Parship Studie: Trennung 2.0 – Deutschland im virtuellen Liebeskummer

26.09.2013 Jana Bogatz

Zweiter Teil der Parship Studienreihe „Liebe 2.0“ zeigt: Deutsche leben Beziehungsaus auch in den sozialen Netzwerken aus. Gleichzeitig erschwert das Internet das Hinwegkommen über den Ex: Jeder Fünfte leidet durch soziale Medien noch länger an Liebeskummer.

Hamburg,

Früher waren es zerrissene Liebesbriefe oder zerschnittene Fotos – heute ist es die beendete Facebook-Freundschaft: Wenn es um die Trennung vom Partner geht, spielen soziale Netzwerke für die Deutschen eine zentrale Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt der zweite Teil der neuen repräsentativen „Liebe 2.0“-Studienreihe von Parship (www.parship.de), einer der führenden Online-Partneragenturen in Deutschland und Europa, unter mehr als 1.000 Bundesbürgern. So leben ganze 98 Prozent der Deutschen, die in den sozialen Netzwerken aktiv sind, ihre Trennung auch über Facebook und Co. aus. Nur bei zwei Prozent hat das Beziehungsaus keinen Einfluss auf den virtuellen Umgang mit dem oder der Verflossenen.

Virtuelle Kontaktsperre

Für nahezu zwei Drittel (61 Prozent) der Befragten ist es selbstverständlich, den Beziehungsstatus in ihren Profilen nach einer Trennung zu ändern. Statt „Ist in einer Beziehung“ heißt es bei ihnen nach dem Liebesaus auch in der virtuellen Welt wieder „Single“ – ein Ritual, das sie auch von ihrem Ex-Partner erwarten. Jeder Fünfte ist dagegen ganz kompromisslos und beendet den Kontakt zum Verflossenen gleich vollständig. Auch bei gemeinsamen Erinnerungen sind die Neusingles im Netz rigoros. Für mehr als ein Drittel (37 Prozent) haben gemeinsame Fotos nach einer Trennung nichts mehr in den sozialen Netzwerken zu suchen, 23 Prozent löschen sogar sämtliche Unterhaltungen mit dem Ex-Partner von ihren Profilen.

Und auch mit dem Vertrauen scheint es bei den Deutschen nach einer Trennung nicht mehr weit her zu sein: Fast die Hälfte (47 Prozent) der Befragten gibt an, nach dem Beziehungsaus die Passwörter privater Profile und Accounts zu ändern.

Die feinfühligere Alternative

Es geht aber auch weniger radikal: So zeigen sich knapp ein Fünftel der Befragten (19 Prozent) deutlich rücksichtsvoller und achten darauf, nach dem Beziehungsaus keine Bilder oder Hinweise auf eine neue Liebschaft zu veröffentlichen, um die Gefühle des / der Ex nicht zu verletzen. Gleichzeitig setzt nur einer von zehn Nutzern (12 Prozent) die Netzwerke ganz gezielt dazu ein, um den oder die Ex eifersüchtig zu machen.

Herzschmerz oder Happy End?

In einem Punkt sind sich die Deutschen aber einig: Acht von zehn aktiven Usern sind davon überzeugt, dass soziale Netzwerke die Verarbeitung einer Trennung verändern – lediglich knapp 20 Prozent glauben, dass die neuen Kommunikationskanäle keinen Einfluss auf den Herzschmerz haben. Für jeden Dritten machen Facebook und Co. es deutlich schwerer, über den oder die Verflossene hinwegzukommen. Ein weiteres Drittel sieht das ganz anders und freut sich über die Möglichkeit, auch nach der Trennung darüber informiert zu bleiben, wie es dem Ex-Partner geht. So ist auch ein romantisches Liebescomeback dank der sozialen Netzwerke gar nicht so unwahrscheinlich: Mehr als jeder Zehnte (13 Prozent) konnte über diesen Weg schon einmal eine alte Liebe wieder neu aufleben lassen.

Das Ranking im Überblick

Frage: Wie haben Sie sich bzw. würden Sie sich im Fall einer Trennung in sozialen Netzwerken verhalten und was erwarten Sie auch von Ihrem / Ihrer Ex?

