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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Tone
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    Eine technologische Singularität kann von existenzieller Bedeutung für die Menschheit sein, das ist denkbar, aber es braucht nicht zwingend ein 'höheres System' sein, eine Singularität kann auch den Energieverbrauch von Systemen betreffen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.01.2018
    03.01.2018 #61
  2. Julianna
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    und ich dachte schon wieder, ich wär bei Scientology :eek::)
     
    03.01.2018 #62
  3. Julianna
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    höheres System im Sinne von höhere Dimension.
     
    03.01.2018 #63
  4. Tone
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    Tatsächlich? So wenig Meinungsfreiheit gönnst du dir? :eek:
    Schon verstanden, die grosse Fantasie von der transhumanen Existenz nach dem Tod. Jetzt bin ich auch müde, danke für den Gedankenaustausch.
     
    03.01.2018 #64
  5. fleurdelis*
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    Welcome back ... :)

    Im Sinne des männlichen Kindes .... wenn ich von mir ausgehe, war meine Entscheidung nicht zum Wohle im Sinne der männlichen Erziehung ... sondern im Sinne von: Nee, ich brauch den Stress nicht, und mein Sohn auch nicht, dann lieber ohne Vater, im Haus. Und wenn nach 15 Jahren mein Sohn zu mir sagt: Mama, ich verstehe das du Papa verlassen hast .... mit dem kann man nicht auskommen .... dann ist das eine Botschaft.

    Um auf die Autorin zurück zu kommen: ich verstehe was sie meint, diese Rollenstrukturen wie ein Mann sich traditionell verhalten soll kann man nur unterbrechen, wenn man verhindert, dass er diese Rollenstrukturen leben lernt. Dazu gehört aber auch, dass eine Frau den Mut hat, nicht auf weiteren Rollenklischees zu bauen, sondern dem Sohn in dem Falle, die Freiheit lässt so erwachsen zu werden, wie er es für sinnvoll hält. Mir ist noch niemals meinem Sohn gegenüber der Satz gefallen: ein Mann macht das aber so .... o_O. Aber wie gesagt: über den Inhalt des Artikels war ich mir in keinem Moment bewusst.

    Ich persönlich habe mich schon als Kind gegen diese Mann-Frau-Rollen gewehrt und da bei meinem Vater auch recht Ärger provoziert. Für mich war da schon klar, das einiges überholt ist. Und vor allem ungerecht. Mein Wunsch wäre es gewesen, in einer heimeligen Familie in der jeder seine Persönlichkeit ausleben darf zu leben ... dieser Wunsch ist mir versagt geblieben. Egal, mir gehts dennoch sehr gut. Auf Männer brauchte ich deswegen nicht verzichten, aber es war halt keiner in der Vaterrolle für meinen Sohn. Aber mein Sohn, hat sich blendend entwickelt, der geht seinen Weg.
     
    Zuletzt bearbeitet: 04.01.2018
    04.01.2018 #65
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  6. 199MKt8gf
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    Welche sind weibliche Attribute und welche männliche?

    Und: Sozial Erworbenes wird zum Teil auch vererbt. Wie trennt man das? Lässt es sich trennen?

    Und: Gäbe es eine Art drittes Geschlecht als einziges. Hätte dieses Geschlecht ein sexuelles Interesse am anderen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 04.01.2018
    04.01.2018 #66
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  7. t.b.d.
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    Es geht wohl auch um Identitäts- und Selbstkonzepte und deren Rechtfertigung. Wie bin ich? Warum bin ich so? Warum ist es okay dass ich so bin wie ich bin? Oder auch: Warum bist du so? und schließlich: Warum bist du nicht so wie...?

    Die Rechtfertigung über die Geschlechtszugehörigkeit lässt immer weniger Spielraum.
    Man löse alles vermeintlich männliche so auf, dass es individuell und damit gleichzeitig individuell anfechtbar wird. So in der Art: "Dieser oder jener ist schließlich auch nicht so.".
    Der Spieß lässt sich natürlich auch umdrehen, sodass sich die Begründung "Weil ich ein Mädchen / eine Frau bin.", ebenfalls nicht länger aufrecht erhalten ließe.

    Jetzt könnte man natürlich zur Identitätsbestimmung auf diverse Sternzeichen oder Baumzeichen oder Typen von Stefanie Stahl zurückgreifen.

    Das wird aber vermutlich auch nicht lange standhalten.
     
    04.01.2018 #67
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  8. Dr. Bean
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    Der ganze Beziehungsquatsch wird ja eh immer weniger, ergo braucht man ja auch kein männlich oder weiblich mehr.

