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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. Lilly29
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    Zusammenziehen

    Hallo liebe Foris!

    das ist jetzt nicht die weltbewegendste Frage, aber ich bin einfach neugierig, ob es andere gibt, denen es auch so geht ;-)
    Ich habe meinen Freund vor ca 11 Monaten über Parship kennengelernt, er war mein 2tes Treffen, es ging alles sehr schnell, aber es fühlte sich von anfang an richtig an. Nach ca. 7 Monaten kam (eher von mir ausgehend) das Thema auf, dass eine Fernbeziehung (ca. 150km) auf Dauer nicht das Ideale ist. Da er beruflich sehr zufrieden ist und ich sowieso schon länger überlegte, mich zu verändern, ging ich auf die Suche nach einem Job an seinem Wohnort.
    Das klappte auch erstaunlich schnell und jetzt ziehen wir zusammen. Ich bin auch sehr glücklich damit, es fühlt sich absolut richtig an, aber manchmal gibt es so Momente wo ich denke: "Was machst du hier eigentlich, ihr kennt euch gerade mal ein paar Monate und du gibst alles auf, deinen Job, deine Freunde usw".
    Kennt ihr auch solche Momente?

    LG
    Lilly
     
    29.01.2013 #1
  2. iceage
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    AW: Zusammenziehen

    "Verunsicherung vor der Zukunft" würde ich soetwas nennen! Denke, das kann auch in ganz anderen Situationen vorkommen. Ich persönlich finde, dass so ein bisschen "Unsicherheit" sogar immer da sein sollte, denn die absolute Sicherheit kann sich auch schnell wieder als trügerisch herausstellen...
     
    29.01.2013 #2
  3. Abby
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    AW: Zusammenziehen

    Hi Lilly! Klar gibt es solche Momente - aber don`t worry!
    Ich hab vor 20 Jahren das Gleiche gemacht - hat immerhin lange gehalten....
    wer es nicht ausprobiert, der wird es nicht erfahren.
    Und wenn`s schief geht, dann kannst du genauso wieder deine Zelte woanders aufschlagen.
    Wirkliche Freunde in der alten Heimat gehen auch nicht so schnell verloren, und wenn du gut im Job bist, wirst du jederzeit was finden!
    Ich ziehe demnächst auch mit meinem "Neuen" zusammen, obwohl es da viel "Huddel" mit den Kids gab....
    Wichtig ist nur, dass man vorher die "Regeln" festlegt und zwischendrin auch immer die berühmten Zwiegespräche mit dem Partner führt (...wie geht es mir - wie geht es dir, wie fühlt sich alles an, etc.)
    Dann braucht man sich nicht so viele Gedanken zu machen - wenn beide zusammenziehen wollen - dann "Good Luck" !!!! ; )
     
    29.01.2013 #3
  4. Altbau
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    AW: Zusammenziehen

    Ich entdecke eine entfernte Parallele zur mir. Mein Wegzug hat mich einige Bekanntschaften gekostet, bei denen es mir im Nachhinein unfassbar ist, wie falsch ich diese Menschen über Jahre eingeschätzt habe. Da muss mir nichts leid tun. Die wirklichen Freunde sind mit erhalten geblieben.

    Im neuen Wohnumfeld haben wir uns, beide fremd am Ort, unser Nest geschaffen, aus dem heraus wir neue Kreise haben erschließen können. Ich sehe da, auch im Nachhinein, kein Problem.

    Also nur zu!
     
    29.01.2013 #4
  5. Lilly29
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    AW: Zusammenziehen

    Danke für eure Antworten. Dann scheint es ja in gewisser Weise "normal" zu sein, manchmal solche Gedanken zu haben ;-). Wenn ich so überlege ist es vllt auch so, dass ich mir manchmal von ihm mehr Anerkennung wünsche, so nach dem Motto: Danke, dass du das für uns tust. Klingt blöd, aber ist wahrscheinlich so ;-)

    LG
    Lilly
     
    29.01.2013 #5
  6. iceage
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    AW: Zusammenziehen

    Dazu möchte ich dir sagen, dass vielleicht die Verunsicherung auch bei ihm ist. Wenn jemand seine Zelte wegen mir abbricht, seinen Freundeskreis verlässt, dann übernehme ich da auch ganz schön ein Stück Verantwortung für diesen Menschen. Und dieser gerecht zu werden, kann ganz schön Druck erzeugen ...
     