Antworten Gesamt Männer Frauen
Beziehungsstatus in Profilen ändern 61 % 61 % 62 %
Passwörter zu Accounts / Profilen löschen 47 % 43 % 50 %
Gemeinsame Fotos aus den Profilen / Accounts löschen 37 % 34 % 41 %
Wenn der Kontakt zum / zur Ex in Netzwerken weiterhin bestehen bleibt: Nutzungsmöglichkeiten für den / die Ex einschränken 23 % 21 % 25 %
Wenn der Kontakt zum / zur Ex in Netzwerken weiterhin bestehen bleibt: Keine Aktionen des anderen kommentieren / liken 21 % 21 % 22 %
Kontakt / Freundschaft zum / zur Ex in sozialen Netzwerken beenden 21 % 20 % 23 %
Gemeinsame Unterhaltungen mit dem / der Ex aus Profilen bzw. Pinnwänden löschen 21 % 19 % 23 %
Wenn der Kontakt zum / zur Ex in Netzwerken weiterhin bestehen bleibt: Besonders darauf achten, keine Bilder oder Hinweise über eine neue Liebschaft zu veröffentlichen, um den / die Ex nicht zu provozieren / verletzen 19 % 20 % 18 %
Kontakt / Freundschaft zu Freunden bzw. Familie des / der Ex in sozialen Netzwerken beenden 12 % 13 % 10 %
Sonstiges 7 % 6 % 8 %
n = 914 Personen


Frage: Was denken Sie: Wie beeinflussen die sozialen Netzwerke und der freie Zugang zu Informationen über den / die Ex-Partner/in die Verarbeitung einer Trennung?

Antworten Gesamt Männer Frauen
Es ist super, denn so kann man auch nach Jahren noch informiert bleiben, wie es dem / der Ex heute geht – schließlich hatte man sich ja mal gern und ich möchte wissen, wie es ihm / ihr geht 30 % 30 % 31 %
Die aktuellen Informationen und der Kontakt zum / zur Ex erschweren es, loszulassen und über die Trennung hinweg zu kommen 29 % 26 % 32 %
Die sozialen Netzwerke beeinflussen die Verarbeitung einer Trennung meiner Meinung nach gar nicht 20 % 21 % 20 %
Es nervt, denn ich habe das Gefühl, mein(e) Ex stalkt mich regelrecht über die Netzwerke 14 % 14 % 14 %
Klasse. Dank Facebook & Co. konnte ich schon mal eine Liebesbeziehung wieder aufleben lassen 13 % 13 % 12 %
Es ist klasse, weil ich meine(n) Ex dank Facebook & Co. eifersüchtig machen kann, z.B. durch sexy Fotos von mir, interessante Status-Meldungen oder Bilder mit attraktiv(er)en Dates 12 % 12 % 12 %

n = 914 Personen

Über die Parship-Studienreihe „Liebe 2.0“

Im Rahmen der Studienreihe „Liebe 2.0“ präsentiert Parship aktuelle Entwicklungen in Bezug auf die Themen Liebe und Partnerschaft sowie die Suche danach in Zeiten einer steigenden Nutzung sozialer Netzwerke. Für die vorliegende Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.026 Personen zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im Juli 2013 statt.Über Parship

Parship ist die führende Online-Partnervermittlungen in Deutschland. Überzeugt davon, dass es für jeden Menschen den richtigen Lebenspartner gibt, unterstützt das Unternehmen anspruchsvolle Singles bereits seit 2001 dabei, den passenden Partner für eine langfristige und glückliche Beziehung zu finden. Die Mehrheit der Parship-Mitglieder sind aktive Frauen und Männer ab 28 Jahren mit gehobenem Bildungsniveau auf der Suche nach einer dauerhaften Partnerschaft.

Herzstück des Parship-Services ist das Parship-Prinzip® Es beruht auf einem wissenschaftlich basierten Verfahren, dessen Grundlage der rund 80 Fragen umfassende Parship-Fragebogen zur Analyse der eigenen Partnerschaftspersönlichkeit bildet. Mit Hilfe dieses Verfahrens werden jedem Mitglied potenzielle Partner vorschlagen, bei denen die Chance auf eine langfristige und glückliche Partnerschaft am höchsten ist.

Zusätzlich bietet Parship seinen Mitgliedern ein umfassendes Angebot maßgeschneiderter Services, um sie bei der Suche nach dem richtigen Partner zu unterstützen.

Europaweit hat Parship mehr als 50 Kooperationspartner, zu denen in Deutschland unter anderem Die Zeit, das Handelsblatt und brigitte.de zählen. Das in Hamburg ansässige und zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehörende Unternehmen bietet seinen Service unter Parship.com in derzeit 13 Ländern an.