    Unsere Gleichstellungsstelle glaubt jetzt den Fehler erkannt zu haben, weil sie in Ausschreibungen immer "Geschäftsführer gesucht" schreiben und nicht "Geschäftsführerin gesucht" fühlen sich so wenig Frauen angesprochen von der Ausschreibung.
    Na dann sind ja alle Probleme gelöst :)
     
    04.01.2018 #68
  9. babe
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    Das ist ja ganz richtig.
    Und dann geht es weiter mit:
    Da kann man sich des Eindrucks nicht ganz erwehren, daß da gleich noch schwarzweißer gemalt werde.
     
    04.01.2018 #69
  10. babe
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    Die Frage wäre doch dann eigentlich: wie könnte man "echte Männer" denn anders verstehen?
    Also, es gibt (u.a.) Männer. Welche Motiven könnten dahinterstehen, nicht nur zu sagen, beispielsweise Herbert sei nicht nur ein Mann, sondern ein echter Mann?

    Und bevor alle schreiben, das sei ja gar nicht nötig, erinnere ich daran, daß etwa in diesem Forum tausendemale "Mann" oder "männlich" nicht nur im deskriptiven Sinne einer Geschlechtszugehörigkeit zu lesen ist, sondern als Auszeichnung irgendwie einer besonderen Spielart von Mannsein, von besonderen mit soetwas wie "echter Männlichkeit" verbundenen Attributen.
     
    04.01.2018 #70
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  11. WolkeVier
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    Ich glaube "Ich liebe Männer, die keine Männer sind" wird sich nicht durchsetzen. Ich erinnere mich zurück an das Ende der 80er, Anfang der 90er war das glaube ich, als (mal wieder) der "Softie" hoch im Kurs stand. Mann musste sich - ums kurz zu machen - am besten wie eine Frau verhalten, um akzeptiert zu werden. Allerdings ließ die Gegenbewegung nicht lange auf sich warten, weil die Frauen wollten zwar schon Männer, die feinfühlig, charmant und zuvorkommend waren, und die sich auch im Haushalt und bei der "Erziehung" der Kinder engagierten, aber Waschlappen oder Teddybären wollten sie halt auch nicht.
    Natürlich habe ich mich immer gefragt, was wollen Frauen eigentlich? Es ist gar nicht so ganz einfach, darauf Antworten zu finden, denn natürlich ticken ja auch nicht alle gleich. Und außerdem wissen Frauen manchmal selber nicht, was sie wollen. ;)
    Und jetzt kommt hier der Ruf nach Männern, die keine sind! Feingliedrige Peter Pans, die sich gar nicht mehr mit einer Geschlechterrolle identifizieren. Diesen Aspekt der Feingliedrigkeit, vielleicht sogar Schmächtigkeit finde ich dabei besonders irritierend. Will frau das wirklich? Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen.
    Ich bin 193 cm groß und breit, Feingliedrigkeit ist nun wirklich das letzte, was man mir zuschreibt. Deswegen kann ich aber doch meine Freundin (und natürlich alle anderen Frauen und Mädchen) respektvoll behandeln. Obwohl ich ein Macher bin und ein Mann, der "zupackt", kann ich charmant und zuvorkommend sein. Ich treffe gerne, schnell und leicht Entscheidungen, aber das heißt doch nicht, dass ich die Wünsche und Bedürfnisse anderer nicht berücksichtige und frage, was sie möchten. Ich bin unheimlich gerne Mann, was für mich u. a. heißt, dass ich Dinge in die Hand nehme, dass ich dafür sorge, dass "es funktioniert" usw. Ich möchte durchaus in manchen Bereichen ein wenig "die Führung übernehmen." Deswegen kann ich doch trotzdem Wäsche waschen, Einkaufen, Küche machen, beim Kochen helfen, Kinder wickeln usw.
    Und genauso möchte ich, dass meine Freundin eine "richtige" Frau ist, mit ganz typischen weiblichen Eigenschaften. Das bedeutet ja auch nicht, dass sie nicht auch über die gleichen Fähigkeiten verfügt, wie ich.
    Ich glaube, dass wir unsere Kinder nur entsprechend "erziehen" (ich mag diesen Ausdruck nicht so gerne!) müssen. Wir Männer haben dabei mE u. a. die wichtige Rolle, den Jungs entsprechende Werte mitzugeben und diese auch vorzuleben. Das ergibt sich aber im Grunde ganz von selbst, es ist einfach von klein auf selbstverständlich, dass Mitmenschen respektvoll behandelt werden. (Kleiner Querverweis zum anderen Fred @Julianna : Weder ein autoritärer noch ein Laissez-faire-Stil sehe ich hier als richtig an.)
    Und dann gilt es, bestimmte Schwerpunkte zu setzen. Als wir Kinder waren, hieß es zB "Mädchen haut man nicht!" Im Rahmen der Gender-Diskussion mag das vielleicht ein wenig irritierend klingen, aber wir wurden schon zu einer gewissen Ritterlichkeit erzogen, was ich durchaus positiv sehe. Oder es gilt zB gerade als Vater sexistisches oder überhaupt diskriminierendes Verhalten zu vermeiden. Ich glaube übrigens auch, dass hier manche Sprüche und (Altherren-)Witze sehr mit Vorsicht zu genießen sind.
    Und Mädchen müssen zB von klein auf dazu ermutigt werden, auch "nein" zu sagen und eigene Bedürfnisse zu äußern. (Bei meiner 16jährigen Tochter ist uns das wohl recht gut gelungen. Ich freue mich immer wieder, wenn ich sehe, wie sie für sich selbst einsteht, weil ich einfach glaube, dass sie damit eine sehr gute Basis für ihr Leben hat.)
    Aber wie gesagt, in einer Atmosphäre von respektvollem und wertschätzendem Umgang sowohl zwischen den Partnern wie auch den Kindern gegenüber entwickeln sich diese Dinge von ganz alleine.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Begreifen wir selbst und vermitteln wir unseren Kindern, dass es sich nicht ausschließt, ein "richtiger Mann" zu sein und trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - Frauen respektvoll und liebevoll zu behandeln.
    Das ist die Kurzform meiner Sicht auf das Thema, ich muss ja als "richtiger Mann" in dieser Welt bestehen und klarkommen. (Tu ich auch ganz gut :))
    Wie ist eure Meinung, liebe Frauen hier, was für Männer wollt ihr denn wirklich?
     
