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Keine Lust mehr auf das Single-Leben?
  1. delfin 1988
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    zwei schritte vor, einen zurück

    Liebe Forummitglieder, ich brauche Euren Rat! Seit wenigen Monaten bin ich mit einem Mann zusammen, das hat stürmisch angefangen und sich dann langsam weiterentwickelt. Was mir Probleme macht ist, immer, wenn ich das Gefühl habe, jetzt sind wir "richtig" zusammen, jetzt geht es vorwärts im Sinne einer tragfähigen Beziehung, dann geht es von seiner Seite aus wieder einen Schritt zurück. Er meldet sich dann weniger bzw. zieht sich mehr zurück. Ich bin leider der anhängliche Typ Mensch und mich verunsichert das jedes mal. Ich kann das nicht einordnen, will es aber auch nicht ansprechen, weil es für ihn wahrscheinlich gar nicht die selbe Bedeutung hat wie für mich. Und ich fühle mich so bedürftig, wenn ich mit meinen Fragen in gewissem Sinn nach Zuneigung lechze. Ohne dass ich es sprachlich ausdrücken könnte, komme ich immer wieder an den Punkt, an dem ich spüre, dass irgendetwas nicht richtig rund läuft. Dass Dinge unausgesprochen bleiben, die ausgesprochen gehörten. Er gibt sich sehr locker, tiefergehende Gespräche sind schwierig. Ich bin ernsthafter und brauche mehr Sicherheit. Wie würdet Ihr euch verhalten?
     
    07.03.2012 #1
  2. AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Dieses Verhalten ist so typisch. Der Mann folgt seinem Urinstinkt und will jagen. Sobald er merkt, die Beute ist ihm sicher, läßt sein Interesse nach.
     
    07.03.2012 #2
  3. goldmarie
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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Hallo delfin,
    meine Gedanken dazu:

    Aber was genau versprichst Du Dir von Deinem Schweigen? Dass es „wenigstens“ so weitergeht wie bisher? Das reicht Dir nicht, Du bist verunsichert und kannst mit der unverbindlichen Situation nicht gut umgehen, sonst würdest Du hier nicht um Rat fragen.
    Ich habe das vor ein paar Tagen an anderer Stelle schon mal geschrieben:
    Das Risiko ist ziemlich gering, denn wenn dieser Mann nicht ähnlich fühlt wie Du, gibt es gar nichts zu verlieren: Nichts, das Du schon hattest und nichts, das Du hättest haben können.

    Das ist der springende Punkt. Dinge die ausgesprochen gehören – gehören ausgesprochen. ;)

    Lässt sich das Deiner Meinung nach denn überhaupt vereinbaren, vorausgesetzt, es käme zu einer dauerhaften, ernsten Beziehung?

    Wer spricht, dem kann geholfen werden. Ich würde geradeheraus sagen, wie ICH mich fühle und was MIR fehlt. Im besten Fall sagt er Dir dann, ob er ähnliches empfindet und Dir geben kann & will, was Du Dir wünschst. Und wenn Du weißt woran Du bist, kannst Du auch entscheiden, wie es für Dich weitergehen soll.



    [sehr hilfreich, Frau Treibel.]
     
    07.03.2012 #3
  4. AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Selbstverständlich ist es hilfreich zu wissen, daß bestimmte männliche Verhaltensweisen ihren Ursprung in Bereichen haben, auf die wir keinen Einfluß haben.
    Es wäre fatal, würde die Frau sich selbst eine Schuld daran geben.
    Der Jagdinstinktes des Mannes und sein Desinteresse, sobald er sich am Ziele wähnt, ist wissenschaftlich ausreichend belegt.
     
    07.03.2012 #4
  5. Mrs

    Mrs

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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Tja, nur ist es bei mir umgekehrt... Ich ziehe mich zurück wenn der Mann zu anhänglich wird. Meine letzte Beziehung war so. Er braucht Nähe, Zuneigung etc. Ich brauche Freiraum und ziehe mich zurück, wenn ich mich "bedrängt" fühle.
    Aber dass ich gerne jage, kann ich nicht behaupten :)

    Man muss versuchen, da Kompromisse zu finden. Der eine muss Nähe zulassen lernen, der andere muss lernen, dass ein Zurückziehen nicht mit Ablehnung gleich zu setzen ist in einer Beziehung.
     
    07.03.2012 #5
  6. Frieda
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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    ... alles klar!

    Wenn nun "Mann" doch einmal (warum auch immer) heiratet, dann wirft "Frau" umgehend die High Heels in die hinterste Ecke und packt ihr alte Jogginghose wieder aus ;-).

    Ich kann Goldmarie nur zustimmen: wenn Unsicherheiten bestehen, nutzt es niemanden, wenn sie einfach unter den Tisch gekehrt werden. Nach nur wenigen Monaten wird wahrscheinlich die gemeinsame Kommunikation (verbal/nonverbal) noch geübt werden müssen ... der "Gewinn" wird dann redlich geteilt!
     
    07.03.2012 #6
  7. delfin 1988
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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    @Mrs
    Deine Antwort hilft mir sehr weiter, weil sie die andere Sichtweise zeigt. Ich setze zurückziehen mit weniger lieben gleich. Ist das so? Welche Gefühle hast Du, wenn du dich zurückziehst? Ich würde das gern besser verstehen können! Dann käme ich deutlich besser damit zurecht.
     
    07.03.2012 #7
  8. delfin 1988
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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    @Jenny Treibel
    Ich bin mir in diesem Fall sicher, dass es nichts mit Jagdinstinkt zu tun hat.

