Die zweite große Liebe

14.01.2015 Jana Bogatz

Alfred (74, Steuerberater) aus Füssen lernte mit Parship.de Brigitta (66, Sozialpädagogin) aus München kennen. Er hat uns geschrieben.

So verliebten sie sich:

© privat

Vor wenigen Tagen kamen wir von unserem ersten gemeinsam verbrachten Urlaub in Südtirol zurück. Es war eine wunderschöne Erfahrung, mit einer Partnerin diese herrliche Reise mit vielen gemeinsamen Erfahrungen zu erleben. Nach dem Leidensweg einer langen Krankheit und dem Tode meiner Frau, mit der ich 48 Jahre glücklich verheiratet war, versank ich in Trauer und Schwermut. Jegliche Lebensfreuden waren mir abhanden gekommen.Ich habe mich immer mehr aus dem Kreise meiner Freunde und Bekannten zurück gezogen. Nach dem ersten schweren Jahr intensiv erlebter Trauer kehrte allmählich mein Lebensmut zurück und es wuchs das Verlangen nach einer Partnerin, mit der ich wieder all die schönen Seiten des Lebens gemeinsam genießen könnte.

Das ist die Richtige

Ich bin über Internetportale auf Parship aufmerksam geworden, um gezielt im Frühjahr nach einem weiblichen Wesen zu suchen, das meinen Vorstellungen entsprach. Es war für mich ein Glücksfall in den vielen Meldungen fündig zu werden, denn nach zwei enttäuschenden Begegnungen – die Frauen entsprachen kaum dem zugrunde liegendem Profil – hatte ich plötzlich das Gefühl, die Richtige am 14.04.2013 gefunden zu haben. Nach der Freischaltung des Bildes wollte ich rasch eine Begegnung vereinbaren, die letztlich mit einem Besuch am Bahnhof in Füssen glücklich begann. Als sie mir entgegenkam, war ich überrascht, wie sympathisch sie sofort auf mich wirkte. Wir sind durch die Füssener Altstadt gewandert und in Bad-Faulenbach sind uns in einem Café bei schönstem Wetter gegenüber gesessen und haben erstmals Blicke ausgetauscht, die wie warme Strahlen auf mich wirkten. Zurück zum Bahnhof zum Zug nach München sind wir bereits händchenhaltend durch die Altstadt geschlendert. Es war ein bewegender Augenblick für mich, meine neue Liebe mit dem Wunsch eines baldigen Wiedersehens zu verabschieden.

Ein großartiges Geschenk

Seither sind fünf Monate vergangen, in denen wir uns durch eine großartig sich entwickelnde Harmonie in vielen Gemeinsamkeiten näher gekommen sind. In ihrer Stadtwohnung in München und in meinem Landhaus im Allgäu verbringen wir unsere Wochenenden, denn ich koche auch gerne und sie ist eine großartige Abspülerin. Gerade in München genießen wir die kulturellen Angebote in vielfacher Weise und im Allgäu haben wir alles, was die herrliche Landschaft mit ihren Bergen und Seen bietet. Die von Anfang an spürbare Geborgenheit ist in eine Zusammengehörigkeit gewachsen die letztlich in Liebe mündete und wir sind uns einig, dass dies ein großartiges Geschenk ist. Es ist schade, dass wir beide nicht mehr jung sind, ich 74 und sie 66 Jahre, umso mehr schenken wir uns unsere Zuneigung und unser Glück und hoffen auf noch viele Jahre ebensolcher tiefer Gefühle.