Parship Studie: Wie viel Facebook verträgt die Liebe? Digitales Liebesgeflüster spaltet die Nation

Parship-Studienreihe „Liebe 2.0“ zeigt: Mehr als die Hälfte der deutschen Paare nutzen soziale Netzwerke als Liebesplattform. Befreundeten Kontakten geht das zu weit: Nahezu drei Viertel fühlen sich durch öffentlich gelebte Liebesbeziehungen genervt.

Hamburg,

Offene Liebesbekundungen, Kuschelfotos aus dem Urlaub zu zweit oder doch lieber die Privatsphäre wahren: Wenn es um das private Beziehungsglück im Internet geht, herrscht bei den Deutschen große Uneinigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt der dritte Teil der repräsentativen „Liebe 2.0“-Studienreihe von Parship (www.parship.de), einer der führenden Online-Partneragenturen in Deutschland und Europa, unter mehr als 1.000 Bundes-bürgern. So gehören Facebook und Co. für etwas mehr als die Hälfte (57 Prozent) der befragten Paare auch in Sachen Liebe ganz selbstverständlich dazu. Für 43 Prozent ist es dagegen ein absolutes NoGo, ihre Beziehung im Netz auszuleben – ihr Liebesleben ist und bleibt reine Privatsache.

Männer machen ihr Glück gern öffentlich

Weibliche Kommunikationsfreude und männliche Coolness? Weit gefehlt, wenn es um das Geturtel im Internet geht. Denn während fast die Hälfte (46 Prozent) der weiblichen Befragten der Meinung sind, dass ihr Liebesleben nichts auf Facebook und Co. zu suchen hat, finden es ganze 58 Prozent der Männer vollkommen normal, ihr privates Glück auch im Netz zu teilen. So gehören für jeden sechsten (15 Prozent) von ihnen beispielsweise auch Liebesbotschaften auf Facebook & Co. dazu, bei den Frauen gilt das nur für jede Zehnte. Und auch wenn es um das Posten von Bildern, Videos oder konkreten Beziehungsdetails geht, haben die Männer die Nase vorn. Immerhin herrscht zwischen den einzelnen Partnern aber Einigkeit. So geben gerade einmal zwei Prozent an, dass sie selbst ihre Beziehung gern digitaler ausleben würden als ihr Partner und sich nur aus Rücksicht zurückhalten.

Nervensäge 2.0: Geturtel im Netz stößt nicht immer auf Begeisterung

Im Freundeskreis hält sich die Begeisterung über digitale Liebesbekundungen allerdings sehr in Grenzen: Nahezu drei Viertel (70 Prozent) aller Befragten fühlen sich vom Beziehungsleben in sozialen Netzwerken genervt. Vor allem Streitigkeiten (52 Prozent) und Besserwisser-Kommentare (35 Prozent) kommen gar nicht gut an. Jedem Dritten sind zudem sexy Bilder auf der Pinnwand des Partners sowie die exzessive Hochzeitsplanung via Facebook und Co. ein Dorn im Auge (je 33 Prozent).
Überraschend: Es sind längst nicht nur Singles, die sich vom öffentlichen Liebesleben anderer gestört fühlen. Auch befreundeten Paaren geht das digitale Geturtel gehörig auf die Nerven. Lediglich ein Drittel (30 Prozent) aller Befragten sieht das entspannter und findet die Beziehungsbeiträge überhaupt nicht störend.

Das Ranking im Überblick

Frage: Sie haben angegeben, dass Sie sich aktuell in einer Partnerschaft befinden: Wie „digital“ ist Ihre Beziehung?

