kontraproduktiv. Wenn ihr eine Familie werden wollt, dann wirst Du schlicht lernen müssen seine Nähe, geistig wie räumlich, zu ertragen.
    Gleichzeitig braucht in meinen Augen so ziemlich jeder Mensch auch in einer Parnterschaft geisitgen und räumlichen Freiraum. Ein eigenes, nicht mit dem Partner oder der Partnerin geteilstes Hobby oder eigene Freunde auf der geistigen Seite und irgendeinen Raum oder irgendeine Ecke in der gemeinsamen Wohnung als Rückzugsraum, wo nicht die gemeinsamen Regeln der Partnerschaft sondern die eigenen Regeln gelten.

    Es ist gerade die Kunst einer guten Partnerschaft, dass das "Du", das "Ich" und das "Wir" eine Balance finden und dass auch bei wesentlichen Veränderungen --- Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung, Familiengründung, ... --- immer wieder eine solche Balance gefunden wird, in der sich beide als Person und als Paar gut aufgehoben fühlen.
     
    01.01.2012 #11
  12. hemik

    hemik

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    Hallo Löwenfrau,
    "Oha Hemik, Nachtigall ick hör Dir trappsen.
    Ich verstehe...das ist eben Lebenserfahrung..oder auch Lerneffekt
    Man hat mit einem Modell eine bestimmt Erfahrung gemacht - die war vielelicht schmerzhaft und man möchte eben ausschließen, dass es dazu wieder kommt."

    Nein, würde es immer wieder so machen, Erfahrungen mit einem "bestimmten Modell", nein denn auch ich habe mein Scherflein dazu beigetragen und da ist der Punkt wo man ansetzen muss und wo versuche anzusetzen. Reflektion von Verhalten und Erfahrungen in eine neue Beziehung halte ich für eine neue Beziehung für tödlich!

    Gruß
    Hemik m/62
     
    01.01.2012 #12
  13. Sahnehaeubchen

    Sahnehaeubchen

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    Richtige Balance

    @SineNomine:
    Ich stimme Dir voll und ganz zu!!!
     
    06.01.2012 #13
  14. Madame von Eschnapur

    Madame von Eschnapur

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    Liebe Löwefrau,

    ja auf diesen buddhistischen ansatz bin ich auch schon gekommen oder sagen wir ich habe lange nach menschen gesucht die ihn auch teilen und mein wohlbefinden im auge behalten. doch letzt sass ich auf der couch und dachte, entweder ich ziehe nach laza, wo die geminschaft dafür sorgt dass für alle gesorg ist oder ich werde hier herdenkonform und mache das spiel mit, wenn jeder an sich denkt ist für alle gesort. nun es sind sehr gegensätzliche wege, führen aber beide zum ziel. ich denke, besser ich denke selbst an mich als dass es gar niemand tut.hey wir sind in deutschland. kennst du denn viele menschen mit denen du den buddhistischen ansatz leben kannst und so nicht zu kurz kommst. ich meine, es würde mich sehr freuen, wenn ich das falsch sehe, ehrlich.
     
    11.01.2012 #14
  15. Immer mehr

    Hallo liebe Madame eschnapur,
    Ja...es werden immer mehr. Ich habe das große Glück in Köln zu arbeiten, wo die Menschen eher ein Lächeln auf den Lippen haben als z.b. In Berlin.

    Gib dem Bettler auf der Straße 50cent und lächle ihn mal dabei an. Husch nicht weg, als wäre es dir peinlich.
    Da kommt ganz viel zurück.
    Und auch in meinem Umfeld bekomme ich meistens mehr zurück als ich einsetze. Warum soll es in einer Partnerschaft nicht so sein.
    Allerdings ist natürlich in allererster Linie die Selbstliebe sehr wichtig.
    Wenn ich mich nicht liebe, dann kann es kein anderer so tun, dass meine Ängste und Zweifel beendet sind. Denn nur wenn ich mich selber liebe, tun es die anderen auch und ich kann dann erst dieses annehmen. Kannst du verstehen,Nas ich sagen will?
     
    12.01.2012 #15