    @Mrs
    Du und dein Expartner, habt ihr Kompromisse gefunden? Oder war der Unterschied in Nähe und Rückzug der Trennungsgrund?
     
    07.03.2012 #8
  9. Andre
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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Um Schuld geht es überhaupt nicht. Die Vokabel "Schuld" sollte aus Beziehungsfragen so weit es nur irgend geht herausgehalten werden.
     
    07.03.2012 #9
  10. Andre
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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Frage: Würdest du daraus ablesen, dass er dich mehr geliebt hat als du ihn?
     
    07.03.2012 #10
  11. Mrs

    Mrs

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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Liebe Delfin, nein, das war nicht unser Trennungsgrund. Wir waren mehrere Jahre zusammen, die Trennung hatte dann andere Gründe
    Diese Kompromisse zu finden, bzw. das Bewußtsein dafür entwickeln, dass der Partner andere Bedürfnisse hat, das hat bei uns am Anfang gedauert, bestimmt ein Jahr. Und dieses erste Jahr war nicht einfach, es gab da auch viele traurige Momente auf beiden Seiten.

    Ich komme zum Beispiel gut damit klar, nicht jeden Tag die Stimme meines Partners zu hören (wenn man noch nicht zusammen wohnt z.B. oder der Partner auf Geschäftsreise ist etc.) wenn ich mir seiner Liebe ansonsten sicher bin. Das ist nicht zu verwechseln mit "Ich will seine Stimme nicht hören". So hatte es aber mein Partner interpretiert und war traurig darüber.
    Er konnte sich nicht vorstellen, ins Bett zu gehen ohne noch einmal mit mir gesprochen zu haben. Mir reichte eine sms, vor allem wenn man anderweitig unterwegs oder beschäftigt war.

    Das sind diese Kleinigkeiten, die man erst lernen muss. Man muss den anderen verstehen können und das geht einfach nicht von heute auf morgen. Da steckt Arbeit drin und kompromissbereitschaft auf beiden Seiten. Eine Beziehung führen kann auch Arbeit bedeuten, Menschen sind nun mal nicht gleich.

    Wichtig ist dennoch, darüber zu sprechen, wenn nicht sogar das wichtigste!

    Ich weiß ja nicht, wie das Vorleben Deines Partners ist. Meins war: 10 Jahre Single, 14 Jahre alleine gewohnt (nicht mal in einer WG). Auch wenn man sich eigentlich nach Nähe sehnt, ist es schwierig aus alten Mustern auszubrechen.
    Und ich war auch in der Beziehung und bin nach wie vor heute sehr gerne mal alleine.Es störte mich überhaupt nicht, wenn mein Partner einige Tage auf Geschäftsreise war, ich habe es genossen. Das hieß nicht, dass ich ihn nicht geliebt habe und seine Gesellschaft gern hatte!
    Ein Partner, für den es das Ideal einer Beziehung darstellt, 7 Abende die Woche mit mir Zeit zu verbringen würde vielleicht auch unsicher werden und zweifeln.
     
    07.03.2012 #11
  12. Mrs

    Mrs

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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Nein, auf keinen Fall. Wir waren 7 Jahre ein Paar und hatten wundervolle Jahre nachdem wir uns "zusammengerauft" haben und die Bedürfnisse des anderen verstanden haben und jeder auf den anderen zugegangen ist.
    Die Trennung hatte ganz andere Gründe, auf die ich aber ungern näher eingehen möchte.
     
    07.03.2012 #12
  13. delfin 1988
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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    @Mrs
    Danke Dir! Ich bin selbst nicht so, dass ich ständig in der Nähe meines Partners sein will. Ich habe selbst gerne mal Abstand. Aber das geht für mich nur, wenn ich mir seiner Gefühle gewiss bin und da komme ich schon ins Zweifeln, wenn er zb auf eine Mail von mir erst Stunden später reagiert. Es kann auch der Wechsel sein in seinen Reaktionen. Immer wieder kommt ganz viel von seiner Seite, sofort Antwort, wenn ich mich melde, und dann wieder wenig. Ich habe den Eindruck, dass er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr bemüht. Mehr als es seinem Naturell entspricht. Warum reicht mir das nicht?
     
    07.03.2012 #13
  14. Mrs

    Mrs

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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Ich bin kein Psychologe und halte überhaupt nichts von Laien-Psychologie (wie sie in solchen Foren oftmals angewendet wird).
    Rein von meiner Menschenkenntnis würde ich glauben, dass es Dir nicht reicht, weil Du vielleicht schon oft unerwiederte Liebe erlebt hast und vielleicht Angst hast, dass er sich irgendwann überhaupt nicht mehr meldet?

    Ihr müsst miteinander sprechen!

    Stunden später auf eine Mail zu antworten ist kein Drama (aber das weißt Du ja eigentlich, wie ich zwischen den Zeilen lese).
    Ich habe eine beste Freundin, die mir oft überhaupt nicht auf Mails antwortet. Da war ich dann auch immer frustriert und fragte mich früher oft ob ich sie irgendwie verärgert habe (obwohl ich es besser weiß).Aber so ist sie halt und scheinbar ändert es nichts an ihrer Wertschätzung mir gegenüber (klar, ist jetzt keine Liebesgeschichte zwischen Mann und Frau).
     
    07.03.2012 #14
  15. Andre
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    AW: zwei schritte vor, einen zurück

    Danke, das hat mich mal interessiert. Den Grund der Trennung muss ich nicht wissen ;-)
     
    07.03.2012 #15