Antworten Gesamt Männer Frauen
Nichts davon. Meine Beziehung ist privat, die möchte ich nicht digital ausleben 43 % 40 % 46 %
Unsere Beziehung zeigt an, dass wir vergeben sind (verliebt, verlobt, verheiratet, etc.) 38 % 37 % 39 %
Ich bin mit meinem Partner / meiner Partnerin in sozialen Netzwerken befreundet / verbunden. 37 % 35 % 39 %
Wir stellen gemeinsame Bilder / Videos von uns ins Netz bzw. würden das tun. 27 % 28 % 26 %
Wir posten uns gegenseitig Liebes-Nachrichten auf die Pinnwand bzw. würden das tun. 13 % 15 % 11 %
Wir stellen Fotos / Videos unserer gemeinsamen Kinder ein bzw. würden das tun. 13 % 14 % 12 %
Wir thematisieren auch schon mal Details zu unserer Partnerschaft bzw. würden das tun. 5 % 6 % 5 %
Nichts davon. Ich würde die Beziehung zwar gerne „digitaler“ führen, aber mein Partner möchte das nicht. 2 % 2 % 2 %
n = 629 Personen


Frage: Viele Paare teilen ihre Liebe auch gerne mit der (Netz-)Welt. Nicht jeder Freund bzw. Kontakt findet das toll. Was nervt Sie persönlich in solchen Fällen am meisten?

Antworten Gesamt Männer Frauen
Öffentlich ausgetragene Streits bzw. Konflikte in den Netzwerken 52 % 50 % 55 %
Besserwisser-Kommentare unter Single-Aktivitäten wie z.B. „So was machen wir schon lange nicht mehr“ oder „Du und Dein Sport – mein Schatz liebt jeden Pfund an mir!“ 35 % 33 % 38 %
Wenn er sexy Bilder von ihr einstellt bzw. umgekehrt 33 % 25 % 42 %
Öffentliche Liebesbekundungen und Posts- oder gegenseitiges Grüßen 33 % 31 % 34 %
Exzessive Hochzeitsplanung über Facebook & Co. 31 % 31 % 30 %
Gar nichts davon. Mich stört das nicht. 30 % 31 % 28 %
Fotos und Videos der gemeinsamen Kinder zu jedem Anlass 28 % 26 % 30 %
Posts / Bilder gemeinsamer Anschaffungen (Auto, Bett, Urlaub oder auch Haustiere) 24 % 22 % 26 %
Posts / Bilder über Geschenke vom Partner / von der Partnerin 23 % 21 % 24 %
Verliebte Pärchen-Fotos und -Videos 20 % 19 % 21 %
Sonstiges 1 % 1 % 2 %

n = 914 Personen

Über die Parship-Studienreihe „Liebe 2.0“

Im Rahmen der Studienreihe „Liebe 2.0“ präsentiert Parship aktuelle Entwicklungen in Bezug auf die Themen Liebe und Partnerschaft sowie die Suche danach in Zeiten einer steigenden Nutzung sozialer Netzwerke. Für die vorliegende Studie hat Parship gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG 1.026 Personen zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung in der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im Juli 2013 statt.Über Parship

Parship ist die führende Online-Partnervermittlungen in Deutschland. Überzeugt davon, dass es für jeden Menschen den richtigen Lebenspartner gibt, unterstützt das Unternehmen anspruchsvolle Singles bereits seit 2001 dabei, den passenden Partner für eine langfristige und glückliche Beziehung zu finden. Die Mehrheit der Parship-Mitglieder sind aktive Frauen und Männer ab 28 Jahren mit gehobenem Bildungsniveau auf der Suche nach einer dauerhaften Partnerschaft.

Herzstück des Parship-Services ist das Parship-Prinzip® Es beruht auf einem wissenschaftlich basierten Verfahren, dessen Grundlage der rund 80 Fragen umfassende Parship-Fragebogen zur Analyse der eigenen Partnerschaftspersönlichkeit bildet. Mit Hilfe dieses Verfahrens werden jedem Mitglied potenzielle Partner vorschlagen, bei denen die Chance auf eine langfristige und glückliche Partnerschaft am höchsten ist.

Zusätzlich bietet Parship seinen Mitgliedern ein umfassendes Angebot maßgeschneiderter Services, um sie bei der Suche nach dem richtigen Partner zu unterstützen.

Europaweit hat Parship mehr als 50 Kooperationspartner, zu denen in Deutschland unter anderem Die Zeit, das Handelsblatt und brigitte.de zählen. Das in Hamburg ansässige und zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehörende Unternehmen bietet seinen Service unter Parship.com in derzeit 13 Ländern an.