    29.01.2013 #6
  7. Abby
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    AW: Zusammenziehen

    Dann red mit deinem Partner darüber!! Es ist wichtig, dass du ihm sagst: Ich würd mir ein bisschen mehr Anerkennung wünschen.....wenn du ihm keinen Vorwurf daraus machst, sondern bei deiner ich-Botschaft bleibst, dass du dir ein paar "Streicheleinheiten" wünschst, wird er es sicher verstehen und du brauchst dich nicht "zu grämen"!
    Er ist in keiner "Bring-Schuld", du solltest dir das holen, was du meinst zu brauchen, wenn du ihm nicht sagst, was dich beschäftigt, kann er es nicht wissen.
    Nicht vergessen, er ist ein Mann ; ) und er denkt nicht so um die Ecke, wie wir Frauen das tun!
     
    29.01.2013 #7
  8. Lisa
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    AW: Zusammenziehen

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Du wolltest dich beruflich verändern, du wolltest keine Fernbeziehung. Das kommt euch beiden zu Gute, und nicht nur alleine ihm.
    Wofür genau erwartest du denn jetzt „Dankbarkeit“? Ich finde einen solchen Anspruch in einer Beziehung sowieso generell fehl am Platz.
    Da ist dann der Weg nicht weit, bei einem Streit zu sagen „Deinetwegen habe ich alles aufgegeben“. Und das finde ich fatal. Denn damit bürdest du deinem Partner tatsächlich eine immense (und meiner Meinung nach unberechtigte) Verantwortung auf.
     
    30.01.2013 #8
  9. iceage
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    AW: Zusammenziehen

    Vom Punkt her hast du Recht und man(n oder frau) sollte eine solche Veränderung wirklich nur wegen sich selbst in Angriff nehmen. Aber natürlich verändert sie sich der Liebe wegen und natürlich ist ein solches "Projekt" ein massiver Eingriff in das eigene Leben, wo wir Halt benötigen - ungeachtet dessen, ob dieser jetzt lautet "ich finde es toll, was du alles auf dich nimmst, nur damit wir zusammen sein können" oder "ich bin da, da ich weiß, eine solche Veränderung der Lebensumstände ist immer ein Stück Verunsicherung" ...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30.01.2013
    30.01.2013 #9
  10. Abby
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    AW: Zusammenziehen

    Prima, genau so sehe ich es auch... : )
    und wenn sie Halt benötigt, wie du so schön geschrieben hast, bricht ihm wahrlich kein Zacken aus der Krone, wenn er es so sagt.
     
    30.01.2013 #10
  11. SineNomine
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    AW: Zusammenziehen

    Gegenfrage: Welche Aussage über unser "altes" Leben würde darin stecken, wenn wir solche Veränderungen ganz ohne jeden noch so leichten Anflug von Zweifeln angehen würden?
    Letztlich sagt uns solche gelegentlichen Zweifel doch nur, dass wir da im Begriff sind etwas aufzugeben, was für uns bisher jedenfalls nicht so schlecht gepasst hat, als das wir es nun flichtartig und ohne jeden Blick zurück verlassen wollen würden. Und sie werfen die --- berechtigte --- Frage auf, ob das "Neue" was da auf uns wartet wirklich ebenso gut zu uns passen wird wie das was wir dafür aufgeben.

    Wenn wir eine solche Entscheidung zu einer Veränderung im eigenen Leben treffen, Momente des Zweifel an ihrer Richtigkeit offen zur Kenntnis nehmen und prüfen und nicht etwa gleich wegwischen und am Ende trotzdem ein gutes Gefühl bei der Entscheidung bleibt, dann haben wir im Grunde zunächst mal alles richtig gemacht. Wir können damit natürlich immer noch kräftig auf die Nase fallen, aber das kann uns in unserem "alten Leben" ja auch jeden Tag passieren.
     
    30.01.2013 #11
  12. Lilly29
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    AW: Zusammenziehen

    ich habe keinen Anspruch, ich sage nur, dass ich es mir ab und zu wünsche, das ist erlaubt, denke ich. Ich habe auch nicht "seinetwegen" alles aufgegeben, ich habe mich bewusst dafür entschieden und das war meine Entscheidung, dafür mache ich niemanden verantwortlich.
    Es ist schwer zu beschreiben, worum es mir geht, aber "ein bisschen Halt" trifft es denke ich schon ganz gut.
    Aber das ist auch Jammern auf hohem Niveau ;-)
     
    30.01.2013 #12