    04.01.2018 #71
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  12. WolkeVier
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    Ich kann das freilich nur als Mann beantworten und von daher ist das leicht spekulativ, und dabei wiederhole ich mich: Nach meiner Erfahrung wollen Frauen (im Allgemeinen) einen Mann, der größer ist, ein starker Beschützer, mit beiden Beinen fest am Boden, erfolgreich, halt ein Alpha-Männchen. Und auch im Bett wollen sie - wie lang und breit im anderen Fred erörtert - keinen, der "nur lieb und nett" ist.
    Ein "richtiger Mann" ist also ein "richtiger Kerl", und das ist vielleicht ein wenig kurz gedacht. Vielleicht ist ein "richtiger Mann" einer, der ein "ganzer Kerl" ist und trotzdem rücksichtsvoll, zuvorkommend, zärtlich, charmant, einfühlsam, zuhörend, ... ...
    Beide Geschlechter stehen doch hier vor der gleichen Herausforderung. Genauso wie von Frauen erwartet wird, möglichst die ganze Klaviatur des Frauseins zu spielen (I'm a bitch, I'm a lover...), können wir Männer das doch umgekehrt auch.
     
    04.01.2018 #72
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  13. 199MKt8gf
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    Ein zusätzliche Frage wäre, wer möchte man sein? An dieser Frage scheitere andauernd. Wobei scheitern eigentlich das falsche Wort ist, da es eine verhältnismäßige Wichtigkeit inkludiert, die mir egal ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 04.01.2018
    04.01.2018 #73
  14. AlexBerlin
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    Genau so einen wie Dich :)
    Mit ü50 gehöre ich zu der Frauengeneration, die sich ihre Rechte erstreiten mussten. Kluge Mädchen wurden oft nicht aufs Gymnasium geschickt, Jungs machten Werken, Mädchen Handarbeit,... Wenn man das nicht richtig fand, konnte man seine Rechte einigermaßen durchfechten, aber es war eben nicht selbstverständlich, diese einfach so zu haben.
    Die klassischen Männer- und Frauenrollen gingen dabei gleich komplett mit über Bord. Es war aber auch schwierig. Wenn man um Hilfe bat, weil man etwas Schweres zu tragen hatte, kamen oft spitze Bemerkungen. Also hat frau :D es dann eben selber gemacht. Mit dem Äußeren ging es weiter. Frau wollte auf keinen Fall verdächtig sein, ein dummes Weibchen zu sein. Im Kleidungsstil von Frauen in Führungspositionen (außer wenigen Ausnahmen, da kommt immer und zu recht Christine Largarde :rolleyes:,...) kann man das oft noch sehen. Ich habe in meiner Jugend nie Kleider getragen, das wäre völlig uncool gewesen.
    Soweit ich das beurteilen kann, hat sich das inzwischen komplett erledigt. Junge Männer und Frauen machen gleichberechtigt ihr Ding. Wir ü50 sind so ein bisschen die „verlorene Generation“, was das Leben der Geschlechterrollen angeht.

    Edit: Die Geschlechterrollen 2.0 finde ich klasse: Auf meine alten Tage erobere ich mir meine Weiblichkeit zurück. Ich trage jetzt Kleider, jawoll! :D
     
    04.01.2018 #74
  15. 199MKt8gf
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    "Das Land" braucht weder zarte Männer noch sonst wie speziell Geartetes. Vor allem braucht das Land keine Leute, die mir vorschreiben, wie ich gendermäßig zu sein habe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 04.01.2018
    04.01.2018 #75
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